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Moden und Mythen des Managements

Betrachtungen eines Phänomens

Title: Moden und Mythen des Managements

Research Paper (undergraduate) , 2004 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bernd-Oliver Käter (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Zur Unternehmensführung bedienen sich Manager mitunter Managementkonzeptionen, die geeignet sein sollen, die Arbeit zu erleichtern und Probleme zu lösen. Zu den bekanntesten zählen TQM, Business Reengineering, Balanced Scorecard und Unternehmenskultur. Sie werden auch als Organisations- und Führungskonzeptionen bzw. Managementmodelle, -theorien, -methoden und -strategien bezeichnet. Für Kritiker versprechen diese Managementkonzeptionen oft mehr als sie halten: Obwohl sie soeben noch als letzter Stand wissenschaftlicher Erkenntnis gepriesen wurden, verschwänden viele alsbald wieder. Auch die Anwender der neuen Methoden stehen in der Kritik: „Wenn es im Management darum geht, up to date zu sein, zählt die Vernunft nicht mehr viel.“

Das Problem liegt darin, dass die Verbreitung von Managementkonzeptionen häufig Mustern folgt, wie sie für Moden typisch sind. Die Wirtschaftspresse prägte die Benennung dieser Konzeptionen als „Managementmoden“.

Ziel der Arbeit ist es, Managementmoden im Allgemeinen zu analysieren und abschließend zu beurteilen. Im Zuge der Analyse sollen dem Leser umfassende Zusammenhänge ihrer Verbreitung verdeutlicht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

2 Analyse von Managementmoden

2.1 Was ist Mode?

2.2 Typische Merkmale von Managementmoden

2.2.1 Rhetorik

2.2.2 Mythischer Charakter

2.3 Urheber von Managementmoden

2.4 Verbreitungs- und Verfallsprozesse

2.5 Motive zur Applikation

2.6 Rechtfertigung des Begriffs Managementmode anhand des Vergleichs mit Mode

2.7 Differenzierung gegenüber klassischen Managementkonzeptionen

3 Beurteilung von Managementmoden

3.1 Nachteile und Risiken

3.2 Vorteile und Chancen

4 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, Managementmoden im Allgemeinen zu analysieren und kritisch zu beurteilen, um Zusammenhänge ihrer Verbreitung und ihres Verfalls zu verdeutlichen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, inwieweit Managementkonzepte tatsächlich rationalen Erfordernissen folgen oder als modische Phänomene in der Geschäftswelt zu betrachten sind.

  • Analyse der typischen Merkmale von Managementmoden (Rhetorik und Mythenbildung)
  • Untersuchung der Akteure (Urheber) und ihrer Rollen in der Verbreitung von Managementtrends
  • Bewertung der Risiken und Chancen von Managementmoden für Unternehmen
  • Differenzierung zwischen kurzlebigen Managementmoden und langfristigen Managementkonzeptionen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Rhetorik

Eine bestimmte Rhetorik ist typisch für die Literatur von Managementmoden. Ihre Notwendigkeit ergibt sich aus dem „Dilemma of Application“, das als Kernproblem vor der Applikation einer jeden Managementkonzeption auftritt. Das Dilemma erklärt sich anhand des folgenden Sachverhalts: Für die Umsetzung einer theoretischen Managementkonzeption in die Praxis müssen in Frage kommende Anwender überzeugt werden. Die Überzeugung der Praktiker impliziert jedoch das Eingeständnis, dass ihre aktuelle Methode Defizite aufweist, und es entsteht die Gefahr einer Abwehrhaltung. Die Managementkonzeption blockiert ihre Umsetzung also womöglich selbst. Dieses Dilemma kann mit Hilfe der „Rhetoric of Application“ überwunden werden. Sie wird hier nicht ausführlicher erläutert, weist jedoch Parallelen zu den rhetorischen Kennzeichen von Managementmoden auf. Für Managementmoden lassen sich insbesondere zehn solcher rhetorischen Merkmale identifizieren. Je mehr eine Managementmode davon aufweist, desto wahrscheinlicher avanciert sie zum Bestseller und steigert so ihre Attraktivität:

