Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
1 Historischer Hintergrund 1
2 Grundlegende Merkmale des Goldstandards 2
3 Theoretische Funktionsweise des Goldstandards 4
3.1 Der Goldautomatismus 4
3.2 Die Geldwertstabilität 6
3.3 Der Geldmengen-Preismechanismus 7
3.4 Die monetäre Zahlungsbilanztheorie 9
4 Abschließende Bewertung des Goldstandards unter Stabilitätsgesichtspunkten 10
Literaturverzeichnis 14
I
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 : Die Erscheinungsformen des Goldstandards
Abb. 2 : Der Goldimport- und der Goldexportpunkt
Abb. 3 : Der Anpassungsprozess des Geldmengen-Preismechanismus
II
Abkürzungsverzeichnis
Abb. ……………………… Abbildung bzw. ………………….…… beziehungsweise d. h. …………………...….. das heißt sog. ………………………. so genannt u. a. ………………………. unter anderem v. a. ……………………….. vor allem vgl. ……………………….. vergleiche v. H. ……………………… vom Hundert z. B. ………………...…….. zum Beispiel
III
1 Historischer Hintergrund
Nachdem das Vereinigte Königreich als erstes größeres Land 1821 zum Goldstandard übergegangen war, setzte sich dieser Währungsstandard gegenüber dem Bimettalismus (Gold-Silber-Währung) bzw. dem reinen Silberstandard in der zweiten Hälfte des 19. Jahr-hunderts durch. Seit ungefähr 1880 bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges gehörten praktisch alle wirtschaftlich bedeutenden Länder dem Goldstandard an (Dürr 1981, S. 700 f.). Dieser internationale Goldstandard war dadurch geprägt, dass einzelne Länder eine Parität ihrer Währung zum Gold herstellten. Zu dieser Parität mussten dann die jeweiligen Währungsbehörden Gold gegen ihre heimische Währung eintauschen (Görgens/Ruckriegel/Seitz 2004, S. 52).
Die Zeit des klassischen Goldstandards (etwa 1880 bis 1914) war mit Beginn des ersten Weltkrieges beendet. Im Gegensatz zum System von Bretton Woods und dem Europäischen Währungssystem, die ebenfalls Festkurssysteme darstellen, führten somit keine Systemdefekte zu dessen Zusammenbruch (Jarchow/Rühmann 2000, S. 12 ff.). Dies wirft die Frage auf, ob der Goldstandard ein stabilitätsgerechtes Festkurssystem darstellt. Ziel dieser Arbeit ist es, diese Frage zu untersuchen. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit dem System von Bretton Woods und dem System des Floating wurden folgende Mindestanforderungen an ein stabilitätsgerechtes Festkurssystem formuliert (Bofinger 1985, S. 180):
Kriterium I: In allen beteiligten Ländern sollten die Auswirkungen von Interventionen in
Kriterium II: Die Regeln des Systems müssen gewährleisten, dass es nicht zu einer
Um den Goldstandard unter Stabilitätsgesichtspunkten zu untersuchen, wird im Weiteren wie folgt vorgegangen: In Abschnitt 2 wird auf grundlegende Merkmale des Goldstandards eingegangen. Darauf aufbauend wird in Abschnitt 3 die theoretische Funktionsweise des Goldstandards dargestellt; dadurch soll insbesondere geklärt werden, ob im Goldstandard die formulierten Mindestanforderungen erfüllt waren. Eine diesbezügliche Bewertung des Goldstandards sowie eine Zusammenfassung erfolgen abschließend in Abschnitt 4.
1
2 Grundlegende Merkmale des Goldstandards
Hinsichtlich der Ausgestaltung des Goldstandards lassen sich die Goldumlaufswährung und die Goldbarrenwährung unterscheiden (vgl. Abb. 1). Bei der Goldbarrenwährung lösen Währungsbehörden Noten in Goldbarren ein und kaufen Gold gegen Abgabe von Noten. Es befinden sich somit keine vollwertigen Goldmünzen im Umlauf. Im Gegensatz hierzu besteht bei der Goldumlaufswährung in reiner Form der Zahlungsmittelumlauf nur aus vollwertigen Münzen. Bei der gemischten Goldumlaufswährung sind sowohl vollwertige Goldmünzen als auch Banknoten im Umlauf. Die umlaufenden Banknoten können vollständig oder teilweise durch die Goldreserven der Währungsbehörden gedeckt sein. Bei der teilweisen Deckung können grundsätzlich zwei Systeme unterschieden werden: das Fiduziärsystem und das Proportionalsystem. Beim Fiduziärsystem ist eine bestimmte Notengeldmenge (das „Vertrauenskontingent“) ungedeckt, während die darüber hinausgehende Notengeldmenge zu 100 v. H. durch Gold gedeckt ist. Beim Proportionalsystem wird dagegen ein bestimmter Teil der gesamten Notengeldmenge durch Gold gedeckt. Empirisch fanden beide Systeme der teilweisen Deckung in der Zeit des Goldstandards Anwendung, da mit einer vollständigen Deckung u. a. hohe Ressourcenkosten verbunden gewesen wären (Bordo 1981, S. 4; Dürr 1981, S. 700; Jarchow/Rühmann 2000, S. 16).
Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Jarchow/Rühmann 2000, S. 16.
Wird nun der Frage nachgegangen, was den Goldstandard definiert, richtet sich das Augenmerk auf die im letzten Abschnitt bereits erwähnte Goldparität. Für die Entstehung eines internationalen Goldstandards ist es erforderlich, dass die Regierungen der
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Diplom-Ökonomin Melanie Stahl, 2007, Der Goldstandard (1880-1914) – ein stabilitätsgerechtes Festkurssystem?, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Funktionsweise des Goldstandards
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