Heiko Dünnebier
WORTBEDEUTUNG IM GEDÄCHTNIS
Gegenstand dieser Arbeit ist die Frage, wie die Bedeutung von Begriffen im Gedächtnis verankert ist. Was für Gedächtnisinhalte stehen dafür, daß wir wissen, was Begriffe wie "Buch", "Tisch", "Mensch", "Hund" etc. bedeuten. Ausgehend von einer kurzen Einleitung über Gedächtnisprozesse im allgemeinen soll unter Zuhilfenahme von psychologischen Experimenten (wie sie anschaulich in Joachim Hoffmanns "Das aktive Gedächtnis"1 beschrieben wurden) die Vielschichtigkeit und Komplexität der Speicherung von Begriffen im menschlichen Gedächtnis dargestellt werden.
Ich bin mir darüber im klaren, daß das von mir gewählte Thema im Rahmen dieses Aufsatzes nur in Ansätzen besprochen werden kann und sich dem Anspruch auf ausführlichste Auseinandersetzung oder gar Vollständigkeit notgedrungen entzieht.
Diese Arbeit läßt allenfalls eine Einführung des Themas und Ansätze für eine intensivere, weitergehende Beschäftigung damit zu. Sie soll auch eher als Teil meines Selbststudiums betrachtet werden.
GLIEDERUNG
1. EINLEITUNG: DAS MENSCHLICHE GEDÄCHTNIS 2
2. SPRACHE ALS RESULTAT MENSCHLICHER GEDÄCHTNISLEISTUNG 4
3. DIE REPRÄSENTATION VON BEGRIFFEN IM GEDÄCHTNIS 5
4. VERANSCHAULICHUNG DER REPRÄSENTATION VON BEGRIFFEN IM
GEDÄCHTNIS 8
1. EINLEITUNG: DAS MENSCHLICHE GEDÄCHTNIS
Gedächtnis nennt man die Widerspiegelung früherer Erfahrung, die in der Einprägung, Aufbewahrung und nachfolgenden Reproduktion oder im nachfolgenden Wiedererkennen dessen besteht, was wir früher wahrgenommen, erlebt oder getan haben. Die erste Stufe der meisten Informationsverarbeitungen im Gehirn ist die Wahrnehmung und eventuelle Verarbeitung von Reizen, wie z.B. Bilder, Töne etc. (Sensorisches Gedächtnis). Diese Sinneseindrücke währen nur etwa 1 bis 2 Sekunden und gehen durch das Aufdrängen neuen Materials wieder verloren, wenn wir diesen Reizen nicht unsere gezielte Aufmerksamkeit widmen. Aufmerksamkeit oder bewußte Wahrnehmung ist die Voraussetzung für jegliche Informationsspeicherung im Gedächtnis. Bewußt erlebte Sinneseindrücke gelangen aus dem Sensorischen Ge-dächtnis in das Kurzzeitgedächtnis, das die Funktion eines Arbeitsspeichers hat und Informationen akustisch, visuell und/oder semantisch speichert und für eine Zeit von etwa 20 Sekunden für die direkte Verarbeitung oder Planung von Folgehandlungen zur Verfügung stellt. Etwa 7 unterschiedliche Informationseinheiten ("Chunks"), d. h. Buchstaben, Zahlen, Wörter etc. können gleichzeitig verarbeitet werden. Soll der permanente Zugriff zu ihnen gewährleistet werden, ist es nötig, mit geeigneten Lernstrategien die zu speichernden Begriffe a) ausreichend oft zu wiederholen oder b) sie in übergreifende, bereits gespeicherte Sinneinheiten oder Zusammenhänge zu integrieren. Der Begriff "Eselsbrücke" ist wahrscheinlich der wichtigste in Verbindung mit dem Reproduzieren gespeicherter Gedächtnisspuren. Es gibt fast nichts, was wir ohne die Benutzung von Anhaltspunkten oder Merkpfeilern willentlich ins Bewußtsein rufen. Vorhandenes Wissen kann also Gedächtnislücken ausfüllen helfen. Somit ist auch das Wiedererkennen bedeutend leichter als das freie Wiedergeben (Der sogenannte "Multiple Choice" Test - die Wahl einer oder mehrerer richtiger Antworten aus vielen Beantwortungsmöglichkeiten einer Frage - führt zu den besten Gedächtnisleistungen bei Lernenden.) Informationen, die in übergeordneten Zusammenhängen präsentiert werden, lassen sich leichter einprägen, aber auch leichter reproduzieren.
Die intensive Wiederholung oder Versinnbildlichung durch sogenannte "Eselsbrük-
ken" führen zu einer Speicherung der Informationen im Langzeitgedächtnis.
