2.2
Dynamischen Auftrieb erlernen und auswerten für die Fortbewegung im Wasser
a) Auftriebsübungen an der Treppe oder Überlaufrinne (Übung: An der Treppe / Überlaufrinne festhalten mit Blick zum Beckenrand; Beine auf und ab bewegen)
b) Auftriebsübungen im Becken (Übung: Durchs Wasser stützeln mit Beinschlag und dabei mit dem Kopf Tischtennisbälle, Styroporkugeln o.ä. vorwärtstreiben)
3. Gleiten
Wassersicherheit erreicht. Angstfaktoren konnten weitgehend abgebaut werden.
3.1 Kopfwärts eintauchen und unter Wasser die Augen öffnen
a) Unter Zuhilfenahme von Hilfsmitteln mit dem Kopf zuerst eintauchen lernen (Übung: Durchs Wasser stützeln, unter einem Hindernis hindurchtauchen)
b) Hinführung zum Startsprung (Übung: Abstoß aus dem Sitz vom Beckenrand. Arme liegen gestreckt neben dem Kopf und zeigen schräg nach vorn unten. Oberkörper so beugen, daß die Hände zuerst ins Wasser tauchen → Wasser aus Sicherheitsgründen mindestens brusttief (Unfallgefahr)) 3.2 Gleiten in Rückenlage mit und ohne Partnerhilfe
a) Gleiten in Rückenlage mit Partnerhilfe (Übung: Ein Schüler zieht seinen Partner in Rückenlage seitlich am Kopf fassend durch hüft- / brusttiefes Wasser → gestreckte Haltung des Übenden beachten . Arme liegen seitlich am Körper)
b) Gleiten in Rückenlage ohne Partnerhilfe (Übung: Gleiten nach Abstoß von Treppe oder Beckenrand mit Unterstützung eines Auftriebmittels; Ängstliche Schüler lösen sich nur zögernd oder nur unter Ermunterung und zusätzlicher Hilfestellung vom Beckenrand) 3.3 Gleiten in Brustlage mit und ohne Partnerhilfe
a) Gleiten in Brustlage mit Partnerhilfe (Übung: „Schnellboot“: Übender hält sich mit lang ausgestreckten Armen an einem Schwimmbrett fest und wird von einem Helfer angeschoben → freies Üben und in Wettkampfform „Wer gleitet am weitesten?“)
b) Gleiten in Brustlage ohne Partnerhilfe (Übung: Gleiten nach Abstoß von der Treppe oder dem Beckenrand mit Unterstützung eines Auftriebsmittels; auf ein Ziel zugleiten; unter Hindernissen hindurchgleiten)
Schüler selbständig aus der Gleitlage zum Stand kommen).
a) Freies Gleiten in Brustlage (Übung: Schwimmbrett vor sich ins Wasser werfen. Vom Beckenrand bzw. Beckenboden abstoßen und auf das Brett zugleiten. Brett fassen und weitergleiten → „Wer wirft das Brett am weitesten und kann es wieder erreichen?“)
b) Freies Gleiten in Rückenlage (Übung: „Wer durchgleitet am schnellsten eine gewisse Strecke?“)
wesentliche Voraussetzung für das Schwimmenlernen ist)
a) Fortbewegen mit Auftriebshilfen in verschiedenen Schwimmlagen (Übung: Gleiten in Brust- und Rückenlage mit Schwimmbrett nach Abstoß von Treppe, Beckenrand und Beckenboden → Gefühl für Vortrieb mit eigener Unterstützung im Wasser entwickeln)
b) Fortbewegen ohne Auftriebshilfen in verschiedenen Schwimmlagen (Übung: Aus der Bauchlage mit Schwimmbrett durch Wechselbeinschlag vortreiben; kurz vom Schwimmbrett lösen und wieder nachfassen → „Wer kann sich am längsten lösen?“)
2
4. Tauchen
Ausatmen unter Wasser kein Wasser in Mund und Nase dringen kann (Gegendruck).
4.1 Im psychologischen Sicherheitsbereich von Begrenzungen, Hilfsgeräten oder Partnern den Körper unter Wasser tauchen
a) An der Wand Körper und Kopf unter eintauchen (Übung: Untertauchen des Kopfes mit Griff an der Überlaufrinne, Luft dabei stoßweise ausblasen; „Fahrstuhl“ und dabei möglichst lange unter Wasser bleiben)
b) Tauchübungen im hüft- /brusttiefen Wasser mit und ohne Partnerhilfen (Partnerübung: sich an einem Stab auf den Boden ziehen und dabei ständig Luft ablassen → „Wie oft könnt ihr den Stab unter Wasser umkreisen?“)
4.2 In freier Form und in verschiedenen Tiefen tauchen können
a) Im flachen bis brusttiefen Wasser nach Gegenständen tauchen (Übung: Partner verteilt Gegenstände auf dem Beckenboden → „Wer sammelt die meisten Gegenstände ein?“)
b) Unter mehreren Hindernissen hindurchtauchen (Übung: „Tunneltauchen“, mehrere Schüler stehen mit gegrätschten Beinen dicht hintereinander. Die Übenden durchtauchen den Tunnel)
a) Sprünge mit Partner- und Auftriebshilfen (Übung: Schritt-, Hock-, Weitsprünge → „Wer springt am weitesten?“)
b) Sprünge ohne Partner- und Auftriebshilfen (Übung: Rückwärts ins Wasser springen) 5.2 Vom Beckenrand springen können
a) Sprünge aus Sitz und Hocke ins brusttiefe Wasser (Übung: Sitz auf dem Beckenrand. Füße stehen in der Überlaufrinne. Mit den Beinen voraus ins Wasser gleiten.)
b) Sprünge aus dem Stand und nach Angehschritten (Übung: Zielspringen auf kleinere weiche Gegenstände; freies Springen ins Becken mit Untertauchen des Kopfes; „Lustige Sprünge“ → Schüler erfinden und schlagen die neuen Varianten vor; Zappelsprünge)
Arbeit zitieren:
Carola Jenter, 1999, Wasserbewältigung, München, GRIN Verlag GmbH
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Dieter Scheuering
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Interessant und lehrreich, in der Tat.
Trotz allem: In erster Linie bringt beim Schwimmen die Praktische Übung mehr Erfolg als alle Theorie.
MfG
Dieter Scheuering
am Thursday, May 31, 2007-