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Einleitung 1
1. Organisationen zum Thema BGF 4
1.1 Deutsches Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) 4
1.2 Initiative für eine neue Qualität der Arbeit (INQA) 5
2. Arbeitsunfähigkeitsdaten aus Gesundheitsreporten Positionspapier (DNBGF) 6
2.1 Positionspapier für das Forum Gesundheitsversorgung und
Freie Wohlfahrtspflege (DNBGF) 6
2.2 DAK-BGW Gesundheitsreport 2005 Stationäre Krankenpflege 7
2.3 DAK-BGW Gesundheitsreport 2006 Ambulante Krankenpflege 8
2.4 Gesundheitliche Belastung durch Arbeitszeiten und Dienstpläne 10
2.4.1 Gesundheitliche Belastung durch Arbeitszeiten und Dienstpläne
Stationäre Krankenpflege 11
2.4.2 Gesundheitliche Belastung durch Arbeitszeiten und Dienstpläne
Ambulante Pflege 12
2.5 Fazit der Arbeitsunfähigkeitsdaten aus Gesundheitsreporten 12
3. Darum betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) 14
4. Ziele der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) 18
5. Umsetzung und Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) 22
5.1 Arbeitskreis Gesundheit (AK- Gesundheit) 22
5.2. Betriebliche Gesundheitsförderung im Kreislauf 24
5.2.1 Analyse zur betrieblichen Gesundheitsförderung durch den AK- Gesundheit 24
5.2.2 Planung der betrieblichen Gesundheitsförderung durch den AK- Gesundheit 26
5.2.3 Umsetzung und Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung durch den
AK- Gesundheit 27
5.2.3.1 Verhaltensprävention 27
5.2.3.2 Verhältnisprävention 27
5.2.3.3 Einzelne Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung 28
5.2.4 Evaluation der betrieblichen Gesundheitsförderung durch den AK- Gesundheit 31
6. Gesetzliche Bestimmungen zur betrieblichen Gesundheit 33
6.1 Neuer Anlauf für die betriebliche Gesundheitsförderung 33
6.2 Erweiterter Präventionsauftrag der Berufsgenossenschaften 33
6.3 Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) 33
6.4 Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) 34
6.5 Das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) 34
7. Schlussworte 35
Literaturverzeichnis
Anhang
Einleitung
Einleitung
Auf verschiedene Art und Weise wird Gesundheit definiert, wahrgenommen und als ein wichtiger, persönlicher und gesellschaftlicher Wert gesehen.
1 Nach der World Health Organisation (WHO) definiert sich Gesundheit als „ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens“. 2 2 Gesundheit wird als mehrdimensionales Phänomen verstanden und reicht über den „Zustand der Abwesenheit von Krankheit“ hinaus. 3 3 „Das Maß an Krankheit, das mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen“). 4 4 Gesundheit ist ein dynamischer Zustand von Wohlbefinden bestehend aus einem biopsychosozialen Potential, welches genügt, um die alters- und kulturspezifischen Ansprüche des Lebens in Eigenverantwortung zu befriedigen. Genügt das Potential nicht, um diese Ansprüche zu befriedigen, so besteht Krankheit. 5
Diese unterschiedlichen Definitionen zeigen die kontroversen Auffassungen von Gesundheit in ihren Besonderheiten. Einigkeit herrscht jedoch darüber, dass die Gewichtung des Wohlbefindens eines Menschen an oberster Stelle steht. Gerade deshalb gewann in den letzten Jahren das Gesundheitsmanagement in vielen Bereichen der Arbeitswelt immer mehr an Bedeutung. Jedoch gerade „die Pflege“ hat meiner Ansicht nach bezüglich betrieblicher Gesundheitsförderung erheblichen Nachholbedarf und hat noch nicht ausreichend realisiert, dass die Gesundheit aller an oberster Stelle zu sehen ist, insbesondere die Gesundheit der Menschen, die kranken, behinderten, hilfs- und pflegebedürftigen Menschen zur Seite stehen sollen. Schließlich handelt es sich hier um einen bedeutenden und wachsenden Bereich des Arbeitsmarktes. Im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung und einer Verbesserung der Qualität der Dienstleistungen müssen die Arbeitsbedingungen „in der Pflege“ attraktiver gestaltet werden. Wir brauchen „in der Pflege“ nicht nur Personal, wir benötigen gesunde, motivierte, aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die ohne Zweifel schwierigen Aufgaben im Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege meistern zu können.
