Gras → Feldmaus → Mäusebussard Gras → Feldmaus → Eule Gras → Feldmaus → Waldkauz → Habicht Gras → Kuh → Mensch Gras → Schmetterlingsraupe → Rotkehlchen → Sperber Identifizierung anhand der Fressspuren:
Es ist schwierig anhand der Fressspuren an Obst auf die Artzugehörigkeit des Nagers zu schliessen. Ein Anhaltspunkt ist hierbei die Breite der Schneidezähne. von der Grösse der Zähne kann man auf die Grösse des Tieres schliessen. Hier ein paar Beispiele von Schneidezahnbreiten heimischer Nagetiere: Feldmaus: ca. 2.5 mm Schermaus: 3.5- 4 mm Rötelmaus: 1.5- 2 mm Waldmaus: 1.5- 2 mm Gelbhalsmaus: ca.1.5 mm Eichhörnchen: 4- 5 mm Bau der Feldmaus:
Gangsysteme mit Nest- und Vorratskammern in meist geringer Tiefe (40- 60 cm) an. Zur Oberfläche führen zahlreiche Ausgänge, die durch oberirdische Laufstrassen (Wechsel ) miteinander verbunden sind.
Beobachtet man das oberirdische Leben und Treiben in einer Kolonie, so fällt einem bald auf, dass die Feldmäuse sich stets innerhalb ihrer Pfade bewegen, weil sie auf ihnen beider Flucht zum Bau die grösste Laufgeschwindigkeit erreichen. Häufig liegen die Wechsel am Boden des Pflanzenwuchses verborgen und werden erst sichtbar, wenn man das Gras zur Seite biegt. Im Winter legen die Feldmäuse unter dem Schnee entsprechende Wechsel an, die häufig mit abgebissenen Grashalmen gefüttert sind, so dass im Frühjahr, wenn der Schnee schmilzt, wie kleine Tunnels zurückbleiben.
Fortpflanzung:
Die Feldmaus hat eine aussergewöhnlich starke Fortpflanzung. Die hohe Vermehrung steht unter natürlichen Bedingungen im Einklang mit einer eben so hohen Sterblichkeit. Dass die Feldmaus sich so stark vermehren kann, ist durch eine
erstaunliche Frühreife bedingt. Sogar weibliche Säuglinge werden schon geschlechtsreif. Bei 8- 12 Tage alten Feldmauskindern ist die Gebärmutter bereits aufgeweitet und von einem mit blossem Auge sichtbaren Gefässsystem durchblutet. Vom 13. Lebenstag an werden Jungweibchen mit einem Gewicht von 7- 9 g von alten, zum Teil mehr als 40 g schweren Männchen begattet. Im Freiland tragen Jungweibchen mit einem Gewicht von 10 g bereits 1- 2 mm grosse Keimlinge; Jungweibchen von 12 g tragen 3- 4 mm grosse, so dass ein Weibchen von 5 Wochen zum erstenmal gebären kann.
Diese frühe Geschlechtsreife stellt die Spitzenleistung unter den Säugetieren dar. Sie
beruht auf einem ausserordentlich schnellen Jugendwachstum, das 40- tägige Jungtiere bereits ein Körpergewicht von über 30 g erreichen lassen kann. Durchschnittlich kommen in jedem Wurf 4- 7 oder -12 Junge zur Welt. Neugeborene Feldmäuse wiegen knapp 2 g . Ihre Augen öffnen sie im Alter von 8- 10 Tagen. Im Sommer ist den Weibchen alle 3 Wochen ein Wurf möglich. Ausnahmsweise kommen bei mildem Wetter oder unter günstigen Nahrungsbedingungen, z.B. in Kartoffelmieten oder Getreidediemen, auch im Winter zur Welt.
Verhütung und Bekämpfung der Feldmausplage:
Überall da wo der Mensch den Feldmäusen durch den Anbau seiner Feld- und Gartenfrüchte überdurchschnittlich gute Ernährungsbedingungen bietet, verringert er dadurch unbeabsichtigt die Sterblichkeit dieser Tiere und verwandelt sie so aus lästigen, aber harmlosen Wettbewerbern in gefährliche Schädlinge. Die Schädlichkeit dieser Tiere wird umso grösser, je stärker der Mensch die natürlichen Feinde der Feldmaus zurückdrängt.
Die Verhütung einer Feldmausplage ist wichtiger, als die Bekämpfung einzelner Tiere, Zu den Massnahmen gehören das Entfernen von Ödland, Böschungen und anderen winterlichen Zufluchten der Feldmäuse. Die fristgemässe und sorgfältige Bergung der Getreideernte, und das unmittelbar folgende Ziehen der tiefen Winterfurche, durch die Bau und Nester der Feldmäuse zerstört werden.
Im Mittelalter glaubte man die Mäuse durch geistliche Fürbitten oder besondere Busstage vertreiben zu können. Auch Bayernherzog Albrecht V (1550- 1579 ) ordnete zum Schutz der Saaten in allen Kirchen Gebete wider die Feldmäuse an. In seine Regierungszeit fiel aber ausserdem am 15. Dezember 1571 die erste bayrische Verordnung, wegen der Feldmäuse die Jagd auf Füchse einzustellen. Weiter Anordnungen dieser Art folgten 1623 und 1635. 1648 durften Füchse drei Jahre lang weder geschossen noch gefangen werden.
Trotz diesen beachtenswerten Bemühungen wurde man nicht Herr über die Lage. Man nannte damals als mögliche Abwehrmassnahmen den Einsatz von Mäusefallen, das Zustampfen der Mauselöcher, das Eintreiben von Schweinen in die Felder, das Ausräuchern und die Anwendung von Giften. Vor allem aber wurde der Schutz der natürlichen Feinde empfohlen.
Die nat. Feinde der Feldmaus und ihre Jagdmethoden:
Die (Wild-)Katze jagt in der Dämmerung und in der Nacht. Also in der Zeit, in der die
Feldmaus hauptsächlich aktiv ist. Die Katze liegt auf der Lauer und schlägt die Maus im richtigen Moment.
Das Mauswiesel lebt in Laubhaufen, Gebäuden und Erdhöhlen (Mauslöchern). Es erbeutet die Mäuse in deren Höhlen.
Der Waldkauz jagt vor allem in der Dämmerung und in der Nacht. Die Orientierung erfolgt dabei fast ausschliesslich mit dem sehr feinen Gehör. Damit ortet er auch die Feldmäuse.
Der Mäusebussard jagt am Tag, mit Hilfe seiner scharfen Augen. Man sieht den Bussard über den Feldern segeln und kreisen, bis sie plötzlich im Sturzflug nach unten stechen.
Arbeit zitieren:
Sara Hess, 1998, Die Feldmaus, München, GRIN Verlag GmbH
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Sebastian hat den Text Die Feldmaus kommentiert
Molly Holly
Sehr gute Arbeit:-).
Ich finde, dass diese Arbeit sehr gut und ausführlich geschrieben wurde. Jetzt weiss ich auch viel mehr über die Feldmaus, als es im Biobuch steht. Danke, danke...$D.
Cya, _=*Molly*=_
am Wednesday, May 09, 2001-
DB
Jooooo.
sehr gut!:-)
am Wednesday, December 05, 2001-
Sebastian
Ausgezeichnet.
Dieser Text hat mir sehr bei meinem Referat über die Feldmaus geholfen.Danke!
am Wednesday, December 12, 2001-