Ø Unterscheidung des Daseins "der" Zeit (zunächst in 1. und 2.): Ø Zielsetzung Heideggers bei seinem Vortrag:
• Aufgeben des Anklammerns an das Noch-nicht-vorbei
• Aufdecken der und Distanzierung von der Alltäglichkeit: "Dieses Vor-
• Weltzeit: 1. nicht umkehrbar: Z>Jetzt>V - Ablaufsfolge mit umgekehrter bei vermag das Dasein inmitten der Herrlichkeit seiner Alltäglichkeit
• Gegenwartszeit: "Dann ist die Zeit schon als Gegenwart ausgelegt, Ver-
• mathematische Modellkonstruktion (nach Aristoteles, 383-322): "Da
• Erkennen und Eröffnen seiner Eigentlichkeit (eigentlichen Zeit) ist, die als Maß für die ganze gebraucht wird, so wie auch eine Elle eine
Länge ausmißt, weil sie abgegrenzt ist als eine bestimmte Länge, die die
ganze Länge messen soll, so bedeutet für die Bewegung ihr Sein in der
Ø bisherige Zusammenfassung:
Zeit, daß sie durch die Zeit gemessen wird, sie selbst und ihre Dauer."
• Uhr-Zeit: "Die Uhr zeigt uns das Jetzt, aber keine Uhr zeigt je die Zu-
• rechnendes Dasein: "Das Dasein ist da mit der Uhr, wenn auch nur der
nach dem Wieviel der Zeit, ist daher nie bei der Zeit in der Eigentlichkeit.
So fragend nach dem Wann und Wieviel verliert das Dasein seine Zeit."
• eigentliche Zeit: "Das Vorlaufen ergreift das Vorbei als eigentliche Ø Problem: Festhalten des Daseins am Noch-nicht-vorbei – Gründe:
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Ø Zitate zur alltäglichen Zeit im Jetzt: n Vergangenheit und Gegenwart erinnern (im "Wie"), Motivation am
• "Was das Dasein von der Zeit sagt, spricht es von der Alltäglichkeit her.
keiten zu erkennen – Vergangenheit ist eben nicht das Vorbei! Das Dasein als in seiner Alltäglichkeit hängend sagt: die Vergangenheit
n Zeit gibt es nur, wenn ein Subjekt Vergangenes erinnernd und künftiges ist das Vorbei, sie ist unwiederbringlich. Das ist die Vergangenheit der
Gegenwart des Alltags, der in der Gegenwart seiner Betriebsamkeiten
Zukunft in unwiederbringliche Vergangenheit), aber keine Zeit sich aufhält. Darum sieht das Dasein als so bestimmte Gegenwart das
n Das Dasein muß zu seiner Vergangenheit werden (im Zukünftigsein), Vergangene nicht." (S.24)
• "Das Dasein flieht vor dem Wie und hängt sich an das jeweilige gegen- um das "Wie" zu erkennen
wärtige Was. Das Dasein ist das, was es besorgt; das Dasein ist seine
Leben (Geb>Tod) + Zeit (im Jetzt) des Daseins in dessen jeweiligen Sein: Gegenwart." (S.21)
• "Das Dasein rechnet und fragt nach dem Wieviel der Zeit, ist daher nie
n Vergangenes als Vorbei betrachten, dadurch in der GW verbleiben
n Dasein in der alltäglichen GW, im "Was"
n Frage nach dem "Wie-lange-noch" – Sorge um das Dasein
n keine Zeit haben: Zeit in die "schlechte Gegenwart des Alltags werfen"
Ø Zitate zur eigentlichen Zeit im Vorlaufen:
• Das Vorlaufen "ist das Zurückkommen des Daseins auf seine Alltäglich-
"◊◊" = Betrachtungspunkt eines Daseins über sein Sein keit, die es noch ist, so zwar, daß das Vorbei als eigentliches Wie auch
die Alltäglichkeit in ihrem Wie aufdeckt, in ihrer Geschäftigkeit und ih-
Ø Ergebnisse:
rem Betrieb in das Wie zurücknimmt. Alles Was und Sorgen und Pläne-
Das Dasein eröffnet sich seine eigentliche Zeit im Vorlaufen zu seinem
machen bringt es in das Wie zurück."
(S.18)
• "Nur das Wie ist wiederholbar. Vergangenheit – als eigentliche Ge- Vorbei. Vergangenheit und Gegenwart werden aus dieser Perspektive
• "Im Vorlaufen ist das Dasein seine Zukunft, so zwar, daß es in diesem
Zukünftigsein auf seine Vergangenheit und Gegenwart zurückkommt."
Ø FRAGEN:
(S.19) – Wiederholung im "Wie"
• "Im Zukünftigsein ist das Dasein seine Vergangenheit; es kommt darauf
2) Kann es auch ein gemeinsames "Man"-"Wie" geben?
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Arbeit zitieren:
Emil Franzinelli, 1999, Der Begriff der Zeit, München, GRIN Verlag GmbH
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