2) Helophyten (Sumpflanzen)
Helophyten sind der Übergangstyp zwischen Wasser- und Landpflanzen. Sie stehen zeitweise mit ihren Wurzeln und unteren Sproßteilen im Wasser, so daß diese Pflanzenteile in ihrem inneren und äußeren Bau den Wasserpflanzen sehr ähnlich sind. Die oberen Sproßteile sind aber den Landpflanzen gleich gestaltet.
3) Hygrophyten (Pflanzen an ständig feuchten Landstandorten)
Hygrophyten besitzten besondere Anpassungen an ihre Standortverhältnisse. Diese gestatten ihnen vor allem eine Förderung der Transpiration. Indem sich ihre Blattspreite mächtig entwickelt und oft
zahlreiche lebende Haare und Papillen ausbildet, wird die Oberfläche beträchtlich vergrößert. Die Epidermis ist dünn und nur von einer schwachen Cuticula überzogen. Häufig sind die Spaltöffnungen über die Epidermis herausgehoben und aktiv tätige Wasserspalten vorhanden. Wegen der durch den Standort bedingten schwachen Transpiration ist die Wasseraufnahme und -leitung nicht so vollendet ausgebildet.
4) Mesophyten (Pflanzen an mäßigfeuchten Standorten)
Mesophyten sind Pflanzen, die an mäßig feuchten Orten vorkommen und eine vermittelnde Stellung zwischen Hygrophyten und Xerophyten einehmen. Sie weisen realativ große Blätter auf, deren Oberfläche weder durchweg behaart ist, noch dichte Wachsüberzüge besitzt. Der Blattbau entschpricht dem normalen dorsitiventralen (einachsigen, symmetrischen) Laublatt.
5) Tropophyten (Pflanzen wechselfeuchter Standorte)
Tropophyten leben nicht nur an feuchten und trockenen Standorten, sondern auch an warmen und kalten. Während der Frostperiode leiden sie unter Wassermangel, daher müssen die an diesen Standorten lebenden Pflanzen sich an die Trockenezeit anpassen. Die Holzgewächse z.B. werfen ihre Blätter ab und schützen ihre Laubknospen durch lederartige Schuppen, die oft mit Harzschleim versehen sind vor dem Austrocknen. Nur die Arten mit xeromorphen Bau behalten diese (z.B. Nadelbäume). Stauden und zweijährige Pflanzen überdauern mit Hilfe von Erdsprossen und unterirdischen Erneuerungsknospen (siehe Geophyten) , oder sie tragen die Erneuerungsknospen direkt an der Erdoberfläche oder unmittelbar darunter an Luft- oder Erdsprossen (Hemikryptophyten und Chamaephyten). Ihre Knospen werden häufig durch
eine Laub- oder Schneedecke geschützt. Die einjährigen Pflanzen überdauern einschließlich durch ihre Samen.
6) Xerophyten (Trockenpflanzen)
Xerophyten sind Pflanzen die an trockenen Standorten ansiedeln. Sie kommen in der Wüste, sowie in alpinen Regionen vor, wo der Boden gefriert und die Pflanzen folglich kein Wasser aufzunehmen vermögen. Die Anpassungsmerkmale können sehr verschiedenartig ausfallen, so gibt es z.B.
a) Ephemeren = Typus der bei Regenfall aus überdauerndem Samen keimt, eine kurze Blütezeit durchlebet und mit zunehmender Austrocknung des Gebietes wieder ausstirbt.
b) Geophyten = Typus der in gebieten mit zeitlich begrenzter Trockneperiode lebt und mit Hilfe unterirdischer Wurzelstöcke, Knollen, Rüben und Zwiebeln die ungünstigen Lebensbedingungen überdauert.
c) Xeromorphen = Pflanzen, die morphologische Anpassungen zur Verminderung der Wasserverluste durch Transpiration besizten und in zwei Gruppen unterteilt sind:
d)
Sukkulenten
= Planzen, die meist deutlich einen xeromorphen Bau
e) Tiefwurzler = schließen mit tiefreichenden Wurzeln an unterirdische Wasseradern oder das Grundwasser an.
7) Kakteengewächse
Leben im tropischen und subtropischem Klima und in der Wüste. Kakteen sind xeromorphe Pflanzen. Sie besitzen abgeplattete, säulen- oder kegelförmige, fleischige Sprossen (Stammsukkulenten), die entweder glatt, längstgerippt oder warzig gegliedert sein können. Die Oberfläche ist bedeutend verkleinert, da die Blätter in Dornen umgewandelt sind. In den Achseln befinden sich oft Haar- und Stachelbüschel, die neben der starken Cuticula als Verdunstungschutz fungieren. Die auffällig großen Blüten sind meist sitzend und haben eine vielzählige Blüttenhülle mit zahlreichen Staub- und Fruchtblättern. Der Fruchtknoten ist unterständig und entwickelt sich zu einer Beere.
8) Saprophyten (Fäulnisbewohner)
Saprophyten sind heterotrophe (sich von org. Stoffen ernähtrende) Organismen, die die erforderlichen Nahrungstoffe toten Substraten entnehmen. Saprophytisch leben viele Bakterien und Pilze. Man unterscheidet zwischen:
b) Pertophyten = bringen die von ihnen besiedelten Gewebe und Zellen zum Absterben und leben dann von der toten organischen Substanz.
c) Halbschmarotzer = Mittelding zwischen Saprotrophen und Parasiten, die ihrer Wirtspflanze vorwiegned Wasser und Nährsalze entnehmen, Kohlenhydrate und Eiweiße jedoch selbst synthetisiert. Eine derartige Lebensweise heißt mesotroph.
