Copyright
Das Buch darf ohne Genehmigung des Autors weder im Ganzen noch in Teilen kopiert, vervielfältigt, auf Datenträger gebracht o- der zu sonstigen Zwecken genutzt werden. Alle Rechte befinden sich beim Autor. Das Familienwappen ist registriert unter der Nr. 122/618 in der Artus Wappenrolle Münchener Herold.
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Reinkarnation – der Weg der Seele zu Gott
Spirituelles Wissen aus autorisierten Quellen Woher wissen wir, dass es frühere Leben gibt? Das wahre und ewige Leben ist das Leben des gereinigten Geist Re – Inkarnation und was es ist Gibt es ein Ende der geistigen Entwicklung? Wie gelangt man in das Königreich Gottes? Warum muss die unsterbliche Seele zurück zu Gott? Warum wir uns nicht erinnern können Warum wir viele Leben annehmen müssen Was bestimmt unsere Entwicklung
Spirituelle Unterweisungen für die unerwachte Seele
Der Sinn des Lebens
Was ist Gott?
Die drei Erscheinungsweisen der Natur Das vedische Gesellschaftssystem Die Welt – eine täuschende Illusion?
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Die sechs edlen Tugenden Erwecke den inneren Heiler in dir (1) Erwecke den inneren Heiler in dir (2) Existiert für uns ein „freier Wille“ ? Das kosmische Drama – eine perfekte Illusion Handeln oder Nicht - Handeln ?
Die nahe Zukunft der Erde – ein Ende mit Schrecken ?
Der Jainismus und seine Grundsätze
Der Jain – Pfad
Heilige Schriften und Bücher Die Grundsätze Mahaviras Spirituelle Malerei des Jaina – Mönchs und Yogi Dr. Jain Jesus Christus – sein wahres Bildnis und seine Körpermerkmale Nachwort
Autor
Literaturverzeichnis
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Vorwort
Überrascht und erfreut zugleich erhielt ich von vielen Menschen Zustimmung zur Veröffentlichung meines Buches „In allem ist Gott“. Dies bestärkte mich in meiner Absicht ein weiteres Buch zu schreiben. Die Gründe dafür sind in unserer Zeit suchen, einer Zeit des vergessenen spirituellen Wissens über Gott, sodass sich jede Zeile die diese Defizite schließen hilft, als ein Segen für den nach Gott suchenden Menschen erweisen wird. Ausgehend von den Grundmängeln in den westlichen Gesellschaften, wie die Verlage- rung der Lebensziele allein auf die Erfüllung materieller Wünsche und der Favorisierung einer schablonenhaften Gattung Mensch, welche ausschließlich der sexuellen und materiellen Sinnbefriedi- gung untergeordnet ist, existiert praktisch kein der Allgemeinheit verständliches Wissen über Gott und seine regulierenden Anwei- sungen für die menschlichen Gesellschaften mehr. Dies führte zu einem sittlichen und ethischen Abfall, der sich besonders in Euro- pa als Folge der letzten beiden Kriege, aber auch bereits früher in den Verfolgungen des Christentums durch Rom und der Ausrot- tung des spirituellen Wissens durch die Inquisition des Mittelalters in Europa und der Unterwerfung anderer Kontinente in erschre- ckender Weise manifestierte. Seitdem die Höchste Persönlichkeit Gottes als Avatar und Vishnu – Inkarnation, Sri Krishna, vor 5.000 Jahren unser Universum in verlassen hat, wurden etwa 14.000