Für ein erfolgreiches Unternehmen sind leistungsfähige, motivierte und gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine wichtige Voraussetzung für effizientes Arbeiten und Grundvorrausetzung für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Gesundheit muss daher zum Thema werden, bevor sie an allen Ecken und Enden abhanden kommt.
Denn fehlendes Wohlbefinden bedeutet nicht nur eine Einschränkung der Lebensqualität jedes Einzelnen, sondern ist mit erheblichen Kosten für den Arbeitgeber verbunden. Dies gilt letztendlich nicht nur dann, wenn Beschäftigte krank zu Hause bleiben müssen. Darüber hinaus leidet die Qualität der Arbeit, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgrund krankmachender
2 Nach der Weltgesundheitsdefinition (WHO) 1946 http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheit (23.01.2008) 3 Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie 1997, http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheit
(23.01.2008)
4 Friedrich Nietzsche, http://www.medhost.de/ (21.01.2008) 5 Meikirch-Modell (Johannes Bircher, Karl-H. Wehkamp, http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheit (23.01.2008)
Einleitung
Belastungen und daraus resultierender fehlender Motivation am Arbeitsplatz nicht ihre ganze Leistung bringen.
Meine Motivation mich diesem Thema in einer Hausarbeit zu widmen liegt zum einen eindeutig in der Wertschätzung zum Thema Gesundheit im Allgemeinen und dem Umgang mit meiner eigenen Gesundheit. Zum anderen verstehe ich betriebliche Gesundheitsförderung als Führungsaufgabe, und da es sich bei meiner Weiterbildung bei der F + U Rhein-Main-Neckar gGmbH zur Pflegedienstleitung AMB, bzw. zur Heimleitung eindeutig um Führungspositionen handelt möchte ich dieses Thema in dieser Hausarbeit recherchieren und meine Gedanken zu Papier bringen.
Auch aber in den Erfahrungen, die ich in meinem Arbeitsleben mit Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitswesen in den letzten 15 Jahren machen konnte. Zum einen sind die Arbeitsbelastungen stetig angestiegen, parallel dazu die Belastbarkeit und Gesundheit vieler Arbeitnehmer gesunken.
Gerade in meinem jetzigen Tätigkeitsbereich, der Betreuung von mehrfachschwerstbehinderten, erwachsenen Menschen erlebe ich in den letzten Jahren einen exorbitanten Anstieg der Pflegebedürftigkeit der zu betreuenden Menschen. Ebenso beträchtlich steigt die Anzahl der gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Kolleginnen und Kollegen, vor allem auch eine große Anzahl von eher jüngeren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rückenbeschwerden durch psychische und physische Überbelastungen, Dauerbelastung von Extremitäten, Hals- und Nackenmuskulatur durch einseitige Arbeitstechniken, muskuläre Überbeanspruchung durch statische Arbeitshaltungen sind größtenteils Ursachen der gesundheitlichen Problematiken und diese nehmen mehr und mehr zu. Ebenso ist sicherlich das Immunsystem vor allem bei körperlichen Dauerbeschweden zusätzlich beeinträchtigt, mit dem Ergebnis, auch durch dauerhaften Umgang mit infektiösen Menschen, eine überdurchschnittliche Häufung von Erkältungskrankheiten wie grippalen Infekten zu beobachten ist.
Mit kurzgedachten, mal eben angeordneten Gegenmaßnahem (z.B. Kinästhetik-Schnupperkursen, Aufforderung zum Einsatz, bzw. Bereitstellung von Hilfsmitteln wie Lifter, höhenverstellbare Pflegeliegen/Pflegebett) kann man diesen Problemen sicherlich nicht ausreichend begegnen. Durch meine Position und Aufgaben in der Dienststelle, unter anderem Mitglied der AG Arbeitssicherheit- Gesundheit- Pflege, ist es mir hier möglich anzusetzen, Mitstreiter bei den einzelnen Abteilungsleitungen und nicht zuletzt bei der Geschäftsführung zu finden.
