Inhaltsverzeichnis
2.1 Definitionen von Epidemiologie 5
2.2 Aufgaben der Epidemiologie 6
2.3 Epidemiologische Maßzahlen Prävalenz und Inzidenz 7
2.4 Methoden der Epidemiologie 7
2.4.1 Deskriptive Studien 8
2.4.2 Analytische Studien 8
3.1 Definitionen der Gesundheitsberichterstattung 9
3.2 Aufgaben und Zielsetzung der Gesundheitsberichterstattung 9
3.3 Verhältnis von Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung 10
4 Zur Gesundheitssituation von älteren Menschen 11
5 Demenz Einordnung des Krankheitsbildes 12
5.1 Epidemiologie der Demenzerkrankungen 13
5.1.1 Prävalenz der Demenz 13
5.1.2 Inzidenz der Demenz 13
5.2 Krankheitsformen der Demenz 14
5.2.1 Einteilung der Demenzerkrankungen 14
5.2.2 Alzheimer-Erkrankung 15
5.3 Therapiemöglichkeiten bei Demenz 16
5.3.1 Medikamentöse Therapie 16
5.3.2 Psychologische und pflegerische Intervention 17
5.4 Pflegerische Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung 18
5.4.1 Familiäre und ambulante Versorgung 18
5.4.2 Teilstationäre Pflege 19
5.4.3 Stationäre Pflege 20
6 Zusammenfassung und Ausblick 22
Literaturverzeichnis 24
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Abkürzungsverzeichnis
AFI Alzheimer Forschung Initiative e.V.
BMG Bundesministerium für Gesundheit
BMFSFJ Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
ca. circa
EUR Euro
GBE Gesundheitsberichterstattung
GPZ Gerontopsychiatrische Zentren
HIV Humanes Immundefizienz-Virus
PEG Percutane endoskopische Gastrostomie
PfLEG Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz
RKI Robert Koch-Institut
s. siehe
SET Selbst-Erhaltungstherapie
SDAT Senile Demenz vom Alzheimer-Typ
SGB Sozialgesetzbuch
v.a. vor allem
vgl. vergleich
VKT Verhaltenstherapeutisches Kompetenztraining
WG Wohngemeinschaft
z.B. zum Beispiel
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1 Aufbau und Ziele der Arbeit
Nicht nur für den Einzeln spielt Gesundheit ein große Rolle, sondern Gesundheit ist auch für die Gesellschaft von immenser Bedeutung, da die sozialen Sicherungssysteme zu einem großen Teil für die Kosten durch entstehende Krankheiten aufkommen. Es ist daher im Interesse aller, wenn möglichst umfangreiche und wissenschaftlich gesicherte Informationen vorliegen, um die begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen möglichst gezielt und effektiv einzusetzen. Diese Informationen und Daten zu liefern ist Aufgabe der Epidemiologie und der Gesundheitsberichterstattung (GBE).
Zu Beginn der Arbeit werden beide dargestellt, da sie von grundlegender Bedeutung für die Probleme und Fragestellungen sind, die sich bei der Beschäftigung mit der Gesundheitssituation älterer Menschen ergeben, die anschließend erörtert wird.
Mit zunehmendem Alter wird die Gesundheitssituation durch das Auftreten und die Manifestation von chronischen Erkrankungen und natürlichen Alterungs-prozessen bestimmt, die von großen interindividuellen Unterschieden geprägt sind und nicht immer Leiden und Pflegebedürftigkeit bedeuten (vgl. RKI 2002, 7).
Ab dem 65. Lebensjahr taucht aber mit der Demenz eine spezielle Erkrankung des höhern Alters auf, die für den Betroffenen, die Angehörigen und auch für die Gesellschaft von immer größerer Bedeutung werden wird.
Deshalb wird in dieser Arbeit, im Rahmen des Themenkomplexes „Gesundheitssituation älterer Menschen“, der Schwerpunkt auf diese spezielle Erkrankung des Alters gelegt.
Durch die demographische Entwicklung ist mit einem starken Anstieg der Zahl der Demenzerkrankten zu rechnen. Schon heute geht man von 1,2 Millionen Erkrankten aus und Berechnungen für das Jahr 2050 kommen auf über zwei Millionen an Demenz erkrankten Menschen (vgl. Bickel 2001: 50).
Bedingt durch diese Entwicklung kam es in den letzten Jahren zu einer kaum mehr überschaubaren Flut an Veröffentlichungen, Studien und wissenschaftlichen Untersuchungen zum Themenbereich Demenz.
Diese Arbeit will dazu beitragen den aktuellen Stand der Epidemiologie, der GBE und der Forschung im Bereich der Krankheitsformen, der Therapie-möglichkeiten und der pflegerischen Versorgung von Demenzkranken
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aufzuzeigen. Denn nur durch gesicherte Informationen können Fragen beantwortet, Ängste abgebaut, politische Entscheidungen getroffen und Handlungsschritte eingeleitet werden.
Eine Zusammenfassung und die aktuellen Reformansätze in der sozialen Pflegeversicherung und deren Auswirkung auf die Versorgungssituation von Demenzerkrankten bilden den Abschluss der Arbeit.
2 Epidemiologie
Die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland stehen vor großen Heraus-forderungen und Problemen die es zu lösen gilt, dies gilt ganz besonders für die Problematik der stetig zunehmenden Demenzerkrankungen in der älteren Bevölkerung. Um hier die richtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können benötigt man wissenschaftlich gesicherte Daten und Informationen, um die begrenzten finanziellen Ressourcen optimal einzusetzen. Das ist Aufgabe der Epidemiologie, die im Folgenden anhand von Definitionen, Aufgaben und Methoden vorgestellt wird.
