Technischer
Betriebswirt
Jahresabschluß
Letzte Überarbeitung 07.03.98
Arno Schneider
Luisenstraße 3
76596 Forbach
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 2
Aufstellung einer Bilanz nach § 266 HGB
Bilanzpositionen
Aktiv-Seite
1. Sonderposten (SOPO)
Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital
1)
,,Davon-Posten" (Informationscharakter)
2. Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes
- Aufbau Organisationssystem
- Aufbau Vertriebssystem
- Aufbau Personalrekrutierung
- Probelauf
- Einführungswerbung
Bilanzierungsverbot nach § 248 HGB
- Gründungsaufwendungen
- Beschaffung Eigenkapital
3. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Konzessionen, Patente, Lizenzen, Rechte
- Geschäfts- oder Firmenwert (§ 255 Abs. 4)
II. Sachanlagen
- Grundstücke oder grundstücksgleiche Rechte (Erbpacht, Dauerwohnrecht)
- Bauten auf fremden Grundstücken
- Einbauten des Mieters
- Technische Anlagen und Maschinen
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
III. Finanzanlagen
- Beteiligungsanteile an verbundenen Unternehmen (Organschaften, Konzerne)
- Ausleihungen an verbundene Unternehmen z.B. Darlehen (Organschaften, Konzerne)
[Organschaft = Einheitliche Leitung, Mehrheit an den Anteilen]
- Beteiligungen
(mindestens 20 % Anteile am Nennwert des Unternehmens)
- Ausleihungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis
- Wertpapiere
(z.B. Festverzinsliche Wertpapiere, Bundesanleihen, Pfandbriefe, Wandelschuld-
schreibungen)
- Sonstige Ausleihungen (z.B. Genossenschaftsanteile)
AKTIVA
Bilanz
PASSIVA
SOPO - Ausstehende
Einlagen
200.000
Eigenkapital
= davon eingefordert
50.000,- DM
1)
I.
Gezeichnetes Kapital
1.000.000
Anlagevermögen
800.000
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 3
4. Umlaufvermögen
I. Vorräte des Unternehmens
- Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
- Fertigerzeugnisse / Unfertige Erzeugnisse
- Waren
- Geleistete Anzahlungen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
- Sonstige Vermögensgegenstände (z.B. Vorschüsse, Kautionen)
III. Wertpapiere
- Aktien
- Eigene Anteile
IV.Schecks, Kassenbestand, Konten
5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
6. Position unter der Bilanz
Haftungsverhältnis im Zusammenhang mit Wechselverbindlichkeiten
Passiv-Seite
1. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
- AGIO
- Zuzahlungen der Gesellschafter für besondere Konditionen
III. Gewinnrücklagen
- Gesetzliche Rücklage
[ 5% des Jahresüberschusses solange bis die Kapitalrücklage und die gesetzliche Rücklage 10 % des gezeichneten
Kapitals erreichen ]
- Rücklage für eigene Anteile
- Satzungsmäßige Rücklagen
- Andere Gewinnrücklagen
IV.Gewinnvortrag / Verlustvortrag
V. Jahresüberschuß / Jahresfehlbetrag (Gewinn / Verlust)
nach Abzug von:
Steuern
Einstellung in die Rücklage
Bilanzgewinn / Bilanzverlust
2. Sonderposten (SOPO) mit Rücklageanteil
§ 6 b EStG und Richtlinie R 35 EStG
§ 7 g EStG
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 4
Beispiel zu § 7 g EStG:
Anschaffungskosten
1.000.000,- DM
Nutzungsdauer
20 Jahre
Rücklage
100.000,- DM
lineare Abschreibung
Fall 1:
Abschreibung 1.000.000,- DM auf 20 Jahre = 50.000,- DM p.a.
Abschreibung 900.000,- DM auf 20 Jahre = 45.000,- DM p.a.
Unterschiedsbetrag
= 5.000,- DM p.a.
Fall 2:
Abschreibung 1.000.000,- DM auf 20 Jahre = 50.000,- DM p.a.
Auflösung Rücklage p.a. 5.000,- DM auf 20 Jahre (als sog.
außerordentlicher Ertrag
)
3. Rückstellungen
[Unbestimmte Verbindlichkeiten hinsichtlich der Fälligkeit, der Höhe oder dem Grunde
nach]
a) Pflicht zur Bildung (§ 249 HGB)
- für ungewisse Verbindlichkeiten
(z.B. für Prozesse, Garantie, Kulanz, Urlaubsgeld, Steuerzahlungen)
- Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften
Beispiel:
2.01.96
Bestellung 500 Teile à 2.000,- DM Einkaufspreis
1.04.96
Gängiger Markteinkaufspreis 1.500,- DM
9.05.96
Lieferung 500 Teile zum Preis bei Bestellung 2.000,- DM
¬
dadurch ergibt sich ein Verlust von 500,- DM x 500 Teile
- Unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, wenn im Folgejahr innerhalb von
3 Monaten die Instandhaltung nachgeholt wird.
b) Wahlrecht
- Unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, wenn im Folgejahr zwischen dem
4. und 12. Monat die Instandhaltung nachgeholt wird.
- für bestimmte Aufwendungen (Risiken), die am Abschlußtag erkennbar sind im Sinne
von § 249 Abs. 2 HGB
c) Verbot
§ 249 Abs. 3 HGB besagt daß für alle anderen Fälle keine Rückstellungen gebildet
werden dürfen.
Anschaffungskosten
1.000.000
- Rücklage
- 100.000
= Abschreibungsbetrag
= 900.000
Anschaffungskosten
1.000.000
- - - -
- - -
= Abschreibungsbetrag
= 1.000.000
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 5
d) Unterschied Rücklage - Rückstellung
Eine Rückstellung ist immer Fremdkapital, während eine Rücklage Eigenkapital ist.
Die Rückstellung wird immer vor der Gewinnbesteuerung gebildet, die Rücklage wird
immer nach der Gewinnbesteuerung gebildet.
4. Verbindlichkeiten
- Darlehen
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- Erhaltene Anzahlungen
- Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
5. Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 6
Bilanzierungsgrundsätze
- Grundsatz ordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung (GoB)
- Grundsatz der Vorsicht
Anlage- und Umlaufvermögen möglichst niedrig bewerten
Verbindlichkeiten möglichst hoch bewerten
- Grundsatz des Gläubigerschutzes
- Grundsatz der Bilanzwahrheit
- Grundsatz der Bilanzklarheit
- Grundsatz der Bilanzidentität
- Grundsatz der Bewertungsstetigkeit
- ,,going concern"
Man geht davon aus, daß das Unternehmen weitergeführt wird und somit einen sachlichen
Marktwert hat
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 7
Ansatzvorschriften
²
²
Handelsbilanz
Steuerbilanz
- Es gilt das Prinzip der Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die Steuerbilanz
n
was handelsrechtlich aktiviert werden muß, muß auch steuerrechtlich aktiviert werden
n
was handelsrechtlich passiviert werden muß, muß auch steuerrechtlich passiviert werden
n
was handelsrechtlich ein ,,Aktives Wahlrecht hat, hat auch steuerrechtlich ein ,,Aktives Wahl-
recht"
n
was handelsrechtlich nicht passiviert werden darf, darf auch steuerrechtlich nicht passiviert
werden
- Anschaffungswertprinzip
n
Grundstücke immer mit den Anschaffungskosten bewerten
n
Übrige Vermögensgegenstände Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen
- Niedrigstwertprinzip (Nur Aktivseite)
- Höchstwertprinzip (Nur Passivseite)
- Realisationsprinzip
Gewinne erst ausweisen, wenn sie schon entstanden sind
- Imparitätsprinzip
Verluste dann ausweisen, wenn sie noch nicht entstanden, aber schon erkennbar sind.
- Stichtagsprinzip
In der Regel der 31.12. eines Jahres
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 8
Wertansätze
Anschaffungskosten
¬
sind immer Einzelkosten, keine Gemeinkosten
Herstellungskosten
Börsenpreis (§ 253 Abs. 3 Satz 1 HGB)
Ist der Preis, der am Bilanzstichtag an einer bundesdeutschen Börse festgestellt wird.
Marktpreis
Ist der Preis, der am Bilanzstichtag am Ort des bilanzierenden Kaufmanns erzielt wird.
Listenpreis
·/· Rabatte / Boni
·/· Skonti
+ Zölle, Fracht, Verpackung, Versicherung, etc.
+ Nachträgliche Kosten (Montage)
= Anschaffungskosten
handelsrechtlich
steuerrechtlich
Pflicht
Fertigungsmaterialkosten (FMK)
FMK
Fertigungslohnkosten (FLK)
FLK
Sondereinzelkosten der Fert. (SEK
Fert
)
SEK
Fert
MGK
FGK
= Mindestansatz
Wahlrecht
Materialgemeinkosten (MGK)
Fertigungsgemeinkosten (FGK)
Verwaltungsgemeinkosten (Verw.-GK)
Verw.-GK
= Maximalansatz
Verbot
Vertriebsgemeinkosten (Vertr.-GK)
Vertr.-GK
Fremdkapitalzinsen
Fremdkapitalzinsen
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 9
Übungsaufgabe zu Geschäfts- oder Firmenwert: (Fall 7 bei Dozent T.Büche)
Nach dem Tode des Firmeninhabers verkaufen die Erben der Firma ,,Saubermann-Waschmaschinen" das
Unternehmen am 17.08.1993 an einen der Großkunden, die ,,Versand-AG", zum Preise von 8 Mio. DM; zu
diesem Zeitpunkt werden die Aktiva und Passiva der Firma ,,Saubermann-Waschmaschinen" auf die
,,Versand-AG" übertragen.
Der Bilanzbuchhalter ,,Pfiffig" der ,,Versand-AG" erwartet, daß die AG das Jahr 1993 mit Verlust abschlie-
ßen wird. Um den Verlust gering zu halten oder sogar zu vermeiden, will er den im Kaufpreis der Firma
,,Saubermann-Waschmaschinen" enthaltenen Firmenwert im Jahresabschluß am 31.12.1993 aktivieren.
Zur Bestimmung dieses Firmenwertes ermittelt er die Zeitwerte der übernommenen Vermögensgegen-
stände und Schulden am Abschlußstichtag (31.12.1993) und vergleicht diese Werte mit den letzten Bi-
lanzwerten der ,,Saubermann-Waschmaschinen" vom 31.12.1992 und den Zeitwerten zum Zeitpunkt der
Übernahme (17.08.1993).
