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Vorwort
Das hier ausgeführte Konflikt-Modell ist aus der Praxis entstanden: Jahrelang hat es in vielen
Seminaren dazu gedient, konkrete Konfliktsituationen aus dem jeweiligen Lebens- und
Arbeitskontext zu bearbeiten. Sowohl Konfliktanalyse als auch Konfliktlösungswege wurden
durch dieses Modell benennbar.
Auch wenn das Modell wie gesagt aus der Praxis kommt, versteht es sich ausdrücklich als Link
zwischen Praxis und wissenschaftlicher Theorie, deren Inhalt die bildhafte Sprache des Modell
vermitteln will.
Wien, im Juni 2008
Über den Autor
Mag. Dr. Michael Wekerle ist tätig als Vollzeitlektor am Institut ,,Sozialkompetenz und
Managementmethoden" an der Fachhochschule Technikum-Wien. Managementerfahrung aus
der Automobilbranche und zwei Jahrzehnte persönlichkeitsbildende Seminare sind der
Hintergrund seiner praxisorientierten Führungsseminare.
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Inhaltsverzeichnis
Einführung ...4
Konfliktvermeidung...4
Handlungsspielraum entdecken...4
Viele Einstellungen möglich ...4
1. Regler ,,Respekt" ...5
Fragen zum Respekt-Regler...5
2. Regler ,,Richtung" ...5
Fragen zum Richtung-Regler...6
3. Regler ,,Raum" ...7
Fragen zum Raum-Regler...7
3 Grundsätze ...7
3 Regler + 3 Grundsätze= Konfliktlösung ...8
Weiterführende Literatur ...9
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Einführung
,,Konflikte gehören zum Leben", darin sind sich die meisten einig. Die Praxis
zeigt jedoch einen Umgang mit Konflikten, als ob Konflikte eben nicht
dazugehören dürfen: wo es Konflikte gibt, ist ,,aus dem Weg gehen", ,,auf die
lange Bank schieben" oder ,,wegschauen, ignorieren" durchaus üblich und
es sprechen angeblich gute Gründe dafür, Konflikte zu vermeiden: ,,weil man
nicht genau weiß, wie die Sache ausgeht", ,,weil es eh nichts bringt" oder
einfach ,,weil Konflikte unangenehm sind".
Oft wird Konflikten ausgewichen, weil es das Grundgefühl gibt ,,da ist nichts
zu machen" oder (als Variation) ,,es ist ja doch immer dasselbe". Diesem
Gefühl der Hilflosigkeit liegt zugrunde, dass wir gerade in Konfliktsituationen
mit unseren Grenzen konfrontiert werden: Wir haben begrenzte
Möglichkeiten in den hierarchischen Systemen der Berufswelt, ebenso in den
eingespielten Mustern der familiären Kommunikation der
Handlungsspielraum ist eingeschränkt, wir können Konfliktsituationen nicht
leicht verändern.
Konflikt-
vermeidung
Hier setzt das Konfliktlösungsmodell der ,,3 Konflikt-Regler" an. Es zeigt,
wie es möglich ist, Handlungsspielraum zu entdecken: Im Grunde sind es
drei Faktoren, die wir in Konfliktsituationen beeinflussen können: 1.
,,Respekt" (vor anderen Sichtweisen), 2. ,,Richtung" (des Konfliktes) und 3.
,,Raum" (für den Konflikt). In diesem Konfliktlösungsmodell werden sie mit
drei ,,Reglern" verglichen, mit denen wir Konfliktpotential sozusagen
regulieren können.
Handlungs-
spielraum
entdecken
Regulieren bedeutet hier: Man kann mit verschiedenen Einstellungen (auch
im übertragenen Sinn) in Konfliktsituationen agieren. Man kann zum einen
auf ,,Volldampf" schalten, also zum Beispiel den Konfliktpartner anbrüllen
,,Was glaubst du eigentlich! Das ist doch nicht dein Ernst, was du da
vorschlägst!", oder zum andern ,,ganz zumachen, abdrehen": ,,Jaja, wenn sie
es sagen. Sie werden es wissen, sie werden schon recht haben."
Regulieren heißt aber auch, dass immer mehr möglich ist, als nur die
Extrempositionen ,,mit Volldampf" rein in den Konflikt oder ,,nur ja kein
Viele
Einstellungen
möglich
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