5. andere Parteien
Juni 1945 „Einheitsfront der antifaschistisch-demokratischen Parteien“ (Zusammenschluß
-
von KPD, SPD,CDU und LDPD zur „Einheitsfront“ bzw. „Antifa-Block“)
à Einstimmigkeitsprinzip (Vetorecht/ KPD dominant / Koalitionsbildung gegen KPD verboten/ KPD konnte mit Veto Verstöße der anderen Parteien stoppen)
à Ziele: Entnazifizierung, wirtschaftl. Wiederaufbau, Rechtsstaatlichkeit, Loyalität gegenüber der Besatzungsmacht, Anerkennung der Pflicht zur Wiedergutmachung
KPD (1919):
-
à Führung: Walter Ulbricht, Wilhelm Pieck, Franz Dahlem, Anton Ackermann
à Ziele: Kampf gegen den Faschismus, „Aufrichtung eines antifaschist. demokr. Regimes, Bekenntnis zur UdSSR unter Stalin und Marxismus/Leninismus = Politik
der Besatzungsmacht
SPD:
-
à Führung: Otto Grotewohl, Max Fechner, Erich Griffke, Gustav Dahrendorf
à Ziele: „Demokratie in Staat und Gemeinde, Sozialismus in Wirtschaft und Gesellschaft“, „organisatorische Einheit der deutschen Arbeiterbewegung“
CDU (1945):
-
à Führung: Andreas Hermes, Walther Schreiber, Jakob Kässer
à Ziele: Überwindung der konfessionellen Spaltung christl. Parteien, christl, demokr. und soziale Politik, Verstaatlichung der Bodenschätze und Schlüsselindustrien
LDPD (1945):
-
à Führung: Waldemar Koch, Engen Schiffer, Wilhem Kütz
à Ziele: Erhaltung des Privateigentum und freie Wirtschaft, Schaffung unabhängiger Justiz
à stand in der Tradition der sozial-liberalen / national-liberalen Bewegung vor dem III. Reich
6. Massenorganisationen
- polit. Einfluß der SED wurde durch kommunistisch gelenkte „überparteiliche“
Massenorganisationen verstärkt
- FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund), FDJ (Freie Deutsche Jugend), GST
(Gesellschaft für Sport und Technik), DFD (Demokratischer Frauenbund Deutschlands),
DKB (Deutscher Kulturbund)
7. Kulturpolitik
Sommer 1945 Gründung des „Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung
-
Deutschlands“ à Versuch des geistigen Neubeginns in Deutschland
- Presse/Rundfunk: Demokratisierungsbemühungen durch Massenmedien à Totalverbot aller öffentlichen Kommunikation
- Lizensvergabe an Tageblätter
- „Mitteldeutscher Rundfunk“à verwaltungsmäßig und ideologisch straff zentralisiert
8. Bildungsreform
- Frühjahr 1946: „Gesetz zur Demokratisierung der Deutschen Schule“ (Einheitschule/
40000 antifaschistische Neulehrer)
- Ziel: Abbau bgl. Privilegien im Bildungswesen à besondere Förderung der Kinder von Arbeitern und Bauern
9. Politische Säuberung in der SBZ
- in SBZ am konsequentesten durchgeführt und am schnellsten abgeschlossen
September 1945: auf SMAD-Befehl Entlassung aller NSDAP-Mitglieder aus
-
Justizapparatà Errichtung einer Volksrichterschule
- Oktober 1946: „Richtlinien für die Bestrafung der Naziverbrecher und die
Sühnemaßnahmen gegen die aktivistischen Nazis“
- Ende 1946: 390478 ehemalige NSDAP- Mitglieder entlassen / nicht eingestellt
- Einrichtung von Internierungslager (KZ Buchenwald was das Speziallager Nr. 2 /
Sachsenhausen bis 1950 größte Haftstätte der SBZ)
- Verhaftung von Gegnern der gesell. Umwälzung
- Mitglieder der Entnazifizierungskommissionen: Vertreter der Parteien, der
Gewerkschaften usw. à Bildung von Kreiskommissionen
- Rehabilitierung: NSDAP-Mitglieder sollten integriert werden / Befehl der SMAD gab
Mitläufern Wahlrecht ganz, bgl. Recht weitgehend zurück
- März 1948: 520734 Personen aus Ämtern und Funktionen entlassen à polit. Säuberung beendet
10. Regierungsbildung
1947 Initinierung der SED des „Deutschen Volkskongreß für Einheit und gerechten
-
Frieden“ à Grund: Ausübung von Druck aus Londoner Außenministerkonferenz / Position des sowjet. Außenministers stärken / sich selbst als die treibende Kraft der
deutschen Einheit darstellen / Schuld der Spaltung Deutschland den westl. Seiten
aufschieben
1. Deutscher Volkskongreß in Berlin
-
à SED und Vertreter von Parteien und Massenorg. usw.
