Seminararbeit im Rahmen des Hauptseminars
Personalmanagement
Zum Thema:
Mobbing im Personalmanagement
Berlin 08.05.2008
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Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
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1. Einleitung
2. Klärung des Begriffes Mobbing
2.1. Entwicklung des Begriffs
2.2. Definition des Begriffs Mobbing
3. Ursachen von Mobbing
3.1. In der Persönlichkeit begründete Ansätze
3.2. In der Arbeitsorganisation begründete Ansätze
4. Bewältigung
4.1. Maßnahmen persönlicher Natur
4.2. Maßnahmen der Organisation
4.3. Maßnahmen des Gesetzgebers
4.4. Prävention
5. Schlussbetrachtung
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Literaturverzeichnis 20
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1
Neuberger, Oswald (1999): Mobbing
S.47
Abbildung 2
Esser, Axel/ Wolmerath, Martin (2003): Mobbing Der
Ratgeber für Betroffene und ihre Interessenvertretung
S.79
Abbildung 3
Esser, Axel/ Wolmerath, Martin (2003): Mobbing Der
Ratgeber für Betroffene und ihre Interessenvertretung
S.181f
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1. Einleitung
Diese Arbeit befasst sich auf den folgenden Seiten mit dem Thema Mobbing. Nach
einem kurzen historischen Abriss, wird anschließend der Versuch einer präzisen und
einheitlichen Definition unternommen. Es wird dabei ausschließlich die Definition
von Leymann erläutert, da sie einen guten Ausgangspunkt einer Mobbinganalyse
darstellt. Im weiteren Verlauf wird ein Überblick über die möglichen Ursachen, die
in einer Organisation Mobbing auslösen können, gegeben. Es sollte im Interesse des
Managements liegen, Mobbing zu erkennen und zu bewältigen. Die Arbeit legt des-
wegen im Folgenden Möglichkeiten dar, Mobbing in einer Organisation vorzubeu-
gen und zu überwinden. Den Abschluss bildet eine Schlussbetrachtung. Aus Platz-
gründen können Mobbingdefinitionen anderer Autoren, Fallstudien, empirische Er-
hebungen sowie das Vorgehen in konkreten Mobbingfällen in dieser Arbeit leider
nicht behandelt werden. Für das Personalmanagement ist das Erkennen von Mobbing
genauso wichtig, wie deren Bewältigung, da Mobbing einen nicht unerheblichen
Kostenfaktor darstellt (Vgl. Hofmann 2002, S.38). Die Betrachtung und genaue
Quantifizierung der Kosten fällt schwer, da Mobbing sich im Verborgenen abspielt
und es demnach kein verlässliches Zahlenmaterial gibt. Hofmann weist darauf hin,
dass die Bestimmung der Mobbingkosten aus empirischen Material nicht sinnvoll ist.
Aus diesen Gründen wird die Frage nach den Kosten von Mobbing in dieser Arbeit
nicht untersucht.
2. Klärung des Begriffes Mobbing
2.1. Entwicklung des Begriffs
Der Begriff Mobbing stammt aus dem angelsächsischen Raum, wobei ,,to mob" so-
viel bedeutet wie pöbeln, angreifen, über jemanden herfallen oder attackieren (Vgl.
Gockel 2004, S.20f).
In der Verhaltensforschung tauchte der Begriff in den 50er Jahren erstmalig bei Kon-
rad Lorenz auf, der den Ausdruck Mobbing benutzte, um das Verscheuchen von ein-
zelnen Tieren aus einer Gruppe dazustellen.
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Der schwedische Arzt Heinemann (Vgl. Koller 2002, S.8) übertrug die Bedeutung
des Mobbingbegriffes erstmalig auf menschliche Verhaltensweisen. Er untersuchte
ab den 60er Jahren das Gruppenverhalten von Kinder, die er auf einem Schulhof be-
obachtete. Heinemann stellte fest, dass das Ausgrenzungsverhalten der Gruppe ge-
genüber einzelnen Schülern dem Verhalten glich, welches von Lorenz bei den Tieren
beschrieben wurde. Im weiteren Verlauf wurde die Bedeutung des Begriffes Mob-
bing, um Angriffe einzelner Personen gegenüber einer anderen Einzelperson, erwei-
tert.
Leymann forschte in den 80er Jahren zu dem Thema Mobbing am Arbeitsplatz und
erweiterte den Begriff dementsprechend. Zu beginn der 90er Jahre wurde durch die
Veröffentlichungen, des in Schweden lebenden Arbeitspsychologen Heinz Leymann,
der Begriff Mobbing in Deutschland bekannt und etablierte sich hier für ,,Psychoter-
ror am Arbeitsplatz" (Vgl. Gockel 2004, S.23).
Der Begriff ,,Mobbing" wurde im weiteren Verlauf stark mit der Arbeitswelt und
seinen besonderen Anforderungen verknüpf, jedoch nicht immer klar abgegrenzt und
definiert. Um einer uneinheitlichen Benutzung des Mobbingbegriffes vorzubeugen
und um Verwechslungen mit ähnlichen Begriffen zu vermeiden, wird im folgenden
eine Definition des Begriffes ,,Mobbing" vorgenommen.
2.2. Definition des Begriffs ,,Mobbing"
Basis vieler deutschsprachige Arbeiten, die sich mit dem Thema Mobbing beschäfti-
gen ist die erste allgemeine Definition von Leymann Anfang der 90er Jahre. Sie
wurde aus 300 Interviews von Mobbingopfern, deren Ärzten und Betriebsräten, ent-
wickelt. Leymann definiert Mobbing wie folgt:
,,Der Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen
eine Person gerichtet sind (von einer oder mehreren anderen) und die sehr oft und
über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommt und damit die Beziehung zwischen
Täter und Opfer kennzeichnet. " (Vgl. Leymann 1993, S.21).
Diese Definition von Leymann, die Mobbing beschreiben und von ähnlichen Situati-
onen abgrenzen soll, ist sehr allgemein gehalten und muss daher weiter erläutert
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