Im Internet Protocol (IP) ist festgelegt, daß jedem Internet-Rechner eine eindeutige Zahlenfolgen zugeordnet wird, bestehend aus vier Zahlen von 0 bis 255 mit einem Punkt als Trennzeichen dazwischen, also etwa 194.59.179.2, die sogenannte IP-Adresse. Für uns Menschen ist es natürlich schwer sich so viele Zahlen auf einmal zu merken, vor allem dann wenn man sich mehrere Internet-Adressen merken will. Und genauso wie im normalen Leben der Name, die Straße oder der Wohnort viel leichter zu merken ist als die Telefonnummer oder Kontonummer eines anderen, so wird normalerweise zusätzlich zu der Nummernfolge auch ein "Name" für den Internet-Rechner vergeben.
Der Name besteht in der Regel immer aus mehreren Bestandteilen (i.a. 2 bis 5), die wiederum durch Punkte getrennt sind. Bindend vorgegeben ist dabei nur der letzte Teil, in dem das Land mit zwei Buchstaben kodiert ist, ähnlich den Nationalitätskennzeichen:
at: Östereich
de: Deutschland
us: USA
ch: Schweiz
jp: Japan
Bei kommerziellen Bereichen gibt es Ausnahmen:
com: Firmen
edu: Erziehung/Wissenschaft
net: Netzwerkbetreiber
Der Zugang ins Internet
Die technischen Voraussetzungen um in das Internet zu gelangen, sind vom einzelnen leicht zu erfüllen. Im Prinzip benötigt man nur einen PC (min. 486er Baureihe), der allerdings auf jeden Fall eine Grafikkarte und eine Soundkaurte haben sollte, um in den Genuß der Grafik-, Video- und Soundvielfalt, mit der manche Seiten im Internet ausgestattet sind. Weiterhin kommt nun das wichtigste, das Modem. Modems gibt es in den verschiedensten Formen, Farben und unterschiedlichen Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit analogen Telefonleitungen ist momentan bei 33.600 Bit pro Sekunde das Ende der Fahnenstange erreicht, wodurch es beim Transfer von Video- oder Audiodateien längere Wartezeiten geben kann. Abhilfe bringt hier die ISDN-Technik. Der verfügbare Arbeitsspeicher des PC (RAM) braucht selbst bei Internet-Anwendungen nicht unbedingt so groß sein - im Notfall reichen hier auch 4 MB. Auf der Festplatte sollte allerdings nocht Platz für die Internet-Software sein (ca. 4 - 10 MB, je nach Umfang der Software) und die Daten, die man sich aus dem Internet holt.
Internet-Provider
Internet-Provider sind Unternehmen die es Privatpersonen gegen Zahlung bestimmter Gebühren ermöglichen über das öffentliche Telefonnetz ins Internet zu gelangen. Diese Provider betreiben vor allem in Ballungszentren und Großstädten sogenannte Einwählknoten; diese bestehen meist aus einer ganzen Reihe von Telefonanschlüssen mit Modem oder ISDN-Karte, die an einem Computer angeschlossen sind, der wiederum mit einer leistungsfähigen Standleitung permanent am Internet hängt und den ganzen Datentransfer von den Heim-PCs ins restliche Internet und umgekehrt abwickelt. Die Kosten werden entweder nach der Zeit berechnet, die der User im Internet verbringt, oder es wird eine monatliche Grundgebühr vereinbart. Man darf allerdings nicht vergessen, daß die Telekom den Anruf zu dem Internet-Provider auch noch berechnet.
Elektronische Post
Elektronische Post, kurz eMail genannt, ist trotz World Wide Web immer noch der meistgenutzte Dienst des Internet. Der Umgang mit eMail ist einfach, unkompliziert und schnell, so daß sich diese Kommunikationsform zunehmender Beliebtheit erfreut - auch im Geschäftsleben. Um eMails zu schreiben muß man sich nur um drei wesentliche Bestandteile kümmern: die Empfängeradresse, den Betreff und den eigentlichen Inhalt.
eMail-Adressen sind recht einfach aufgebaut. Der Name der Person bzw. sein Pseudonym wird einfach mit dem Namen des Computers der Person gekoppelt. Als Trennzeichen zwischen der Person und dem Computer fungiert das @-Zeichen.
Eine gültige Adresse wäre z. B.
Hans_Wurst@t-online.de
Geschrieben werden eMails über sogenannte Mailmanager, die die meisten Internet-Programme gleich mitliefern.
World Wide Web
Das was wir als Internet bezeichnen, heißt eigentlich World Wide Web oder einfach nur Web oder WWW. Das WWW ist sicher die beste Anwendung seit der Erfindung des Internets, denn erst durch das WWW ist das Internet bedienerfreundicher geworden. Jeder, der mit Windows umgehen kann, bzw. wenigstens die Grundkenntnisse besitzt, lernt auf Anhieb mit dem WWW umzugehen.
Angefangen hat alles am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf mit einem Projektvorschlag zur Verbesserung der Kommunikation unter Wissenschaftlern. Das war 1989, und es dauerte noch bis 1993, bis die Idee genügend ausgereift war und brauchbare Software zur Verfügung stand, um das WWW aus bescheidenen Anfängen aufzubauen. Realisiert wird das ganze im wesentlichen durch WWW-Server, die Daten bereitstellen, und Anwender, die diese Daten mit entsprechenden Programmen, sogenannten Browsern, abrufen. Trotz der Bezeichnung "Web" ist das WWW kein eigenes Netz wie das Internet, vielmehr benutzen die WWW-Daten das Internet als Übertragungsmedium. Natürlich braucht man auch für das WWW einen bestimmten Übertragungsstandard, nämlich das "Hypertext Transfer Protocol" (HTTP). Dieser Ausdruck macht auch klar, was im WWW übertragen wird: Dokumente, die im "Hypertext Markup Language" (HTML) geschrieben sind. HTML ermöglicht es durch einfaches Klicken auf markierte Begriffe automatisch zu weiteren Dokumenten oder auch Internet-Sites zu gelangen. Diese Dokumente stehen entweder auf dem gleichen Internet-Server oder auf irgendeinem Server auf der Welt. Auf diese Weise sind die Internet-Sites durch Hyperlinks "vernetzt", daß das es möglich ist innerhalb von Sekunden von Deutschland nach Australien zu hüpfen ohne sich aus dem Sessel im Wohnzimmer zu erheben. Von dort aus kann man auch ohne weiteres dann nach Südafrika, Japan, Israel oder sonst irgendwohin hangeln - und das alles zum Ortstarif.
Arbeit zitieren:
Mike Fröhlich, 1998, Wie das Internet begann..., München, GRIN Verlag GmbH
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