Inhaltsverzeichnis
1. Sportvereine und Wirtschaftsunternehmen 3
2. Das „Projekt WM 2006 “ 3
3. Klinsmanns Erfolgsfaktoren 4
3.1. Formulierung von großen, überprüfbaren Zielen 4
3.2. Planung bis ins Detail 4
3.3. Personalentwicklung 5
3.3.1. Vertrauen in die Mitarbeiter 5
3.3.2. Verbesserung durch Analyse der Arbeitsweise 5
3.3.3. Teambuilding 6
3.4. Mut zu Fehlern 7
3.5. Konsequenz und Ausdauer 7
3.6. Begeisterungsfähigkeit 8
4. Zusammenfassung 10
5. Quellen 11
2
1. Sportvereine und Wirtschaftsunternehmen
Betrachtet man die allgemeine Entwicklung von Sportvereinen in den letzten Jahren, so wird deutlich dass Sportvereine mehr und mehr gezwungen sind, wie ein Wirtschaftsunternehmen zu planen und zu agieren. Sehr offensichtlich geschieht dies bereits im Bereich der professionellen Sportvereine in Deutschland, welche oftmals in ihrer „Unternehmens- und Rechtsform“ schon den Wirtschaftsunternehmen gleichen. Es steht also fest, dass Sportvereine in der heutigen Zeit viel von Wirtschaftsunternehmen lernen können. Doch diese Wechselwirkung kann auch andersherum funktionieren. Welche Erfolgsfaktoren aus dem Sport sinnvoll in ein Wirtschaftsunternehmen übertragen werden können, wird Thema der folgenden Arbeit sein. Als Beispiel dient hierbei das Projekt „WM 2006“ der deutschen Fussballnationalmannschaft unter der Leitung von Jürgen Klinsmann.
2. Das „Projekt WM 2006“ Nach einer sportlich unbefriedigenden Teilnahme der Deutschen
Fussballnationalmannschaft an der EM 2004 in Portugal, wurde nach dem Rücktritt des damaligen Nationaltrainers Rudi Völler, ein neuer Teamchef gesucht. Die Wahl fiel nach wochenlanger Suche auf den Trainerneuling Jürgen Klinsmann. Dieser sah seine Tätigkeit als Teamchef der deutschen Fussballnationalmannschaft als Projekt an. Ein Projekt ist allgemein definiert als:
„Vorhaben, das im Wesentlichen durch die Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z. B. Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle und andere
1 Begrenzungen; Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben; projektspezifische Organisation.“ Da die Ansicht Klinsmanns von der richtigen Betreuung der Nationalmannschaft zu diesem Zeitpunkt etwas ganz neues und ungewohntes für die deutschen Bürger war, wurde das Vorhaben im Allgemeinen sehr kritisch betrachtet. Die meisten Fans und Journalisten hatten Schwierigkeiten damit, dass Jürgen Klinsmann die Arbeit vorerst auf die Zeit bis zur WM begrenzt hatte. Dies erweckte den Eindruck er wolle sich absichern, um im Falle des Misserfolgs flüchten zu können, was aber in Wirklichkeit lediglich die zeitliche Begrenzung des Projekts darstellte. Ziel des „Projekts WM 2006“ war der Gewinn der Fussball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Um dieses Ziel zu erreichen, legte Jürgen Klinsmann großen Wert auf
1 DIN 69901 des Deutschen Instituts für Normung; Enzyklopädie Wikipedia.de; http://de.wikipedia.org/wiki/Projekt
3
einige Faktoren, welche sich im Nachhinein auch als sehr erfolgreich erwiesen haben.
3. Klinsmanns Erfolgsfaktoren
Im Folgenden werden die Erfolgsfaktoren von Jürgen Klinsmann erläutert. Diese Erfolgsfaktoren sind auch in Wirtschaftsunternehmen umsetzbar und es empfiehlt sich in allen Punkten eine Übertragung auf das eigene Unternehmen zu überdenken.
3.1. Formulierung von großen, überprüfbaren Zielen
Ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor den Jürgen Klinsmann nutzte, war die Formulierung von großen Zielen. Er verdeutlichte dies schon in seiner ersten Pressekonferenz als er sein Ziel aussprach: "Die Fans haben den Wunsch und die große Hoffnung, dass wir 2006 im eigenen Land Weltmeister werden. Dies ist auch meine Zielsetzung" 2 . Positiv ist zu bemerken dass dies als zeitlich und inhaltlich überprüfbares Ziel definiert wurde und nicht als Vision. Visionen sind unverbindlich und lassen darüber hinaus Raum für Interpretation. Ziele sind überprüfbar und verpflichten. Das der Gewinn der Weltmeisterschaft ein sehr hohes Ziel war, war auch Jürgen Klinsmann bewusst. Doch dieser Zielsetzung ordnete Jürgen Klinsmann alles unter, getreu dem Motto: „Nur wer sich große Ziele steckt, kann auch Großes erreichen“ 3 . Dies gilt auch in Unternehmen außerhalb des Sports. Große Ziele ermöglichen große Leistungen, während bei kleinen Zielen die Gefahr besteht, zu früh mit dem Erreichten zufrieden zu sein. Diese Zielsetzung ist in Deutschland schon in vielen Unternehmen an der Tagesordnung, wobei das Problem hierbei die meist unrealistisch hohen Ziele sind. In diesem Fall kann bei Zielen, welche unerreichbar scheinen auch Motivation verloren gehen.