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Kriege geführt. Auch dies ist ein Ausdruck des Fehlens einer wis- senden und spirituell regulierenden Macht in der Welt. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn einige, noch spirituell tätige Völker mit Sorge den Vormarsch der materiellen und (un)kulturellen „Segnungen“ aus den Ländern der westlichen Welt beobachten. Jesus Christus und viele weitere spirituell fortgeschrittene Gott – Wesen, wie der Sikh – Heilige Guru Nanak 1 (1469 – 1539) oder der Vaishnava – Avatar Sri Krishna Caitanya Mahaprabhu 2 (1486 – 1552) lebten der Menschheit diese Lehren vor. Sie belehrten nicht nur andere, sondern sie lebte ihre Lehren selbst. Daher wird sich dieses Buch nicht nur mit der „ewig existierenden Seele“ und ihren materiellen, zeitweiligen Umhüllungen befassen, sondern auch die uns von Gott gegebenen Verhaltensweisen in dem Kapitel spiritu- elle Unterweisungen beschreiben, die helfen werden dieser oder jener Seele wieder zu einem spirituellen und regulierten Leben in Harmonie zu gelangen. Wir erschaffen uns unsere Höllen in unse- ren verunreinigten Bewusstseinsstrukturen selbst und verhindern durch den Prozess einer bewussten Reinigung des materiell verun- reinigten Geistes unseren Aufstieg in die höher schwingenden Be- reiches des „göttlichen Lichtes“. So bleiben wir selbst als Opfer in den niedrig schwingenden Frequenzen, die wir auch die Dunkel-
1 Vgl. Autorenkollektiv: 516. Geburtstag des Religionsgründers Guru Nanak, Verlag Sikh
Federation Germany, Essen 1985, S. 41 – 47
2 Vgl. Praphupada, Swami: Die Lehren Sri Caitanyas, The Bhaktivedanta Book Trust
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heit des Seins nennen können, gefangen. Im Reich Gottes gibt es keine Wunder, sondern nur Unwissende, die das, was sie nicht wissen, als Wunder bezeichnen. Es ist alles offenbart und alles vorhanden. Das es weltliche Mächte und Personen gibt, die sich gerne als mysteriöse und allwissende Menschen anbeten lassen ist unzweifelhaft. Die Menschheit muss ihren Glauben durch Gewiss- heit ersetzen, dann wird vor ihr die täuschende Illusion der mate- riellen Welt ihren dunklen Schleier heben und sie wird das innere Licht in sich wahrnehmen können. „Ich bin das Licht der Welt“, sagte Jesus Christus nicht umsonst, denn das Erwachen des Lichtes in uns ist das Erwachen des Christus – Bewusstseins. Das ist der zu erstrebende Zustand des Menschseins. In einem weiteren Teil mei- nes Buches werde ich eine wahrhaft vorbildliche Religion, die sich wohltuend und als geistig entwickelt in das Christusbild passend darstellt, nämlich die Lehre der Jains oder Jainas beschreiben. Da mein spiritueller Lehrer ein Jaina – Mönch ist, werde ich diese ge- waltfreie Religion dem interessierten Leser einmal näher bringen. Von den religiösen Übeln in dieser heuchlerischen Scheinwelt er- fahren wir täglich mehr als genug, so sollte der Leser auch wissen, dass es noch andere „Vertreter Gottes“ auf unserem Planeten gibt, die man auf Grund ihrer Rücksichtnahme gegenüber allen Lebe- wesen in der Öffentlichkeit kaum wahrnehmen kann. Denn auch hier gilt die Weisheit: “Die vollen Fässer rollen leise und die leeren
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Fässer hört man poltern.“ Um das kosmische Drama, den Sinn der Wiedergeburt oder der Reinkarnation zu verstehen, muss ein Le- bewesen spirituelles Wissen erhalten. Mein ursprüngliches Ziel, einige meiner früheren Leben in diesem Buch zu beschreiben habe ich, entsprechend meinen erhaltenen inneren Anweisungen, durch andere, für diese Zeit des Kali – Yuga wichtigere Inhalte ersetzt. Ich bin mir vollkommen bewusst nur wenige reife Seelen zu errei- chen, aber selbst wenn es nur eine einzige wäre, die durch dieses Buch aus ihrem illusorischen Schlaf erwachte, so war das Schrei- ben des Buches vollkommen gerechtfertigt.