Dies ist der Speicher für alle Informationen, Erfahrungen, Fertigkeiten etc.. Seine Kapazität ist theoretisch unbegrenzt. Dennoch geht eine enorm hohe Prozentzahl von langzeitlich abgespeicherten Informationen im Verlauf relativ kurzer Zeitabstände wieder verloren und kann ohne das ´Erinnern von außen´ nicht selbständig reproduziert werden. Offenbar wird der Zugriff auf selten genutzte Speicherinhalte vom Gehirn zugunsten der möglichst schnellsten Abfrage/Bereitstellung von oft gebrauchten Informationen gesperrt. Durch Anhaltspunkte (Reize) von außen kann die zunächst verlorene oder bewußt verdrängte Information wieder reaktiviert und reproduziert werden.
Die Speicherung von Informationseinheiten verläuft im Langzeitgedächtnis auf verschiedene, situationsgebundene Weise ab:
Das Prozedurale Gedächtnis speichert bzw. reaktiviert motorische Fertigkeiten und Erinnerungen.
Das Semantische Gedächtnis ist für die Speicherung grundlegender Bedeutungen von Wörtern und Begriffen zuständig.
Das Episodische Gedächtnis speichert autobiographische Informationen, d.h. persönliche Erfahrungen jeder Art, die für den Bedeutungsgehalt bzw. das aufgebrachte Interesse für alle anderen zu speichernden Informationen von entscheidendem, persönlichkeitsfördernden Charakter sind.
Angefügt sei an dieser Stelle, daß Gedächtnis jedoch als solches nicht aufzeigbar ist. Es dient als hypothetisches Konstrukt von entsprechendem (Lern-)Verhalten. Auch auf sogenannte Gedächtnishemmungen muß hier noch eingegangen werden:
"Gedächtnishemmungen sind Störungen im Bewahren und Behalten von Gedächtnis-
inhalten. Am bekanntesten sind hierbei die sogenannten Interferenzen, das sind Störungen aufgrund von Überlagerungen durch die Ähnlichkeit des Lernmaterials. Es lassen sich hierbei retroaktive und proaktive Hemmungen beschreiben. Bei einer retroaktiven Hemmung wirkt sich das nachfolgende Lernen ,,ähnlicher Inhalte (z.B. Englisch, Französisch) nachteilig auf vorher Gelerntes aus. Bei der proaktiven Hemmung wird das nachfolgende Lernen ähnlicher Stoffe durch das vorhergehende Lernen negativ beeinflußt.
Weitere Hemmungen in der Gedächtnisleistung können durch Abwehrmechanismen, von denen der bedeutsamste die sogenannte Verdrängung ist, bewirkt werden."2
Somit kann man sagen, daß Lerninhalte/Informationen unbewußt durch bestehendes Desinteresse, Überlagerung gleichartiger Inhalte oder ungenügende Wiederholung (z.B. durch fehlenden Bedarf) vergessen werden, andere Lerninhalte / Erfahrungen wiederum durch bewußtes oder unbewußtes "Vergessen-Wollen" verdrängt, aber im Prinzip nicht wirklich vergessen werden können.
Insbesondere biochemische und neurophysiologische Gedächtnistheorien gehen davon aus, daß Gedächtnisspuren auch noch nach längerem Behalten verloren gehen können. Ein derartiger Spurenzerfall ließe sich durchaus für das Vergessen verantwortlich machen. Werden etwa die Spuren tatsächlich durch RNS-Moleküle gebildet, dann können diese - wie andere organische Stoffe auch - im Laufe der Zeit zerfallen. Die Information, die sie enthalten, geht dann verloren.3
Darauf hingewiesen sei aber, daß der Leitspruch der "Scientology-Sekte", vertreten durch L. Ron Hubbard, "Sie nutzen nur 10% ihres geistigen Potentials" auch als Schutzfunktion unseres Gehirns interpretiert werden muß.
2. SPRACHE ALS RESULTAT MENSCHLICHER GEDÄCHTNISLEISTUNG
"Sprache ist die Fähigkeit zu sprechen sowie die Gesamtheit der sprachlichen Ausdrucksmittel, die einer menschlichen Gemeinschaft zur Verfügung stehen. Sprache kann als soziales Phänomen (insofern für das Zustandekommen sprachlicher Ereignisse mindestens 2 Sprecher/Hörer notwendig sind), als akustisches (Folge von Schallereignissen) oder psychisches Phänomen (insofern das Stattfinden sprachlicher Ereignisse bestimmte innerpsychische Prozesse vor einer sprachlichen Äußerung und nach deren Rezeption voraussetzt) oder auch als System logischer Operationen aufgefaßt werden, insofern Sprache die Wirklichkeit in die symbolische Form sprachlicher Zeichen überführt und dieser Prozeß nach bestimmten Regeln abläuft."4
Sieht man in der Sprache, wie Ferdinand de Saussure, einen Austausch von Bedeutungen auf der Sach- und Beziehungsebene zwischen einem Sender und einem Empfänger, so ist natürlich jede Form menschlicher Begegnung kommunikativ geprägt. Insofern haben natürlich auch nonverbale Ausdrucksformen eindeutig sprachlichen (also sinnbehafteten, informationshaltigen) Charakter. Das heißt, man kann nicht nicht kommunizieren.