Bilanzpositionen
31.12.1992
Mio. DM
17.08.1993
Mio. DM
31.12.1993
Mio. DM
Grundstücke und Gebäude
1,8
1,0
1,4
Maschinen
1,3
1,2
1,0
Geschäftsausstattung
0,2
0,2
0,9
Beteiligungen
0,9
0,8
1,2
Vorräte
5,0
4,5
4,6
Forderungen
1,5
1,6
1,7
Verbindlichkeiten
4,0
4,6
4,5
Pfiffig errechnet zu jedem der drei Zeitpunkte den Firmenwert und will den höchsten davon aktivieren.
1. Wie hoch ist der Firmenwert nach § 255 Abs. 4 ?
2.
Pfiffig plant weiter, den Firmenwert über eine möglichst lange Zeit - er sieht 10 Jahre vor - linear
abzuschreiben, damit der Erfolg in den nächsten Jahren nicht allzusehr beeinträchtigt wird. Kollege
Gründlich weist Pfiffig jedoch darauf hin, daß nach § 255 Abs. 4 der Firmenwert in längstens 5
Jahren, also spätestens am 18.08.1998, getilgt sein muß, was wegen des Jahresabschlusses zum
31.12. Abschreibung bis spätestens 31.12.1997 bedeute. Beurteilen Sie die Sachlage !
3.
Wo ist der Firmenwert in der Bilanz der Versand-AG auszuweisen ?
4.
Durch die Höhe des Firmenwertes der ,,Saubermann-Waschmaschinen" angeregt, besinnt sich
Pfiffig, auf den eigenen Firmenwert der ,,Versand-AG", den er nach gewissenhafter Prüfung auf
mindestens 5 Mio. DM schätzt. Dabei stützt er sich u.a. auf ein zwei Monate zurückliegendes
Übernahmeangebot einer Konkurrenzunternehmung. Zur Verbesserung der Erfolgslage der Ver-
sand-AG erscheint es ihm vorteilhaft, diesen Firmenwert ebenfalls zu aktivieren und in 10 Jahren
abzuschreiben.
Ist dieses Vorhaben handelsrechtlich zulässig ?
Begründen Sie die handelsrechtliche Regelung !
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 10
Lösung:
1.
nach § 255 Abs. 4 HGB gilt der Zeitpunkt der Übernahme (17.08.1993) und der damalige Kauf-
preis von 8 Mio. DM. Die Vermögensgegenstände (Grundstücke und Gebäude, Maschinen, Ge-
schäftsausstattung, Beteiligungen, Vorräte, Forderungen) zu diesem Zeitpunkt betragen 9,3 Mio.
DM. Die Verbindlichkeiten 4,6 Mio. DM. Demnach ist der Firmenwert wie folgt zu berechnen:
2.
Vermögensgegenstände
9,3 Mio.
- Verbindlichkeiten
4,6 Mio.
= Unterschiedsbetrag
4,7 Mio.
Kaufpreis
8,0 Mio.
- Unterschiedsbetrag
4,7 Mio.
= Firmenwert
3,3 Mio.
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 11
Anlagenspiegel:
Ein Anlagenspiegel ist nur bei Kapitalgesellschaften erforderlich, nicht bei Personengesellschaften.
Beispiel für einen Anlagenspiegel:
Maschine:
Anschaffungskosten 100.000,- DM
Nutzungsdauer 5 Jahre
Lineare Abschreibung
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 12
Übungsaufgabe zum Inhalt der Anschaffungskosten: (Fall 8 bei Dozent T.Büche)
Eine AG der metallverarbeitenden Industrie kauft eine Maschine zum Listenpreis von 200.000,- DM zu-
züglich 15 % Mehrwertsteuer. Die AG unterliegt mit ihren Lieferungen und sonstigen Leistungen in voller
Höhe der Mehrwertsteuer. Der Lieferant der Maschine gewährt der AG einen Rabatt von 5 % auf den Li-
stenpreis. Da die AG sich bereiterklärt, den Rechnungsbetrag innerhalb einer Woche zu bezahlen, wer-
den ihr auf den Nettopreis außerdem noch 3 % Skonto eingeräumt.
Für den Transport der Maschine muß die AG 2.200,- DM zuzüglich 15 % Mehrwertsteuer an Eingangs-
frachten bezahlen. Weiterhin hält sie es für notwendig, eine Transportversicherung abzuschließen. Die
entsprechende Versicherungsprämie beläuft sich auf 250,- DM; der Betrag wird aber erst im folgenden
Geschäftsjahr von der AG durch Banküberweisung beglichen. Die Maschine wird in der Fabrikhalle der
AG auf einem eigens dafür gegossenen massiven Betonsockel montiert. Dabei fallen Materialkosten in
Höhe von 3.200,- DM zuzüglich Mehrwertsteuer und Bruttolöhne von 4.000,- DM an.
An Feuerversicherungsprämie für die Maschine zahlt die AG im voraus 800,- DM für einen Zeitraum von
insgesamt 12 Monaten. Die Personalaufwendungen für die Bedienung der Maschine belaufen sich im
ersten Monat nach Inbetriebnahme auf 12.000,- DM brutto.
1.) Mit welchem Betrag sind die handelsrechtlichen Anschaffungskosten (Abschreibungsbasis) anzu-
setzen ?
2.) Welcher Betrag würde sich ergeben, wenn die AG 2 Monate nach dem Kauf ein Zusatzgerät für die
Maschine zum Preis von 8.000,- DM zuzüglich 15 % Mehrwertsteuer erwerben würde ?
3.) Wie hoch wären die Anschaffungskosten, wenn die Unternehmung gezwungen wäre, zur unmittel-
baren Finanzierung der Anschaffung ein langfristiges Darlehen von 100.000,- DM aufzunehmen und
sich daraus im Anschaffungsjahr ein Zinsaufwand von 10.000,- DM ergeben würde.
Lösung:
1.) Die Anschaffungskosten sind mit 193.950,- DM anzusetzen.
2.) Es würde sich ein Gesamtbetrag von 201.950,- DM ergeben.
3.) Zinsen gehen nicht in die Anschaffungskosten, denn sie sind Betriebsausgaben und gehen somit
in die Herstellkosten (Richtlinie R44 EStG).
200.000
Listenpreis
-
10.000
5 % Rabatt
=
190.000
Zieleinkaufspreis
-
5.700
Skonto
=
184.300
Bareinkaufspreis
+
2.200
Transport
+
250
Transportversicherung
+
3.200
Betonsockel
+
4.000
Löhne
=
193.950
Anschaffungskosten
+
8.000
Nachträgliche Anschaffungskosten
=
201.950
Brutto-Anschaffungskosten
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 13
Übungsaufgabe zu Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten: (Fall 39 bei Dozent T.Büche)
Die Frost-AG produziert und vertreibt Kühlschränke. Sie stellt eines Tages fest, daß die Versand-AG in
ihrem Katalog Kühlschränke anbietet, die denen der Frost-AG verblüffend ähnlich sehen, aber angeblich
von einem ausländischen Unternehmen mit Weltruf stammen. Die Frost-AG fühlt sich geschädigt und
verklagt die Versand-AG auf Schadensersatz in Höhe von 200.000,- DM wegen Verletzung des Ge-
brauchsmusterschutzgesetzes. Die gesamten Anwalts-, Gutachter- und Gerichtskosten werden etwa
12.000,- DM betragen.
Wie und ggf. in welcher Höhe sollten Ihrer Meinung nach die beiden Unternehmungen den vorliegenden
Tatbestand im Jahresabschluß berücksichtigen, wenn:
a)
nach Meinung beider Parteien der Klage stattgegeben wird
b)
jede der Parteien überzeugt ist, den Prozeß zu gewinnen
c)
jede der Parteien überzeugt ist, den Prozeß zu verlieren
d)
der Ausgang des Prozesses noch völlig ungewiß ist
e)
beide Parteien mit einem Vergleich in Höhe von 50 % (Schaden einschließlich Kosten) rechnen
Lösung:
a)
Frost-AG
Keine Rückstellung
Versand-AG
Rückstellung 212.000,- DM
b)
Frost-AG
Keine Rückstellung
Versand-AG
Keine Rückstellung
c)
Frost AG
Rückstellung 12.000,- DM
Versand-AG
Rückstellung 212.000,- DM
d)
Frost-AG
Rückstellung 12.000,- DM
Versand-AG
Rückstellung 212.000,- DM
e)
Frost-AG
Rückstellung 6.000,- DM
Versand-AG
Rückstellung 106.000,- DM
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 14
Übungsaufgabe zu Rückstellungen für Instandhaltung: (Fall 40 bei Dozent T.Büche)
Kurz vor Ablauf des Geschäftsjahres wird bei der Chemie-AG durch Hagelschlag das Dach einer Lager-
halle beschädigt. Der von einem Dachdeckermeister eingeholte Kostenvoranschlag für die Beseitigung
des Schadens beläuft sich auf 23.000,- DM.
1.) Was hat die Chemie-AG bei der Bilanzaufstellung zu beachten, wenn der schaden erst:
a)
im Februar
b)
im Juni
des neuen Jahres behoben werden kann ?
2.) Welche Auswirkungen ergeben sich bei 1 b) im Geschäftsjahr, in dem der Schaden verursacht
wurde, und in dem darauf folgenden Geschäftsjahr, in dem der Schaden beseitigt wird jeweils auf:
a)
den Erfolg
b)
die Liquidität
der Chemie-AG, wenn aufgrund des gegebenen Passivierungswahlrechts keine Rückstellung ge-
bildet wird ?
Lösung:
1a) Es besteht eine Pflicht zur Rückstellung nach §249 Abs.1 HGB
1b) Es darf nach §249 Abs.2 HGB eine Rückstellung gebildet werden
2a) Der Erfolg der Chemie-AG im alten Jahr wird höher ausgewiesen und im neuen Jahr niedriger
2b) Die Liquidität der Chemie-AG wird in keinster Weise beeinträchtigt, da Rückstellung keinen Einfluß
auf die Liquidität eines Unternehmens haben.
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 15
Übungsaufgabe zu Rückstellungen für Gewährleistungen: (Fall 41 bei Dozent T.Büche)
Die Frontantriebs-AG gewährt auf die von ihr hergestellten Automobile eine Garantie für die Dauer von 6
Monaten bzw. 10.000 km. Aus den Aufzeichnungen ihrer Vertragswerkstätten weiß die AG, daß bei 60 %
ihrer Automobile die Antriebswellen zwischen 25.000 km und 50.000 km Fahrleistung unbrauchbar wer-
den.