Reinkarnation – der Weg der Seele zu Gott
Spirituelles Wissen aus autorisierten Quellen
Spirituelles Wissen muss von autorisierten Quellen empfangen werden. Dieses Wissen kann von reinen Materialisten und Atheis- ten weder beurteilt, noch verstanden werden. So schrieb mit Recht der große indische Heilige, Paramahansa Yogananda: „Die Heili- gen beurteilen den Wert eines Menschen anhand eines unverän- derlichen Kriteriums, das sich wesentlich von den veränderlichen Maßstäben der Welt unterscheidet. Die Menschheit, die sich selbst für so vielschichtig hält, besteht in den Augen eines Meisters nur aus zwei Gattungen: aus den Unwissenden, die Gott nicht suchen,
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und den Weisen, die Gott suchen.“ 3 Für den Suchenden nach der Wahrheit ist es erforderlich seine okkulten zerebro – spinalen Zentren, auch Chakren oder astrale Lotosblüten genannt, zu erwe- cken. Den abendländischen Forschern in der Bibel ist nicht be- kannt, das in den „Offenbarungen des Johannes“ im Neuen Tes- tament eine symbolische Darlegung des Yoga – Wissens durch Je- sus Christus einem engeren Kreis seiner Jünger gelehrt wurde, zu denen auch Johannes gehörte (Offenbarung 1,20). Johannes er- wähnte das „Geheimnis der sieben Sterne“ und der „Sieben Ge- meinden“. Diese symbolische Bezeichnung bezieht sich auf die sieben Chakren des Lichtes, die auch als die sieben Falltüren der Gehirn – und Rückenmarksachse beschrieben werden. Durch diese von Gott geplanten und beim Menschen angelegten Ausgänge kann der meditativ geschulte Mensch seinem körperlichen Ge- fängnis entrinnen und seine Seele wieder mit dem All – Geist ver- einen. 4 In den heiligen Schriften der Hindus wird unter anderem auch das Zeitalter des Bestehens unseres Universums beschrieben. Es beträgt exakt ein Zeitalter Brahmans, der 311.159.000.000.000 Sonnenjahre alt wird. In diesen Schriften wird auch erklärt das ein Planet wie die Erde aus zweierlei Gründen aufgelöst werden kann: entweder werden seine Bewohner im höchsten Grade gut oder im
3 Vgl. Yogananda, Paramahansa: Autobiografie eines Yogi, Self Realization-Felloship 1998,
Nachdruck 2001, S. 174
4 Vgl. Quelle Fußnote 3, S. 207
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höchsten Grade böse. Die in der Welt vorherrschende Geisteshal- tung erzeugt auf diese Weise eine Kraft, welche die zur Erde zu- sammengefügten Atome freigibt. Ein wesentlicher Bestandteil des Verständnisses für die Natur, das Universum und die Lebewesen ist das Verständnis dafür: „Dass der menschliche Körper nicht nur auf dem Wege der Evolution aus der Tierwelt hervorgegangen, sondern durch einen besonderen Schöpfungsakt Gottes erschaffen wurde. Die tierischen Formen waren zu primitiv, um der Göttlich- keit voll Ausdruck zu verleihen. Den ersten Menschen wurden als einzige Lebewesen der potentielle, allwissende „tausendblättrige Lotos“ des Gehirns und die okkulten Zentren der Wirbelsäule ge- geben. Gott – als unser göttliches Bewusstsein riet dem ersten Menschenpaar alle Sinnesfreuden zu genießen, bis auf den Ge- schlechtsgenuss. Dieser war ihnen untersagt, damit die Menschheit nicht wieder in die niedere, tierische Zeugungsart zurückfallen sollte. Da dieses erste Menschenpaar (in der Bibel als Adam und Eva bezeichnet) dieses Gebot nicht befolgte, verloren sie das Be- wusstsein an ihre Unsterblichkeit wieder und unterwarfen sich damit dem physischen Gesetz, demzufolge jeder körperlichen Ge- burt ein körperlicher Tod folgt.“ 5
5 Vgl. Quelle Fußnote 3, S. 222
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Woher wissen wir, dass es frühere Leben gibt?