Sicherlich ein weiterer Aspekt in Bezug auf das Thema Gesundheit ist der Umgang mit meiner eigenen Gesundheit, mit meinem Körper und meinem Geist. Ich selber, wie auch meine Ehefrau treiben regelmäßig leistungsorientiert Sport, ich betreibe unterschiedlich gewichtet verschieden Sportarten: Laufsport, Radsport, Schwimmen. 5-6-mal wöchentlich gehe ich meinem Bewegungsdrang nach, organisiere mein sportliches Engagement mit meinem Familienleben (3 Kinder und Hund) und entsprechender Einsatzbereitschaft im Berufsleben, aktuell parallel dazu noch eine qualifizierte Weiterbildung berufsbegleitend. Das alles wäre womöglich nicht leistbar ohne eine gesunde Einstellung zu dem Thema. Maßgeblich trägt bei dieser positiven Belastung eine gesunde Ernährung zum Gelingen meiner tagtäglichen Herausforderungen bei, ein
Einleitung
gesundes, ganzheitliches Ernährungskonzept ist somit unumgänglich.
Dies führe ich an dieser Stelle an, um meinen Umgang zu meinem Körper und der persönlichen Gesundheit zu erläutern, was dann auch den Bezug zur betrieblichen Gesundheitsförderung herstellt.
Des Weiteren hatte ich einen guten Einblick in das Thema Gesundheitsförderung bei einer Fortbildung von ver.di b+b in Frankfurt Anfang November 2007, im Rahmen meiner Personalratstätigkeit. Das Seminar mit dem Thema < Gesundheit fordern – Gesundheit fördern. Impulse zur betrieblichen Gesundheitsförderung > 6 brachte mir weitere Erkenntnisse und verinnerlichte mir zudem die dringende Notwendigkeit sich der Thematik zu widmen. Wichtige Erkenntnisse und Ideen Gesundheit zu fördern erlangte ich außerdem dadurch, wie Betriebe im Öffentlichen Dienst außerhalb des Gesundheitswesens mit dem Thema beschäftigt sind. Seminarteilnehmer aus den verschiedenen Branchen berichteten von ihren betrieblichen Konzepten und wir erhielten im Seminar Einblicke in Maßnahmen von großen Wirtschaftsunternehmen (z.B. Daimler AG, ehem. Daimler Chrysler AG). Hier wurde mir unter anderem bewusst, wie „die Pflege“ auch hier wieder ein paar Schritte hinterher hinkt. Sicherlich ist die Auffassung zu meiner individuellen Gesundheit eher eine Ausnahme zu den meisten Arbeitnehmern im Land, jedoch ist dieser Ansatz für mich maßgebend und so lassen sich für mich beispielhaft Parallelen ziehen zu Arbeitsbereichen im Gesundheitswesen, um gesündere, motivierendere Arbeitsbedingungen vor allem „in der Pflege“ zu schaffen. Natürlich will ich hiermit nicht die Arbeitswelt zum Bodyworkout, intensiven Sporttreiben auffordern, auch die Arbeitgeber sollen sich keine Athletinnen oder Athleten heranziehen. Jedoch möchte ich den einen oder anderen Weg hin zu gesunden Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen und der Wohlfahrtspflege aufzeigen.
Vielleicht kann man meine Dienststelle, mit den steigenden pflegerischen Belastungen, exemplarisch als Vergleich zum Gesundheitswesen etwa der letzten 20 Jahre sehen. Und gerade hier liegt natürlich meine Hauptmotivation Veränderungen im Umgang mit der betrieblichen Gesundheitsförderung zu forcieren. Gesundheit fördern – Gesundheit fordern, vielleicht ein Grundsatz den ich mir auf meine imaginäre Fahne geschrieben habe.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen wie verschiedene Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) durch Führungskräfte und Entscheidungsträger in Pflegeeinrichtungen beispielhaft analysiert, geplant, umgesetzt und evaluiert werden können. Diese Hausarbeit soll durch die Analyse des Themengebiets beschreiben wie Gesundheitsförderung in Stationären und Ambulanten Pflegeeinrichtungen durch verschiedene Maßnahmen Verbesserungen der Arbeitszufriedenheit und Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege auf den Weg gebracht werden können. Entsprechende Beispiele werde ich in dieser Hausarbeit darstellen.