Dieser Umstand wird zum Leidwesen der AG von Presse und Fernsehen aufgegriffen und als ,,Gelenk-
wellen-Skandal" gebrandmarkt. Die AG stellt bei der Analyse ihrer Verkaufszahlen fest, daß immer mehr
Käufer ihres Fabrikats wegen der häufigen und kostspieligen Defekte an den Antriebswellen zur Konkur-
renz abwandern. Deshalb übernimmt sie bei Defekten, die bis 30.000 km auftreten, die gesamten Repa-
raturkosten und bei Defekten, die bis 50.000 km auftreten, bestimmte Anteile.
Aufgrund des statistischen Materials ihrer Vertragshändler und -werkstätten errechnet die AG für diese
Kulanzaktion für das Jahr 1994 voraussichtliche Ausgaben in Höhe von 600.000,- DM, die auf die Ver-
käufe des Jahres 1993 zurückgehen. Im ungünstigsten Falle rechnet sie mit 750.000,- DM.
Muß die AG den geschilderten Sachverhalt in der Bilanz zum 31.12.1993 berücksichtigen ? Wenn ja, wie
?
Lösung:
Nach §249 Abs.1 HGB besteht eine Pflicht zur Rückstellung bei Gewährleistungen die ohne rechtliche
Verpflichtung erbracht werden.
Die Rückstellung ist nach §252 Abs.4 HGB, dem Grundsatz der vorsichtigen Bewertung, und nach einem
Urteil des Bundesfinanzgerichts, nach dem die wahrscheinlichen Kosten und nicht die am schlimmsten
anzunehmenden Kosten in der Bilanz anzusetzen sind, mit 600.000,- DM zu bewerten.
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 16
Übungsaufgabe zu Rückstellungen: (Fall 42 bei Dozent T.Büche)
Rückstellungen für die Erhaltung der Betriebsfähigkeit von Anlagen
Die Flughansa AG hat im Geschäftsjahr 1994 vier Passagierflugzeuge zum Gesamtpreis von 100 Mio.
DM erworben. Der behördlich vorgeschriebene Wartungsplan sieht vor, daß die Flugzeuge im dritten Jahr
nach Inbetriebnahme für 6 Wochen aus dem Verkehr gezogen werden müssen, um sie einer technischen
Generalüberholung zu unterwerfen. Für die Generalüberholung werden voraussichtlich Personal- und
Materialaufwendungen von insgesamt 10 Mio. DM anfallen. Darüber hinaus rechnet die AG mit Um-
satzausfällen von 30 Mio. DM während der zeit der Generalüberholung.
Da das Handelsbilanzergebnis des Geschäftsjahres 1997 sowohl durch die Überholungsaufwendungen
als auch durch den damit verbundenen Ausfall der Flugzeuge unverhältnismäßig stark belastet würde,
verteilt die AG den voraussichtlich anfallenden Aufwand und den Erlösausfall von 40 Mio. DM auf die Ge-
schäftsjahre 1994 bis 1996 durch entsprechende anteilige Rückstellungsbildung (,,Glättungs-effekt").
Ist diese Rückstellungsbildung handelsrechtlich zulässig ? Was ist zusätzlich zu beachten ?
Lösung:
Die Rückstellungsbildung von 40 Mio. DM verteilt auf die Jahre 1994 bis 1996 ist nicht zulässig.
Es ist eine Rückstellungsbildung von 10 Mio. DM für Instandhaltung im Jahre 1996 möglich. Für Um-
satzerlöse, die nicht erzielt werden, kann keine Rückstellung angesetzt werden.
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 17
Übungsaufgabe zu Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung: (Fall 1 bei Dozent T.Büche)
Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung (GoB) sowie die allgemeinen Anforde-
rungen an den Jahresabschluß enthalten unter anderem die folgenden Bewertungs- und Gliederungs-
grundsätze:
·
Grundsatz der Bilanzidentität
·
Grundsatz der Bilanzwahrheit
·
Grundsatz der formellen Bilanzkontinuität
·
Grundsatz der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit (,,going concern")
·
Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit
·
Grundsatz der Periodenabgrenzung
·
Grundsatz des Verrechnungsverbotes
·
Grundsatz der Vollständigkeit
·
Grundsatz der Vorsicht
·
Grundsatz der Wesentlichkeit (,,materiality")
Den folgenden Beispielen ist jeweils einer dieser Grundsätze zuzuordnen !
1)
In der Bilanz sind alle bilanzierungsfähigen Wirtschaftsgüter des Unternehmens aufzunehmen; es
sei denn, daß gesetzlich eingeräumte Wahlrechte in Anspruch genommen werden.
2)
Für aufeinanderfolgende Jahresabschlüsse sind die Form der Darstellung, insbesondere Gliederung
und die inhaltliche Abgrenzung der Posten beizubehalten.
3)
Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres müssen mit den Wertansätzen in der
Schlußbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres übereinstimmen.
4)
Sachlich verschiedene Bilanzpositionen dürfen nicht in einer Position ausgewiesen werden (z.B.
Zusammenfassung von Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiroguthaben sowie Gut-
haben bei Kreditinstituten zu einem Posten ,,Flüssige Mittel").
5)
Die angewendeten Bewertungsmethoden sollen in der Regel von Jahresabschluß zu Jahresab-
schluß beibehalten werden.
6)
Der Jahresabschluß von Kapitalgesellschaften soll unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmä-
ßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Fi-
nanz- und Ertragslage des Unternehmens vermitteln.
7)
Am Abschlußstichtag dürfen nur die realisierten Gewinne ausgewiesen werden; vorhersehbare
Risiken und Verluste , die im Geschäftsjahr oder früher entstanden sind, sind zu berücksichtigen.
8)
Bei der Bewertung der Wirtschaftsgüter ist in der Regel die Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit
zu unterstellen.
9)
Aufwendungen und Erträge für das Geschäftsjahr sind ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt ihrer
Ausgabe oder Einnahme im Jahresabschluß zu berücksichtigen.
10) Führen trotz Anwendung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung besondere Umstände
dazu, daß der Jahresabschluß der Kapitalgesellschaften kein den tatsächlichen Verhältnissen ent-
sprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt, so sind zusätzliche Angaben
im Anhang zu machen.
11) Forderungen und Verbindlichkeiten dürfen in der Regel nicht saldiert ausgewiesen werden. Ent-
sprechendes gilt für den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen.
12) In §252 Abs.1 Nr.3 HGB ist der Grundsatz der Einzelbewertung kodifiziert: ,,Die Vermögensgegen-
stände und Schulden sind zum Abschlußstichtag zu bewerten."
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 18
Lösung:
1)
Grundsatz der Vollständigkeit
2)
Grundsatz der Bilanzkontinuität
3)
Grundsatz der Bilanzidentität
4)
Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit
5)
Grundsatz der Bilanzkontinuität
6)
Grundsatz der Bilanzwahrheit
7)
Grundsatz der Vorsicht
8)
Grundsatz der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit (,,going concern")
9)
Grundsatz der Periodenabgrenzung
10) Grundsatz der Wesentlichkeit
11) Grundsatz des Verrechnungsverbotes
Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit
12) Grundsatz der Einzelbewertung
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 19
Übungsaufgabe zu Inhalt und Gliederung einer Bilanz: (Fall 3 bei Dozent T.Büche)
Eine Aktiengesellschaft stellt folgende Jahresschlußbilanz auf:
AKTIVA
PASSIVA
Anlagevermögen (Restbuchwerte):
Maschinen und
maschinelle Anlagen
200.000 Eigenkapital
230.000
Gewinnrücklagen
20.000 Anlagen im Bau
25.000
Roh-, Hilfs- und
Wertberichtigungen
Betriebsstoffe
30.000 - zu Wertpapieren
10.000
Beteiligungen
20.000 - zu Roh-, Hilfs- und
Wertpapiere
15.000 Betriebsstoffen
5.000
Umlaufvermögen:
Rohstoffverbrauch
15.000
Erhaltene Anzahlungen
5.000 Verbindlichkeiten
Vorräte
50.000 aus Lieferungen und
Kasse
5.000 Leistungen
50.000
Forderungen an
12.000 Rückstellungen für
verbundene Unternehmen
Forschungsrisiken
3.000
Andere aktivierte
Verlustvortrag aus
Eigenleistungen
8.000 dem Vorjahr
37.000
Wechselobligo
10.000
375.000
375.000
Was würde ihrer Meinung nach der Wirtschaftsprüfer an dieser Bilanz bemängeln ?
Lösung:
1)
Das Wort Bilanz fehlt.
2)
Die Bilanz ist nicht unterschrieben.
3)
Ort und Datum fehlt.
4)
Gewinnrücklagen gehören auf die Passiv-Seite.
5)
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter das Umlaufvermögen zu setzen.
6)
Erhaltene Anzahlungen müssen auf die Passiv-Seite.
7)
Forderungen an verbundene Unternehmen muß über die Kasse positioniert werden.
8)
Andere aktivierte Eigenleistungen gehören nicht in die Bilanz sondern in die GuV.
9)
Wechselobligo (Haftung für Wechsel) ist ein Posten unter der Bilanz.
10) Anlagen im Bau muß auf die Aktiv-Seite.
11) Wertberichtigungen gehören nicht in die Bilanz sondern in die GuV.
12) Rohstoffverbrauch gehört nicht in die Bilanz sondern in die GuV.
13) Rückstellungen für Forschungsrisiken ist eine nicht erlaubte Rückstellung.
14) Verlustvortrag muß auf die Aktiv-Seite oder mit einem Minusvorzeichen auf die Passiv-Seite.
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 20
Übungsaufgabe zu Bilanzierungspflichten, -wahlrechte und -verbote: (Fall 2 bei Dozent T.Büche)
Bei den folgenden Geschäftsvorfällen ist die in Betracht kommende handelsrechtliche Regelung anzu-
kreuzen und die jeweilige Entscheidung kurz zu begründen.