Ich beziehe mich im nun Folgenden auf jene Form sprachlichen Ausdrucks, wie sie, historisch entstanden und entwickelt, sich als System von Zeichen auf dem Material menschlicher, artikulierter Laute aufbaut und als grundlegendes Kommunikationsmittel in der Gesellschaft dient, sowie als Mittel der Formierung und des Ausdrucks von Gedanken und Bewußtseinsinhalten in kognitiven Prozessen.5
Die Feststellung, daß Sprache historisch in enger Wechselwirkung mit dem Denken entstanden ist und mit ihm eine dialektische Einheit bildet, ist dahingehend einzuschränken, daß Sprache zwar das Resultat von Denkprozessen ist, aber nicht als Ausdrucksmittel von Denkfähigkeit schlechthin betrachtet werden darf.
Jede sich natürlich entwickelnde bzw. entwickelt habende Sprache ist ein Konstrukt von Zeichen und einer dahinter stehenden Konvention, die besagt, daß jene Zeichen symbolisches Ausdrucksmittel für erlebte oder fiktiv erlebbare Wirklichkeit sind. Diese Zeichen (optisch oder akustisch) haben, der menschlichen Denkstruktur entsprechende, räumliche und zeitliche Eigenschaften. Zum einen kann Sprache nie einen gesamten Eindruck von etwas real Existierendem oder Gesehenem oder Erlebtem darstellen, sondern muß sich auf Teilbilder beschränken, die einen annähernden (wenn auch nie vollständigen) Eindruck vom Gesamtbild des zu Bezeichnenden/Beschreibenden vermitteln können. Der Empfänger ordnet die erhaltenen Informationen in sein persönliches, vom Episodischen Gedächtnis geprägten ´Weltbild´ ein und hat deshalb ´nur´ eine aus Teilbildern eines ´fremden Weltbildes´ kon-struierte Vorstellung von sprachlich übermittelter (nicht selbst erfahrener) ´Wirklichkeit´. Zum anderen hat das Artikulieren von ´Welt´ eine unumgängliche, zeitlich lineare Komponente, die besagt, daß alle Sprache nachträglicher Ausdruck dessen ist, was zuvor erlebt, konstruiert (erdacht) oder empfunden wurde. Es braucht Zeit, um etwas auszudrücken, was (wenn auch nur für den Bruchteil eines Moments) als Eindruck oder Gedanke wahrgenommen wurde. Jeder Satz, jede Wortgruppe, jedes Wort hat einen Anfang und ein Ende und erzeugt erst in seiner lexikalisch bzw. grammatisch vollständigen Artikulation Sinn (z.B. "Wer macht was wann und wo?"). Ein Sinneseindruck (Reiz) verschwindet im gleichen Moment, in dem man ihn als
solchen erkannt hat. Sprache ist Ausdruck für etwas, das bereits existent
war, bevor man es benennen konnte.
Es wäre also nicht korrekt, Sprache als Widerspiegelung menschlicher Gedächtnisleistung zu betrachten, da Sprache nicht der zeitgleiche Ausdruck, sondern erst das Resultat von Denkleistung ist:
"Geschrieben steht: >>Im Anfang war das WORT!<<
Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das WORT so hoch unmöglich schätzen,
Ich muß es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin..."
Goethe (aus: "Faust I") 6
3. DIE REPRÄSENTATION VON BEGRIFFEN IM GEDÄCHTNIS
Semantische Repräsentation meint die Widerspegelung von Zuständen, Erscheinungen und Zusammenhängen der ´objektiven Realität´ in unserem Gedächtnis. Die Widerspiegelung dieser als wahr empfundenen Realität ist stets abhängig von unserem ´Wollen´. Unter dem Blickwinkel unserer Bedürfnisse, Neigungen und Interessen sowie unter dem Druck von Verhaltensentscheidungen selektiert das Gehirn die im sensorischen Gedächtnis für Bruchteile von Sekunden gespeicherten Informationen nach ihrem aktuellen ´Gebrauchswert´ und reguliert somit gleichzeitig die Richtung unserer Aufmerksamkeit. Ein Mensch, der bspw. auf dem Weg zu einer Telefonzelle verzweifelt versucht, sich an eine bestimmte Telefonnummer zu erinnern, wird kaum Reize seiner Umgebung speichern, wenn er sie überhaupt wahrnimmt. Um die Aufmerksamkeit dieses Menschen von seiner willentlich (unter großer Konzentration) gesteuerten Richtung abzulenken, bedarf es ungleich höherer Reizeinwirkungen, als das unter normalen Umständen der Fall wäre.
