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1.2. Gibt es bereits Untersuchungen empirischen Charakters?
Im Laufe meiner Nachforschungen bin ich auf Untersuchungen aus den Bereichen der Sozialforschung sowie der Attraktivitätsforschung gestoßen. Diese Arbeiten untersuchten bereits die Wirkung von gesteigerten Selbstwertgefühl auf private sowie berufliche Erfolge. Ebenfalls die bevorzugte Behandlung schöner Menschen wurde bereits nachgewiesen. So legte man einer Bewerbung einmal ein Bild von einer attraktiven Frau und ein anderes Mal von einer weniger attraktiven Frau vor. Das Ergebnis zahlreicher Versuche zeigte ein bis zu 20 % höheres Anfangsgehalt für die attraktivere Frau. Doch konnte noch kein Zusammenhang zwischen dem gesteigerten Selbstwertgefühl durch eine Operation nachgewiesen werden. Ebenfalls interessant ist in wie weit dabei auf die Entwicklung des Selbstwertgefühls normatives und persönliches Schönheitsideal haben.
1.3. Scheint es sinnvoll empirische Forschungen durchzuführen?
Aufgrund meiner Nachforschungen bin ich der Meinung, daß eine empirische Untersuchung der Zusammenhänge immer noch Sinn macht, doch muß die Forschungsfrage differenzierter betrachtet werden. Die bereits geschilderten Untersuchungen lassen mich zu folgenden Überlegungen kommen.
1.4. Forschungsfrage
Meine endgültige Forschungsfrage lautet:
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Die ästhetisch- plastische Chirurgie begegnet solchen Vorwürfen mit dem Hinweis auf den Faktor der Freiwilligkeit und Wahlmöglichkeit, den die Patienten dabei haben. Zudem spricht die kosmetische Chirurgie von den leitenden und fordernden Momenten für die Persönlichkeitsentwicklung des Patienten. Auch außerhalb der Berufsethik gibt es Stimmen die die kosmetische Chirurgie hinterfragen. So stellt sich die Frage ob es dem Menschen gestattet sei derart im Leben einzugreifen und zu Veränderungen was Gott gegeben hat. Doch diese Frage ist eher allgemeiner Art und nicht speziell auf die plastische Chirurgie begrenzt.
Ein Vorwurf der sich ausschließlich auf die plastische Chirurgie konzentriert kommt aus dem Bereich der Sozialforscher. Sie werfen der kosmetischen Chirurgie vor die Fokussierung auf äußere Werte voranzutreiben und damit dem Verfall der inneren Werte zu fordern.
Bei einer positiven Auswertung der genannten Forschungsfrage muß sich diese Arbeit selbigen Vorwürfen stellen. Sie könnte einen noch stärkeren Boom der kosmetischen Chirurgie auslösen und vielen Menschen den Eindruck vermitteln, nur selbstbewußter und damit auch erfolgreicher werden zu können, wenn sie ihr Äußeres einem Schönheitsideal anpassen, daß von Kultur zu Kultur und selbst innerhalb einer Kultur zeitlich variiert.
Bleibt noch die ethische Verpflichtung dem Probanden gegenüber. Er muß über die Untersuchungsprozesse aufgeklärt werden, auf freiwilliger Basis beteiligt sein sowie die Garantie haben auf Wunsch anonym bleiben zu können.
Sind alle ethischen Problembereiche und die aus einer Untersuchung abwägbaren Folgen zufriedenstellend geklärt worden, das heißt die teilnehmenden Personen ausreichend
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1.7 Der Forschungsplan
Empirische Sozialforschung
Gesellschaftsstudie Schönheitsoperation
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2. Theoriebildung
Da die Fragestellung einen sehr komplexen Sachverhalt aufgreift und zudem auf eine hohe Zahl von Probanden zurückgreift, wird sich die Frage nicht zweifellos eindeutig beantworten lassen. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, das die Untersuchung einen deutlichen Trend aufzeigen wird. Ich denke das dieser Trend eine positive Beantwortung der Frage widerspiegeln wird.
3. Konzeptspezifikation
3.1 Objekte der Untersuchung ihre Beschreibung und Vorgehensweise Die Untersuchung soll im Rahmen einer schriftlichen Befragung durchgeführt werden. Hierzu werden die Fragebögen bei ausgewählten kosmetischen Chirurgen hinterlegt, so daß die Probanden schon vor der Operation das erste Mal ihre Daten und Informationen mitteilen. Sie erklären sich bereit die nach einem halben Jahr, nach einem Jahr, nach 3 sowie nach fünf Jahren nach der Operation folgenden Fragebögen ebenfalls zu beantworten. Dabei sind die Fragen natürlich von Bogen zu Bogen umformuliert worden und variieren, fragen aber nach den selben Werten. Somit erhält man verschiedenen Werte über eine Person und die dann in Korrelation miteinander gesetzt werden können und eine Entwicklung oder einen Verlauf aufzeigen können.