Bilanzierungs-
Geschäftsvorfall
pflicht
wahlrecht
verbot
Bemerkung
(1) Ausstehende Einlagen auf das Grundka-
pital
l
§ 272 Abs.1 HGB
Satz 2
(2) Kauf eines Personenkraftwagens, der
ausschließlich im Vertriebsbereich von ei-
nem Außendienstmitarbeiter genutzt wird
l
im Fuhrpark
(3) Aufwendungen für die Gründung des
Unternehmens
l
§248 Abs.1 HGB
(4) Pensionsrückstellungen für die Ange-
stellten der Unternehmung
l
§249 Abs.1 HGB
(5) Rückstellungen für eine im nächsten Jahr
beabsichtigte Geschäftserweiterung
(Neubau)
l
§249 Abs.3 HGB
(6) Ausgaben für ein im Geschäftsjahr selbst
erstelltes Gebäude
l
(7) Von einem Kunden erhaltene Anzahlung
l
(8) Einem Lieferanten versprochene, aber
noch nicht geleistete Anzahlung
l
(9) Aufwendungen für einen im Geschäfts-
jahr unternommenen Werbefeldzug
l
gehört als Aufwand
in die GuV
(10) Überbestände an Material
l
(11) Im Geschäftsjahr erworbene eigene
Anteile
l
(12) Forderung der Zentrale an die eigene
(rechtlich unselbständige) Niederlassung im
Inland
l
wird alles in der Bi-
lanz der Konzern-
mutter bilanziert
(13) Aufwendungen für die Ingangsetzung
und Erweiterung des Geschäftsbetriebs
(soweit nicht mehr bilanzierungsfähig)
l
§269 HGB
(14) Die Unternehmung nutzt ein von ihr
errichtetes Gebäude, das ein wesentlicher
Bestandteil des dem Z gehörenden Grund
und Boden ist
l
(15) Am Lager der Unternehmung befinden
sich am Bilanzstichtag Vorräte, die unter
Eigentumsvorbehalt des Y erworben wurden
und noch nicht bezahlt sind
l
(16) In den Ladenräumen der Unterneh-
mung lagern am Bilanzstichtag Maschinen,
die von X in Kommission gegeben wurden
l
(17) Die Unternehmung leiht ihrem Kunden
vorübergehend eine Rechenmaschine
l
(18) Zur Sicherung eines Kontokorrentkre-
dites übereignet die Unternehmung ihr Wa-
renlager an ihre Hausbank D
l
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 21
Übungsaufgabe zu Inhalt der Herstellungskosten: (Fall 19 bei Dozent T.Büche)
Die Kurzschluß-AG, Hersteller von Elektrogeräten, hat zum Bilanzstichtag einen bestand von 200 Gefrier-
schränken des Typs GS 300 im Rahmen der Inventur ermittelt.
Um die in der Handelsbilanz zu aktivierenden Herstellungskosten zu ermitteln, wird auf die folgende, von
der Betriebsbuchhaltung erstellte Nachkalkulation zurückgegriffen:
Es soll vereinfachend davon ausgegangen werden, daß den obigen kalkulatorischen Kosten entspre-
chende Aufwendungen gegenüberstehen, d.h. eine Korrektur der Kosten, die entweder überhaupt keine
Aufwendungen darstellen (z.B. kalkulatorische Zinsen auf das Eigenkapital) oder aber anders bewertet
(z.B. zu Wiederbeschaffungskosten) oder anders verrechnet (z.B. Durchschnittssätze bei Wagnissen)
werden als die entsprechenden Aufwendungen, ist nicht erforderlich.
1)
Ermitteln Sie den Mindestwert und den Höchstwert der handelsrechtlichen Herstellungskosten !
2)
Wäre es möglich, Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten einzubeziehen ?
3)
Welche Besonderheiten ergeben sich bei der Ermittlung der steuerlichen Herstellungskosten ?
Kostenarten
DM
Fertigungsmaterial
- bezogene Teile
80.000
- Roh- und Hilfsstoffe
60.000
- Verpackungsmaterial
10.000
Materialgemeinkosten
20.000
Fertigungslohn
Kostenstelle A
30.000
Fertigungsgemeinkosten
Kostenstelle A
60.000
Fertigungslohn
Kostenstelle B
50.000
Fertigungsgemeinkosten
Kostenstelle B
80.000
Sondereinzelkosten der Fertigung (Lizenzgebühr)
5.000
Verwaltungsgemeinkosten
50.000
Vertriebsgemeinkosten
80.000
Sondereinzelkosten des Vertriebs
10.000
Selbstkosten
535.000
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 22
Lösung:
Kosten
DM-Betrag
Handelsrecht
Steuerrecht
Fertigungsmaterialkosten:
bezogene Teile
80.000
Roh- und Hilfsstoffe
60.000
Verpackungsmaterial
10.000
Fertigungslohnkosten:
Fertigungslohn Kostenstelle A
30.000
Fertigungslohn Kostenstelle B
50.000
Sondereinzelkosten der Fertigung
5.000
235.000 Mindestwertansat
z
Materialgemeinkosten
20.000
Fertigungsgemeinkosten
Kostenstelle A
60.000
Kostenstelle B
50.000
395.000
Mindestwertansat
z
Verwaltungsgemeinkosten
50.000
Herstellungskosten
445.000 Höchstwertansatz
Höchstwertansatz
1)
Der handelsrechtliche Mindestwert beträgt 235.000,- DM, der Höchstwert beträgt 445.000,- DM.
2)
Nur wenn sie eindeutig dem einzelnen Produkt zurechenbar sind.
3)
Der Höchstwert ist der gleiche, während der Mindestwert 395.000,- DM beträgt.
(siehe Seite 8 der Mitschrift)
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 23
Prüfungsaufgabe zu Bilanz und Rückstellungen: (Aufgabe 7 bei Dozent T.Büche)
Die Eisenhandel AG, zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt, schließt am 1. September mit dem Produ-
zenten P einen Kaufvertrag über die Lieferung von insgesamt 1.800 t Walzstahl zum Einkaufspreis
(Festpreis) von 800,- DM pro t Walzstahl zuzüglich 15 % USt ab.
Im November und Dezember bezieht die AG aufgrund des Kaufvertrages zwei Teillieferungen von je 100
t, von denen sich lt. Inventur am Bilanzstichtag noch 50 t am Lager befinden. Die Teillieferungen wurden
noch nicht bezahlt. Ende Dezember - also kurz vor dem Bilanzstichtag - sinken die Preise für den Walz-
stahl auf 750,- DM pro t.
Wie muß die AG den erhaltenen Walzstahl und die noch ausstehende Lieferung am 31.12. bilanzieren?
Begründen Sie Ihre Wertansätze, indem Sie auf die einzelnen Bilanzpositionen detailliert eingehen.
Lösung:
Bilanzposition
Berechnung
Bewertung
Verbindlichkeit
2 x 100 t x 920,- DM
= 184.000,- DM
Lagerwert Rohstoffe
50 t x 800,- DM
= 40.000,- DM
aber
strenges Niederstwertprinzip
50 t x 750,- DM
= 37.500,- DM
Rückstellung für Verluste aus schwe-
benden Geschäften
1.600 t x 50,- DM
= 80.000,- DM
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 24
Bewertung
Grundsatz:
Einzelbewertung
Ausnahme:
Gruppenbewertung
nach §240 Abs.4 HGB
- bei beweglichen Vermögensgegenständen / Schulden
- die gleichartig
- und annähernd gleichwertig sind
Ermittlung des gewogenen Durchschnitts
1) Bewertung zum gleitenden Durchschnittspreis
2) Bewertung zum durchschnittlichen Buchbestandspreis
3) Bewertung zum durchschnittlichen Einkaufspreis
Festwertbewertung
§240 Abs.3 HGB
- bei Sachanlagevermögen und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen
- regelmäßigem Ersatz
- nachrangigem Wert
- geringer Wertänderung
- alle 3 Jahre muß körperliche Inventur stattfinden
Anfangsbestand
1.000 ME
à 10,00 DM
=10.000,- DM
Zugang
600 ME
à 11,00 DM
= 6.600,- DM
1.600 ME
16.600,- DM
Ø
10,38 DM
Abgang
700 ME
à 10,38 DM
= 7.266,- DM
900 ME
9.334,- DM
Zugang
500 ME
à 9,00 DM
= 4.500,- DM
1.400 ME
13.834,- DM
Ø
9,88 DM
Anfangsbestand
1.000 ME
à 10,- DM = 10.000,- DM
Zugang
600 ME
à 11,- DM
= 6.600,- DM
Zugang
500 ME
à 9,- DM
= 4.500,- DM
Zugang
800 ME
à 12,- DM
= 9.600,- DM
2.900 ME
30.700,- DM
Ø
10,59 DM
Zugang
600 ME
à 11,- DM
= 6.600,- DM
Zugang
500 ME
à 9,- DM
= 4.500,- DM
Zugang
800 ME
à 12,- DM
= 9.600,- DM
1.900 ME
20.700,- DM
Ø
10,89 DM
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 25
Verbrauchsfolgefiktion
n
FIFO - Verfahren (,,First In First Out")
n
LIFO - Verfahren (,,Last In First Out")
Ø
Steuerrechtlich zulässig
n
HIFO - Verfahren (,,Highest In First Out")
n
LOFO - Verfahren (,,Lowest In First Out")
n
KIFO - Verfahren (,,Konzern In First Out")
Beispiel:
Perioden-Verbrauchsfolge
a) FIFO - Verfahren
b) LIFO - Verfahren
c) HIFO - Verfahren
d) LOFO - Verfahren
Zugang
200 ME
à 10,- DM
= 2.000,- DM
Zugang
300 ME
à 9,- DM
= 2.700,- DM
Abgang
250 ME
Zugang
200 ME
à 12,- DM
= 2.400,- DM
Abgang
150 ME
Zugang
300 ME
à 11,- DM
= 3.300,- DM
Abgang
200 ME
Inventur
400 ME
300 ME
à 11,- DM
= 3.300,- DM
100 ME
à 12,- DM
= 1.200,- DM
400 ME
4.500,- DM
Ø
11,25 DM
200 ME
à 10,- DM
= 2.000,- DM
200 ME
à 9,- DM
= 1.800,- DM
400 ME
3.800,- DM
Ø
9,50 DM
300 ME
à 9,- DM
= 2.700,- DM
100 ME
à 10,- DM
= 1.000,- DM
400 ME
3.700,- DM
Ø
9,25 DM
200 ME
à 12,- DM
=2.400,- DM
200 ME
à 11,- DM
= 2.200,- DM
400 ME
4.600,- DM
Ø
11,50 DM
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 26
Permanent-Verbrauchsfolge
a) FIFO - Verfahren
b) LIFO - Verfahren
c) HIFO - Verfahren
d) LOFO - Verfahren
100 ME
à 12,- DM
= 1.200,- DM
300 ME
à 11,- DM
= 3.300,- DM
400 ME
4.500,- DM
Ø
11,25 DM
200 ME
à 10,- DM
= 2.000,- DM
50 ME
à 9,- DM
= 450,- DM
50 ME
à 12,- DM
= 600,- DM
100 ME
à 11,- DM
= 1.800,- DM
400 ME
4.150,- DM
Ø
10,38 DM
250 ME
à 9,- DM
= 2.250,- DM
150 ME
à 11,- DM
= 1.650,- DM
400 ME
3.900,- DM
Ø
9,75 DM
200 ME
à 12,- DM
= 2.400,- DM
200 ME
à 11,- DM
= 2.200,- DM
400 ME
4.600,- DM
Ø
11,50 DM
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 27
Weiteres Beispiel:
Der Börsenpreis für eine ME (Mengeneinheit) beträgt am Bilanzstichtag 13,90 DM.