3.2. Planung bis ins Detail
Sehr kritisch betrachtet und oft negativ verhöhnt wurde Klinsmanns akribische Detailarbeit. Er kümmerte sich persönlich um diverse Kleinigkeiten, wie z.B. die Auswahl von Hotels und Trainingsorten, was von vielen Personen als mangelnde Fähigkeit loszulassen abgestempelt wurde. In Wirklichkeit steckt hinter dieser detaillierten Planung und Bearbeitung ein System. Wenn ein großes Ziel erreicht
2 Zitat Jürgen Klinsmann; von Wissen.de; abgerufen am 06.03.2008;
http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/sport/index_offline,page=3512532,chunk=1.html
3 Zitat Prof. Jörg W. Knoblauch; von Channelpartner; abgerufen am 01.03.2008; http://www.channelpartner.de/knowledgecenter/management_karriere/204446/index1.html
4
Quote paper:
Matthias Ilg, 2008, Übertragung von Erfolgsprinzipien im Sport auf ein Unternehmen, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Motivationsstrategien aus dem Sport - Wie kann Motivation im Sportbere...
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Scholary Paper (Seminar), 14 Pages
Verschmelzung einer Körperschaft auf eine Personengesellschaft bzw. na...
Business economics - Accounting and Taxes
Scholary Paper (Seminar), 26 Pages
Die Auswirkungen der Fussball- Weltmeisterschaft 2006 auf die Volkswir...
... und am Ende gewinnen immer...
Scientific Study, 32 Pages
Doppelbesteuerungsabkommen - Theorie und Fallbeispiele
Business economics - Accounting and Taxes
Scholary Paper (Seminar), 19 Pages
Die Fußball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006
Scholary Paper (Seminar), 19 Pages
Begriffsklärung 'Vision' und 'Mission' mit Praxisbeisp...
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Scholary Paper (Seminar), 18 Pages
Analyse der Auslandsvermarktung in den fünf großen Fußballligen und To...
Verbesserungspotenziale für de...
Sport - Sport Economics, Sport Management
Bachelor Thesis, 140 Pages
Marketing für ein Fitness-Studio (Marketingmanager BSA)
Sport - Sport Economics, Sport Management
Termpaper, 26 Pages
Sport-Mega-Event – Ein Garant für Wirtschaftswachstum? Eine Untersuchu...
Sport - Sport Economics, Sport Management
Examination Thesis, 75 Pages
Die Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH
Business economics - Accounting and Taxes
Termpaper, 17 Pages
Sport - Sport Economics, Sport Management
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 16 Pages
Balanced Scorecad in einem Franchise-Unternehmen
Diploma Thesis, 38 Pages
Bürgerversicherung und Kopfpauschale - Alternativen zur Finanzierung ...
Business economics - Economic Policy
Bachelor Thesis, 16 Pages
Die Unternehmung als lernende Organisation
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Termpaper, 27 Pages
Wettbewerb der Krankenkassen - Brauchen wir den Risikostrukturausgleic...
Scholary Paper (Seminar), 33 Pages
Überblick über die DIN EN ISO 9001:2000
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Scholarly Research Paper, 20 Pages
Ökonomische, ökologische und soziale Wirkungen der FIFA Fußball-Weltme...
Eine Nutzwertanalyse für die S...
Sport - Sport Economics, Sport Management
Diploma Thesis, 136 Pages
Matthias Ilg's text Übertragung von Erfolgsprinzipien im Sport auf ein Unternehmen is now available as a printed book
Matthias Ilg has published the text Übertragung von Erfolgsprinzipien im Sport auf ein Unternehmen
Matthias Ilg has uploaded a new text
Personalabbau bei sanierungsbedürftigen und insolventen Unternehmen
Interessenausgleich und Sozial...
Wilhelm Schmeisser, Peter Hofmann
Identitätsbildung: Implikationen für globale Unternehmen und Regionen
Dt. /Franz.
Christian Scholz
Umstrukturierung und Übertragung von Unternehmen
Arbeitsrechtliches Handbuch
Heinz Josef Willemsen, Klaus-Stefan Hohenstatt, Elmar Schnitker, Ulrike Schweibert, Christoph H. Seibt
0 comments