Management Summary
Die vorliegende Bachelor-Thesis behandelt das Themengebiet E-Payment-Systeme. Um einen Überblick zu erlangen wird zunächst E-Payment im Allgemeinen erläutert. In diesem Zusammenhang wird ebenso ein Einblick in verschiedene Online-Zahlungsverfahren sowie Sicherheitsmechanismen gegeben und anschließend die damit verbundenen Anforderungen dargestellt. Im Folgenden werden drei erfolgreiche Beispiele für E-Payment-Systeme vorgestellt, wobei M-Payment in einem gesonderten Kapitel behandelt wird. Wie der Titel der Arbeit verspricht, wird besonders auf die Akzeptanzkriterien bzw. Ansprüche der Kunden eingegangen, die diese an E-Payment stellen. Weiterhin wurde ein Fragebogen erstellt, anhand dessen der Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz der entsprechenden E-Payment-Systeme ermittelt werden sollte. Abschließend werden in Verbindung mit der Auswertung des Fragebogens Schwachstellen herausgearbeitet und Verbesserungspotentiale ausgemacht.
Schlagwörter
E-Commerce, Bezahlsystem, E-Payment, M-Payment, Akzeptanz und Sicherheit von E-Payment
III
Inhaltsangabe
Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2 Die Entwicklung von E-Payment in Verbindung mit E-Commerce 3
3. E-Payment Abgrenzung 3
3.1 Allgemeine Definition 3
3.2 Zeitpunkt der Belastung 5
3.2.1 Pre-Paid Verfahren 6
3.2.2 Pay-Now Verfahren 6
3.2.3 Pay-Later Verfahren 6
3.2.4 Höhe des Transaktionsvolumens 7
3.3 Kreditkartenbasiertes Bezahlen 8
4. Anforderungen an E-Payment Systeme 9
4.1 Allgemeine Anforderungen 9
4.2 Sicherheit 10
4.2.1 Authentizität 11
4.2.2 Integrität 11
4.2.3 Anonymität 12
4.2.4 Absicherung im Schadensfall 12
4.3 Benutzerfreundlichkeit 13
4.4 Kosten 14
4.5 Flexible Einsatzfähigkeit 14
5. Erfolgreiche E-Payment Verfahren 15
5.1 Die Geldkarte 15
5.2 Paypal 16
5.3 Die Paysafecard 18
6. Mobile-Payment 19
7. Herstellung von Akzeptanz und Sicherheit 22
7.1 Rolle von Vertrauen im E-Commerce 22
7.2 Maßnahmen zur Schaffung von Akzeptanz 24
IV
7.2.1 Sicherheitstechniken 24
7.2.1.1 Verschlüsselung 24
7.2.1.2 Hash Funktionen 25
7.2.1.3 Signaturverfahren 26
7.3 Treuhänderische Abwicklung der Transaktion 26
7.4 Community Plattformen 27
7.5 Gütesiegel 27
8. Umfrage 28
8.1 Vorgehen und Methodik 28
8.2. Auswertung 29
8.3 Schlussfolgerung 31
9 Fazit 32
10 Ausblick 34
Quellenverzeichnis 36
Anhang 37
Anhang A: Glossar 37
Anhang B : Fragebogen 40
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Kategorisierung von EPS I .................................................... 5 Abbildung 2 : Kategorisierung von EPS II .................................................. 7 Abbildung 3: Überblick der Anforderungen an ein EPS............................ 10 Abbildung 4: Exemplarische Darstellung einer Geldkarte ........................ 16 Abbildung 5: Die Bezahlung per Bezahlung bei Ebay .............................. 17 Abbildung 6: Eine deutsche Paysafecard................................................. 19 Abbildung 7: Empfundene Risiken bei der Nutzung von EPS .................. 23 Abbildung 8: Gütesiegel ........................................................................... 28
Abkürzungsverzeichnis
EPS Elektronic Payment System B2B Business to Business C2C Consumer to Consumer B2A Business to Administration POS Point of Sale TAN Transaction Number PIN Personal Indentification Number SSL Secure Socket Layer SET Secure Electronic Transfer HBC Homebanking Computer Interface WAP Wireless Application Protocol UMTS Universal Mobile Telecommunication System RSA Benannt nach Entwicklern Rivest, Shamir, Adleman DES Data Encryption Standard SHTTP Secure Hypertext Transfer Protocol SSL Secure Sockets Layer
1. Einleitung
Der Gedanke Güter und Dienstleitungen mit Hilfe der
Telekommunikationstechnik zu vertreten ist schon längere Zeit aktuell. Seit Ende der 1970er Jahre versuchte man mittels Computernetzwerken ein System aufzubauen, welches elektronische Erwerbsmöglichkeiten bereitstellen sollte. Erst das Internet brachte jedoch den Fortschritt. In den 1990er Jahren sahen mit der Internet-Euphorie zahlreiche Analysten bereits ein Ende von traditionellen Zahlungsverfahren und -instrumenten. Mit immensem Marketingaufwand wurden zu dieser Zeit E-Payment-Systeme, kurz EPS, gepusht und auf den Markt gebracht. Diese sollten die sog. E-Payment-Evolution einleiten. Weg von der physischen- , hin zu der elektronischen Geldbörse. Fast ausnahmslos scheiterten E-Payment-Systeme der ersten Generation. Diese waren zumeist technisch ausgereift und voll funktionsfähig, scheiterten jedoch an der kritischen Masse der Händler und Käufer. Diese ist eine notwendige Voraussetzung für eine positive Rückkopplung, welche durch den Netzeffekt erreicht wird. Ohne diesen Netzeffekt, kann kein EPS erfolgreich bestehen. Mitentscheidend ist nicht nur die Kundenzahl, sondern auch die Nutzungshäufigkeit. 