Berechnen Sie den jeweiligen Bewertungspreis nach dem Perioden-Verbrauchsfolge-
Verfahren sowie nach dem Permanent-Verbrauchsfolge-Verfahren und ermitteln Sie den
Bewertungspreis der in der Bilanz jeweils anzusetzen ist !
Lösung:
Perioden-Verbrauchsfolge
a) FIFO - Verfahren
Es ist mit dem Börsenpreis von 13,90 DM zu bewerten.
b) LIFO - Verfahren
Es ist mit 12,67 DM zu bewerten.
c) HIFO - Verfahren
Es ist mit 12,33 DM zu bewerten.
d) LOFO - Verfahren
Es ist mit dem Börsenpreis von 13,90 DM zu bewerten.
Anfangsbestand
1.000 ME
à 12,- DM
Abgang
400 ME
Abgang
200 ME
Zugang
600 ME
à 14,- DM
Abgang
200 ME
Zugang
400 ME
à 16,- DM
Zugang
600 ME
à 13,- DM
Abgang
300 ME
Inventur
1.500 ME
500 ME
à 14,- DM
= 7.000,- DM
400 ME
à 16,- DM
= 6.400,- DM
600 ME
à 13,- DM
= 7.800,- DM
1.500 ME
21.200,- DM
Ø
14,13 DM
500 ME
à 14,- DM = 7.000,- DM
1.000 ME
à 12,- DM = 12.000,- DM
1.500 ME
19.000,- DM
Ø
12,67 DM
500 ME
à 13,- DM = 6.500,- DM
1.000 ME
à 12,- DM = 12.000,- DM
1.500 ME
18.500,- DM
Ø
12,33 DM
500 ME
à 13,- DM
= 6.500,- DM
600 ME
à 14,- DM
= 8.400,- DM
400 ME
à 16,- DM
= 6.400,- DM
1.500 ME
21.300,- DM
Ø
14,20 DM
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 28
Permanent-Verbrauchsfolge
a) FIFO - Verfahren
Es ist mit dem Börsenpreis von 13,90 DM zu bewerten.
b) LIFO - Verfahren
Es ist mit 13,80 DM zu bewerten.
c) HIFO - Verfahren
Es ist mit 13,20 DM zu bewerten.
d) LOFO - Verfahren
Es ist mit dem Börsenpreis von 13,90 DM zu bewerten.
500 ME
à 14,- DM
= 7.000,- DM
400 ME
à 16,- DM
= 6.400,- DM
600 ME
à 13,- DM
= 7.800,- DM
1.500 ME
21.200,- DM
Ø
14,13 DM
400 ME
à 12,- DM
= 4.800,- DM
400 ME
à 14,- DM
= 5.600,- DM
400 ME
à 16,- DM
= 6.400,- DM
300 ME
à 13,- DM
= 3.900,- DM
1.500 ME
20.700,- DM
Ø
13,80 DM
400 ME
à 12,- DM
= 4.800,- DM
400 ME
à 14,- DM
= 5.600,- DM
100 ME
à 16,- DM
= 1.600,- DM
600 ME
à 13,- DM
= 7.800,- DM
1.500 ME
19.800,- DM
Ø
13,20 DM
600 ME
à 14,- DM
= 8.400,- DM
400 ME
à 16,- DM
= 6.400,- DM
500 ME
à 13,- DM
= 6.500,- DM
1.500 ME
21.300,- DM
Ø
14,20 DM
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 29
Übungsaufgabe zu Bewertungsvereinfachungsverfahren: (Fall 23 bei Dozent T.Büche)
Eine AG hat zu Beginn eines Geschäftsjahres am 1. Januar einen Bestand von 500 kg eines Rohstoffes
(Schüttgut) im Werte von insgesamt 2.000,- DM auf Lager. Es soll sich dabei um ,,gleichartige Vermö-
gensgegenstände des Vorratsvermögens" handeln (§240 Abs.4).
Sie kauft am 5. April 1.000 kg à 3,50 DM, am 20. September 2.500 kg à 5,00 DM und am 10. Dezember
1.200 kg à 4,10 DM ein.
Der Jahresendbestand beläuft sich laut Inventur auf 2.000 kg. Es sind also 3.200 kg im Geschäftsjahr für
Produktionszwecke verbraucht worden. Vom Verbrauch entfallen auf den Monat Februar 100 kg, Mai 300
kg und auf den Monat Oktober 2.800 kg. Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember.
1.)
Wie hoch sind jeweils der Wert des Endbestandes (Bilanzausweis) und des entsprechenden
Aufwands (Verbrauch der Periode) bei Anwendung des
a)
einfachen Durchschnittsverfahrens
b)
gleitenden Durchschnittsverfahrens
c)
Perioden - LIFO - Verfahrens
d)
FIFO - Verfahrens
e)
Perioden - HIFO - Verfahrens
f)
Perioden - LIFO - Verfahrens
2.)
Wie hoch müssen der in der Bilanz zu aktivierende Betrag und der in der Gewinn- und Verlust-
rechnung zu verrechnende Aufwand (Verbrauch der Periode) sein, wenn sich der Anschaffungs-
preis der Rohstoffe am Bilanzstichtag auf
a)
4,00 DM
b)
3,50 DM
je kg beläuft ?
3.)
Wie müssen die unter 1.) berechneten Werte lauten, wenn sich am Bilanzstichtag der Preis, zu
dem die Rohstoffe von der AG wieder verkauft werden könnten, nach Abzug der bis zum Verkauf
noch anfallenden Aufwendungen auf 3,- DM je kg beläuft?
4.)
Die AG will - abweichend von den Vorjahren - erstmals ab 1990 zwecks Ergebnissteuerung bei
der Bewertung der Rohstoffe das LIFO - Verfahren und bei der Bewertung der Halb- und Fertigf a-
brikate das gleitende Durchschnittsverfahren anwenden. Ist das zulässig ?
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 30
Lösung:
1.)
.
a) einfaches Durchschnittsverfahren (durchschnittlicher Buchbestandspreis)
b) gleitendes Durchschnittsverfahren
c) Perioden - LIFO - Verfahren
d) Perioden - FIFO - Verfahren
Anfangsbestand
1. Januar
500 kg
= 2.000,- DM
Abgang
Februar
100 kg
Zugang
5. April
1.000 kg
à 3,50 DM
= 3.500,- DM
Abgang
Mai
300 kg
Zugang
20. September
2.500 kg
à 5,00 DM
= 12.500,- DM
Abgang
Oktober
2.800 kg
Zugang
10. Dezember
1.200 kg
à 4,10 DM
= 4.920,- DM
Inventur
2.000 kg
500 kg
à 4,00 DM = 2.000,- DM
1.000 kg
à 3,50 DM = 3.500,- DM
2.500 kg
à 5,00 DM = 12.500,- DM
1.200 kg
à 4,10 DM = 4.920,- DM
5.200 kg
22.920,- DM
Ø
4,41 DM
Anfangsbestand
500 kg
à 4,00 DM
2.000,- DM
Abgang
100 kg
à 4,00 DM
- 400,- DM
400 kg
= 1.600,- DM
Ø
4,41 DM
Zugang
1.000 kg
à 3,50 DM + 3.500,- DM
1.400 kg
= 5.100,- DM
Ø
3,64 DM
Abgang
300 kg
à 3,64 DM
- 1.092,- DM
1.100 kg
= 4.008,- DM
Ø
3,64 DM
Zugang
2.500 kg
à 5,00 DM + 12.500,- DM
3.600 kg
= 16.508,- DM
Ø
4,58 DM
Abgang
2.800 kg
à 4,58 DM
- 12.824,- DM
800 kg
= 3.684,- DM
Zugang
1.200 Kg
à 4,10 DM
+ 4.920,- DM
Inventur
2.000 kg
= 8.604,- DM
Ø
4,30 DM
500 kg
à 4,00 DM
= 2.000,- DM
1.000 kg
à 3,50 DM
= 3.500,- DM
500 kg
à 5,00 DM
= 2.500,- DM
2.000 kg
8.000,- DM
Ø
4,00 DM
1.200 kg
à 4,10 DM
= 4.920,- DM
800 kg
à 5,00 DM
= 4.000,- DM
2.000 kg
8.920,- DM
Ø
4,46 DM
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 31
e) Perioden - HIFO - Verfahren
d) Perioden - LOFO - Verfahren
1.000 kg
à 3,50 DM
= 3.500,- DM
500 kg
à 4,00 DM
= 2.000,- DM
500 kg
à 4,10 DM
= 2.050,- DM
2.000 kg
7.550,- DM
Ø
3,78 DM
2.000 kg
à 5,00 DM = 10.000,- DM
2.000 kg
10.000,- DM
Ø
5,00 DM
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 32
Bewertung des Anlagevermögens
Unterscheidung in
abnutzbar (Bewertung zu Anschaffungs- / Herstellkosten abzüglich
planmäßiger
Afa)
und
nicht abnutzbar (Bewertung zu Anschaffungs- / Herstellkosten)
Beispiel:
Wenn die Minderung dauerhaft ist, muß eine
außerplanmäßige Afa
durchgeführt werden, ansonsten
kann eine außerplanmäßige Afa erfolgen.
Bei Marktwerterhöhung
Unterscheidung Kapitalgesellschaft - Personengesellschaft:
Bei der Kapitalgesellschaft existiert eine ,,Muß-Vorschrift", das heißt es muß eine Wertaufholung durch-
geführt werden.
Bei der Personengesellschaft gibt es eine ,,Kann-Vorschrift", das heißt es kann eine Wertaufholung er-
folgen, muß es aber nicht.
Restwert
60.000,- DM
Marktwert
50.000,- DM
10.000,- DM außerplanmäßige Afa
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 33
Jahresabschlußanalyse
- Analyse der Bilanz
(Gegenüberstellung der Vermögensgegenstände und Schulden)
- Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung
(Woher kommt der Gewinn bzw. Verlust ?)