(1) In den Vordergrund rückt ein bestimmter Schlüsselfaktor, z.B. Unternehmenskultur oder TQM. Dieser Faktor wurde dem Autor des potenziellen Management-Bestsellers zufolge bisher sträflich vernachlässigt, weshalb seine Entdeckung als revolutionär gilt. (2) Die Anwendung der neuen Prinzipien wird als unausweichlich dargestellt, weil die alten angesichts der drohenden Gefahren zum Scheitern verurteilt sind. (3) Die neuen Prinzipien gehen mit zentralen Werten der Leser einher, indem sie u.a. größere Effektivität, motiviertere und produktivere Mitarbeiter sowie hochzufriedene Kunden versprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die Problemstellung sowie die Zielsetzung und den strukturellen Aufbau der Arbeit.

2 Analyse von Managementmoden: Das Kapitel befasst sich mit der theoretischen Definition, den Merkmalen, den Akteuren sowie den Verbreitungs- und Verfallsprozessen von Managementmoden.

3 Beurteilung von Managementmoden: Hier erfolgt eine kritische Diskussion der Risiken und Chancen, die mit der Anwendung modischer Managementkonzepte verbunden sind.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Empfehlungen für den Umgang von Führungskräften mit neuen Managementtrends.

Schlüsselwörter

Managementmoden, Managementkonzeptionen, Rhetorik, Unternehmenskultur, Managementberatung, Verbreitungsprozess, Mythos, Managementpraxis, Organisationswandel, Innovationsfähigkeit, Führungskonzeption, Strategie, Effektivität, Marktattraktivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen von Managementmoden, ihre Merkmale, Entstehung und den Einfluss, den sie auf moderne Geschäftsorganisationen und das Handeln von Führungskräften ausüben.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die theoretische Abgrenzung von Mode und Management, die rhetorischen Instrumente der Modenbildung sowie die Rolle von Beratern und Akademikern als treibende Akteure.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Managementmoden zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, ob sie lediglich oberflächliche Trends darstellen oder einen echten Mehrwert für die Unternehmenspraxis bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, die verschiedene theoretische Ansätze und empirische Beobachtungen zur Verbreitung von Managementkonzepten vergleicht und zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Merkmale von Managementmoden sowie deren anschließende kritische Beurteilung hinsichtlich Nutzen und Risiken für Unternehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Managementmoden, Rhetorik, Mythenbildung, Organisationswandel und die Rolle von Unternehmensberatungen geprägt.

Warum spielt die Rhetorik eine so entscheidende Rolle bei Managementmoden?

Rhetorik dient dazu, das "Dilemma der Applikation" zu überwinden, indem sie neue Konzepte als revolutionäre, unausweichliche und einfach umsetzbare Problemlösungen darstellt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Managementmoden und klassischen Konzeptionen?

Während Managementmoden oft durch Kurzlebigkeit, Rhetorik und einen mythischen Charakter geprägt sind, zeichnen sich klassische Konzeptionen durch dauerhafte Auswirkungen aus und sind eher in der Praxis als in der theoretischen Modewelt verankert.

Welche Empfehlung gibt der Autor für die Praxis?

Manager sollten Managementtrends kritisch reflektieren, sie an die spezifischen Bedürfnisse ihres Unternehmens anpassen und bei der Entscheidungsfindung neben Logik auch ihre eigene Intuition nutzen.

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Details

Title
Moden und Mythen des Managements
Subtitle
Betrachtungen eines Phänomens
College
University of Cooperative Education Ravensburg
Grade
1,0
Author
Bernd-Oliver Käter (Author)
Publication Year
2004
Pages
29
Catalog Number
V93976
ISBN (eBook)
9783638072250
ISBN (Book)
9783638956819
Language
German
Tags
Moden Mythen Managements
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernd-Oliver Käter (Author), 2004, Moden und Mythen des Managements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93976
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