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INHALTSVERZEICHNIS
VERZEICHNIS DER TABELLEN ...3
1.
EINLEITUNG - Über das Französische ...4
2.
DEFINITIONEN...6
2.1.
Lehnwort und Entlehnung gegenüber
Fremdwort und Erbwort ...6
2.2.
Substrat, Superstrat und Adstrat ...7
2.3.
Etymologie, Synchronie und Diachronie...8
3.
LEHNWÖRTER
...10
3.1.
Substrateinflüsse ...10
3.1.1.
Griechisch ...10
3.1.2.
Gallisch...11
3.2.
Superstrateinflüsse...11
3.2.1.
Germanisch...12
3.2.2.
Das Lateinische Kultursuperstrat ...13
3.3.
Unklare Strat-Einflüsse ...15
3.3.1.
Arabisch ...15
3.3.2.
Italienisch ...16
3.3.3.
Okzitanisch...17
3.4.
Der Einfluß des Englischen ...18
4.
AUSBLICK ...19
BIBLIOGRAPHIE ...20
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1. EINLEITUNG - Über das Französische
Normalerweise bezeichnet man die romanischen Sprachen als "Töchter" des
Lateinischen. Doch dies ist nicht ganz richtig. Sicher kann man sagen, dass das
Gebiet des heutigen Frankreich ursprünglich von vielen verschiedenen Gruppen
bevölkert war, die auch unterschiedliche Sprachen gesprochen haben, und dass die
Römer mit ihrer Invasion auch die neue, die lateinische Sprache mitgebracht haben,
die so die Sprache der Eroberten beeinflußt hat. Somit wäre das Lateinische eine
Superstratsprache
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für das Französische. Doch sollte man bedenken, dass nach und
nach das Lateinische die Regionalsprachen abgelöst hat. Denn neben der
lateinischen Hochsprache, wie sie in Schule und Verwaltung gelehrt und benutzt
wurde, entwickelten sich auch viele verschiedene, nach Region unterschiedliche,
Dialekte des Lateinischen, das sogenannte Vulgärlatein. Dies bedeutet, dass
umgekehrt die Regionalsprachen der eroberten Landstriche als Substratsprachen für
das Lateinische anzusehen sind.
Wenn dem aber so ist, so ist als Konsequenz zu konstatieren, dass das
Französische nicht dem Lateinischen entspringt, sondern, dass das Französische
das Lateinische ist, da niemals eine Unterbrechung in der sprachlichen Tradition
stattgefunden hat. F. De Saussure drückt dies so aus: "Il n´est jamis arrivé que les
gens de France se soient éveillés en se disant bonjour en francais, après s´être
endormis la veille en se disant bonne nuit en latin."
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Was aber bedeutet dies für die Wörter im Französischen Wortschatz, die
aus dem Lateinischen kommen? Der Grand Robert erfasst ca. 58.000 Vokabeln
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.
Schauen wir uns einmal die genauere Zusammensetzung dieses Wortschatzes
4
an,
stellen wir fest, dass etwa 95% dem Lateinischen entstammen, eine nähere
Untersuchung zeigt, dass diese 95% sich wie folgt aufschlüsseln lassen: Nur etwa
12% dieser Wörter sind Erbwörter
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wie z.B. chef (aus lat. caput), 48% sind
Ergebnisse von Ableitungen wie z.B. lavage (abgeleitet von lat. levare, waschen,
durch suffigieren mit -age Wortklassenwechsel von Verb zu Substantiv:
lavage=Wäsche) oder Wortzusammensetzungen wie z.B. grand-mère (aus lat.
grandis, groß und lat. mater, Mutter, zusammen gesetzt zu: grand-
1
siehe 2. DEFINITIONEN
2
zit. nach Gebhardt: Vom Werden der romanischen Sprachen
3
nach Gebhardt: 1974
4
zit. nach Gebhardt: Einführung in das Altfranzösische I, Veranstaltung am Romanischen
Seminar der Christian Albrechts-Universität Kiel WS 1999/2000
5
siehe 2. DEFINITIONEN
5
mère=Großmutter), und die verbleibenden 40% sind als Fremdwörter
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oder gelehrte
Wörter einzustufen. Hier ist als Beispiel das Wort institution zu nennen. Sieht man
von den Wörtern lateinischen Ursprungs ab, so verbleiben etwa 5% des
französischen Vokabulars, die nicht romanischen Ursprungs sind. Diese Wörter sind
den verschiedenen Stratsprachen zuzuordnen
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und deshalb Lehnwörter, wie wir
sehen werden.
In der vorliegenden Arbeit beschäftige ich mich als solche, die einen
erheblichen Teil des französischen Wortschatzes ausmachen, wobei ich mich
bemühe, die Haupt-Herkunftssprachen deutlich aufzuzeigen. Zu diesem Zweck habe
ich mich sowohl einschlägiger Literatur bedient, als auch Aufzeichnungen aus
meinen Veranstaltungen miteinbezogen. Diese werden von mir im Folgenden zitiert
wie die Fußnote Nr.
4
. Die erste Angabe bezieht sich auf den Autor des zitierten
Textes, es folgt ggf. der Titel der Arbeit (unterstrichen), gefolgt vom Titel der
Veranstaltung und dem Dozenten in kursiver Schrift, und schließlich gebe ich noch
Ort und Zeitraum der Veranstaltung an.
6
ebd.
7
siehe 4.1. LEHNWÖRTER
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