der Torf wie ein Schwamm ausgepresst und zu Braunkohle verdichtet. Die Erdmassen über der Kohle heißen Abraum.
Abbau der Braunkohle und was danach geschieht.........
Um die Braunkohle fördern zu können, muss der Grundwasserspiegel bis unter den tiefsten Punkt eines Tagebaus abgesenkt werden.
In den Tagebauen tragen sogenannte Schaufelradbagger zunächst die obere Bodenschicht, den fruchtbaren Löslehm, ab und fördern anschließend den sogenannten Abraum: Ton, Kies und Sand. Anschießend kann man die Kohle baggern. Für diese Arbeiten benutzen die Bagger ihr Schaufelrad. Der Tagebau ist treppenförmig angelegt. Auf jeder Stufe arbeitet ein Schaufelradbagger.
Die größten Bagger der Rheinbraun AG sind 96 m hoch, 225 m lang, 13 t schwer, 200 Millionen DM wert und werden von fünf Mann bedient. Die 24 Bagger der Firma können pro Jahr bis zu 120 Millionen Tonnen Braunkohle gewinnen.
Braunkohle kann im Reinland nur in offenen Gruben, also in Tagebauen, abgebaut werden. Denn über der Kohle liegt lockeres Erdreich. Ein unterirdischer wäre im Rheinischen Braunkohlenrevier nur mit riesigem Aufwand möglich. Doch dann würde sich die Kohleförderung nicht mehr lohnen.
Kilometerlange Förderbänder führen von den Schaufelradbaggern zu einem Verteiler: dem Bandsammelpunkt. An dieser zentralen Stelle wird gesteuert, wohin das Material auf den Förderbändern gelangen soll. Braunkohle kommt zur Zwischenlagerung in die 600 000 t fassende Kohlebunkergräben oder direkt in das nahgelegene Kraftwerk. Dagegen gelangt der Abraum auf einem anderen Förderband zu einem Absetzer.
Damit schüttet der Absetzer den hinteren Teil des Tagebaus wieder zu, wo die Braunkohle längst abgebaggert ist. Eine Bandanlage besteht aus einem insgesamt 245 kilometerlangem Förderband aus Gummi. Das Förderband ist wie eine Rinne geformt und wird von Elektromotoren angetrieben.
Für lange Strecken außerhalb der Tagebaue werden Züge eingesetzt. Sie bringen das Material zu weiter entfernten Kraftwerken und Fabriken. Die Rheinbraun-Werksbahn ist eine der größten der Welt, was die Beförderungsmenge angeht.
Lös, Kies, Sand und Ton werden in grauen , achtachsigen Waggongs transportiert. Braunkohle dagegen in braunen vierachsigen Waggongs. Die unterschiedlichen Waggons sind nötig, weil Abraum sehr viel schwerer ist als Kohle. Deshalb dürfen die Rheinbraun-
Werksbahnen nicht auf dem Schienennetz der Deutschen Bahn fahren. Dafür können aber Züge der DB AG auf Rheinbraun-Gleisen rollen, denn die Spurbreiten sind gleich.
Immissionsschutz
Gezielte Maßnahmen mindern die Staub- und Lärmentwicklung aus dem Tagebau und minimieren damit die Belästigung der in Nachbarschaft zum Betrieb lebenden Menschen: Freigelegt Abraum- und Kohleflächen werden durch bewegliche Regnerautomaten feucht gehalten oder durch Einsaat von Gras, Raps oder Getreide befestigt. Düsen am Schaufelrad des Baggers und an den Bandübergabestellen versprühen ständig Wasser und verhindern, dass der bei Gewinnung und Transport von Kohle entstehende Staub aufwirbelt. Am Rande des Tagebaus sprühen ungefähr 150 Beregnungsmaste feine Wasserschleier aus, die den Staub niederschlagen. Zur Lärmbekämpfung werden Antriebe von Baggern, Absetzern und Bandanlagen geräuschdämmend gekapselt. Die Bandanlagen werden mit lärmarmen Rollen ausgerüstet. Darüber hinaus schützen Erdwelle am Tagebaurand nahliegende Orte vor Lärm.
