Sophie Koch
Referat
Die Flora und Fauna der subtropischen Wüste
Flora der subtropischen Wüste:
Die Pflanzen der anderen Gruppe wachsen langsam, bilden sehr lange und dicke Wurzeln aus, verkleinern die Blätter, haben an Blättern und Stengeln alle möglichen Einrichtungen, um den Wasserverlust so klein wie möglich zu halten; leben viele Jahre =>die "Ausdauernden".
Einjährige Pflanzen:
Ausdauernde Pflanzen:
Abwehr von Pflanzen:
Die Fauna der subtropischen Wüste
Insekten in der Wüste:
Heuschrecken:
Reptilien:
Die Vögel:
Viele Wüstenvögel können nur sehr schlecht oder gar nicht fliegen. Die Körpertemperatur eines Vogels kann bis auf 41°C ansteigen. Die Tiere sind also auf große Hitze eingestellt. Trotzdem suchen sie vorwiegend morgens und abends ihr Futter und verziehen sich während des Tages an schattige Stellen. Durch schnelles Atmen kühlen sie ihre Körper ab, verlieren dabei aber so viel Feuchtigkeit, daß sie sie durch Trinken ersetzen müssen. Vögel, die sich von Insekten ernähren, nehmen auch aus der Nahrung Wasser auf.
Die Nachtschwalbe:
Manche Vogelarten begegnen der Trockenheit anders. Die Nachtschwalbe zum Beispiel hält manchmal wochenlang einen "Trockenzeitschlaf". Sie zieht sich dazu in eine enge Felsspalte zurück, wo sie vor anderen Tieren in Sicherheit ist, und verfällt in eine Art Starre. Die Körpertemperatur sinkt um etwa 16°C ab, das Atmen verlangsamt sich erheblich und alle Körperfunktionen verlaufen ebenfalls sehr viel langsamer. Da das Tier während dieser Zeit keine Nahrung aufnimm, lebt es aus seinem Körperfett. Erst nachdem Regen gefallen ist, wacht die Nachtschwalbe aus ihrem Schlaf.
Die Laufvögel:
Die großen, bis 2,5 m hohen afrikanischen Laufvögel haben das Fliegen ganz und gar aufgegeben. Sie benutzen ihre kurzen Flügel nur, um die Geschwindigkeit beim Laufen zu erhöhen. Immerhin legt der afrikanische Strauß etwa 50 Stundenkilometer vor, und ein Schritt mißt dabei fast 4m. Dem Strauß entsprechen in Amerika der Nandu und in Australien der Kasuar und der Emu.
Die Falken:
Falken und andere Greifvögel müssen weite Strecken fliegen, um Beute zu finden. Sie sind meist ausgezeichnete Segler und lassen sich von der warmen Luft bis über 1000 m hoch tragen. Dort ist es viel kühler als am Boden, und die Vögel verlieren in dieser Höhe viel weniger Feuchtigkeit.
Die Säugetiere:
Obwohl sie für ein Leben in der Wüste nicht gerade die besten Vorausetzungen haben - sie müssen zum Beispiel fast alle trinken, um ihren Jungen Milch geben zu können -, sind doch viele Säugetiere an die Bedingungen dieses Lebensraumes angepaßt. Alle haben ihren Feuchtigkeitsverlust mehr oder weniger stark eingeschränkt. Sie halten sich tagsüber soweit wie möglich im Schatten oder noch besser in Erdhöhlen oder Felsspalten auf. Bereits 1 m unter der Erdoberfläche kann die Temperatur in einer Höhle 25°C niedriger sein als auf der Erdoberfläche. Viele Nagetiere tragen einen Vorrat an Körnern und Samen in ihren Höhlen zusammen und schließen sich dann dort ein. Durch ihren Atem steigt die Luftfeuchtigkeit in diesem kleinen Raum und verhindert weiteren Wasserverlust. Etwas Wasser enthalten auch die Samen der Pflanzen, und im allgemeinen reicht diese Feuchtigkeit für die Nagetiere aus. Es gibt unter ihnen eine ganze Reihe von Arten, die ihr ganzes Lebens niemals trinken. Die Weibchen bekommen ihre Jungen in der Zeit, in der Regen fällt, dann können sie den Wasserverlust ausgleichen, indem sie grüne Pflanzenteile fressen. Fleischfresser müssen mehr Wasser ausscheiden als Pflanzenfresser, damit die giftigen Stickstoffverbindungen, die bei der Verdauung von Eiweiß entstehen, aus dem Körper ausgeschwemmt werden können. Deshalb fressen viele Raubtiere zusätzlich zu ihrer fleischlichen Nahrung Früchte und grüne Pflanzen, um möglichst viel Wasser aufzunehmen.
Die Wüstenrennmaus:
Gerbillus perpallidus lebt in großen Gangsystemen in nordwestägyptischen Sandgebieten. Rennmäuse können etwa 50 cm weit springen. Dabei stoßen sie sich mit den Hinterbeinen ab und landen mit denVorderbeinen. Sie können auch schnell rennen. Nachts suchen sie Nahrung. Über ihre das Innenohr umgebenden Knochenhöcker nehmen sie niederfrequente Töne wahr und erkennen so Feinde auch im Dunkeln.