"Aus dem ständigen Fluß der Reizeindrücke werden diejenigen Informationen selektiert, die eine Steuerung unseres Verhaltens so erlauben, daß motivbestimmte Ziele erreicht werden können. Lernabhängig wird dabei die Entdeckung gemacht, daß wir auf durchaus verschiedene Objekte und Erscheinungen unserer Umwelt in gleicher oder doch ,,ähnlicher Weise zu reagieren haben, um bestimmte Zielstellungen zu erreichen." 7 Verschiedene Geräusche können daher von einem Ornithologen in unterschiedliche Vogelstimmen und unbestimmte (für das eigene Interesse/Motiv unbedeutende) Fremdklänge gegliedert werden, wohingegen ein anderer Mensch die Gesamtheit dieser Geräusche nicht einmal wahrnehmen würde, dafür aber sofort be-merken würde, daß sich im Kölner Dom verschiedene Baustile vereinigen.
"Durch die Wirkung von Motiven führt die Widerspiegelungstätigkeit zu einer be-grifflichen Zusammenfassung derjenigen Objekte und Erscheinungen, auf die in gleicher oder ,,ähnlicher Weise reagiert werden muß, um zu einer Befriedigung des jeweiligen Motivs zu kommen. So entstehen Begriffe wie "Nahrung" oder "Gotischer Dom", wie "Fluß" oder "Tisch" (...). Diese begriffliche Durchgliederung der Umwelt ist eine der grundlegenden kognitiven Leistungen des Menschen." 8
Der Begriff "Semantisches Gedächtnis" wurde 1972 von E. Tulving 9 eingeführt, um darauf aufmerksam zu machen, daß nicht nur für die Erinnerung direkt gemachter
Erfahrungen (also kontextbezogener Informationen, wie sie im Episodischen Ge-dächtnis gespeichert sind) Gedächtnisleistungen vonnöten sind, sondern auch für das Verstehen von Begriffen und Situationen allgemein. Dabei geht es nicht mehr um die zeitlich-räumliche Einordnung eines Geschehens ("Wann und wo habe ich das erlebt?"), sondern um die Beantwortung der Frage: Was ist, bzw. was bedeutet das?", d.h. ein inhaltliches Kriterium.
Die Unterscheidung zwischen erfahrungs- (episodischem) und wissensbezogenem (semantischem) Gedächtnis ist jedoch nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Bevor z.B. eine Vokabel sicher im Gedächtnis verankert ist, muß sie systematisch gelernt werden. Wurde eine Vokabel aber sicher im Gedächtnis verankert, kann sie sich vom Kontext lösen und ins semantische Gedächtnis übergehen, also zu organisiertem Wissen werden, das in jedem beliebigen Zusammenhang, quasi
als Weltwissen, vergleichend, beschreibend, unterstützend etc. zuhilfe gezogen werden kann.
Die im Wahrnehmungsprozeß aufgenommenen Informationen werden zu zusammenfassenden Einheiten reduziert, und bislang noch unbekannte Informationen können sinnvoll in bestehendes Wissen integriert werden. Nach Hoffmann10 läßt sich die grundlegende kognitive Fähigkeit der Begriffsbildung durch folgende drei Charakteristika beschreiben:
Die hierarchische Struktur von Begriffsystemen ermöglicht es, allgemeinere bzw. speziellere Begriffe zu bilden: So sind bspw. im Oberbegriff "Pflanze" sowohl die Begriffe "Blume" als auch "Tulpe" enthalten.
Unter Kreuzklassifikation versteht Hoffmann "die Tatsache, daß ein und dasselbe Objekt in Abhängigkeit von der jeweiligen Verhaltenseinstellung sehr verschiedenen
Begriffen zugeordnet werden kann."11 So läßt sich eine Rose z.B. als Geschenk, Tischschmuck oder Zeichen der Zuneigung verstehen.
Die Typikalität besagt, daß einige Objekte als charakteristischerere Vertreter einer Begriffsklasse erscheinen als andere. (Die Rose ist eine ´typischerere´ Blume als die Chrysantheme.)
In diesem Zusammenhang stellt sich nun die Frage nach der gedächtnismäßigen Repräsentation von Begriffen. Mit Hoffmann (Kap. 2.2.) können drei Modellvorstellungen unterschieden werden:
Mengenrepräsentation:
Die Gesamtmenge der zu einem Begriff gehörenden Objekte stellt hier das Repräsentationskriterium dar. Der Begriff "Hund" würde dann durch alle möglichen Hunderassen abgebildet. Um ein bestimmtes Objekt als Vertreter eines Begriffs (einer Begriffsklasse) zu erkennen, verlangt die Mengenrepräsentation eine schrittweise (sequentielle) Durchmusterung der zu diesem Begriff gespeicherten Elemente.