Umsiedlung
Es kommt nicht selten vor, dass ein Dorf auf einen Braunkohleboden liegt. Daher kommt es zu Umsiedlungen der Bewohner eines ganzen Ortes. Jedoch bringt dies einige Probleme mit sich. Denn hierbei geht es nicht nur um materielle Besitze, der natürlich von Rheinbraun entschädigt wird, in der Höhe wie ein unparteiischer Gutachter den Wert eines Grundstückes schätzt. Es geht auch um ideelle werte, wie Nachbarschaft, Heimat und Tradition, die sich mit Geld nicht bemessen lassen können.
Aus diesem Grund versucht Rheinbraun so viele Bewohner eines Ortes möglichst gleichzeitig zusammen umzusiedeln. Alle Umsiedler waren und sind bei der Wahl ihres neuen Wohnortes und bei der Verwendung ihrer Entschädigungssumme völlig frei.
Rekultivierung
Nachdem die Braunkohle in einem Gebiet ausgeschöpft sind, beginnt dort die Wiederherstellung der Landschaft. Was die Bagger auf der Gewinnungsseite an Abraum abtragen, schichten Absetzer auf der Verkippungsseite auf und bereiten damit der Rekultivierung den Boden. Dabei ist die Rekultivierung nicht der Versuch, die Natur
nachzubauen. Der Mensch kann nur eine Starthilfe geben. Die wesentliche Arbeit leistet die Natur selber.
Braunkohle und Volkswirtschaft
Deutschland muss die meisten Energie-Rohstoffe aus dem Ausland importieren. So deckt Deutschland seinen Energienbedarf zu 60% aus importiertem Mineralöl, Erdgas und Uran. Die Braunkohle ist dagegen ein heimischer Energieträger. Die Vorräte reichen noch für Generationen ihren Beitrag zur Energieversorgung leiste, ohne auf Subventionen angewiesen zu sein. Braunkohle ist der in Deutschland einziger Energieträger, der im internationalen Preisvergleich bestehen kann.
Die Braunkohleförderung der Rheinbraun AG liegt derzeit bei etwa 100 Millionen Tonnen pro Jahr.
40 000 Arbeitsplätze im Bergbau, in den Kraftwerken und in den Zulieferungsbetrieben sind
damit über Jahrzehnte gesichert.
Allein die Rheinbraun AG beschäftigt rund 11 500 Mitarbeiter. Rund 2 300 von ihnen arbeiten im Bereich der Betriebsdirektion Tagebau Garzweiler.
Stromerzeugung
Etwa 85% der Braunkohle werden in den Kraftwerken der RWE Energie AG zur Stromerzeugung eingesetzt. Zur Zeit beträgt die installierte Leistung der fünf RWE- Kraftwerke im Revier fast 10 000 Megawatt. Sie sind rund um die Uhr mit konstanter Leistung am Netz, um den Grundbedarf des Strombedarfs sichern zu helfen. Dabei arbeiten sie umweltfreundlich: Die großen Kraftwerke sind an Rauchgas-Entschwefelungs-Anlagen angeschlossen, die den Schwefelausstoß, der mitverantwortlich für den ,,sauren Regen" auf ein Zehntel der früheren Menge reduziert haben. Und dank verbesserter Verbrennungstechniken wurde der Stickoxidausstoß auf ein Viertel gedrosselt.
Meine eigene Meinung über die Exkursion zur Rheinbraun AG
Meiner Meinung nach war die Führung durch den Tagebau interessant. Man bekam sehr viele Informationen und wurde mit in die Unterhaltung integriert. Das heißt, dass man Fragen stellen, schätzen und antworten konnte. Auch war es beeindruckend 20 Meter vor einem Schaufelradbagger zu stehen, wobei man sich im Bus als ,,Winzling" vorkam. Allerdings gefiel mir die Multimediashow nicht so sehr, da sie einfach nur das Gebiet der Rheinbraun
AG beschrieb.
Die lange Busfahrt war unangenehm und langweilig. Auch wurde unsere Stimmung
unterdrückt, da am selben Tag der Abischerz unserer Abiturienten stattfand.
Arbeit zitieren:
Ngoc Kha Pham, 2000, Die Entstheung von Braunkohle, München, GRIN Verlag GmbH
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Melanie hat den Text Die Entstheung von Braunkohle kommentiert
Melanie
Sehr gut!!!.
Ich habe lange gesucht bis ich einen Text wie diesen gefunden habe. Ich finde sehr gut, dass sich der Text nicht speziell um ein Gebiet des Braunkohleabbaus dreht. Auch sehr gut finde ich, dass die einzelnen Stufen des Abbaus erklärt werden.
am Tuesday, July 23, 2002-