Gelvermögen bilden, Geldschulden eingehen, Zahlungstransaktionen abwickeln, bar, unbar, halbar (Einzahlung auf Girok.), finanzielle Risikoabsicherung, (Vertrauen, Diskretion, Abwicklungshilfe)
Elementarfunktionen des Geldes:
Umtausch (bar zu unbar), Deponierung (Vermögensbildung) Liquide Mittel
Transport, Zurverfügungsstellung (vorzeitige Liquidation)
Fristentransformation (langfr. Kredite werden kurzfr. refinanziert)
und andere Transformationen:
Risikotransformation: die Bank mit guter Bonität übernimmnt das Risiko des Kreditausfalls Publizitätstransformation: Einleger und Debitoren bleiben anoym, die Bank publ. die Mögl. Konditionentransformation: variabel verzinsliche Einlagen refinanzieren festverz. Kredite Losgrößentransformation: Ein Kredit wird durch mehrere Einleger finanziert
Fristentranformation ist volkswirtschaftlich gewünscht, da das Geld langfristig in die Volks-wirtschaft fließt (volkswirtschaftliche Kapitalbildung)
Die Zinsstrukturkurve steigt erst steil und dann flach (auf einen oberen Grenzwert)(Normalform, Risikozuschlag auf die Zeit wegen Inflation). Bei inverser Zinsstruktur (selten) sind die kurzfristigen Zinsen höher. Dies ist dann der Fall, wenn mit stark fallenden Zinsen gerechnet wird. Die Debitoren wollen sich dann nicht mehr langfristig mit hohen Zinsen finanzieren, da sie sich zukünftig dann sich wesentlich billger kurzfristig finanzieren könnten. Die Kreditnachfrage auf derzeitgem Niveau bleibt aus, der Zins sinkt.
Die Situation ist für die Banken kritisch, da die Refinanzierung teuerer als der Kreditzins ist
Eine waagrechte Kurve ergibt sich aus einer inversen Struktur und ist auf hohem Niveau. Der Zins sinkt z.B. wegen zusätzlicher Liquidität, der „tatsächliche“ Ziins wird jedoch noch tiefer eingeschätzt, ist jedoch effektiv gleich, da ein (geringer) Risikoaufschlag für die Zeit erhoben wird.
Banken versprechen mehr als sie halten können (sofortiger Zugriff auf die Einlagen)
Einleger halten mehr als sie versprechen (positiver Saldo auf Girokonto am Monatsende) Steile Kurve = Marktstimmung steigende Zinsen
politikgesteuerte Zinssenkung = P. d. leichten Geldes, Inflationsangst, langfr. Zinsen höher
Banken sind Zinsoptimisten:
Sie verleihen Geld zu höherem Zins fest und langfristig als sie sich variabel, kurzfristig und zu niedrigerem Zins refinanzieren. Sinken nun die kurzfristigen Zinsen, so erhöht sich die Marge für die Banken = Optimismus auf sinkende Zinsen Aktiv-Passiv-Management:
wird bei Festzinsüberhang angewandt. Die Bank hat 100 GE Festzinskredit vergeben, hat aber nur 80 GE Festzinseinlagen (bspw. Sparbriefe), folglich sind 20 GE Festzinskredit im Zinsänderungsrisko, für welches ein Swap durchgeführt wird (20 GE variable Zinseinlagen gen 20 GE Festzinseinlagen eines Zinsoptimisten)
Marktzinsmethode (Provisonskriterium):
Der Anlageberater akquiriert Einlage zu einem best. Zins unterhalb des Einlagen-Markt-zinses, die Differenz zum Marktzins ist der passivische Konditionenbeitrag. Der Finan-zierungsberater vergibt Kredite zu einem Zinssatz oberhalb des Kredit-Marktzinses, die Differenz zum Marktzins ist der aktivische Konditionenbeitrag. Die Differenz zwischen Einlagen-Marktzins und Kredit-Marktzins ist der Strukturbeitrag (kein Provisionskriterium)
Ein Schuldschein ist nur dokumentorisch und daher kein Wertpapier
„Bankgeschäfte“ der Industieunternehmen für den Eigenbedarf sind Nonbank-Banking
Kreditinstitute haben großen Einfluß auf die Gesamtwirtschaft, sie sind daher sehr reguliert (Ölflecktheorie)
Kreditinstitute betreiben Bankgeschäfte in einem Umfang, der einen kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert (§1 KWG).
