Eines Tages wollte Newton ein Fernrohr mit größerer Schärfe bauen, als zu der Zeit üblich war, aber leider konnte er keine Linsen ohne Farbzerstreuung schleifen. Um mehr über die Entstehung dieser Farben herauszufinden, untersuchte er das Licht mit Hilfe eines Prismas: Er ließ Sonnenstrahlen durch ein Loch im Vorhang ins verdunkelte Zimmer fallen und konzentrierte sie mit Hilfe einer Linse auf das Prisma und wunderte sich, dass das nun ein Farbenband sichtbar wurde, das fünf mal länger als breit war. Nun hielt er ein zweites Prisma verkehrt herum hinter das erste, wobei das Farbband wieder in einem weißen Lichtkreis gesammelt wurde. In einem zweiten Versuch fand er heraus, warum er das weiße Licht in seine Spektralfarben zerlegen konnte: Erstens enthält weißes Licht alle Farben, und zweitens werden die verschiedenen Farben des Lichtes unterschiedlich stark gebrochen, wenn man sie durch ein Prisma fallen läßt, und die Farbe ist mit der Brechbarkeit untrennbar verbunden. Deshalb sah es so aus, als ob es keine Linsen ohne Farbzerstreuung geben könnte. Anstatt eines Linsenfernrohrs wollte er daher ein Spiegelfernrohr bauen. Um einen gut schleifbaren Stoff zu schaffen, begann er seine Versuche über Metalllegierungen. 1668 und 1671 hatte er endlich die ersten beiden Spiegelfernrohre vollendet.
Seine größte Entdeckung machte Newton aber in der Astronomie, als er die Gravitationslehre erfand. Den Anstoß dazu bekam er eines Tages, als ihm ein Apfel auf den Kopf fiel und er sich fragte, warum Äpfel eigentlich nach unten fallen. Er kam zu dem Ergebnis, dass es eine bisher noch unbekannte Kraft, die er Schwerkraft oder Gravitation nannte, geben musste. Er nahm an, dass man sich zu ihrer Berechnung die Anziehungskraft der Erde in ihrem Mittelpunkt vereinigt vorstellen muss. Von dort ausgehend, so seine Überlegung, musste sie auf alle Punkte und Gegenstände auf und über der Erde, also z.B. auf den Mond, wirken. Aber warum fiel der Mond dann nicht auf die Erde? Es musste noch eine zweite Kraft geben, die der Schwerkraft entgegenwirkte: Die Fliehkraft. Er folgerte, dass die Erde an ihren Polen durch die Fliehkraft ihrer Drehung abgeplattet sein musste. Auch unterschied er schon zwischen Gewicht und Masse: Ein Stein am Nordpol musste mehr wiegen als derselbe Stein am Äquator, obwohl die Masse dieselbe war. In seinen Erkenntnissen sah er auch folgerichtig den Grund für die Keplerschen Gesetze der Planetenbewegung.
Durch seine Erkenntnisse im Bereich der Gravitation und der Fliehkraft, die er in seinem Hauptwerk ,,Philosophiae naturalis principia mathematika" (,,Mathematische Grundlagen der Naturwissenschaft") zusammenfasste, war es nun möglich, die Planetenbewegungen zu berechnen. Ausserdem fand er so eine Erklärung für Ebbe und Flut: Da die Anziehende Kraft des Mondes mit der Erdentfernung abnimmt, wird das Wasser auf der Mondzugewandten Erdseite stärker angezogen als die Erde selbst. Dadurch entsteht hier ein Flutberg. Die Erde
wiederum wird stärker angezogen als das Wasser auf der Mondabgewandten Seite, wo sich durch die Fliehkraft, die aus der Erddrehung konsultiert, auch ein Flutberg bildet.
Eines Tages wurden Newtons Forschungen unterbrochen: In England kam viel Falschgeld in Umlauf, was eine Münzprägung erforderlich machte. Die Regierung wusste nicht, wem sie das Amt des Münzprägers. übergeben sollte, doch der Finanzminister Charles Montague , der zusammen mit Newton in Cambridge studiert hatte, übertrug ihm das Amt. Die Umprägung dauerte von 1696-1699 und wurde zum wirtschaftlichen Erfolg. Newton wurde zum Münzverwalter ernannt und von Königin Anna geadelt.
Vermutlich hat Newton sich nie viele Gedanken um Politik gemacht, da er sehr mit seinen Forschungen beschäftigt war, daher können nur Vermutungen über seine politische Meinung angestellt werden.
Newton war ein eher nachdenklicher Typ Mensch, der sich wahrscheinlich fast nur mit naturwissenschaftlichen Fragen auseinandergesetzt hat. Zeitgenossen beschreiben ihn als ,,unangenehmen Mensch, aber hervorragenden Wissenschaftler". Wenn man z.B. den Absolutismus von der Sicht eines solchen damaligen Wissenschaftlers sieht, schneidet er und der dazugehörige Merkantilismus schlecht ab: Forschungsmaterialien wie verschiedene Metalle müssen sehr teuer gewesen sein, da man sie nicht überall fand und überall hohe Zölle kassiert wurden. Ausserdem hatten begabte Menschen im Absolutismus kaum eine Chance, ihre Begabung zu finden: Der Staat wollte die Bevölkerung dumm halten, damit sie nicht aufmüpfig wurde, und jegliche Art einer logischen Erklärung wurde von der Staatskirche verboten.
Daher kann man abschließend sagen, dass Newtons Meinung über den Absolutismus eher negativ ausfiel.
Newtons Werke wurden kritisiert, worauf er oft empfindlich und gereizt reagierte. Mit 84 Jahren wurde Newton krank, doch bald darauf ging es ihm wieder besser und er konnte nach 25 Jahren Mitgliedschaft das Amt des Präsidenten der Royal Society übernehmen, aber am 4. März 1727 erlitt er einen schweren Rückfall. Am 18. März erlebte er seinen letzten Tag bei Bewußtsein, danach schlief er noch 2 Tage. Isaac Newton starb nach einem Leben voller Forschung und Experimente am 31. 3. 1727.
Newton galt neben Galilei als eigentlicher Begründer der Naturwissenschaft. Er widmete sein ganzes Leben der Forschung und seinen Versuchen. Newton hatte niemals den Wunsch gehabt, eine Familie zu gründen und wohnte ein Leben lang im College.
Viele Theorien Newtons wurden mit der Zeit überholt, doch sie werden immer eine Grundlage der Naturwissenschaft bleiben.
Quellen:
Brockhaus - Enzyklopädie
Internet-Seiten: 11. http://www.uni-bremen.de/stohrer/biograph/newton.htm
2. http://www.geocities.com/Athens/Parthenon/9735/isaac_newton.html
© 1999 by Jenny Besenthal, Imke Form and Florian Schulte
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Florian Schulte, Jenny Besenthal, Imke Form, 1999, Newton, Sir Isaac, Munich, GRIN Publishing GmbH
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