Prototypenansatz:
Ein Begriff ist durch eine einzige Einheit, nämlich den für ihn typischen Vertreter (Prototyp) im Gedächtnis repräsentiert. Es werden demnach keine einzelnen Objekte, sondern nur besonders typische Vertreter eines Begriffs gespeichert. Das heißt, daß hier im Gegensatz zur Mengenrepräsentation auch neue, vorher nicht bekannte, Objekte einem Begriff sinnvoll zugeordnet werden können, vorausgesetzt, sie sind dessen Prototyp in gewisser Weise ähnlich.
Merkmalsrepräsentation:
Begriffe werden über die für sie typische Merkmalsstruktur im Gedächtnis gespeichert. Hier bestehen große Ähnlichkeiten mit dem Modell der Prototypenrepräsentation, da beide auf relevanten Merkmalen des zu repräsentierenden Objekts basieren.
Begriffe stehen nicht unverbunden nebeneinander, sondern weisen gegenseitige Bezüge auf. Die Tatsache, daß ein Hammer meist benutzt wird, um einen Nagel in eine Wand zu schlagen, wäre für die assoziative Verbindung der Begriffe "Hammer" und "Nagel" und unter Umständen sogar "Wand" verantwortlich. Also auch Begriffsrelationen werden im Gedächtnis repräsentiert.
Begriffsbildung ist also ein grundlegender Teil eines auf Erkenntnis gerichteten Prozesses. Kognitive Aktivitäten (Erinnern, Problemlösen etc.) setzen ein im Gedächtnis verankertes Begriffssystem voraus. Begriffe sind demnach grundlegende Wissenseinheiten, die Wissen über Klassen von Gegenständen/Objekten der wahrgenommenen Welt/objektiven Realität enthalten. Sie steuern die Informationsverarbeitung, wobei Wissen nicht aus individueller Erfahrung stammen muß.
Sprachliche Einheiten (Begriffe) können visuell, phonologisch, motorisch und semantisch/kognitiv gespeichert werden.
4. VERANSCHAULICHUNG DER REPRÄSENTATION VON BEGRIFFEN IM GEDÄCHTNIS
"Worte der natürlichen Sprache besitzen Bedeutung in einem zweifachen Sinne. Der Schriftzug ´Rose´ kann identifiziert werden als lexikalisches Element der deutschen Sprache; zusammengesetzt aus den Buchstaben R, O, S, E und bedeutungsgleich mit dem Schriftzug ´Rose´, obwohl zwischen den beiden Reizstrukturen ´Rose´ und ´ROSE´ deutliche Unterschiede bestehen." 12
Wenn man davon ausgeht, daß die lexikalische Kodierung eines Inhaltes (aus der objektiv erlebten Realität) nur auf einem gedanklichen Konstrukt basiert, dessen einziger Zweck darin besteht, stellvertretend für jene Realität Bedeutungsträger zu sein, ist es doch erstaunlich, daß bei der Nennung eines Begriffs (z.B. ´Rose´) dessen verschiedenste Repräsentationsformen im Gedächtnis aktiviert werden können, ohne den bezeichneten realen Inhalt zu verdrängen oder zu verformen. Wenn das gesprochene Wort ´Rose´ außerhalb jeglichen Kontexts genannt wird, kann es nämlich sein, daß:
--> das Bild des Schriftzuges ´Rose´ (z.B. auf einem Blatt Papier) reproduziert wird,
--> das Bild einer gezeichneten (stilisierten, tätowierten, etc.) Rose (auf beliebigem Untergrund) reproduziert wird,
--> das Bild einer real existierenden Rose (aus der eigenen Erfahrungswelt) reproduziert wird,
--> die Erinnerung an ein Gedicht (z.B. "The Sick Rose" von William Blake) oder ein Lied (z.B. "Heidenröslein") aktiviert wird,
--> die Erinnerung an ein Schmerzgefühl, das (aus eigenem Erleben) durch die Dornen einer Rose verursacht wurde, aktiviert wird,
--> die Vorstellung der Farbe ´rot´ assoziiert wird (wegen der Farbe des typischsten Vertreters einer Rose oder wegen des phonematischen Gleichklangs am Wortanfang)
u.v.m. .
Die erste Reaktion des Gedächtnisses auf den akustischen Reiz des gesprochenen Wortes ´Rose´ kann willkürlich in Bruchteilen von Sekunden eine oder die Aufeinanderfolge mehrerer der genannten Repräsentationsformen ein und desselben Inhaltes (die real existierende Pflanze mit ihren typischen Merkmalen) sein.
Der Einfluß des episodischen Gedächtnisses (der persönlichen Erfahrungswelt) ist bei der spontanen Assoziation (´brain-storming´) dominant.
