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28.04.46 Kreis - und Stadtkreiswahlen
Wahlbeteiligung: 73,1% (Kreis), 86,8% (Stadt)
Entstehung der Bayerischen Verfassung
08.02.46 Hoegner angewiesen Wahlen für eine Verfassungsgebende Versammlung auszurufen 30.06.46 Wahlen zur Verfassungsgebenden Landesversammlung
Wahlbeteiligung: 72,1%
Vorbereitender Verfassungsauschuss: Beratungsgrundlage, Verfassungsentwurf Hoegners aus Schweizer Exil
01.12.46 Volksentscheid über Verfassung: 71% dafür
Die erste gewählte Regierung in Bayern nach Kriegsende
01.12.46 Wahl des 1. Nachkriegslandtages
KPD an der 10%-Hürde gescheitert
21.06.46 Hans Ehard (CSU) wird Ministerpräsident
• Sensation: bisher kein Parteiamt; als Staatssekretär bisher nur wenig hervorgetreten
• Föderalist: gegen Separationsträume
• Dreier-Koalition: CSU / SPD / WAV; Hoegner Justizminister & Stellvertreter Ehards Parteibündnis zerbricht nach 9 Monaten:
• WAV scheidet aus, weil Amtsführung des Vorsitzenden Loritz untragbar
• 20.09.47 SPD verlässt Kabinett auf Drang des SPD-Parteivorstands in Hannover gegen den Willen Hoegners
• Start der SPD in die Rolle einer Oppositionspartei
CSU-Alleinregierung: neu im Kabinett, Hanns Seidel (Wirtschaft), Josef Müller (Justiz)
• Zentraler Punkt des Regierungsprogramms: schlechte Ernährungslage
• Herbst 47 Kartoffelkrieg: Bayern muss 134000t Kartoffeln in andere Länder liefern Lanwirtschaftsminister Baumgartner weigert sich è Kompromiss 15.01.48 Baumgartner legt Ministeramt nieder und wechselt zur Bayernpartei è BP im Aufwind, Baumgartners hohes Ansehen bei der bäuerlichen Bevölkerung
3
Politik in der zonalen Kooperation
Föderalistische Ansätze durch Stuttgarter Länderrat & Zonenvereinheitlichung (Bizone) bedroht 06.06-08.06.47 Münchner Ministerpräsidentenkonferenz
•
Ehard will Vorwürfe des Separatismus & Partikularismus beseitigen
è
Föderalismus
• Echo auf Einladung bei den Parteien und verschiedenen Zonen dissonant
• Eklat: Abgesandte der Ostzone reisen vor Konferenzbeginn ab
• Ministerpräsidenten aus Treuhänderrolle verdrängt è Selbstbewusstsein der Parteien steigt Konflikt Adenauer / Ehard bei Wahl des Wirtschaftsdirektors für Frankfurter Wirtschaftsrat
Die Entstehung der neuen Bundesverfassung
„Ellwanger Kreis“: loser Zusammenschluss süddeutscher Föderalisten aus CDU / CSU
•
Forderung einer Bundesratsverfassung (unmittelbare Beteiligung der Länder an Leitung
Frankfurter Dokumente è Verfassungsausschuss der Ministerpräsidenten der westlichen Besatzungszonen 10.08-23.08.48 Verfassungskonvent von Herrenchiemsee
•
Bayerisches Bundesratskonzept findet keine Mehrheit
01.09.48 Parlamentarischer Rat
• 65 Abgeordnete, davon 13 aus Bayern (8 CSU, 4 SPD, 1 FDP)
• BP verlangt 4 Sitze da Anfang 48 starker Zulauf
• Kontroverse: Bundesrat (Abgesandte der Landesregierung) oder Senat (vom Volk gewählt) Durchbruch für BR: „Ehard-Menzel-Gespräch“ è Front der Neinsager bei SPD kommt ins wanken
Wille möglichst schnell ein GG zu entwickeln dominiert fortan das Geschehen è Erkämpfte Gleichberechtigung des Bundesrates kurz vor Verabschiedung wieder gestrichen 08.05.49 Parlamentarischer Rat nimmt GG mit 53 von 65 Stimmen an (6 der 8 CSU-Vertreter dagegen) 20.05.49 GG im Bayerischen Landtag abgelehnt
• 101 : 63 Stimmen bei 9 Enthaltungen
• aber Anerkennung der Rechtsverbindlichkeit des GG
• „Nein zum GG, ja zu Deutschland“
Bayern in Bonn
14.08.49 Bundestagswahlen (Ergebnisse in Bayern)
1.Bundesratspräsident Arnold (nordrhein-westfälischer Ministerpräsident) und nicht Ehard è dafür Entgegenkommen bei Ministerposten: Finanz-, Post-, Landwirtschaftsministerium 20.08.49 Treffen Adenauer / Ehard: Vereinbarung einer bürgerlichen Koalition 20.09.49 Adenauers Regierungserklärung è Bedeutungslosigkeit der föderalistischen Ansprüche Bayerns è Kluft zwischen CSU-Abgeordneten in Bonn und Münchner Linie
Quelle: Bayerische Landeszentrale für polit. Bildungsarbeit (Hrsg.): Geschichte des modernen Bayern A95
Volker Schröck, LK G/Sk K13/1
Arbeit zitieren:
Volker Schröck, 2000, Bayern in der Nachkriegszeit, München, GRIN Verlag GmbH
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Kritische Anmerkung.
Ehrlich gesagt hätte ich von deinem Referat etwas mehr erwartet, denn deine seichte Argumentation, geht irgendwie am wesentlichen vorbei. Ich vermisse hier die Erörterung über die Entnazifizierung, die das bestimmende Gesellschaftspolitische Ereignis darstellte.
am Tuesday, January 30, 2001-