9) Halophyten (Salztolerante Pflanzen)
Halophyten kommen im allgemeinen nur in Gebieten vor, die sich durch einen relativ hohen Salzgehalt (vor allem Kochsalz) von mehr als 0,5 % auszeichnen. Sie sind häufig sukkulent und viele Arten besitzen Salzdrüsen oder können beträchtliche Salzkonzentrationen speichern. Man unterscheidet :
b) Fakultative H. = können zwar Salzböden besiedeln, ihr physiologisches Optimum liegt jedoch im salzfreien bzw. salzarmen Milieu. Die Salzbelastung am Standort wird toleriert.
c) Standortdifferenzierte H. = kommen im Freiland noch mit Salzböden zurecht, ihre Verbreitung erstreckt sich üblicherweise jedoch auf salzfreie Böden. Einerseits können sie mit salzsensitiven Arten konkurrieren, andererseits ermöglicht ihnen ihre
Salztolereanz auch auf Salzböden vorzukommen. Bei vielen Arten unterscheiden sich die Populationen auf Salzbödne von denen auf salzfreien.
10) Zeigerpflanzen
Diese Pflanzen werden auch Indikatorenpflanzen genannt, da sie aufgrund ihrer spezifischen Standortansprüche als Zeiger für die im Boden vorhandenen Stoffe dienen. Dabei ist der Wert als Zeiger um so größer, je spezieller die Ansprüche der Pflanzenart sind. Beispielsweise können Zeigerpflanzen wie das Galmei-Veilchen oder die Brassicacee auf kupfer-, zink- und bleihaltige Böden hinweisen. Dies kann genutzt werden, um die Bodenqualität und evtl. den Untergrund hinsichtlich Bauvorhaben, Erzlagerstätten oder Abraumhalden einzuschätzen. Auch die Berurteilung der Nährstoff- und Feuchtigkeitsverhältnisse in land- und forstwirtschaftlichen Böden kann durch Zeigerpflanzen erleichtert werden. Brennesseln können als Nährstoffzeiger dienen, Seggen als Feuchtezeiger. In Gewässerökosystemen weisen manche Pflanzen auf ein gestörtes Gleichgewicht hin, wie z.B. Wasserlinsen, die sehr nährstoffhaltiges Wasser bevorzugen. Sie signalisieren die Gefahr, daß das Gewässer durch Eutrophierung (wenn zu viele Nährstoffe vorhanden sind) umkippen kann. Pflanzen reagieren allgemein empfindlich auf Umweltgifte.
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Britta Kunze, 2000, Anpassung der verschiedenen Pflanzenarten an ihren Standort, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Biologismus in der Anthropologie des 19. Jahrhunderts
Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
Scholary Paper (Seminar), 30 Pages
Schiller, Friedrich - Die Räuber
Presentation / Essay (Pre-University), 12 Pages
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Anpassung der verschiedenen Pflanzenarten an ihren Standort.
Beispiele fehlen!
on Monday, February 19, 2001-
Sabrina
fast gelungen.
Meiner Meinung nach ist die Arbeit recht gelungen,sie könnte jedoch differnezierter sein.
Ich würde mir wünschen, daß zu den Unterpunkten Hygro-, Tropo- und Helophyten etwas mehr geschrieben wird. Ich sollte für eine Hausarbeit über die Auswirkungen verschiedener Umwelteinflüsse auf Pflanzen recherchieren und bin auf diese Arbeit gestoßen.
Um die Arbeit zu optimieren, sollte noch mehr auf Details eingegangen werden, nach hätte man mehr relevante Informationen auf einem Fleck und müßte sich nicht durch das gesamte Netz
on Wednesday, February 27, 2002-
ich
DANKE.
Diese Info hat mir sehr gehlfen, danke!
on Thursday, October 03, 2002-
Chris
Anpassung der verschiedenen Pflanzenarten an ihren Standort.
Leider kann ich zu dieser Ausarbeitung keine Bewertung abgeben, wäre es möglich diese Ausarbeitung mir nocheinmal zuzusenden. Danke!!!
on Friday, February 28, 2003-
???
Mir hat diese Hausarbeit ebenfalls sehr weitergeholfen ! Gute Arbeit !!!
on Sunday, February 08, 2004-
Universität Stuttagart Salzer
Zufriedenstellender Bericht.
Im Großen und Ganzen ist diese Ausarbeitung gut gelung, dennoch könnte die einwenig differenzierter sein. Eine Möglichkeit diese Arbeit zu verbessern, wäre zum Beispeil den "Hohenheimer Grundwasserversuch" zu dokumentieren. Weitere Möglichkeiten wäre unter anderem eine genauere Beschriebung zum Aufbau der Blätter, insbesondere zu den Spältöffnungen an den Unterseiten der Blätter. Ich hoffe diese Verbesserungsvorschläge sind angemessen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Salzer
on Sunday, June 24, 2007-
lukas
verständinis.
der Bericht ist zwar sehr schön, aber für einen neueinsteiger sind leider zu viele fremdwörter und nicht verstehbare sachen mitdrin....
on Sunday, September 28, 2008-