In realen Alltagssituationen ist dieses Phänomen jedoch eher selten, weil Begriffe nicht ohne Kontext im Raum stehen. Schon der Ausruf "Oh, eine Rose!" schränkt die damit verbundenen möglichen Assoziationen beträchtlich ein: Hier kann nur das Abbild einer real existierenden Rose oder die Pflanze selbst benannt worden sein, weil ein Ausruf dieser Art sofort die spontane Reaktion auf ein optisches Erleben assoziiert. Andere Assoziationsmöglichkeiten werden deshalb gar nicht erst aktiviert.
Je freier die Wahl der Kontextbildung zu einem realen Objekt ist, desto weiter können die mit ihm verbundenen Assoziationsketten reichen. Die Menge derjenigen Objekte, die wir mit dem Wort ´Rose´ belegen, ist jedoch eng an das tatsächlich benannte Bild des realen Objektes (die Pflanze) gebunden und kann immer wieder darauf zurückgeführt werden.
Ist die Reproduktion eines Gedächtnisinhaltes mit seinen intendierten Assoziationen neben dem Kontext auch von der Art der Reizübermittlung (akustisch oder optisch, sprachlich oder bildlich, z.B.) abhängig? Versuche, die Hoffmann z.B. in seinem Buch beschreibt, verneinen dies:
"So wurden beispielsweise Vpn. eine Reihe von einfachen Bildern und Worten dargeboten, die gut bekannte Objekte wie einen Stuhl, eine Tasse, einen Hund oder einen Schrank darstellen. Nach der Darbietung dieser sogenannten Lernliste ist für einzelne Testitems zu entscheiden, ob sie Elemente der gerade aufgenommenen Lernliste gewesen sind. Unter den Testitems befinden sich neben identischen Kopien der Lernitems auch Darstellungen in der jeweils anderen Modalität. Für das Wort ´Stuhl´ wird die Zeichnung eines Stuhls geboten, für die Zeichnung einer Tasse das Wort ´Tasse´ usw.. Hier wird keine Kopie des Lernitems vermittelt, sondern ein begriffliches (oder semantisches) Äquivalent. In ihrem Entscheidungsverhalten machen die Vpn. Jedoch kaum einen Unterschied zwischen den Kopien und den semantischen Äquivalenten. Beide Arten von Testreizen erscheinen ihnen in vergleichbarer Häufigkeit und Sicherheit als zur Lernliste gehörend [...]. Ihre Entscheidung wird offensichtlich nicht durch einen Vergleich der Reizstrukturen, sondern durch den Vergleich der mit ihnen übermittelten Information bestimmt. Daraus läßt sich schlußfolgern, daß die Elemente der Lernliste nicht durch die Merkmale der dargebotenen Reize, sondern in Form der vermittelten begrifflichen Einheiten im Gedächtnis repräsentiert sind. Die Reizeigenschaften bleiben dabei weitestgehend unberücksichtigt und nehmen so kaum noch Einfluß auf den Ausgang der Entscheidung." 13
Diese Feststellung läßt sich an vielen, mit Sicherheit auch selbst nachprüfbaren, Beispielen belegen. So hat die Verwendung von Aktiv- bzw. Passivsätzen in der deutschen Sprache keinen Einfluß auf die Qualität der übermittelten Information. Die beiden Sätze "Bernd schenkt Petra Rosen" und "Petra bekommt von Bernd Rosen geschenkt" sind in ihrem Inhalt identisch und können deshalb auch jederzeit inhaltlich reproduziert bzw. in ihrer zeitlichen Abfolge als bereits gespeicherte Information wiedererkannt werden. Die unterschiedliche äußere Erscheinungsform ein und desselben Inhaltes wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht einmal wahrgenommen, auf keinen Fall aber korrekt reproduziert. Vergleichbare Effekte lassen sich auch beobachten, wenn zweisprachig aufgewachsene Vpn. Die zu speichernden Sätze abwechselnd in den verschiedenen Sprachen dargeboten bekommen. Während der übermittelte Inhalt der zu lernenden Informationen gut reproduziert werden kann, kann die Form, die Kodierung der Inhalte, nicht mehr sicher benannt werden.
