- dieses war besonders für die Besiegten nicht realisierbar
- da im Versailler Vertrag festgelegt wurde, dass zum Beispiel das deutsche Heer nur 100000 Mann umfassen durfte
- · nur ein Beispiel für keine ,,Freiheit und Selbstbestimmung"
- durch die Nichtverwirklichung des politischen Selbstbestimmungrechtes wurde auch in den neugegründeten Staaten das Nationalgefühl verstärkt I. 3. Keine klaren Grenzen
- Durch die im Versailler Vertrag festgelegten Gebietsabtretungen Deutschlands, Österreichs und Rußlands bildeten sich mehrere Kleinstaaten, wodurch das Gleichgewicht der Großmächte nicht mehr vorhanden war
- Da es keine klaren Grenzen zwischen den Völkern in Polen, der Tschechoslowakei, Jugoslawien und in anderen Ländern gab, lebten in den Ländern teilweise erhebliche nationale Minderheiten
- So kam es im neu geschaffenen Jugoslawien zu einem scharfen Nationalitätenstreit zwischen Serben, Kroaten und Slowenen
- In vielen Staaten setzte sich die demokratische Staatsform 1 nicht durch
- · Diktaturen 2 und andere autoritäre 3 Regierungen kamen an die Macht I. 4. Unzufriedenheit bei den Deutschen
- Versailler Vertrag wurde vom Deutschen Reich als ,,Diktat von Versailles" deutlich abgelehnt
- in Deutschland wurde die Unzufriedenheit mit dem Versailler Vertrag propagandistisch 4 von der NSDAP genutzt und forderte die Revision 5 als oberstes außenpolitisches Ziel
- die Nazis warben auf fast allen ihrer Plakate damit
- in Deutschland wurde dadurch ein Klima geschaffen, das auch dem Aufstieg Hitlers sehr förderlich war
- die im Versailler Vertrag festgelegten Punkte kränkten den Nationalstolz und förderten so die Kriegsbereitschaft, vor allem, dass Deutschland die alleinige trug und für den Tod von mehr als 10 Mio. Mann verantwortlich gemacht wurde I. 5. Der Versailler Vertrag wurde in verschiedenen Punkten gebrochen
- im März 1935 wurde sie allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt
- außerdem wurde das Rheinland besetzt und entmiliterisiert.
- Diese Handlungen widersprachen den Bestimmungen des Versailler Vertrages
- Frankreich und Großbritanien reagierten nur mäßig und ließen die Vertragsbrüche somit zu
- Hitler verbuchte dadurch einen großen politischen Sieg und sein Hunger an weiteren Taten wurde angestachelt
- Als am 15. März deutsche Truppen die Tschechoslowakei und am 23. März das Memelland besetzten, wollten Frankreich und Großbritannien keine weiteren Gebietserweiterungen Deutschlands mehr dulden II. Die Weltwirtschaftskrise II. 1. Beginn der Weltwirtschaftskrise in den USA
- Überschätzung des Aufschwunges der amerikanischen Wirtschaft
- Überkapazitäten und zu viele kreditfinanzierte Spekulationen 7 an Aktienmärkten führten dazu, dass schon geringe Schwankungen zu Kursstürzen reichten
- Außerdem gab es Absatzschwierigkeiten in der Landwirtschaft, die Folge daraus waren Preisverfall und eine Krise im Agrarbereich
- Exporteinbrüche durch protektonische 8 Zollmaßnahmen die den Import behinderten
- Ausweitung des internationalen Geldverkehrs verbunden mit kurzfristiger Kreditvergabe an Staaten mit hoher Inflation 9 führte zu Geldverlusten
- Krise breitete sich schnell auf Europas Industrieländer aus und erreichte 1932 ihren Tiefpunkt
- Statt wirtschaftspolitische Maßnahmen zu koordinieren versuchten die Länder, die Krise autonom 10 zu bewältigen III. 2. Die Folgen der Weltwirtschaftkrise im Deutschen Reich