Es gibt unzählige Beschreibungen und Tatsachenberichte über die „Auferstehung“ heiliger Personen, großer Mystiker, gottergebener Yogis und theosophischer Adepten, die unzweifelhaft belegen, dass es keinen „wirklichen Tod“ gibt. Es „stirbt“ lediglich die ma- terielle Hülle. Ob dies ein Materialist oder ein Atheist versteht, be- greift oder glaubt, dass ist der absoluten Wahrheit vollkommen gleich. Ich möchte nur einige wenige Beispiele anführen. „Und als sie das sagte (Maria), wandte sie sich zurück und sieht Jesum ste- hen und weiß nicht, dass es Jesus ist. Da spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchst du? Sie aber erkennt den Herrn nicht und meint es sei der Gärtner und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen? Jesus spricht zu ihr: Maria! Da ruft sie aus: Meister! Jesus spricht zu ihr: „Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater.“ 6 Es muss also unmittelbar nach seiner „Auferstehung“ gewesen sein, als Maria Jesus am leeren Grab traf. Dieses „Rühre mich nicht an“, sagte Jesus offensichtlich damit Maria nicht erschrecken sollte, da er in seinem feinstoffli- chen Körper vor ihr stand, und sie quasi ins Leere fassen würde. Diesen Körper hatte Jesus in kurzer Zeit materiell wieder so ver- dichtet, dass später sein Jünger Thomas seine Finger in die Wun- den des Herrn legen konnte. Es gibt über die körperliche Anwe-
6 Johannes Kapitel 20, Vers 14-17
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senheit Jesus Christus nach seinem "Tod“ über ein Dutzend autori- sierte Zeugnisse. Aber neben der Beschreibung der „Auferste- hung“ oder sagen wir einfach besser der wieder Anwesenheit, gibt es unzählige weitere Beispiele. Im Prinzip kann ein erleuchteter Yogi oder Heiliger jederzeit eine verstorbene Person sehen, aufsu- chen und mit dieser sprechen, sofern sich diese im „Jenseits“ (der feinstofflichen Welt) befindet und noch nicht wieder in die mate- rielle Welt inkarniert ist. Da die Lebewesen in 8.400.000 Lebens- formen mit ihren unterschiedlich entwickelten materiellen (maxi- mal fünf) Sinnen und spirituellen Sinnen (mindestens einen Sinn mehr, als übersinnliche Wahrnehmung) die Dinge verschieden se- hen und bewerten, können Lebewesen mit fünf Sinnen Dinge die in anderen Dimensionen vorhanden sind, nicht wahrnehmen. Aber nur deshalb, weil wir etwas nicht wahrnehmen können muss dies nicht bedeuten es sei unwahr. Wir müssen dass, was wir nicht wahrnehmen können denen, die, die Wahrheit kennen glauben. So sagte Jesus ebenfalls: „So ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht.“ (Johannes, Kap.4, Vers 48) Wir müssen lernen, den richtigen Personen zu glauben. Solche Personen sollten er- leuchtet sein, da sie nur dann das gereinigte Christus – Bewusst- sein besitzen. In der Bhagavad – Gita gibt es neunundzwanzig Kri- terien für das Erkennen eines wirklich reinen Menschen im göttli- chen Bewusstseinszustand. In der Bhagavad – Gita ist ausdrück-
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lich gesagt, dass ein Mensch der nicht über Krishna – oder Christus – Bewusstsein verfügt, kein guter Mensch sein kann. Er mag noch so viele materielle Ehrungen erhalten haben, aber er lebt nicht in der Erscheinungsweise der Tugend. Das, was man darunter im spirituellen Sinne versteht, hat nichts zu tun mit den zeitabhängi- gen Moral - und Tugenddefinitionen, welche die Materialisten o- der Atheisten alle paar Jahre neu formulieren. Sie nennen dies „Werte - Diskussion“. Ein weiteres Beispiel soll hier Erwähnung finden, welches der große Yogi und Heilige, Paramahansa Yoga- nanda berichtet. 7