- Einlagengeschäft
- Kreditgeschäft (Geld/Kreditleihe (Akzept und Aval, jeweils bilanzunwirksam)
- Diskontgeschäft (Wechsel vor Fälligkeit)
- Effektengeschäft (Kauf/Verkauf fungibler WP für Dritte oder für eigene Rechnung, fungibel = austauschbar: Stammaktie 356 gegen Stammaktie 675)
- Depotgeschäft (nur offenes Depot = Bank hat zweiten Schlüssel)
- Investmentgeschäft (KAGG, Mittel Dritter im eigenen Namen auf geminschaftl. Rechnung)
- Erwerb von Darlehensforderungen vor Fälligkeit
(nur revolvierende Kredite, durch Finanzinnovationen keine Bedeutung mehr)
- Garantiegeschäft (Garantie, Bürgschaft (akzessorisch = mit Hauptschuld verbunden), Aval)
- Girogeschäft (Scheck/Wechselinkasso, Gutschirft/Lastschrift, Bargeschäft in DM)
Einlagensicherungssysteme:
• Sparkassen
Anstaltslast und Gewährträgerhaftung und teilweise regionaler Stützungsfonds = Institutssicherung (Schutz des Schuldners, indirekte Einlagensicherung)
weiterhin Sicherungsfonds des Dt. Sparkassen- und Giroverb. für LZB und Girozentrale
• Kreditbanken
Einlagensicherungsfonds (Feuerwehrfonds) des Bundesverb. dt. Banken, direkte Einlagensicherung (Schutz es Einlegers) bei Konkurs der Bank, Finanzierung d.Umlage die Sicherung umfaßt 30% des GK der Bank pro Konto (für Pessimisten: splitten) volkswirtschaftlich besser, da es den Wettbewerb stärkt
• Genossenschaftsbanken
Garantiefonds des Bundes der VOBA und RAIBA (Instituitonschutz, aber ohne Rechtsanspr.)Grantieverbund (Bürgschaften und Garantien), außerdem Nachschußpfl.
Geldmarktfonds:
Auf der Grdl. der Diversifikation arbeitendes Sondervermögen in Geldmarktanlagen,
ab ca. 10.000 DM, gebührenfrei oder gebührenbegünsitgt, kein nennenswertes Zins- oder Kursrisiko, nur kurzfristige Bindung, Anlage zu Nahe-FIBOR-Sätzen Folgen:
höhere Volatitilität bei krzfr. Zinsen, Refinanzierung der Banken teuerer wegen geringerem Angebot = Premium bei Festgeldgeschäften aushandelbar
Geldmarktkonten:
Die Mittel werden vom vorh. Girokonto zum GMK überwiesen und bei Abruf wieder zurück auf das Girokonto = nur Gutschr/Lastschr-Buchungen, keine Geldwäscheprüf = Kostenvort.
Angebot meist durch Telefonbanken, ab ca. 3000 DM, i.d.R. gebührenfrei, bankentägliche Verfügbarkeit, daher Alternative zum Sparbuch, Rosinenpickerstrategie der Telefonbanken, da die Transaktionskosten fast vollständig bei der girokontoführenden Bank bleiben, Mißfallen der Bundesbank, da Spareinlagen formal zu Sichteinlagen (hot money) werden Frankfurt Inter Bank Offered Rate - Konten:
kurzfristiger, variabler Zinssatz der bei 12 dt. Banken erfragt wird und der Mittelwert der acht mittleren Nennungen ist. Ist die Einzahlung getätigt, so gilt der FIBOR-Satz (minus 10-20%) bei Einzahlung dann drei oder sechs Monate lang. Bei inverser Zinsstruktur ist der FIBOR-Zins um ein Mehrfaches höher als der Spareckzins (Zins auf ges. Sparbuch) wegen 3/6-Monats-Bindung, bei steigenden Zinsen nur leichter Nachteil gegenüber Festgeldzins, teilweise wird Floor (Untergrenze) angeboten
Arbeit zitieren:
Armin Hug, 1998, Bankbetriebslehre, München, GRIN Verlag GmbH
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