- Analyse des Anhangs zur Bilanz
(Erläuterungen, z.B. über die Art der angewandten Afa)
- Analyse des Lageberichts
(Prognosen, Planungen für die Zukunft)
Aufgaben der Jahresabschlußanalyse:
Übersicht über
- Ertragslage
- Liquidität
- Stabilität
- Erfolgspotentiale
- Wertschöpfung
eines Unternehmens
Kennzahlen einer Jahresabschlußanalyse:
Mängel:
- branchenbezogen
- statistische Mängel
- Bewertung (viele Wahlmöglichkeiten)
- ,,Stille Reserven" nicht ersichtlich
- stichtagsbezogen
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 34
Übungsaufgabe zum Thema ,,Strukturbilanz":
Die veröffentlichte Bilanz der Druckmaschinen AG, Heidelberg, auf den 31. Dezember 1996 zeigt das
folgende Bild (Beträge in DM).
AKTIVA
Bilanz zum 31. Dezember 1996
PASSIVA
A. Anlagevermögen
A. Eigenkapital
I. Sachanlagen
I. Gezeichnetes Kapital
10.000.000,00
1. Grundstücke und
II. Kapitalrücklage
3.000.000,00
Bauten
6.800.000,00 III. Gewinnrücklagen
2. technische Anlagen
11.200.000,00 1. gesetzliche Rücklage
1.500.000,00
3. Betriebs- und
2. andere Gewinnrücklagen
6.000.000,00
Geschäftsausstattung
2.700.000,00 IV. Gewinnvortrag
70.000,00
4. Anlagen im Bau
1.500.000,00 V. Jahresüberschuß
3.600.000,00
II. Finanzanlagen
B. Rückstellungen
1. Beteiligungen
2.000.000,00 1. Rückstellungen für Pensionen
4.000.000,00
2. sonstige Ausleihungen
1.500.000,00 2. Steuerrückstellungen
200.000,00
3. sonstige Rückstellungen
330.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
C. Verbindlichkeiten
1. Roh-, Hilfs- und
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Betriebsstoffe
1.600.000,00 Kreditinstituten
5.000.000,00
2. unfertige Erzeugnisse
700.000,00 - davon Restlaufzeit
3. fertige Erzeugnisse
bis 1 Jahr
und Waren
1.100.000,00 800.000,00
4. geleistete Anzahlungen
800.000,00 2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
2.000.000,00
II. Forderungen und sonstige
- davon Restlaufzeit
Vermögensgegenstände
bis 1 Jahr
1. Forderungen aus Liefer-
1.200.000,00
ungen und Leistungen
3. Schuldwechsel
500.000,00
2.000.000,00
- davon Restlaufzeit
Wertberichtigungen zu
bis 1 Jahr
Forderungen
500.000,00
100.000,00
1.900.000,00 4. sonstige Verbindlichkeiten
300.000,00
- davon mit einer
- davon Restlaufzeit
Restlaufzeit von
bis 1 Jahr
mehr als 1 Jahr:
300.000,00
400.000,00
2. sonstige Vermögens-
D. Rechnungsabgrenzungsposten
100.000,00
gegenstände
600.000,00
- davon mit einer
Restlaufzeit von
mehr als 1 Jahr:
0,00
III. Wertpapiere
300.000,00
IV. Kasse, Bank, Postgiro
3.500.000,00
C.Rechnungsabgrenzungsposten
400.000,00
36.600.000,00
36.600.000,00
Stellen Sie eine Strukturbilanz gemäß dem ,,Schema einer Strukturbilanz" auf! Beträge in TDM. 25 % Di-
vidende (12,50 DM je Aktie im Nennwert von 50,00 DM) sollen ausgeschüttet werden. Der Restbetrag
wird den ,,anderen Gewinnrücklagen" zugewiesen.
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 35
Lösung:
AKTIVA
Strukturbilanz
PASSIVA
TDM
%
TDM
%
Anlagevermögen
Eigenkapital
Immaterielle
Gezeichnetes Kapital
10.000
Vermögensgegenstände
---
Kapitalrücklage
3.000
Sachanlagen
22.200
Gewinnrücklagen
8.670
Finanzanlagen
3.500
Zwischensumme
Anlagevermögen
25.700
70,2
Zwischensumme
Eigenkapital
21.670
59,2
Umlaufvermögen
Fremdkapital
Vorräte
4.200
Lang- und mittelfristiges
Forderungen
Fremdkapital
9.000
- lang- und mittelfristig
400
Kurzfristiges Fremdkapital
5.830
- kurzfristig
2.100
(Restlaufzeit bis zu 1 Jahr)
(Restlaufzeit bis zu 1 Jahr)
Flüssige Mittel
3.800
Rechnungsabgrenzung
400
Rechnungsabgrenzung
100
Zwischensumme
Umlaufvermögen
10.900
29,8
Zwischensumme
Fremdkapital
14.930
40,8
Gesamtvermögen
(Bilanzsumme)
36.600
100
Gesamtkapital
(Bilanzsumme)
36.600
100
Anmerkungen:
Da 12,50 DM Dividende je Aktie ausbezahlt werden soll ergibt sich eine Dividendensumme von
2.500.000,00 DM zur Auszahlung die in die kurzfristigen Verbindlichkeiten kommen. Der Rest des Jah-
resüberschusses von 1.100.000,00 DM wird den ,,anderen Gewinnrücklagen zugewiesen.
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 36
Weitere Übungsaufgabe zum Thema ,,Strukturbilanz":
Erstellen Sie aufgrund der nachfolgenden Bilanz einer AG eine Strukturbilanz mit Betragsspalten (TDM)
und Prozentspalten! Führen Sie auf Vorspalten eine weitere Unterteilung des Anlage- und Umlaufvermö-
gens sowie des Fremdkapitals durch!
AKTIVA
Bilanz zum 31. Dezember 1995
PASSIVA
A. Anlagevermögen
A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögens-
I. Gezeichnetes Kapital
48.000.000,00
gegenstände
II. Kapitalrücklage
9.600.000,00
1. Patente
4.000.000,00 III. Gewinnrücklagen
II. Sachanlagen
1. gesetzliche Rücklage
1.600.000,00
1. Grundstücke und Bauten
17.600.000,00 2. andere Gewinnrücklagen
17.600.000,00
2. technische Anlagen
IV. Bilanzgewinn
8.960.000,00
und Maschinen
30.400.000,00
3. Betriebs- und
B. Rückstellungen
Geschäftsausstattung
11.200.000,00 1. Rückstellungen für Pensionen
12.800.000,00
4. Geleistete Anzahlungen
2.560.000,00 2. Steuerrückstellungen
1.920.000,00
3. sonstige Rückstellungen
1.120.000,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen
14.400.000,00
C. Verbindlichkeiten
2. Wertpapiere des
1. Anleihen
24.000.000,00
Anlagevermögens
8.000.000,00 - davon Restlaufzeit bis zu
3. Darlehensforderungen
5.600.000,00 1 Jahr: 1.600.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber
B. Umlaufvermögen
Kreditinstituten
6.400.000,00
I. Vorräte
- davon Restlaufzeit bis zu
1. Roh-, Hilfs- und
1 Jahr: 640.000,00
Betriebsstoffe
12.160.000,00 3. Verbindlichkeiten aus
2. unfertige Erzeugnisse
3.680.000,00 Lieferungen und Leistungen
5.600.000,00
3. fertige Erzeugnisse
6.720.000,00 - davon Restlaufzeit bis zu
4. geleistete Anzahlungen
3.040.000,00 1 Jahr: 5.600.000,00
4. Schuldwechsel
1.280.000,00
II. Forderungen und sonstige
- davon Restlaufzeit bis zu
Vermögensgegenstände
1 Jahr: 1.280.000,00
1. Forderungen aus Liefer-
5. sonstige Verbindlichkeiten
320.000,00
ungen und Leistungen
8.320.000,00 - davon Restlaufzeit bis zu
- davon mit einer Restlauf-
1 Jahr: 320.000,00
zeit von mehr als 1 Jahr:
1.600.000,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten
160.000,00
2. sonstige Vermögens-
gegenstände
2.720.000,00
- davon mit einer Restlauf-
zeit von mehr als 1 Jahr:
320.000,00
III. Wertpapiere
des Umlaufvermögens
1.120.000,00
IV. Kasse, Bank, Postgiro
6.080.000,00
C.Rechnungsabgrenzungsposten
1.760.000,00
139.360.000,00
139.360.000,00
Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der ,,teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses" aufgestellt
worden (HGB §268 Abs.1). Die Wertberichtigung zu Forderungen ist mit den Forderungen aus Lieferun-
gen und Leistungen verrechnet. Von den Rückstellungen sind die Pensionsrückstellungen lang- bzw.
Mittelfristig. Die höchstmögliche Dividende (voller Prozentsatz) soll ausgeschüttet werden.
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 37
Lösung:
AKTIVA
Strukturbilanz
PASSIVA
TDM
%
TDM
%
Anlagevermögen
Eigenkapital
Immaterielle
Gezeichnetes Kapital
48.000
Vermögensgegenstände
4.000
Kapitalrücklage
9.600
Sachanlagen
61.760
Gewinnrücklagen
19.520
Finanzanlagen
28.000
Zwischensumme
Anlagevermögen
93.760
67,3
Zwischensumme
Eigenkapital
77.120
55,3
Umlaufvermögen
Fremdkapital
Vorräte
25.600
Lang- und mittelfristiges
Forderungen
Fremdkapital
40.960
- lang- und mittelfristig
1.920
Kurzfristiges Fremdkapital
21.120
- kurzfristig
9.120
(Restlaufzeit bis zu 1 Jahr)
(Restlaufzeit bis zu 1 Jahr)
Flüssige Mittel
7.200
Rechnungsabgrenzung
1.760
Rechnungsabgrenzung
160
Zwischensumme
Umlaufvermögen
45.600
32,7
Zwischensumme
Fremdkapital
62.240
44,7
Gesamtvermögen
(Bilanzsumme)
139.360
100
Gesamtkapital
(Bilanzsumme)
139.360
100
Anmerkungen:
Bei 48.000.000,- DM gezeichnetem Kapital ist der Bilanzgewinn von 8.960.000,- DM höchstmöglich an die
Aktionäre auszuschütten. Dies sind in diesem Fall 18,67 %, es soll jedoch nur ein voller Prozentsatz aus-
geschüttet werden, somit sind 18 % auszuschütten. Das bedeutet, daß 8.640.000,- DM als Ausschüttung
in das kurzfristige Fremdkapital fließen, während der Rest des Bilanzgewinns, nämlich 320.000,- DM in
die Gewinnrücklagen eingebracht werden.