- das Deutsche Reich war neben den USA am stärksten betroffen
- deutsche Landwirtschaft litt seit Winter 1928/29 unter sinkenden Preisen, hohen Zinsen und steigenden Steuern
- Bäuerliche Betriebe waren verschuldet
- Trotzdem sich ein Nachfragerückgang im industriellen Bereich bemerkbar machte
- Seit 1930 war die gesamte deutsche Volkswirtschaft von der Krise erfasst
- Produktion wurde verringert, viele Arbeiter wurden entlassen und Unternehmen meldeten Konkurs 11 an
- · im Winter 1930 gab es schon mehr als 3 Mio. Arbeitslose
- Rückforderung der amerikanischen Kredite und zahlungsunfähige Betriebe führten zu einer Bankkrise
- Zusammen mit der auseinander gebrochenen Koalition unter dem sozialdemokratischen 12 Kanzler Hermann Müller, führte die Weltwirtschaftskrise dazu, dass sich die extremen Parteien immer undemokratischer und radikaler zeigten
- Nachdem die ,,nationale Opposition 13 " (DNVP und NSDAP) unter Protest aus dem Reichstag gezogen war, begann die Verlagerung des politischen Geschehens immer mehr auf die Straße
III. Das Versagen des Völkerbundes
- notwendige Bedingungen für Bestehen des Völkerbundes waren nicht gewährleistet
- Bedingungen waren:
a) Jede Friedensbedrohung klar zu erkennen
b) Alle Beteiligten Nationen haben das gleiche Interesse den Frieden zu bewahren
c) Alle beteiligten Nationen haben die gleiche Auffassung, wie der Frieden zu bewahren ist
- fast alle der im Völkerbund vertretenen Staaten verließen sich nicht auf diesen
- sie vertrauten auf ihre eigene Militärische Stärke
- · es war dem VB nicht möglich, die Absichten Hitlers zu erkennen
- durch Versagen des Völkerbundes konnte Hitler in aller Öffentlichkeit agieren, ohne eine Strafe fürchten zu müssen
- 01. Februar 1933 - wurde der deutsche Reichstag aufgelöst
- 04. Februar 1933 - Notverordnung schränkt die Presse - und Meinungsfreiheit ein
- 28. Februar 1933 - Bekannte intellektuelle Größen aus Politik, Literatur und Wissenschaft werden in einer Verhaftungswelle in Konzentrationslager inhaftiert
- einige waren jedoch schon ins Ausland geflohen
- Sommer 1933 - Durch Beseitigung des Rechtsstaates sowie erst Boykotte 14 jüdischer Geschäfte wurde das Einparteienregime 15 ausgerufen IV. Hitlers persönliche Gründe
- persönliche Beweggründe Hitlers
- er verherrlichte als erster den Gedanken von der Herrenrasse in diesem Umfang
- plante eine Weltmacht Deutschland da die biologisch überlegene ,,arischen Rasse" 16 ein Recht auf Boden habe
Der Blitzkrieg gegen Polen
- Hitler erklärte am 01. September 1939 vor dem Reichstag, dass Polen am Vortag deutsches Territorium angegriffen hätte
- Das waren allerdings SS - Männer in polnischen Uniformen, die einen grentnahen deutschen Rundfunksender besetzt und einen als Polen ausstaffierten KZ - Häftling erschossen zurückgelassen hatte
- So erfolgte der deutsche Überfall auf Polen ohne formelle Kriegserklärung noch am selben Tag
- Der 2. Weltkrieg hatte begonnen
- Deutsche Offensive gab den Polen keine Chance für einen geordneten Aufmarsch
- Schwache polnische Luftwaffe wurde schon am ersten Kriegstag ausgeschaltet, was eine unangefochtene deutsche Luftherrschaft sicherte
- Grenzschlachten endeten in polnischen Katastrophen, da die Modernisierung der polnischen Armee im Vorfeld vernachlässigt worden war