1 Im Mittelpunkt der Etablierung eines erfolgreichen EPS steht vor allem die Schaffung einer breiten Akzeptanz von potentiellen Käufern. Diese Akzeptanz wird erst durch Schaffung von Sicherheit und Vertrauen erreicht, sowie Benutzerfreundlichkeit und Kompatibilität. Obwohl die optimistischen Prognosen der 90er Jahre nicht eingetroffen sind, sind trotzdem beachtliche Steigerungen des Transaktionsvolumens Jahr für Jahr zu Verzeichnen. Laut der ARD-Online Studie des Jahres 2007 sind heutzutage im Schnitt nahezu 60 % aller Bundesbürger Nutzer des Internet. Von den 14 bis 29 Jährigen sogar schon knapp 95 %. 2 Man kann in diesen Zahlen sehr gut das Potential und die Rolle des Bezahlens über das Internet erkennen, besonders bei der jüngeren Generation, die allerdings noch nicht die entscheidende Wirtschaftskraft besitzt. Die vorliegende Arbeit untersucht das Kaufverhalten der Kunden im E-Commerce. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Business-to- 1 Vgl.Lammer, Thomas: Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment, 2005, S. 2
2 Vgl. http://www.daserste.de/service/onlinestudie-2007-vorab.pdf, Abruf 02.06.2007
Comsumer-Bereich (B2C). B2C zielt dabei auf den Online-Handel zwischen Händler und Personen ab. Transaktionen sind im diesem Bereich, anderes als im B2A oder B2B, eher durch Spontankäufe und kleine bis mittelgroße Transaktionsvolumina gekennzeichnet. 3 Die Arbeit versucht des Weiteren auf die Zukunftsaussichten des E-Payment einzugehen und beurteilt und wertet eine selbst erstellte Umfrage aus. Weiterhin werden drei erfolgreiche Systeme exemplarisch dar. Wie schon der Titel der Arbeit verdeutlicht, wird insbesondere auf Akzeptanzkriterien von EPS, von Händlern und Käufern in der Ausarbeitung und dem Fragebogen eingegangen, sowie auf die Voraussetzungen für die Schaffung eines innovativen und erfolgreichen E-Payment-Systems. Es wurde bewusst auf die Berücksichtigung von rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verzichtet. Diese beinhalten die Binnenmarkt-Situation sowie das Europäische Recht, welche durchaus die Vorbedingungen für voll funktionierende EPS setzten müssen.
Der Gang der Untersuchung lief folgendermaßen:
Zunächst untersucht diese Arbeit E-Payment und dessen Verfahren im Allgemeinen. Hierzu wurde aus mehren Quellen recherchiert und das Ergebnis zusammengefasst. Um die aktuelle Akzeptanz von E-Payment in unserer Gesellschaft zu untersuchen, wurde eine Umfrage in Form eines Fragebogens erstellt. Dieser bezog sich auf die Sicht der Verbraucher bzw. der Kunden und wurde aus diesem Grund auch nicht an Händler weiter gegeben. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass bei dieser Umfrage bzw. bei der Wahl der Teilnehmer das Zufallsprinzip nicht gewahrt wurde, da der Fragebogen nicht an zufällig ausgewählte Personen verteilt wurde, d.h. er spiegelt nicht alle Altersgruppen und Schichten unserer Gesellschaft dar. Genaueres zu diesem Fragebogen und der Auswahl der Befragten kann in Kapitel 7 eingesehen werden. Das Ergebnis der Unfrage wurde genauer beleuchtet und die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst. Zudem wird in einem gesonderten Kapitel auf Kreditkarten eingegangen Zudem wird in einem gesonderten Kapitel auf das Thema Kreditkarte eingegangen, da diese Zahlungsart immer noch das meist genutzte E-Payment-System darstellt.
3 Vgl. Merz, Michael: E-Commerce und E-Business, 2002, S. 3
2 Die Entwicklung von E-Payment in Verbindung mit E-Commerce
Während der Einzelhandel in Deutschland seit vielen Jahren stagniert, verzeichnet E-Commerce nach wie vor kräftige Zuwächse und ein Ende des Wachstums ist nicht absehbar. Damit bleibt der Internet-Zahlungsverkehr ein Wachstumsmarkt. 4 Trotz vieler scheiternder Unternehmen lockt die E-Payment-Branche weiterhin mit neuen Anbietern, verschiedenster Varianten. Jedes Kundenbegehren wird von neuen Anbietern versucht zu befriedigen. Das Umsatzpotenzial scheint nach oben hin unbegrenzt.