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 38
,,Leverage - Effekt"
Bedeutet, daß die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens unter gewissen Umständen mit Hilfe von
Fremdkapital erhöht werden kann.
Formeln:
Rentabilität des Eigenkapitals:
G = Gewinn bei Personengesellschaften
Jahresüberschuß bei Kapitalgesellsch.
Rentabilität des Gesamtkapitals:
G + FK
ZINS
= Kapitalertrag
Beispiel-Fall 1:
Kapitalertrag = Gewinn
+
Fremdkapitalzins
400.000
+
300.000
=
700.000
Ú
verteilt sich auf
Gesamtkapital: - Eigenkapital 5.000.000
350.000
- Fremdkapital 5.000.000
350.000
G
R
EK
=
¬¬¬¬¬
x 100
EK
G + FK
ZINS
R
GK
=
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100
GK
AKTIVA
Bilanz
PASSIVA
diverse Aktiva
10.400.000 Eigenkapital
5.000.000
Fremdkapital
5.000.000
Gewinn
400.000
10.400.000
10.400.000
Soll
Gewinn- und Verlustrechnung
Haben
diverse Aufwendungen
29.300.000 Erlöse
30.000.000
Fremdkapitalzins 6 %
300.000
Gewinn
400.000
30.000.000
30.000.000
G
400.000
R
EK
=
¬¬¬
x 100
=
¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100
= 8 %
EK
5.000.000
G + FK
ZINS
400.000 + 300.000
R
GK
=
¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 =
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 = 7 %
GK
10.000.000
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 39
Fazit:
Das Fremdkapital von 5.000.000,- DM erwirtschaftet 350.000,- DM kostet jedoch nur 300.000,- DM an
Zinsen. Das bedeutet der Reingewinn, nach Abzug der Fremdkapitalzinsen, beträgt 50.000,- DM, die die
Rendite des Eigenkapitals erhöhen.
Der ,,Leverage-Effekt" besagt also:
Liegt die Rentabilität des Gesamtkapitals über dem Zinssatz für Fremdkapital, dann ist die Renta-
bilität des Eigenkapitals höher als die des Gesamtkapitals.
Beispiel:
Das Unternehmen plant eine Investition über 5.000.000,- DM. Soll diese zusätzliche Investition über Ei-
gen- oder Fremdkapital finanziert werden ?
Lösung:
10.000.000,- DM Gesamtkapital erwirtschaften 700.000,- DM Kapitalertrag
15.000.000,- DM Gesamtkapital erwirtschaften 1.050.000,- DM Kapitalertrag
wenn die Investition über Fremdkapital erfolgt:
10.000.000,- DM Fremdkapital erwirtschaftet 700.000,- DM Kapitalertrag
6 % Fremdkapitalzinsen kosten das Unternehmen 600.000,- DM
100.000,- DM Gewinn
Das heißt die Investition über Fremdkapital erwirtschaftet 100.000,- DM Gewinn.
Beispiel-Fall 2: Der Fremdkapitalzins steigt auf 8 %
AKTIVA
Bilanz
PASSIVA
diverse Aktiva
10.300.000 Eigenkapital
5.000.000
Fremdkapital
5.000.000
Gewinn
300.000
10.300.000
10.300.000
Soll
Gewinn- und Verlustrechnung
Haben
diverse Aufwendungen
29.300.000 Erlöse
30.000.000
Fremdkapitalzins 6 %
400.000
Gewinn
300.000
30.000.000
30.000.000
G
300.000
R
EK
=
¬¬¬
x 100
=
¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100
= 6 %
EK
5.000.000
G + FK
ZINS
300.000 + 400.000
R
GK
=
¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 =
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 = 7 %
GK
10.000.000
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 40
Weiteres Beispiel:
Rentabilität des Gesamtkapitals R
GK
= 15 %
Fremdkapitalzins FK
ZINS
= 10 %
I
II
III
IV
Eigenkapital
10.000
7.000
4.000
1.000
Fremdkapital
---
3.000
6.000
9.000
Gesamtkapital
10.000
10.000
10.000
10.000
Gewinn
1.500
1.500
1.500
1.500
Fremdkapitalzinsen
---
300
600
900
Reingewinn
1.500
1.200
900
600
Rentabilität des Eigenkapitals
15 %
17,14 %
22,5 %
60 %
Weiteres Übungsbeispiel:
Eigenkapital = 400.000,- DM
Fremdkapital = 800.000,- DM bei einem Fremdkapitalzins von 10 %
Kapitalertrag = 180.000,- DM
Verschuldungsgrad V:
Fall 1:
R
GK
> Zinssatz
R
EK
= R
GK
+ ( R
GK
- FK
ZINS
)
ì
V = 15 % + ( 15 % - 10 % )
ì
2
R
EK
= 25 %
1,- DM Eigenkapital erwirtschaftet 25 Pf
1,- DM Fremdkapital erwirtschaftet auch 25 Pf, kostet aber nur 10 Pf
Fall 2:
R
GK
(6 %) < Zinssatz
R
EK
= R
GK
+ ( R
GK
- FK
ZINS
)
ì
V = 6 % + ( 6 % - 10 % )
ì
2
R
EK
= 25 %
G
100.000
R
EK
=
¬¬¬
x 100
=
¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100
= 25 %
EK
400.000
G + FK
ZINS
100.000 + 80.000
R
GK
=
¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 =
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 = 15 %
GK
1.200.000
FK
800.000
V =
¬¬¬
=
¬¬¬¬¬¬¬¬
= 2
EK
400.000
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 41
Kennzahlen
1) Eigenkapital - Quote
Kommentar:
Normalerweise gilt; je höher desto besser, allerdings ist dies sehr branchenabhängig, aber die
Kraft des Unternehmens beruht auf dem Eigenkapital.
2) Rücklagen - Quote
Kommentar:
Je höher die Quote desto besser, da dies große Gewinne in der Vergangenheit bedeutet, die
diese Rücklagenbildung erst ermöglichten.
3) Fremdkapital - Quote
Kommentar:
Ergänzung zur Eigenkapital - Quote als Umkehrschluß.
4) Verschuldungsgrad
Kommentar:
Gibt Auskunft über die Verteilung des Kapitalrisikos.
5) Anlagen - Quote
Kommentar:
Hohe Quote bedeutet einen großen Maschinen-Park und hohe Fixkosten in Form von
Abschreibungen.
6) Umlaufintensität
Kommentar:
In der Regel bedeutet ein hohe Intensität einen schnellen Kapitaldurchlauf und ist somit
positiv zu bewerten, es sei denn, der Lagerbestand ist sehr hoch.
Eigenkapital
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100
Gesamtkapital
Rücklagen
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100
Eigenkapital
Fremdkapital
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100
Gesamtkapital
Fremdkapital
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
Eigenkapital
Anlagevermögen
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
Gesamtvermögen
Umlaufvermögen
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
Gesamtvermögen
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 42
7) Kapitalumschlag
Kommentar:
Je höher der Kapitalumschlag, desto besser.
Ein hoher Kapitalumschlag ist durch ,,Just in time" - Lieferung zu erzielen.
8) Deckungsgrad I
Kommentar:
Wünschenswert sind hier 100 %.
9) Deckungsgrad II
10) Liquidität 1.Grades
Kommentar:
Sollte mindestens 20 % betragen um auf eine ordentliche Finanzierung hinzudeuten.
11) Liquidität 2.Grades
Kommentar:
Sollte möglichst größer als 100 % sein.
12) Liquidität 3.Grades
Kommentar:
Sollte möglichst größer als 200 % sein.
Umsatz
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
Durchschnittlich investiertes Gesamtkapital
Eigenkapital
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x
100
Anlagevermögen
Eigenkapital + Fremdkapital
langfristig
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x
100
Anlagevermögen
Flüssige Mittel
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x
100
kurzfristige Verbindlichkeiten
Flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x
100
kurzfristige Verbindlichkeiten
Umlaufvermögen
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x
100
kurzfristige Verbindlichkeiten
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 43
Übungsaufgabe zum Thema ,,Bilanz-Kennzahlen":
Erstellen Sie aus der nachfolgenden Bilanz der Hirschbräu AG, Ravensburg, eine Strukturbilanz mit absoluten Zahlen
in TDM und Gliederungszahlen. Ermitteln und beurteilen Sie die Bilanzkennzahlen der Kapital- und Vermögensstruk-
tur, die Deckungsgrade I und II sowie die Liquiditätsgrade 1 bis 3 !
Beurteilen Sie die Ergebnisse durch den Vergleich mit den Zahlen des Branchendurchschnitts !
AKTIVA
Bilanz der Hirschbräu AG zum 31. Dezember 1995
PASSIVA
A. Anlagevermögen
A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögens-
I. Gezeichnetes Kapital
30.000.000,00
gegenstände
II. Kapitalrücklage
6.000.000,00
1. Konzessionen
2.500.000,00 III. Gewinnrücklagen
II. Sachanlagen
1. gesetzliche Rücklage
1.000.000,00
1. Grundstücke und Bauten
11.000.000,00 2. andere Gewinnrücklagen
11.000.000,00
2. technische Anlagen
IV. Bilanzgewinn
5.600.000,00
und Maschinen
19.000.000,00
3. Betriebs- und
B. Rückstellungen
Geschäftsausstattung
7.000.000,00 1. Rückstellungen für Pensionen
8.000.000,00
4. Geleistete Anzahlungen
1.600.000,00 2. Steuerrückstellungen
1.200.000,00
3. sonstige Rückstellungen
700.000,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen
9.000.000,00 C. Verbindlichkeiten
2. Wertpapiere des
1. Anleihen
15.000.000,00
Anlagevermögens
5.000.000,00 2. Verbindlichkeiten gegenüber
3. Darlehensforderungen
3.500.000,00 Kreditinstituten
4.000.000,00
3. Verbindlichkeiten aus
B. Umlaufvermögen
Lieferungen und Leistungen
3.500.000,00
I. Vorräte
4. Wechselverbindlichkeiten
800.000,00
1. Roh-, Hilfs- und
5. sonstige Verbindlichkeiten
200.000,00
Betriebsstoffe
7.600.000,00
2. unfertige Erzeugnisse
2.300.000,00 D. Rechnungsabgrenzungsposten
100.000,00
3. fertige Erzeugnisse
4.200.000,00
4. geleistete Anzahlungen
1.900.000,00
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Liefer-
ungen und Leistungen
5.200.000,00
2. sonstige Vermögens-
gegenstände
1.700.000,00
III. Wertpapiere
des Umlaufvermögens
700.000,00
IV. Kasse, Bank, Postgiro
3.800.000,00
C.Rechnungsabgrenzungsposten
1.100.000,00
87.100.000,00
87.100.000,00
Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der ,,teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses" aufgestellt worden (HGB §268 Abs.1).