Die Konzentration auf den semantischen Aspekt von Kommunikation im weitesten Sinne (unter Vernachlässigung der Form ihrer Darbietung) muß allerdings auch als eine gelernte Prozedur begriffen werden, die sich im alltäglichen Leben als notwendig bzw. sinnvoll (weil ökonomisch) erwiesen hat. Viele Gedächtnisleistungen erscheinen deshalb oft nicht mehr als solche, da sie automatisiert wurden (im Prozeduralen Gedächtnis) und somit Freiräume für andere, parallele, Wahrnehmungen schaffen, die gespeichert werden können, obwohl gleichzeitig andere Tätigkeiten koordiniert werden müssen. Manchmal allerdings erweisen sich gerade jene ökonomischen Prozeduren als hinderlich. So kommen z.B. geübte Leser nicht umhin, Worte, die ihnen gezeigt werden, auch zu lesen. Dieses automatisierte Verhalten wird zum Problem, wenn eine konkurrierende Prozedur (z.B. das Erkennen von Farben) parallel dazu zum Tragen kommt:
Das mit roter Farbe geschriebene Wort ´grün´ wird von geübten Lesern automatisch gelesen. Die Aufgabe besteht aber darin, die Farbe, in der das Wort geschrieben wurde, zu benennen. Der zeitliche Aufwand hierfür ist spürbar größer, als das bei Farbwörtern, die in der entsprechenden Farbe geschrieben wurden, der Fall ist.
Jemand, der gewohnt ist, auf einer Schreibmaschine mit deutscher Tastatur zu schreiben, wird, wenn er auf einer amerikanischen Maschine schreibt, die Information, daß y- und z- Taste vertauscht sind, nicht direkt in eine Vertauschung der Schreibprozeduren umsetzen können. Nach mehrmaligem Falschschreiben wird das deklarative Gedächtnis in die gewohnte Prozedur eingreifen, immer, wenn einer der ´Reizbuchstaben´ zu schreiben ist. Dies ist allerdings zeitaufwendig und belastet das Arbeitsgedächtnis.

Auch zweifach interpretierbare Figuren (Muster) können immer nur nacheinander gesehen bzw. erkannt werden. Niemals können zwei Interpretationen eines Musters gleichzeitig gesehen werden. Es muß eine Umstellung der Prozeduren erfolgen.
Das hieße, gesetzt den Fall, die Großschreibung in der deutschen Sprache würde abgeschafft werden, die völlige Umstellung einer langjährig bewährten Leseprozedur, die sich in Sehgewohnheiten widerspiegelt, die z.B. jene groß geschriebenen Nomen zu Bedeutungsträgern eines Satzes werden läßt und ein schnelles / flüssiges Lesen und paralleles Verstehen gewährleistet.
Die Wirkung von Prozeduren läßt sich nahezu in allen Bereichen der Kommunikation, Wahrnehmung und den darauffolgenden Reaktionen nachweisen. Ein einfaches Beispiel soll hier der Veranschaulichung dienen:
Der Ausruf "Oh, ein Tisch!" wird aufgrund des bereits genannten optischen Assoziationsfeldes unweigerlich ein fragendes Sich-Umsehen bewirken. In Bruchteilen von Sekunden nach der akustischen Wahrnehmung des Ausrufes wird bereits eine automatisierte Analyse der in Frage kommenden Möglichkeiten durchgespielt:
--> Man sucht im Raum nach einem Tisch.
--> Man sucht sogar nach einem besonderen Tisch, da er ja einen überraschenden Ausruf verursacht hat (Es besteht auch die Möglichkeit, daß ein Tisch generell in diesem Raum etwas Besonderes ist).
--> Der Begriff ´Tisch´ ist mit einem festen Bild, einem ´Arbeitsbild´ verbunden, das eigentlich sehr unvollständig ist: ´Tisch´ heißt im Prinzip nichts weiter, als eine größere Arbeitsfläche, die in der Regel kaum höher ist als die halbe Höhe von einem selbst, nie höher als man selbst. Der suchende Blick wird deshalb automatisch nach unten gehen.
--> Man sucht die Fläche, die rund, viereckig oder oval sein kann.
--> Man sucht nicht nach Tischbeinen, weil sie für die Funktion oder Bestimmung eines Tisches völlig unwichtig sind.
Anders allerdings würde die Analyse ausfallen, wäre man aufgefordert, aus der Vorstellung heraus einen ganz normalen Tisch zu skizzieren. Hier spielen die Tischbeine eine zentrale Rolle. Bei der Übertragung eines dreidimensionalen Gegenstandes auf eine zweidimensionale Ebene verlieren räumliche Relationen (also auch die eigene Perspektive: Ich schaue auf einen Tisch herab und sehe eine Tischfläche.) sofort ihre Bedeutung. Man tendiert dazu, einen Körper so zu skizzieren, als befände man sich mit ihm auf gleicher Höhe. Deshalb werden die Tischbeine zum zentralsten Wesensmerkmal eines Tisches, obwohl sie für dessen Verwendung / Sinn unwichtig sind. Es ist desweiteren fast ausgeschlossen, daß jemand auf die Idee kommt, einen Schreibtisch mit integrierten Schrank- bzw. Schubfachteilen links und rechts oder einen ´Sekretär´ zu zeichnen. Der allgemeinste aller Tische hat ein bis vier Tischbeine und eine runde oder viereckige Arbeitsfläche.