„Hier in Kalkutta erschien mir Lahiri Mahasaya am Tage nach sei- ner Feuerbestattung um 10 Uhr morgens in lebendiger, strahlender Gestalt.“ Aus dem Munde dreier großer Yogis hat die Welt eine wunderbare Tatsache erfahren: Um 10 Uhr morgens, einen Tag, nachdem Lahiri Mahasayas Leib den Flammen übergeben worden war, erschien der auferstandene Meister in einem wirklichen, aber verklärten Körper (feinstofflichen, spirituellen Körper) dreien sei- ner Jünger, von denen jeder in einer anderen Stadt wohnte. Ebenso kann ich anführen, dass mein verstorbener Hund Bonzo drei Tage nach seinem Tode in der Yoga – Schule meines Jaina – Meisters in Berlin erschien und mit ihm sprach. Bis zum Jahre 2006 geschah
7 Vgl. Yogananda, Paramahansa: Autobiografie eines Yogi, 21. deutsche Auflage 1997, Scherz
Verlag Bern, Wien München, S. 438 – 439
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dies noch dreimal. Seit November 2006 ist mein Hund wieder er- neut inkarniert und wie er mir mitteilte, mit der im Jahre 2004 er- krankten Hündin aus Hamburg. 8 Meinen, im Juni 1944 in der Normandie gefallenen Vater traf ich selbst 1994 in einer Astralreise und er sprach ebenfalls mit meinem Jaina – Meister, der ihn auch körperlich traf und sah (im Jahre 2002 mehrfach) und mir seine Uniform und sein Aussehen vollkommen beschrieb. Interessant ist auch die Tatsache, dass mir der Brief eines Kriegskameraden mei- nes Vaters, der unter seinem Kommando stand, erhalten blieb, in- dem dieser meiner Mutter aus einem Camp in amerikanischer Ge- fangenschaft den Tod meines Vater schilderte. Er vermerkte in die- sem Brief das Datum seines Todes mit dem 23.06.1944. Auf der Mitteilung der deutschen Wehrmacht an meine Mutter steht als Todestag der 18.06.1944, ebenso steht dieses Datum auf dem Ge- denkstein des Friedhofes für gefallene Deutsche Soldaten in der Normandie. Ich sagte meinem spirituellen Lehrmeister (indisch Guru) das Datum, welches der Kriegskamerad aus der Gefangen- schaft meiner Mutter mitteilte, da ich mir sicher war dies wäre das echte Datum seines Todes. Mein Guru sagte darauf dieses Datum könnte nicht stimmen. Darauf nannte ich ihm das von der Melde- stelle des Deutschen Reiches genannte Datum am 18.06.1944. Er sagte: „Das ist sein wirkliches Todesdatum“. Folglich hatte sich der
8 Vgl. Staudte, Bernd: In allem ist Gott, 1. Auflage, Book on Demand, Niederstätten 2007,
S. 82 – 85
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Kriegskamerad unter dem Eindruck des Kriegsgeschehens und seiner Gefangenschaft offensichtlich im Datum geirrt. Inzwischen weiß ich, dass auch mein Vater seit Juni 2003 wieder einen Körper angenommen hat.
Das wahre Leben ist das Leben des gereinigten Geist
„Würdest du nur einen Tautropfen der kristallklaren Wasser gött- licher Erkenntnis erlangen, so würdest du alsbald gewahr werden, dass wahres Leben nicht das Leben des Fleisches, sondern das Le- ben des Geistes ist. Denn das Leben des Fleisches ist sowohl den Menschen als auch den Tieren gemeinsam, während das Leben des Geistes nur den Reinen im Herzen eigen ist, die aus dem Meere des Glaubens getrunken und sich von der Frucht der Gewissheit ihren Teil erworben haben. Ein solches Leben kennt keinen Tod, und ein solches Dasein ist von Unsterblichkeit gekrönt. So ist ge- sagt worden: „Wer ein wahrer Gläubiger ist, der lebt sowohl in dieser Welt als auch in der künftigen.“ (IQAN S.85) 9 Nach dem vedischen Wissen gibt es im Universum etwa 400.000 menschliche Lebensformen, die auf den verschiedensten Planeten anwesend sind. Der Mensch der Erde hat aufgrund seiner marginalen Ener- gie (Mischenergie) die Fähigkeit und auch die Möglichkeit sowohl
9 Vgl. Mothlagh, Hushidar: ..und zu ihm kehren wir zurück, aus den Schriften der Baha´i –
Religion., siehe auch: http://www.geistigenahrung.org/leben-nach-dem-tod.html
