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Fragen journalistischer Ethik und Grenzen der Recherche - Die Medien im Fall Joseph

Title: Fragen journalistischer Ethik und Grenzen der Recherche - Die Medien im  Fall Joseph

Term Paper , 2002 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Maik Philipp (Author)

Communications - Ethics in the Media
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Medienskandale in deutschen Massenmedien scheinen zur Normalität zu gehören. In den 80er Jahren häuften sie sich eklatant. Die veröffentlichten Hitler-Tagebücher im "Stern" oder die Berichterstattung über das Geiseldrama in Gladbeck sind nur zwei Beispiele. Was damals begann, setzte sich bis heute fort. So kam es im Jahr 2000 zum Medienskandal im "Fall Joseph". Dieser Fall "… ist als einmalig in der Geschichte der bundesdeutschen Presse zu werten."1 Denn die Fehler in der Berichterstattung sind, anders als in den früheren Skandalen, nicht Fehlleistungen einzelner Journalisten oder Zeitungen, sondern die der gesamten deutschen Presse. Solche Skandale lieferten und liefern immer wieder den Brennstoff für die Diskussion um Ethik, Moral und Berufsethos der Journalisten und um Medienethik.2
Dieser Fall ist Gegenstand der vorliegenden schriftlichen Ausarbeitung zum Referat "Fragen journalistischer Ethik und Grenzen der Recherche", das der Verfasser am 21. November 2001 gehalten hat. Zunächst geht es um den Deutschen Presserat, die freiwillige Kontrollinstanz in Deutschland, und den von ihm erstellten Pressekodex. Danach wird der "Fall Joseph" behandelt. Hierbei werden zunächst die Ereignisse vor der Berichterstattung dargestellt. Danach ist die Berichterstattung über den "Fall Joseph", die in mehrere Phasen unterteilt wird, in der deutschen Presse das Thema. Im Anschluss folgt die Beschreibung der medialen Analyse, warum es zu den Fehlern in der Berichterstattung gekommen ist. Im Fazit wird der Bezug zum Presserat und -kodex hergestellt, gegen den im "Fall Joseph" massiv verstoßen wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Der Deutsche Presserat

1.1 Geschichtlicher Abriss, Struktur und Aufgaben

1.2 Der Pressekodex

1.3 Effizienzprobleme des Deutschen Presserats

2 Der „Fall Joseph“

2.1 Die Ereignisse im „Fall Joseph“

2.2 Die Berichterstattung im „Fall Joseph“

2.2.1 Phase des Mordvorwurfs

2.2.2 Phase des Zweifels

2.2.3 Phase der Klarstellung, Medienkritik und Folgen

2.2.4 Phase des Rau-Besuchs, Phase der Medienkritik, Phase „Folgen für die Familie“

2.3. Ursachenanalyse

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die journalistische Berichterstattung über den sogenannten „Fall Joseph“ im Jahr 2000. Ziel ist es, die systematischen Fehlleistungen der deutschen Presse im Kontext journalistischer Ethik und der Grenzziehung bei der Recherche aufzuzeigen und kritisch zu analysieren.

  • Rolle und Funktion des Deutschen Presserats
  • Chronologie und mediale Inszenierung des „Falls Joseph“
  • Analyse des Versagens journalistischer Sicherungssysteme
  • Einfluss von Konkurrenzdruck, Klischees und politischen Ambitionen

Auszug aus dem Buch

Die Berichterstattung im „Fall Joseph“

Anja Willkommen teilt in ihrer Analyse der medialen Berichterstattung, deren Grundlage 496 Berichte und Artikel vorrangig sächsischer Tageszeitungen, überregionaler Zeitungen (zum Beispiel FAZ, Süddeutsche Zeitung, Welt) und Wochenzeitungen in der Zeit vom 23. November 2000 bis 12. Januar 2001 sind, die Presseberichterstattung in sechs inhaltliche Phasen ein.

Die erste Phase bezeichnet sie als „Phase des Mordvorwurfs“; sie dauert vom 23. bis 24. November 2000. Ihr folgt die „Phase des Zweifels“ vom 25. bis 27. November. Als dritte Phase schließt sich die der Klarstellung, Medienkritik und Folgen an. Sie dauert vom 28. November bis zum 16. Dezember 2000. Als „Phase des Rau-Besuchs“ gilt der Zeitraum vom 17. bis 21. Dezember 2000. In der fünften Phase vom 22. bis 26. Dezember geht es nochmals um Medienkritik. Den Abschluss bildet die sechste Phase „Folgen für die Familie“. Sie beginnt am 27. Dezember 2000 und endet mit dem 12. Januar 2001.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Hinführung zum Thema Medienskandale und Vorstellung der Zielsetzung der Hausarbeit.

1 Der Deutsche Presserat: Historischer Überblick über die Gründung, Struktur, den Pressekodex sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Effizienz der Kontrollinstanz.

2 Der „Fall Joseph“: Darstellung der tatsächlichen Ereignisse rund um den Tod des Jungen sowie detaillierte Analyse der medialen Phasen von der Entstehung der Mordhypothese bis zur Medienkritik.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Versagens im „Fall Joseph“ und Appell an eine notwendige journalistische Berufsethik.

Schlüsselwörter

Fall Joseph, journalistische Ethik, Pressekodex, deutscher Presserat, Medienskandal, Medienkritik, journalistische Sorgfaltspflicht, Sebnitz, Boulevardjournalismus, rechtsextreme Gewalt, Pressefreiheit, Recherche, investigative Berichterstattung, Wahrheit, Medienversagen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Mechanismen und das Versagen der deutschen Medienberichterstattung im sogenannten „Fall Joseph“ im Jahr 2000.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören journalistische Ethik, der Einfluss von Konkurrenzdruck auf die Sorgfaltspflicht sowie die Rolle des Deutschen Presserats.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Klischees und politischer Druck zu einem kollektiven journalistischen Fehlurteil führen konnten, das den Pressekodex massiv verletzte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der Medienberichterstattung, die Auswertung von Fachliteratur sowie das Studium von Fallanalysen und presserechtlichen Dokumenten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Kontrollinstanzen sowie eine chronologische Untersuchung der Berichterstattung, unterteilt in sechs Phasen, gefolgt von einer Ursachenanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie journalistische Ethik, Medienversagen, Sebnitz, Pressekodex und Sorgfaltspflicht charakterisiert.

Inwiefern hat der „Fall Joseph“ den Deutschen Presserat unter Druck gesetzt?

Der Fall offenbarte, dass der Presserat in Krisensituationen oft zu spät reagiert und seine Sanktionen, wie Rügen, bei großen Medienhäusern teilweise auf mangelnde Akzeptanz stoßen.

Warum haben laut Autor viele Zeitungen trotz fehlender Beweise „Mord“ berichtet?

Der Autor führt dies auf den Wettbewerbsdruck, die Verlockung durch eine „große Geschichte“ und die Einordnung des Falls in ein bereits existierendes Klischee über rechtsextreme Tendenzen zurück.

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Details

Title
Fragen journalistischer Ethik und Grenzen der Recherche - Die Medien im Fall Joseph
College
University of Lüneburg  (Fachbereich III - Kulturwissenschaften)
Course
Journalistische Recherche
Grade
2,0
Author
Maik Philipp (Author)
Publication Year
2002
Pages
30
Catalog Number
V9493
ISBN (eBook)
9783638161862
Language
German
Tags
Fragen Ethik Grenzen Recherche Medien Fall Joseph Journalistische Recherche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maik Philipp (Author), 2002, Fragen journalistischer Ethik und Grenzen der Recherche - Die Medien im Fall Joseph, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9493
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