Der Wüstenigel:
Der Äthiopische Igel lebt in Nordafrika, Arabien und dem Irak. Bei Gefahr rollt er sich zu einer unangreifbaren Stachelkugel ein. Wüstenigel wie der Äthiopische Igel graben sich Baue, in die sie sich bei Tage allein zurückziehen. In der Fortpflanzungszeit bringt das Weibchen in ihrem Bau Junge zur Welt, die sie zwei Monate lang säugt. Die Erwachsenen fressen Vögel, Eier, Skorpione und andere kleine Tiere.
Großkatzen:
In den südafrikanischen Wüsten leben auch heute noch Löwen. Dort hilft ihnen das Blut ihrer Opfer über die Trockenzeiten hinweg. Früher waren Löwen viel weiter verbreitet, auch in der Sahara. Starke Bejagung und zunehmende Trockenheit führten zum Verschwinden des Löwen aus der Sahara. Geparden gibt es dort heute noch, doch nur sehr wenige. In der Kalahari jagen die eigentlich tagaktiven Geparden bevorzugt in der Kühle der Nacht.
Fennek:
Der Fennek oder Wüstenfuchs ist mit höchstens 40 cm Länge (ohne Schwanz) der kleinste Vertreter der Fuchsfamilie. Die riesigen Ohren dienen der Wärmeabgabe. Die heißesten Stunden des Tages verbringen die Fenneks in ihrem Bau, nachts gehen sie auf die Jagd. Sie fressen Insekten, Eidechsen und Springmäuse. Lebensraum der Fenneks sind die Sahara und die Arabische Halbinsel.
Schakale:
Schabrackenschakale leben in den Steppen und Wüsten Ost- und Südafrikas. In der Kalahari stehen bei den Schakalen u.a. kleine Säuger, Vögel, Beeren und wilde Melonen (letztere vor allem als Wasserquelle) auf dem Speiseplan. Schakale stehlen oft auch anderen Raubtieren wie Hyänen oder Löwen Teile ihrer Beute.
Dorkasgazellen:
Diese Gazellen leben in Herden von bis zu 50 Tieren dort, wo es genug Gras gibt - von Nordafrika über den Nahen Osten bis nach Pakistan und Indien. Sie selbst können keine Baue graben, suchen aber bei großer Hitze in den Höhlen anderer Tiere Zuflucht. Die Männchen haben einen Harem von bis zu sieben Weibchen. Zur Geburt ziehen sich die Weibchen aus der Herde zurück. Obwohl die Jungen gleich laufen können, sind sie vor allem direkt nach derGeburt durch Adler, Wüstenluchse und Hyänen gefährdet.
Kamele:
Kamele tragen Menschen und Güter bei sengender Sonne und selbst bei Sandstürmen durch die trockensten Wüsten. Sie können bis zu acht Tage ohne Wasser und Nahrung auskommen. Weil sie ihre Körpertemperatur um einige Grade erhöhen können, ehe sie anfangen zu schwitzen, sparen sie viel Feuchtigkeit ein. Auch ihr Urin ist hochkonzentriert und der Kot trocken. Was die Nahrung angeht, sind Kamele genügsam: Sie fressen trockene Wüstenpflanzen und können lange Zeit von ihren Fettreserven zehren. Es gibt vier verschiedene Kamelarten:
Alle vier Arten sind heute Nutztiere des Menschen. Wilde Dromedare gibt es nicht mehr. Nur das Trampeltier kommt auch noch wild vor.
Kamele speichern in ihren Höckern kein Wasser, sonder Fett. Bei Nahrungsmangel brauchen sie diese Reserve nach und nach auf, und der Höcker schrumpft. Dromedare können ihre Körpertemperatur um 6 °C schwanken lassen und bis zu 1/3 ihrer Körperflüssigkeit verlieren. Für Menschen wäre beides tödlich. Um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen, kann das Dromedar 100 Liter Wasser auf einmal trinken.
Mit ihren breiten Sohlenkissen können Kamele im weichen Sand laufen. Im Gegensatz zu anderen Paarhufern treten sie mit den Sohlenflächen des letzten und vorletzten Gliedes ihrer mittleren Zehe auf. Die nagelartigen Hufe sind klein; die Sohlenflächen der auftretenden Zehen sind mit dicken federnden Schwielen gepolstert. Die langen Beine erheben das Kamel weit über den heißen Sand. In Kamelbauchhöhe ist es oft bis zu 10 °C kühler als am Boden.
Sandschutz:
Haare in der Ohrmuschel der Kamele halten den Wind ab. Lange, kräftige Wimpern schützen die Augen vor Flugsand. Bei Sandsturm schließen Kamele die Augen. Durch ihre dünnen Lieder können sie immer noch etwas sehen. Auch die Nasenlöcher sind verschließbar, so daß kein Wind in die Luftwege gerät.
Arbeit zitieren:
Sophie Koch, 2000, Flora und Fauna der Wüste, München, GRIN Verlag GmbH
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