- Hitler hatte gehofft, dass sich die Westmächte aus dem Konflikt heraus halten würden, obwohl er sich über das Risiko der Einmischung im Klaren war
- Am 03. September forderten London und Paris den sofortigen Rückzug der Wehrmacht hinter die deutschen Grenzen
Mit den eintreffenden Kriegserklärungen aus London und Paris weitete sich der deutsch -polnische Konflikt zu einem europäischen Krieg aus
- Als ,,verjudeter asiatischer Hauptfeind Nr. 1" beschimpfte Sowjetunion stand dabei zunächst auf deutscher Seite
1
Demokratie:
- Staatsform, in der die Bürger die Regierung selbst wählen
2 Diktatur:
- Staatsform, in der das Volk keine demokratischen Rechte besitzt und die Staatsmacht von einem Gewaltherrscher ausgeht
3
autoritär:
- keinen politischen Widerstand duldend
4
propagandistisch
- Verbreitung und Erklärung politischer Ideen und Meinungen durch eine Partei , um die Meinung der Menschen zu beeinflussen
5
Revision:
- Antrag an ein höheres Gericht, das Urteil eines untergeordneten Gerichts zu prüfen und ändern
6
entmilitarisieren:
- alle Soldaten und militärischen Einrichtungen aus einem Gebiet entfernen
7
Spekulationen:
- Geschäfte, bei denen man hofft, durch die Veränderung von Preisen viel Geld zu verdienen
8
protektonisch:
-
9
Inflation:
- wirtschaftliche Situation, die durch Preierhöhungen und Minderung des Geldwertes gekennzeichnet ist.
- Wiederholte Preissteigerungen untergraben die Kaufkraft des Geldes und anderer Finanzanlagen mit festem Wert und führen zur wirtschaftlichen Destabilität
10
autonom:
- selbständig, unabhängig, nach eigenen Gesetzen oder Vorschriften lebend
11
Konkurs:
- Unfähigkeit einer Firma, Waren, Leistungen oder Schulden zu bezahlen
12
Sozialdemokratie:
- politische Richtung, die die Grundsätze des Sozialismus in der Demokratie zu verwirklichen sucht
13
Opposition:
- Parteien in einem Parlament, die nicht an der Regierung beteiligt sind
14
boykottieren:
- Als Protest gegen etwas sich weigern, mit einem Land politische Beziehungen zu unterhalten, mit jemandem Handel zu betreiben, etwas zu kaufen oder an etwas teilzunehmen
15
Regime:
- Bezeichnet Regierungen, die nicht demokratisch sind
16
arische Rasse:
- in der Ideologie und dem Sprachgebrauch des Nationalsozialismus: nicht jüdisch
- Arier: nicht jüdischer Mensch, Angehöriger einer fiktiven, angeblich wertvollen nordischen Rasse
17
Radikalisierung:
- Radikale politisch-soziale Bewegungen wollen die Gesellschaft ,,von der Wurzel her" grundlegend verändern und sind hierbei zu keinerlei Zugeständnissen gegenüber Andersdenkenden bereit. Argumente, die nicht in das eigene abgeschlossene Gedankengebäude passen, werden von vornherein ausgeschlossen.
Zusammengebrochene Koalition:
- Massenarbeitslosigkeit überstieg die Möglichkeiten der Arbeitslosenversicherung · Lösungsversuch des Problems führte zu Auseinandersetzungen zwischen den Koalitionsparteien
- Fronten waren verhärtet, keine der Parteien kompromißbereit · lösten sich auf
SA - Sturmabteilung
SS - Schutzstaffel
Quellen:
- Microsoft® Encarta® 99 Enzyklopädie. © 1993-1998 Microsoft Corporation. Alle Rechte
vorbehalten.
- Illustrierte Deutsche Geschichte
Arbeit zitieren:
Stefanie Grunow, 2000, Ursachen des 2. Weltkriegs, München, GRIN Verlag GmbH
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