Begriffe werden in alltäglichen Situationen nach ihrer Funktion und Sinnhaftigkeit, nach ihrem Zweck gespeichert, gesucht bzw. wiedererkannt. Reproduziert werden sie allerdings (in Zeichnungen, Beschreibungen, Modellen, etc.) anhand ihrer Form und den Kriterien, die sie von anderen Begriffen unterscheiden. Die Frage, wie ein Tisch als ganheitlicher Körper beschaffen ist, ist im Alltag völlig unwichtig. Deshalb existiert zu jedem Begriff ein ´Arbeitsbild´, das diesen für den persönlichen Bedarf von anderen Begriffen unterscheidet:
--> Tisch: Arbeitsfläche, man kann etwas ´raufstellen
--> Schrank: ganzheitlicher Körper (meist Quader); man kann etwas hineinlegen /
-stellen
--> Fernbedienung: flach, länglich, quaderförmig, Tasten, auf Tischen liegend
--> Taschenrechner: flach, länglich, quaderförmig, Tasten, Display
--> Fernseher: Quader, Bildschirm
--> Computer: Quader, Bildschirm, Tastatur (Verwechslung mit
Bildschirm-Schreibmaschine durchaus möglich, da fehlende äußerliche Abgrenzung)
Viele Begriffe entstammen dem Allgemeinwissen, ohne, daß man sie, wie im Falle eines Tisches zeichnen könnte (z.B. ´Kolibri´). Müßte man sie zeichnen, würde man auf eine Hierarchie zurückgreifen:
--> Kolibri = Vogel · Flügel, Schnabel, zwei Beine, Federn --> keine ausreichende Zeichnung möglich
In alltäglichen Situationen reicht aber das Wissen, daß Kolibris, Rotkehlchen, etc. Vögel sind, aus, da die bildliche Vorstellungskraft meist nur sehr reduziert beansprucht wird. So wird ein Satz wie "Auf den Zweigen der Erlenbäume saßen die Rotkehlchen und sangen" reduziert auf die Informationseinheit "Aus Bäumen kam Vogelgezwitscher". Dieses Bild reicht aus, um einen konkreten Eindruck (der oft noch durch persönliche Erfahrungen bereichert wird) zu gewinnen. Vogelgezwitscher, das aus Bäumen kommt, ist eine Grunderfahrung jedes Menschen (zumindest in unseren Breitengraden), die durch die zusätzlichen Informationen eigentlich keinen Zuwachs erhält.
Auf diese Reduzierung von speziellen Bildern auf die ihnen zugrundeliegende Grunderfahrung, die unser ´Arbeitsbild´ von den Begriffen formt, basieren mindestens 90% unseres Grundwissens und somit der gespeicherten Gedächtnisinhalte. Nur ein Bruchteil unseres Wissens ist so detailliert, daß es ´schöpferisch´, produzierend tätig sein kann. Hier erst spiegeln sich persönliche Interessen, Neigungen und Leidenschaften wider.
HEIKO DÜNNEBIER (1996)
1 Joachim Hoffmann - "Das aktive Gedächtnis (VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin, 1982)
2 Hartwig Schröder - "Grundwortschatz Erziehungswissenschaft" (Franz Ehrenwirth Verlag GmbH & Co. KG
München, 1985, S.101)
3 Wolfgang & Ute Schönpflug - "Psychologie" (Psychologie Verlags Union, München, 1989)
4 Meyers Taschenlexikon in 10 Bänden (Bnd 9, B.I. Taschenbuchverlag, Mannheim / Leipzig / Wien / Zürich, 1992,
S. 125)
5 Rudi Conrad (Hrsg.) - "Lexikon sprachwissenschaftlicher Termini" (VEB Bibliographisches Institut, Leipzig, 1988,
S.217)
6 J.W. Goethe - "Faust (Der Tragödie erster Teil)" (Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig 1985, S.42f)
7 Joachim Hoffmann - "Das aktive Gedächtnis" (VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1982, S.53)
8 Joachim Hoffmann - "Das aktive Gedächtnis" (VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1982, S.53)
9 E. Tulving & W. Donaldson - "Episodic and Semantic Memory" in "Organization of Memory" (Academic Press, New York, 1972, S. 381-403)
10 Joachim Hoffmann - "Das aktive Gedächtnis" (VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1982, S.52ff.)
11 Joachim Hoffmann - "Das aktive Gedächtnis" (VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1982, S.54)
12 Joachim Hoffmann - "Das aktive Gedächtnis" (VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1982, S.40)
13 Joachim Hoffmann - "Das aktive Gedächtnis" (VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1982, S.49)
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Heiko Dünnebier, 1996, Wortbedeutung im Gedächtnis, München, GRIN Verlag GmbH
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