Informationen aus dem Anhang
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (B. II. 1.) und die sonstigen Vermögensgegenstände (B. II. 2.) haben eine
Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Pensionsrückstellungen (B. 1.) sind langfristig, die übrigen Rückstellungen (B. 2. Und 3.) sind kurzfristig.
Die Verbindlichkeiten (C. 3., 4. Und 5.) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, die Verbindlichkeiten unter C. 1. Und 2. sind
langfristig.
Vom Bilanzgewinn werden 9,00 DM je Aktie (Nennwert 50,00 DM) ausgeschüttet.
Durchschnittliche Kennzahlen der Branche:
Kapitalstruktur:
Anlagendeckung:
Eigenkapital
35 %
Deckungsgrad I 55 %
Fremdkapital
65 %, kurzfristig 43 %
Deckungsgrad II 89 %
Vermögensstruktur:
Liquidität:
Anlagenquote
64 %, Finanzanlagen 20 %
1. Grad
26 %
Vorratsquote
10 %
2. Grad
60 %
Forderungsquote
15 %
3. Grad
83,7 %
Quote der flüssigen Mittel (Barmittelquote) 11 %
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 44
Lösung:
AKTIVA
Strukturbilanz
PASSIVA
TDM
%
%
TDM
%
%
Anlagevermögen
Eigenkapital
Immaterielle
Gezeichnetes Kapital
30.000
Vermögensgegenstände
2.500
Kapitalrücklage
6.000
Sachanlagen
38.600
Gewinnrücklagen
12.200
Finanzanlagen
17.500
Zwischensumme
Anlagevermögen
58.600
67,3
64
Zwischensumme
Eigenkapital
48.200
55,3
35
Umlaufvermögen
Fremdkapital
Vorräte
16.000
18,3
10 Lang- und mittelfristiges
Forderungen
Fremdkapital
27.000
31
22
- lang- und mittelfristig
0
Kurzfristiges Fremdkapital
11.800
13,5
43
- kurzfristig
6.900
7,9
15 (Restlaufzeit bis zu 1 Jahr)
(Restlaufzeit bis zu 1 Jahr)
Flüssige Mittel
4.500
5,2
11
Rechnungsabgrenzung
1.100
Rechnungsabgrenzung
100
Zwischensumme
Umlaufvermögen
28.500
32,7
36
Zwischensumme
Fremdkapital
38.900
44,5
65
Gesamtvermögen
(Bilanzsumme)
87.100
100
Gesamtkapital
(Bilanzsumme)
87.100
100
1) Eigenkapital - Quote
2) Rücklagen - Quote
Eigenkapital
48.200
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 =
¬¬¬¬¬¬
x 100 = 55,3 %
Gesamtkapital
87.100
Rücklagen
12.200
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 =
¬¬¬¬¬¬
x 100 = 25,3 %
Eigenkapital
48.200
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 45
3) Fremdkapital - Quote
4) Verschuldungsgrad
5) Anlagen - Quote
6) Umlaufintensität
7) Deckungsgrad I
8) Deckungsgrad II
Fremdkapital
38.800
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 =
¬¬¬¬¬¬
x 100 = 44,5 %
Gesamtkapital
87.100
Fremdkapital
38.800
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 =
¬¬¬¬¬¬
x 100 =
80 %
Eigenkapital
48.200
Anlagevermögen
58.600
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 =
¬¬¬¬¬
¬
x 100 =
67 %
Gesamtvermögen
87.100
Umlaufvermögen
28.500
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 =
¬¬¬¬¬
¬
x 100 =
33 %
Gesamtvermögen
87.100
Eigenkapital
48.200
Branche
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 =
¬¬¬¬¬
¬
x 100 =
82,3 %
(55 %)
Anlagevermögen
58.600
Flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen
4.500 + 6.900
%
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100
=
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 = 96,6 % (60 %)
kurzfristige Verbindlichkeiten
11.800
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 46
9) Liquidität 1.Grades
10) Liquidität 2.Grades
11) Liquidität 3.Grades
Fazit:
Die Finanzierung der Hirschbräu AG beruht auf einer soliden Basis und ist im Vergleich zu den Branchen-
daten wirtschaftlich in bester Ordnung.
Flüssige Mittel
4.500
%
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100
=
¬¬¬¬¬¬
x 100 = 38,1 %
(26 %)
kurzfristige Verbindlichkeiten
11.800
Eigenkapital + Fremdkapital
langfristig
48.200 + 27.000
%
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100
=
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
x 100 = 128,3 %
(89 %)
Anlagevermögen
58.600
Umlaufvermögen
28.500
%
¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬
¬
x 100
=
¬¬¬¬¬¬
x 100 = 241,5 %
(83,7 %)
kurzfristige Verbindlichkeiten
11.800
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 47
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkostenverfahren
Umsatzkostenverfahren
Umsatzerlöse
-
Bestandsminderungen
Umsatzerlöse
+
Bestandsmehrungen
-
Herstellungskosten für umgesetzte
+
andere aktivierte Eigenleistungen
Leistungen
=
Gesamtleistung
=
Bruttoergebnis vom Umsatz
+
sonstige betriebliche Erträge
-
Materialaufwendungen
-
Vertriebskosten
-
Personalaufwendungen
-
allgemeine Verwaltungskosten
-
Abschreibungen
+
sonstige betriebliche Erträge
-
sonstige betriebliche Aufwendungen
-
sonstige betriebliche Aufwendungen
=
Betriebsergebnis
=
Betriebsergebnis
+
Erträge aus Beteiligungen
+
Erträge aus Beteiligungen
+
Erträge anderen Wertpapieren
+
Erträge anderen Wertpapieren
und Ausleihungen
und Ausleihungen
+
Zinsen und ähnliche Erträge
+
Zinsen und ähnliche Erträge
-
Abschreibungen auf Finanzanlagen
-
Abschreibungen auf Finanzanlagen
-
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
=
Ergebnis der gewöhnlichen
=
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
Geschäftstätigkeit
+
außerordentliche Erträge
+
außerordentliche Erträge
-
außerordentliche Aufwendungen
-
außerordentliche Aufwendungen
=
außerordentliches Ergebnis
=
außerordentliches Ergebnis
-
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-
sonstige Steuern
-
sonstige Steuern
=
Jahresüberschuß /
=
Jahresüberschuß /
Jahresfehlbetrag
Jahresfehlbetrag
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 48
Übungsaufgabe zum Thema ,,Ergebnisrechnung"
Bereiten Sie die vorliegende Gewinn- und Verlustrechnung so auf, daß das Ergebnis aus betrieblicher
Tätigkeit, das Finanzergebnis, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das außerordentliche
Ergebnis und der Jahresabschluß- bzw. Fehlbetrag vor und nach Steuern sichtbar werden.
Gewinn- und Verlustrechnung für 1996
(Beträge in DM)
1. Umsatzerlöse
+10.000.000
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
+900.000
3. andere aktivierte Eigenleistungen
+600.000
4. sonstige betriebliche Erträge
+1.000.000
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren
3.000.000
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
500.000
-3.500.000
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
4.000.000
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und Unterstützung
1.200.000
-5.200.000
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
1.600.000
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens
200.000
-1.800.000
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
-3.000.000
9. Erträge aus Beteiligungen
+2.000.000
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
+150.000
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
+300.000
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des
Umlaufvermögens
-400.000
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-50.000
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
=1.000.000
15. außerordentliche Erträge
1.500.000
16. außerordentliche Aufwendungen
-600.000
17. außerordentliches Ergebnis
¬
+900.000
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
-1.250.000
19. sonstige Steuern
-150.000
20. Jahresüberschuß
=500.000
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 49
Lösung:
Ergebnisrechnung
Pos.-Nr.
§275 HGB
Bezeichnung der Position
TDM
%
1
Umsatzerlöse
10.000
80,0
2
+ / - Bestandsänderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
900
7,2
3
andere aktivierte Eigenleistungen
600
4,8
4
sonstige betriebliche Erträge
1.000
8,0
Betriebliche Erträge (Gesamtertrag des Betriebs)
12.500
100
5
Materialaufwendungen
3.500
25,9
6
Personalaufwendungen
5.200
38,5
7
Abschreibungsaufwand
1.800
13,3
8
sonstige betriebliche Aufwendungen
3.000
22,3
Betriebliche Aufwendungen (Gesamtaufwand des Betriebs)
13.500
100
Betriebsergebnis
- 1.000
9 / 10
Beteiligungs- und Wertpapiererträge
2.150
11
Zinsen und ähnliche Erträge
300
Finanzerträge
2.450
100
12
Abschreibungen auf Finanzwerte
400
13
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
50
Finanzaufwendungen
450
100
Finanzergebnis
+ 2.000
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
+ 1.000
52,6
14
außerordentliche Erträge
1.500
16
außerordentliche Aufwendungen
600
17
außerordentliches Ergebnis
900
47,4
Jahresergebnis vor Steuern
1.900
100
18 / 19
gesamter Steueraufwand
1.400
73,7
20
Jahresergebnis nach Steuern
500
26,3
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 50
Jahresergebnisrechnung
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 51
DuPont - Kennzahlen - System
Technischer Betriebswirt
Arno Schneider
Jahresabschluß
Seite 52
Cash Flow
allgemein:
Bilanzgewinn / Bilanzverlust
+
Zuführung der Rücklagen
-
Auflösung der Rücklagen
+
Verlustvortrag
-
Gewinnvortrag
=
Jahresüberschuß / Jahresfehlbetrag
-
Zuschreibungen
+
Abschreibungen
=
Cash Flow I
+ / - Erhöhung / Verminderung der Sonderposten (SOPO)
+ / - Erhöhung / Verminderung der langfristigen Rückstellungen
=
Cash Flow II (Maßgröße der Finanzkraft)
+
außerordentliche Aufwendungen
-
außerordentliche Erträge
=
Cash Flow III (Maßgröße der Ertragskraft)
Jahresüberschuß
+
Abschreibungen
+
Erhöhung der langfristigen Rückstellungen
=
Cash Flow
0 Kommentare