Vegetation
- Anbau- und Laubwaldzone in 800-1000 m
- Nadelwald bis zur Waldgrenze bei etwa 1500-2200 m
- Schneegrenze ab etwa 2500 bis max. 3000 m
Wirtschaftliche Nutzung der Alpen
LW in begünstigten Tälern, vor allem im S in großen und warmen Tälern mit N-S-Ausdehnung (nur 10 % können in A genutzt werden!): Wein, Obst, Gemüse, Mais, Weizen, Roggen, Hafer, Kartoffeln - im W und SW ist künstliche Bewässerung nötig in Höhenlagen überwiegend Viehzucht Forst- und Holzwirtschaft: ca. 40 % des gesamten Alpenareals ist Wald, in manchen Regionen sogar 70 - 80 %, vorwiegend Fichtenwald, der den Mischwald verdrängt hat, weil er schneller wächst und somit besser aufzuforsten ist Holz-, Zellstoff- und Papierindustrie besonders in A, D und CH vertreten Bergbau besonders in den O-Alpen, zB Salz (nördliche Kalkalpen), Blei und Zink (Südkärnten), Eisenerz, Kupfer, Magnesit etc Industrieansiedlungen meist in verkehrsgünstigen Längs- & Quertälern Wasserkraft: zunehmende Ausnutzung der Wasserkräfte durch Großkraftwerke zB Kapruner Tal (Salzburg) Fremdenverkehr meist Haupteinnahmequelle (siehe unten)
Ökosystem Alpen
Die Alpen erfüllen lebenswichtige Funktionen für die Alpenländer und ganz Europa, denn sie sind ein Wasserreservoir für ganz Europa, ein wichtiges Erholungsgebiet, ein Lebensraum für Tiere und Pflanzen und ein vielfältiger Kulturraum. Die Alpen gelten als ökologisches ,,Frühwarnsystem" in Europa, da Folgen von Fehlentwicklungen im sensiblen Berggebiet rascher auftreten als im Flachland. Die Vegetationszeit in den Alpen ist kurz und das Wachstum verlangsamt, weshalb Narben in der Landschaft ab bestimmten Höhenlagen erst nach Generationen verheilen und die Flora und Fauna der Alpen stören und sogar zer-stören. Die Standhaftigkeit der Bergwälder ist durch Luftverschmutzung, den Treibhauseffekt und das Ozonloch zunehmend gefährdet. Hinzu kommt der ,,harte" Tourismus in den Wintertourismusgebieten und vom Menschen (mit)ausgelöste Katastrophen (Lawinen, Steinschläge, Muren) durch Waldsterben oder unbedachte Straßenbauten.
Probleme und Problemfaktoren Die Hauptprobleme: die Schädigung der Bergwälder, der starke Verkehr, die Flächen-Inanspruchnahme durch Siedlungen, die weitere Erschließung mit Straßen und der weitere Ausbau des ,,harten Tourismus".
Die Aufgaben des Waldes sind gehemmt, denn 60 % der Bäume sind geschädigt. Ursachen dafür sind besonders die hohen Schadstoffkonzentrationen in der Luft durch Industrie und Verkehr.
Der Bau von Forst- und Almwegen und das weitere Vordringen von Siedlungen in den Alpenraum bewirken eine Labilität der Berghänge und führen zu einer Erhöhung der Gefahr von Lawinen und Muren.
Die weltweite Erderwärmung verstärkt all diese angeführten Probleme.
Gletscherschwund gefährdet das Ökosystem Alpen
1996 zogen sich 14 Gletscher um mehr als 20 m zurück, dieser Trend setzte sich in den letzten Jahren weiter fort. Laut einem Bericht der UNO werden die Alpengletscher bis zum Jahr 2030 die Hälfte ihrer Masse verloren haben. Die Folgen der Klimaveränderungen werden vermehrte Bergstürze, eine Änderung des Wasserhaushaltes und eine veränderte Flora und Fauna sein.
Die Hauptursachen der Artengefährdung
Diese Überzahl negativer Faktoren lässt Flora und Fauna nur wenige Möglichkeiten zur Anpassung. Die derzeit wesentlichste Ursache für die Gefährdung und Verarmung der Flora und Fauna in Mitteleuropa ist der Verlust an Lebensräumen.
Nationalparks in Österreich
Österreichs 6 Nationalparks erstrecken sich über 3 % der Landesfläche, drei davon befinden sich im Gebiet der Alpen, und zwar die OÖ-Kalkalpen, die Hohen Tauern und das Lechtal.
Tourismus
Über 50 % der Bevölkerung leben vom Tourismus. Immerhin gibt es pro Saison 8,5 Mio Wintersporturlauber in A.
Probleme:
- Straßenbau
- Bau von Freizeitanlagen
- Anlegen von immer mehr Pisten und Skiliften -> Rodung des Waldes, Wegsprengen von störenden Felsen usw ->Erhöhung der Lawinen-, Muren-, Steinschlag-, Hangrutsch- und Hochwassergefahr für die Talregionen (Galtür)-> Teufelskreis:
Arbeit zitieren:
Dea Ana Protic, 2000, Das Ökosystem Alpen, München, GRIN Verlag GmbH
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Geowissenschaften / Geographie - Geographie als Schulfach
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