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Materie, als auch reiner Geist zu sein. Daher ist die menschliche Lebensform bei vielen anderen Wesenheiten des Universum sehr begehrt, da diese die einzige Gelegenheit bietet, sowohl materielles Leben auf niederen oder höheren Planetensystemen zu genießen, als auch die Chance zu haben, zurückzukehren in die ewige spiri- tuelle Welt Gottes, in welcher es keinen Tod mehr gibt und das Le- bewesen nur noch reiner (heiliger) Geist oder absolutes Bewusst- sein ist. In unserer Zeit, dem Kali – Yuga ist die Erde zum Tum- melplatz vieler Lebewesen in der Erscheinungsweise der Unwis- senheit und Leidenschaft geworden. Die Erscheinungsweise in der Tugend (Entsagung, Gottesliebe, geistige Reinheit, spirituelles Wissen, Demut, Schutz aller Lebewesen usw.) ist auf unserem Pla- neten selten geworden. Man rechnet mit nur etwa 1,5 Prozent Menschen der gesamten Menschheit, die über ein erleuchtetes Be- wusstsein verfügen. Die Veden schreiben, dass im Kali – Yuga 75 Prozent aller Menschen irreligiös sind, auch wenn sie irgendwel- chen Religionen und Ritualen nachgehen. Dies ist insgesamt ein bedauerlicher Zustand, aber wie ich schon mein vorheriges Buch betitelte „In allem ist Gott“, so müssen wir auch diese Entwicklun- gen als unabänderlich akzeptieren. Doch befreit dies niemanden nach einem edleren Verhalten und einem geläuterten Leben zu streben. Jeder Einzelne hat es in der Hand die geistige Evolutions- leiter aufwärts zu erklimmen oder wieder abwärts zu steigen. Ich
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zeige in meinen Büchern lediglich die Wege, die Möglichkeiten und Konsequenzen für unsere Handeln auf. Alles weitere regelt die allwissende Macht, die als Überseele in jedem Lebewesen als stiller Beobachter und Zeuge unseres Denkens und Tuns anwe- send ist. Vor Gott und seiner Allmacht kann sich niemand verste- cken.
Reinkarnation und was es ist
Inkarnation bedeutet „Einfleischung“ oder „Einkörperung“. Besser konnte man den Sachverhalt, wie die unsterbliche Seele sich in ei- nen Körper begibt, überhaupt nicht nennen. Schon im ältesten Wissen der Welt, dem vedischen Wissen, wurde dieser Ausdruck in der Sprache Sanskrit benutzt. Das spekulieren und deuten mit logischen (aus den fünf materiellen Arbeitssinnen eines Menschen hervorgegangene fehlerbehaftete Einschätzung eines Sachverhal- tes) Argumenten kann einen spirituellen Sachverhalt nicht erklä- ren. Man muss sich an die Menschen halten, die Teile oder das Ganze der absoluten Wahrheit durch die Gnade Gottes und durch ihre reine Lebensführung sehen und wahrnehmen durften. So kann der Mensch mit einer Pflanze verglichen werden, die wächst, blüht und am ende ihres Daseins stirbt. Sie stirbt aber nicht voll- ständig. Sie hinterlässt einen Samen, der eine neue Pflanze hervor- bringt. Jeder Mensch hinterlässt, wenn er stirbt einen ähnlichen
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Samen, seine guten und schlechten Handlungen, sein Karma – sei- ne energetischen Erfahrungspotentiale. Ohne eine solche Tatsache, hätte die gesamte Entwicklung und Daseinsweise des Lebens ü- berhaupt keinen Sinn. Der physische Körper muss sich, aufgrund seiner materiellen Eigenschaften auflösen, sterben, jedoch seine Er- fahrungspotentiale, seine Handlungen sterben nicht. Er muss, ob er es möchte oder nicht wieder geboren werden, um die Früchte seines vorausgegangenen Handelns zu genießen und zu erleiden. Das ist ein ewiges göttliches Gesetz von Ursache und Wirkung. Das Wissen um die Wiedergeburt ist so alt wie die Veden. Sie ist die Grundlage von Hinduismus, Buddhismus und des Jainismus. Ebenso wird diese Lehre von der Sikh –Religion durch Guru Na- nak Dev im Guru Grantha Sahib 10 befürwortet und gelebt. Die in- dischen Vaisnavas und weitere Glaubensgruppen teilen dieses von Gott herabgekommene Wissen. Jesus Christus war kein Avatar (keine in den heiligen Schriften angekündigte Inkarnationen Got- tes der zehn namentlich aufgeführten Avatare, wobei im Kali- Yu- ga der letzte Avatar, Kalki heißt und am ende des Kali – Yuga er- scheint. Durch ihn wird die verkommene Menschheit komplett vernichtet werden. Danach beginnt wieder ein neues „Goldenes Zeitalter der wahren Religion, das Sataya – Yuga) und kein Kir- chengründer, er lehrte jedoch die Wiedergeburt und den Vegeta-
