Leistungsnachweis im Grundstudium
des Hauptfaches Politikwissenschaft
Teilgebiet "Politische Systeme im Vergleich"
Kurs: 04662 - Großbritannien
Energiepolitik Großbritanniens
am Beispiel erneuerbarer Energieträger
(unter Berücksichtigung der Privatisierung und Marktliberalisierung)
Ing. Süß Klaus
Datum: 23.12.2001
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 2
2. Einleitung 4
3. Großbritannien 5
3.1 Historisches 6
3.2 Die britische Energiepolitik ab 1945 6
3.3 Erneuerbare und umweltfreundliche Energieträger in GB 8
3.4 Die Reform der britischen E-Wirtschaft im Überblick 9
3.4.1 Förderung der Stromerzeugung aus regenerativen Energieträgern 10
3.5 Non Fossil Fuel Obligation (NFFO) 12
4. Fazit 16
5. Literaturverzeichnis und Bibliografie 18
1. Vorwort
Die Amtszeit von Premierministerin Margaret Thatcher brachte etliche einschneidende Änderungen und Neuregelungen in das politische Leben des Vereinigten Königreiches. Die begonnenen Privatisierungen vieler Bereiche beeinflussten jahrzehntelang aufgebaute Strukturen und Abläufe. In der letzten Amtszeit Thatchers (1987-91) wurde die Wasserversorgung bis 1989, vor allem aber nach 1989 die Elektrizitätswirtschaft, die den größten und komplexesten Versorgungsbereich darstelle, privatisiert. Unter John Majors Regierung seit 1991 wurden 1994 der Kohlebergbau und seit Ende 1995 British Rail und Teile der britischen Atomindustrie privatisiert .
Eine überaus signifikante Änderung war die Neuregelung der Energiepolitik. Großbritannien versuchte als erstes Land der Erde den Energiemarkt zu liberalisieren und damit großteils der direkten staatlichen Kontrolle zu entziehen. Dieses "Experiment" wie es heute in der Literatur genannt wird, wurde in vielen anderen Staaten als Informationspool und Beispiel verwendet.
Die Energiepolitik Großbritanniens bzgl. erneuerbarer Energieträger ist einerseits aufgrund der historischen Gegebenheiten (Kernenergie, Kohle, eigene riesige Erdöl- und Erdgasvorkommen) sehr stark mit diesen Energien und den korrelierenden Energiepolitiken und andererseits aufgrund der Liberalisierung der E-Wirtschaft überaus eng mit den Entwicklungen und "Nebenwirkungen" dieses Schrittes gekoppelt. Aus diesem Grunde bedingt eine Untersuchung und Beschreibung dieser speziellen Energiepolitik gleichzeitig die Auseinandersetzung mit dem kompletten energiepolitischen Umfeld, im besonderen der britischen Atompolitik.
Aufgrund des begrenzten Umfanges dieser Arbeit kann es sich nur um eine Zusammenfassung der wichtigsten Daten handeln. Eine ausführliche Darstellung und Analyse der Energiepolitik, im speziellen der erneuerbaren Energieträger würde bei weitem den Umfang dieser Arbeit sprengen und würde zusätzlich eine ausführliche Betrachtung der Kohle-, Öl- und Kernenergiepolitik bedeuten, welche wiederum sehr eng mit der Gewerkschaftspolitik der letzten Jahrzehnte verbunden ist.
Großbritannien - einer der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union - hat mit seiner Energiepolitik einen völlig anderen Weg eingeschlagen als der Rest der Mitgliedsstaaten. Durch seine Energiediversität (Kohle, Erdgas, Erdöl, Kernenergie und nun erneuerbare Energien) war es viele Jahre lang eines der wenigen Länder dieser Erde, welche sich zu 100% selbst versorgen konnte. Seit Mitte der 80er bzw. Anfang der 90er sinkt die Selbstversorgungsrate jedoch erheblich.
Diese Hausarbeit wird sich schwerpunktmäßig mit zwei Bereichen beschäftigen - zum einen der Energiepolitik Großbritanniens allgemein und im Speziellen der Energiepolitik der erneuerbaren Energieträger unter Berücksichtigung der Privatisierung und Liberalisierung.
Aus diesem Grunde sowie aus der Tatsache begründet, dass die erneuerbaren Energieträger großteils in Richtung Elektrizität zielen (durch Wind-, Gezeiten-, Photovoltaik- und Strömungskraftwerke), wird in dieser Arbeit unter dem Begriff erneuerbare Energien vorrangig die E-Wirtschaft betrachtet.
Diese Arbeit erhebt in keinster Weise den Anspruch, die Energiepolitik Großbritanniens umfassend zu beschreiben - dies ist schon aufgrund des begrenzten Umfanges nicht möglich. Sie soll vielmehr aufzeigen wie komplex und facettenreich die Interaktionen zwischen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung im Hinblick auf den ersten Versuch einer Marktliberalisierung der Energiewirtschaft sind. Da mehrere Möglichkeiten bestehen, sich der Materie "Erneuerbare Energie" zu nähern, und gleichzeitig die Energiepolitik Großbritanniens sich im letzten Jahrzehnt vorrangig auf die Strommarktliberalisierung bezieht, wird hier der Versuch unternommen, die Verbindung bzw. der Einfluss dieser Liberalisierung auf die erneuerbaren Energieträger bzw. -technologien aufzuzeigen.
Welche methodischen Mittel eignen sich am besten, um die Auswirkungen der Privatisierungen - im besonderen der Energiewirtschaft - zu untersuchen? Grundlage wird die qualitative Literaturrecherche sein und die inhaltliche Auswertung diesbezüglicher gesetzlicher Beschlüsse. Darüber hinaus werden zwei Statistiken dargestellt.
Die Arbeit gliedert sich in drei große Bereiche: Der erste Teil befasst sich mit dem historischen Umfeld Großbritanniens und legt die Hintergründe und Grundlagen der Privatisierung und Liberalisierung dar.
Das zweite Kapitel befasst sich mit den erneuerbaren und umweltfreundlichen Energieträgern Großbritanniens und beschreibt die Reform der britischen E-Wirtschaft.
Das vorletzte Kapitel beschreibt den anfangs wichtigsten Förderungsmechanismus - die Non Fossil Fuels Obligation (NFFO).
Eine Zusammenfassung der Erkenntnisse im letzten Kapitel schließen diese Arbeit ab.
Einleitung
[...]
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Klaus Süß, 2001, Energiepolitik Großbritanniens am Beispiel erneuerbarer Energieträger (unter Berücksichtigung der Privatisierung und Marktliberalisierung), Munich, GRIN Publishing GmbH
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