2.1 Definitionen von Epidemiologie
Im Fremdwörterlexikon wird Epidemiologie als „Lehre von den Epidemien“ bezeichnet wobei Epidemie als „ansteckende, sich rasch und weit verbreitende, plötzlich auftretende und abflauende Massenerkrankung, Seuche“ definiert wird (Wahrig 1999, 262).
„Epidemiologie ist die Lehre von der Häufigkeit und Verteilung von Risiko-faktoren, Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen in der Bevölkerung“ (Kuhn, Wildner 2006: 12).
Diese sehr engen, auf überwiegend akute Erkrankungen und Risikofaktoren begrenzte Definitionen, werden zunehmend von erweiterten Definitionen ersetzt, die neben der quantitativen Erforschung der Verteilung und der Risikofaktoren von Krankheiten und Gesundheitszuständen auch auf die Prävention und Behandlung von Krankheiten bezug nimmt (vgl. Stark, Guggenmoos-Holzmann 1998: 285).
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Die ursprüngliche Dominanz der Medizin wird dabei zunehmend von anderen Professionen verdrängt. Sozialwissenschaftler, Pädagogen, Ökonomen, Statistiker und andere setzen andere Schwerpunkte und entwickeln dadurch neue Blick-winkel auf die Epidemiologie. So lautet eine aktuelle Definition:
„Epidemiologie ist die Bearbeitung von Fragen aus dem Bereich der Medizin, der Gesundheitssystemforschung und der Gesundheitswissenschaften mit Methoden der empirischen Sozialforschung und der Statistik“ (Brand et al. 2006: 257). In dieser Definition klingen die Aufgaben der Epidemiologie bereits durch, die im folgenden genauer betrachtet werden.
2.2 Aufgaben der Epidemiologie
Nicht die optimale Behandlung des Individuums ist das Ziel der Epidemiologie, sondern die Unterstützung der Entwicklung und Steuerung des gesamten Gesundheitssystems, um der Gesamtbevölkerung eine möglichst effektive und effiziente Versorgung zu ermöglichen. Die Aufgabe epidemiologische Forschung ist daher:
- Risikofaktoren und Ursachen von Krankheiten zu identifizieren
- Gesundheitsförderliche (salutogene) Faktoren zu identifizieren
- Regionale Unterschiede in der Häufigkeit von Erkrankungen zu erklären
- Wirksamkeit und Effizienz von medikamentöser Therapie zu beurteilen
- Präventionsmaßnahmen und medizinische, rehabilitative und psychosoziale Interventionen auszuwerten (vgl. Stark, Guggenmoos-Holzmann 1998: 285).
Die in standardisierter Weise gemessenen und durch Anwendung statistischer Methoden quantitativ ausgewerteten Daten können dann als Grundlage für Entscheidungen und Maßnahmen der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung herangezogen werden.
Trotz dieses allgemeinen Ansatzes der Epidemiologie können Ergebnisse und Erkenntnisse der epidemiologischen Forschung auch dem einzelnen Individuum helfen zu erkennen „ ...welche Verhaltensweisen sein Risiko für bestimmte Erkrankungen erhöhen oder verringern“ (Stark, Guggenmoos-Holzmann 1998: 285).
Daher ist es auch Aufgabe und ethische Selbstverpflichtung der Epidemiologie „...der Öffentlichkeit ein verständliches Bild von der jeweiligen Problematik zu
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vermitteln und die Plausibilität der empfohlenen politischen Handlungsalternativen zu verdeutlichen“ (Brand et al. 2006: 296).
Geschieht dies nur unzureichend oder gar nicht, können durch epidemiologische Forschungsergebnisse u.U. starke öffentliche und individuelle Reaktionen hervorgerufen werden, die zu unnötigen Verunsicherungen und Ängsten in der Bevölkerung führen (vgl. Stark, Guggenmoos-Holzmann 1998: 308).
2.3 Epidemiologische Maßzahlen Prävalenz und Inzidenz
Da in der Epidemiologie neben dem Messen und Beschreiben von Krankheitshäufigkeiten immer auch der Vergleich, z.B. zwischen Regionen oder zwischen Männern und Frauen, von Interesse ist, sollte die Krankheit eindeutig definiert sein und auch die Größe der Bezugspopulation bekannt sein (vgl. Stark, Guggenmoos-Holzmann 1998: 286). Erst dann ist es möglich durch epidemiologische Maßzahlen genauere Angaben zu machen. Zwei Arten von Maßzahlen sind dabei gebräuchlich, die kurz definiert werden:
Die Prävalenz ist ein Maß für die zu einer bestimmten Zeit in einer definierten Population vorhandenen Krankheitsfälle.
Die Inzidenz misst die innerhalb eines bestimmten Zeitraums neu auftretenden Krankheitsfälle in einer definierten Population, die zu Beginn des Beobachtungszeitraums frei von der zu untersuchenden Krankheit waren (vgl. Stark, Guggenmoos-Holzmann 1998: 287).
2.4 Methoden der Epidemiologie
Je nach Fragestellung, Ziel der Arbeit, finanziellen und zeitlichen Ressourcen und Möglichkeiten der Datenerhebung werden unterschiedliche Studienformen für epidemiologische Untersuchungen verwendet, die im Rahmen dieser Arbeit nur in aller Kürze dargestellt werden können. Dabei findet sich häufig eine Einteilung der Studien in deskriptive- oder analytische Studien. Die analytischen Studien werden noch in beobachtende- und intervenierende Studien unterteilt (vgl. Brand et al. 2006: 274).
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Frank Fischer, 2007, Demenz - Forschungsstand und Perspektiven, Munich, GRIN Publishing GmbH
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