10 Dem heiligen Buch der Sikh, welches der 10. Guru der Sikh-Religion, 1708 als verbindliche
Gurulehre bestimmte
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rismus ebenso. Er selbst (Jesus Christus) erwiderte in einem Disput mit jüdischen Schriftgelehrten wer er wohl sei, dass er über Abra- ham so erhaben sprechen könnte: „Ich war, bevor Abraham war.“ Das bestätigt uns, dass Jesus eine sehr „alte“ und spirituell hoch- entwickelte Seele mit göttlichen Eigenschaften war. In unserer technisierten Welt, im Europa von heute, aber auch überall dort wo die heidnischen Barbaren im Altertum, im Mittelalter und in der Neuzeit wüteten und wüten, wurde und wird die wahre gött- liche Spiritualität vernichtet und macht dämonischen und satani- schen Ritualen Platz. So ist es nicht verwunderlich, wenn in sol- chen Ländern kaum noch Erscheinungen göttlicher Natur zu er- fahren sind, so wie diese zum Beispiel in Indien, Malaysia, Pakis- tan und Indonesien häufiger anzutreffen sind. Dort gibt es auch noch mehr wirklich religiöse Menschen, da die Religionsvermitt- lung zumeist durch „erleuchtete“ Personen vorgenommen wird; und die Vermittlung göttlichen Wissens nicht nur über trockenes theologisches Studierwissen erfolgt.
Gibt es ein Ende der geistigen Entwicklung?
Nach den Zusicherungen Gottes an große erleuchtete Yogis in den Veden ist es das Ziel und die unabänderliche Gesetzgebung Gottes für eine jede „Seele“ (ewig existierendes Energiepartikel Gottes) zurückzukehren aus der materiellen Welt in das ewige Reich Got-
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tes. Das wäre dann das Ende der großen Reise, an dem sich für je- de Seele der Anfang wieder mit dem Ende verbindet. „Ich bin der Vater aller Lebewesen“. „Ich bin das Alpha und das Omega“. „Ich bin der Anfang und das Ende aller Dinge.“ Diese Aussagen über Gottes Allmacht lesen wir in allen Quellen unserer Existenz. In diesem ewigen, reinen Geistreich, wo aber keine Seele ihre Indivi- dualität verliert, gibt es viele Aufgaben des Dienens für Gott und für die noch in der materiellen Welt gefangenen Seelen zu erfüllen. Denn das Dienen für Gott ist die einzige wirkliche und ewige Reli- gion. Man denke an die Engel und an Inkarnationen mit besonde- ren Aufgaben (Boddhisattva = reines Geistwesen). Es gibt viele große Erleuchtete, die über das Aussehen des Reiches Gottes und über Gott selbst Auskunft geben. Das man über das Aussehen Got- tes nicht reden oder schreiben darf ist absoluter Unsinn. Das Aus- sehen Gottes ist in den ältesten Schriften, den Veden präzise und exakt angegeben. Solche Darstellungen, Gott zu einer menschen- fernen und strafenden Macht zu erklären, liest man im besonderen im „Alten Testament“ der Bibel, die aber erst ab 300 n. Chr. zu- sammengestellt wurde. Zu Beginn des Mittelalters erlebte diese düstere Darstellung in der christlichen Religion ihren Höhepunkt. Die Inquisition erschien dann sozusagen als der Vertreter dieser düsteren Macht in Europa. In der Bhagavad – Gita steht alles, was man über Gott erfahren kann. Ebenso wird das Königreich Gottes
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in dem Buch
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Quote paper:
Bernd Staudte, 2007, Das kosmische Drama, Munich, GRIN Publishing GmbH
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