Um verläßliche Aussagen über den zu untersuchenden Sachverhalt machen zu können sollten mindestens tausend Patienten an dieser schriftlichen Befragung durch standardisierte Fragebögen teilnehmen. Zudem wird eine weitere Gruppe zur Beantwortung der Fragebögen herangezogen, die keine Schönheitsoperation durchgeführt, aber die gleiche sozialen
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3.2 Definition verwendeter Begriffe
Schönheit: 1 “ Schön ist, was uns gefällt, was anspricht und unsere Augen zum verweilen zwingt, schön ist, was über den durchschnitt des Alltags, des Gewöhnlichen, herausragt, die Norm durchbricht, aber doch nicht fremd wirkt.“ 1
Der Amerikaner Stephen Marquardt hat eine Schönheitsformel samt Schablone entwickelt. Dabei wird das Gesicht in Längenverhältnissen gemessen und eingeteilt( so ist das perfekte Gesicht in einem Verhältnis von 1. 1,618 gebaut). Seine Schönheitsformel lautet:“ Was von den Linien abweicht, korrigiert der Chirurg auf Wunsch mit dem Skalpell“ 2
Selbstwertgefühl: „ Bezeichnung für die gefühlsbezogene Seite des Selbstbewußtseins bzw. der Selbsteinschätzung. Das Selbstwertgefühl entsteht als Reaktion auf die in Sozialisation und frühkindl. Entwicklung erfahrenen sozialen Beziehungen und kann je nach Form und Qualität dieser Erfahrungen eine übersteigerte (Selbstüberschätzung), eine positive (Selbstachtung) oder negative ( Minderwertigkeitsgefühl) Vorstellung gegenüber dem eigenen Ich ausbilden“ 3
Erfolg: allg.: „ Positives Ergebnis einer Bemühung, das Eintreten einer erstrebten Wirkung“ In der Psychologie: „ Das Erfolgserlebnis hängt weniger von der absoluten Höhe der Leistung als von ihrer Übereinstimmung mit den selbst gesetzten Erwartungen und von einer Bestätigung durch die Umwelt ab. Liegt die Leistung unter dem erwarteten Niveau, so wird dies Mißerfolg, liegt sie im Bereich der Erwartung oder darüber, als Erfolg gewertet.“ 4
Ideal: allg.: „ Inbegriff der Vollkommenheit; Wunschbild, Vorbild, als höchster Wert
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sittlicher Identität als heraushebender Mensch auszeichnen läßt.
3.3 Hypothesenbildung Eine Schönheitsoperation wertet das Selbstwertgefühl auf, was sich wiederum positiv auf den Erfolg im privaten sowie beruflichen Leben auswirkt.
4. Operationalisierung
Beim Prozeß der Operationalisierung ist darauf zu achten, daß die Indikatoren die Kriterien der Validität, Reliabilität sowie Objektivität erfüllen. Um dies zu überprüfen bedient man sich des Verfahrens des Pretests.
In meinen Weiteren Ausführungen gehe ich davon aus, daß das Meßinstrument, in diesem Fall ein schriftlicher Fragebogen, die Phase des Pretests erfolgreich durchlaufen hat und somit sichergestellt ist, daß Validität, Reliabilität sowie Objektivität gewährleistet werden können.
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4.2 Meßtechnische Übersetzung der Indikatoren
Wie bereits erwähnt wird die erste schriftliche Befragung der Probanden bereits vor dem kosmetischen Eingriff durchgeführt. Die hieraus resultierenden Werte dienen als Basiswerte zum Vergleich späterer Datenerhebungen ( 6 Monate n. Op., ein Jahr n. Op., 3 Jahre n. Op., 5 Jahre n. Op.). Die nachfolgenden Befragungen sind in ihrer Wertigkeit als gleichgestellt zu betrachten. Aus jeder Befragung erhalte ich Werte für eine bestimmte Person, die dann in Korrelation zueinander gesetzt werden können. Hauptaugenmerk liegt bei der Bewertung der schriftlichen Befragung auf der Erfassung des Selbstwertgefühls. Dieser Teil muß so stark ins Gewicht fallen ,daß selbst eine massive Veränderung der Bereiche des Schönheitsbegriffes und der des Erfolgs keine Verzerrung des Testergebnisses bedeuten. Wobei der Bereich des Erfolgs
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ähnlich der Gruppe sind, die sich für einen kosmetischen eingriff entschieden haben (G1). Darum wird zusätzlich zur eigentlichen Testgruppe eine zweite als Vergleichsgruppe in die Erhebung miteinbezogen. Erst dadurch wird die objektive Beantwortung der Hypothese möglich.
Aus oben genannten Überlegungen resultiert folgende Gewichtung: Teil der Schönheitsdefintion, Schönheitserleben etc. 30% Teil der Selbstbewerterfassung 40% Teil der Erfolskontrolle 30% Nachdem die verschiedenen Gesamtergebnisse der Tests in einer Art Entwicklungskurve aufgezeichnet werden, kann die Gegenüberstellung mit der Vergleichsgruppe erfolgen. Dabei können beide Gruppen als Gesamtheit betrachtet werden oder aber auch einzelne Individuen gleichen Status miteinander verglichen werden.
Ist die Wertigkeit von G1 größer als die von G2, liegt die Kurve von G1 also über der von G2, kann die Hypothese als bestätigt gelten. Bei umgekehrten Verhältnissen oder bei gleicher Wertigkeit gilt sie als widerlegt.
G1>G2 Hypothese gilt als bestätigt G1
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Lenia Ulmann, 2000, Kann das Selbstwertgefühl durch ein Angleichen an ein vorgegebenes Schönheitsideal auf Dauer gestärkt werden?, Munich, GRIN Publishing GmbH
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