à keine Legitimierung der Delegierten durch Wahlen à 2000 Delegierte
à Rolle eines gesamtdeutschen Vorparlaments zugedacht
àForderung von der Londoner Außenministerkonferenz die Vorbereitung eines Friedensvertrages und Bildung einer gesamtdeutscher Regierung
2. Deutscher Volkskongreß 1948
-
à Protest gegen die Diskussion einer Staatsgründung in den Westzonen à Volksbegehren für die dt. Einheit in allen 4 Zonen
Volkskongreß bestellte den „Deutschen Volksrat“ (wollte Anspruch ganz Deutschlands
-
repräsentieren)
à Leitung Otto Grotewohl (SPD) àAusarbeitung eines Verfassungsentwurfes (gewährleistete Grundrechte und Privateigentum / Enteignung von Großgrundbesitzern /
Sozialisierung von Bodenschätzen und Betrieben / Prinzip des Parlamentarismus)
März 1949 verkündete der Deutsche Volksrat den nationalen Notstand wegen der
-
bevorstehenden Verabschiedung des Bonner GG à Einberufung des 3. Volkskongreßes
(durch Wahlen legalisiert à Mai 1949 Wahlen in SBZ und Ostberlin nach Prinzip der Einheitsliste des „Demokratischen Blocks“ und eine Volksabstimmung über die deutsche
Einheit (SED gewann mit 25%))
Zweifeln an Korrektheit der Wahlen
-
Konstitution des neu gewählten zweiten Deutschen Volksrats als provisorische
-
Volkskammer der DDR à setzte Verfassung in Kraft Treffen der provisorischen Volkskammer und Beschießung des „Gesetzes über die
-
Provisorische Regierung der DDR“ und Bildung einer Länderkammerà Grotewohl =
Ministerpräsident und Auftrag für neue Regierung
Übergabe der Funktionen an die Regierung der DDR vom Chef der SMAD
- Oktober 1949: Wahlen zum Präsidenten der DDR (Wilhelm Pieck)
-
Grundlagen der Außenpolitik = Freundschaft zur SU
- Grundlagen der Innenpolitik = Antifaschismus Industrie und Wirtschaft wie Vorkriegsniveau
Quote paper:
Tina Ulrich, 1999, Die SBZ, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 35 Pages
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 15 Pages
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 20 Pages
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Termpaper, 14 Pages
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Script, 46 Pages
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 39 Pages
Tina Ulrich has published the text Die SBZ
Tina Ulrich has uploaded a new text
" war ihm nicht zuzumuten, länger in der SBZ zu bleiben"
DDR-Flüchtlinge im Notaufnahme...
Elke Kimmel
Bestattung und katholische Begräbnisliturgie in der SBZ/DDR
Eine Untersuchung unter Berück...
Stephan George
Die sowjetischen Geheimdienste in der SBZ/DDR von 1945 bis 1953
Jan Foitzik, Nikita W. Petrow
0 comments