6
Fortbildung
1. Organisationen zum Thema BGF
1. Organisationen zum Thema BGF
An dieser Stelle möchte ich kurz zwei Organisationen vorstellen, deren Arbeit mir sehr wichtig erscheinen, insbesondere wurde mir deren bedeutende Initiative bei der Recherchenarbeit zu dieser Hausarbeit noch näher gebracht. Bei vielen Artikeln, Gesundheitsreporten, Krankenkassenberichten, Positionspapieren usw. zum Thema Gesundheitsförderung sind mir hauptsächlich diese zwei Initiativen begegnet.
1.1 Initiative für eine neue Qualität der Arbeit (INQA)
INQA ist eine Gemeinschaftsinitiative von Sozialpartnern, Sozialversicherungsträgern, Bund, Ländern, Stiftungen und Unternehmen, die im Jahr 2002 vom Bundesministerium für Arbeit ins Leben gerufen wurde. INQA ist Teil der europaweiten Aktivitäten im Rahmen der Sozialpolitischen Agenda mit dem Ziel der Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen. INQA initiiert Gemeinschaftsprojekte und organisiert Tagungen und Zukunftswerkstätten unter der Fragestellung „Wie wollen wir künftig arbeiten?“.
Die Geschäftsstelle von INQA ist bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) in Dortmund angesiedelt. Der BKK Bundesverband ist Mitglied des Initiatorenkreises von INQA.
Neues Denken für eine neue Arbeitswelt
Sichere, gesunde und zugleich wettbewerbsfähige Arbeitsplätze sind die Vision der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Gemeinsame Projekte des Bündnisses aus Sozialpartnern, Sozialversicherungsträgern, Bund, Ländern, Stiftungen und Unternehmen machen deutlich: Wer in Humankapital investiert, profitiert von motivierteren Mitarbeitern, sinkenden Krankenständen und einem fortschrittlichen Unternehmensimage. Im Jahr 2002 gestartet, sind Eigendynamik und Überzeugungskraft der Initiative inzwischen weithin sichtbar.
INQA bündelt Kräfte!
7 http://www.inqa.de/Inqa/Navigation/root.html (23.01.2008)
1. Organisationen zum Thema BGF
1.2 Deutsches Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF)
Das DNBGF geht auf eine Initiative des Europäischen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP) zurück. Vor dem Hintergrund einer noch zu geringen Verbreitung von BGF in Deutschland soll die Kooperation zwischen allen nationalen Akteuren der BGF verbessert werden. Das DNBGF unterscheidet sich deutlich von vorangegangenen Projekten. Mit dem Netzwerk wird der Versuch unternommen, BGF in allen Bereichen der Arbeitswelt in Deutschland zu verbreiten. Im Gegensatz zu anderen Initiativen beschränkt sich das Netzwerk zudem weder regional noch auf ein einzelnes Handlungsfeld. Vielmehr bündelt und vernetzt das DNBGF die bestehenden Aktivitäten und regt die Berücksichtigung bislang vernachlässigter Bereiche an. Die Geschäftsstelle des DNBGF ist beim BKK Bundesverband angesiedelt und wird im Rahmen der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA) gemeinsam mit dem Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) getragen.
Um den unterschiedlichen Bedingungen in der Arbeitswelt Rechnung zu tragen, ist das DNBGF in sechs Foren organisiert:
• Großunternehmen
• kleine mittlere Unternehmen
• Öffentlicher Dienst
• Gesundheitsversorgung und Wohlfahrtspflege
• Bildung und Erziehung
• Arbeitsmarktintegration und Gesundheitsförderung Der Vorteil der Arbeit in den Foren besteht in erster Linie darin, dass der Erfahrungsaustausch leichter sei, da die Beteiligten sich in der gleichen „Kultur“ bewegen. Rahmenbedingungen und Besonderheiten in den jeweiligen Bereichen können gründlicher betrachtet und die relevanten Akteure, die betriebliche Gesundheitsförderung unterstützen können, leichter identifiziert werden.
Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege
Das Gesundheitswesen und die Wohlfahrtspflege bilden ein Handlungsfeld, das sich nicht nur durch seine Größe auszeichnet. Immerhin sind hier fast 6 Mio. Menschen beschäftigt. Der Bereich umfasst außer den Einrichtungen der Gesundheitsversorgung noch über 93.000 Einrichtungen aus dem Bereich der Freien Wohlfahrtspflege. In keinem anderen Sektor in Deutschland ist der Krankenstand so hoch wie hier. 8
8 http://www.dnbgf.org/ (23.01.2008)
2. Arbeitsunfähigkeitsdaten aus Gesundheitsreporten
2. Arbeitsunfähigkeitsdaten aus Gesundheitsreporten, Positionspapier (DNBGF)
In diesem Abschnitt möchte ich mich verschiedenen Arbeitsunfähigkeitsdaten, Daten und Fakten aus Gesundheitsreporten der gesetzlichen Krankenkassen, Berufsgenossenschaft (BGW) und vom Positionspapier des Deutsches Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) widmen und diese darstellen.
Exemplarisch für die gesetzlichen Krankenkassen habe ich mich für diese Hausarbeit detailliert Daten und Fakten von den Gesundheitsreporten der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) bedient, die gemeinsam an verschiedenen Gesundheitsreporten in den letzten Jahren zusammengearbeitet haben.
Den gesetzlichen Krankenkassen, wie BARMER Ersatzkasse (BEK) und Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) liegen ähnliche Zahlen zugrunde, auffällig sind aber auch hier die hohen Arbeitsunfähigkeittage, bzw. der hohe Krankenstand von Beschäftigten in Pflegeberufen. Beispiel für die BARMER Ersatzkasse: siehe Abbildung 1 – Anhang.
Aus dem Gesundheitsreport 2007 der BARMER ergibt sich, dass vor allem durch einseitige Tätigkeiten, sowie infolge psychosozialer und physischer Belastungen Krankenpflegepersonal, Sozialarbeiter/innen und Verkäufer/innen einen hohen Krankenstand aufweisen. Die Berufsgruppe der Pflegenden liegt sogar bei den Versicherten der BEK an der Spitze bei den Arbeitsunfähigkeitstagen und Krankenstand.
Ähnlich hoch sind die Zahlen bezüglich Arbeitsunfähigkeitstage nach ausgewählten Berufsgruppen 2006 bei der AOK. Die Berufsgruppe der Krankenpflege befindet sich mit 22,1 AU-Tagen auch hier weit über dem Durchschnitt (15,4 AU-Tage) und wird nur noch von schwerst körperlich arbeitenden, so genannten Männerberufen übertroffen (Waldarbeiter, Straßenreiniger, Abfallbeseitiger).
Siehe auch hier: Abbildung 2 – Anhang.
2.1 Positionspapier für das Forum Gesundheitsversorgung und Freie Wohlfahrtspflege
(DNBGF)
Im Gesundheitswesen arbeitet etwa jeder Zehnte Beschäftigte. 4,1 Millionen Personen waren am 31. Dezember 2001 im Gesundheitswesen tätig,
• davon ca. 70% Frauen.
• 832.530 arbeiten in den 2.240 Krankenhäusern und in den
• 1.380 Vorsorge- und Reha- Einrichtungen sind 120.000 Personen beschäftigt. Jeder Vierte – das sind rund eine Million Personen – war teilzeitbeschäftigt. Nach der Statistik der BAG FW aus dem Jahr 2000 unterhält die Freie Wohlfahrtspflege in Deutschland Krankenhäuser, Hilfeeinrichtungen für Jugendliche, Familien, alte Menschen, und Menschen mit Behinderungen, Aus-, Fort- und Weiterbildungsstätten für soziale und pflegerische Berufe sowie sonstige Einrichtungen und Dienste.
Quote paper:
Andreas Becker, 2008, Betriebliche Gesundheitsförderung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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