Waren zunächst Imagegründe für eine starke Präsenz der Unternehmen im Internet verantwortlich, haben diese Unternehmen mittlerweile erkannt, dass die Nutzung des Internets auch die Chance zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen nach sich zeiht. Besonders auf eine Vergrößerung des Absatzpotenzials. Das Internet ermöglicht eine kontinuierliche Marktpräsenz, da Kunden unabhängig von Ladenöffnungszeiten auf Angebote und Informationen zugreifen können. Darüber hinaus lassen sich After-Sale-Services und Individual-Marketing effizient und abgestimmt steigern. 5 E-Commerce beinhaltet neben Online-Marketing und Distributionspolitik hauptsächlich den Handel von Gütern und Dienstleistungen über das Internet. EPS dienen hier als Instrument des Transfers von Geld von Verkäufer und Käufer im E-Commerce. In diesem Bereich wird der Erwerb von Gütern über Landesgrenzen hinaus eine immer wichtigere Rolle spielen.
3. E-Payment-Abgrenzung
3.1 Allgemeine Definition
Beim elektronischen Bezahlvorgängen (engl. „E-Payment“) geht man von Mehr-Partei-Modellen aus, bei denen nicht so sehr die Beziehung zwischen Bank und Kunde im Vordergrund steht, sondern die Einleitung einer Zahlung für ein im Internet oder mobil erworbenes Produkt oder
4 Vgl. Lammer, Thomas: Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment, 2005, S. 307
5 Vgl. Merz,, Michael: E-Commerce und E-Business, 2002, S. 460
Dienstleistung, welche nicht mit Bargeld bezahlt wurde. In diesem Sinne, also bezogen auf diesen beabsichtigten Bezahlprozess, lässt sich eine Definition für elektronische Bezahlsysteme formulieren. Diese Systeme sind Verfahren, die es ermöglichen, für den Bezug von Gütern und Leistungen eine Gegenleistung über elektronische Netzwerke zu erbringen und deren Ziel allein die Herstellung der Zahlungsfähigkeit von Produkten ist, werden als E-Payment-Systeme bezeichnet. 6 Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten im Internet Güter oder Dienstleistungen zu kaufen. Einmal durch traditionelle Offline Systeme, wie die Zahlung per Nachnahme, durch Vorauszahlung oder Rechnung, oder mit einer Bezahlung durch E-Payment-Systeme. Bei letzterer Gruppe, auf welcher in dieser Arbeit das Hauptaugenmerk liegt, kann man diese Systeme in 4 Klassen einteilen 7 :
• Internetfähige Zahlungsinstrumente des Giroverkehrs:
Diese beinhalten eine Weiterentwicklung des Giroverkehrs für die Nutzung im Internet. Beispiele hierfür sind Scheck, Lastschrift, Überweisung oder Kreditkarte.
• E-Geld (Chipkartenbasiert):
Chipkarten, welche im Internet eingesetzt werden können.
• Virtuelle Guthaben-Konten:
Beispiele hierfür sind sog. Scratch Cards oder virtuelle Konten bei Serviceprovidern.
• Inkasso-Systeme: Diese Systeme setzen v.a. im Micro-Payment-Bereich an (siehe Punkt 3.2.2). Hierbei steht die Vermeidung von Transaktionskosten im Mittelpunkt, indem nicht jeder Geschäftsvorfall separat abgerechnet wird, sondern erst durch Sammelrechnungen erfolgen.
6 Vgl. Danneberg, Marius, Ulrich Anja: E-Payment und E-Billing, 2004, S. 27
7 Vgl. Prof. Dr. Axel Schwickert, Universität Giessen, E-Payment-Systeme, S. 104
Abbildung 1: Kategorisierung von EPS I 8
Eine weitere Unter-Kategorisierung ist anhand folgender Kriterien möglich:
• Regionale Verbreitung (national oder international)
• Anwendungen (E-Commerce, M-Commerce, POS)
• Höhe des Transaktionsbetrags (Pico-, Micro-, Macropayments)
• Branchenzugehörigkeit des Betreibers (Bank, Kreditkarten- und Telekommunikationsunternehmen, etc.)
• Zeitpunkt der Belastung des Kundenkontos
Es ist anzumerken, dass es bei E-Payment nicht primär darauf ankommt, neue Speichermedien für Geld zu finden, sondern vielmehr darum, die Zahlungsfähigkeit in elektronischen Netzwerken wie das Internet zu ermöglichen.
3.2 Zeitpunkt der Belastung
Anhand des Zeitpunkts der Belastung des Kundenkontos, können Zahlsysteme in Prepaid-, Pay-Now- und Pay-Later-Systeme eingeteilt
8 Vgl. Prof. Dr. Axel SchwickertSchwickert : E-Payment Systeme - Funktionsweise, Marktüberblick, Bewertung, Elektronische Ressource: URL: http://geb.uni- giessen.de/geb/volltexte/2006/2878/ , Universität Giessen: 2006
Quote paper:
Thomas Lo Coco, 2007, Akzeptanz von E-Payment, Munich, GRIN Publishing GmbH
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