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Alice Salomon. Die ungleiche Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit

Title: Alice Salomon. Die ungleiche Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit

Term Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: gut

Autor:in: Mirja Plischke (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Alice Salomon, Begründerin des sozialen Frauenberufs in Deutschland und Pionierin der Ausbildung zur Sozialarbeit, ist wohl kaum einem bekannt. Alice Salomon war eine der führenden Köpfe der Frauenbewegung ihrer Zeit, welche internationales Ansehen genoss und als eine der ersten Frauen in Deutschland promovierte. Sie und andere Frauen, die entscheidende soziologische Beiträge geliefert haben scheinen vergessen. Fassman (1996:296) sieht die Ursache im Nationalsozialismus. Er schreibt Alice Salomon sei von „den Nazis um ihre wohlverdiente Anerkennung und die Früchte ihrer Lebensarbeit” gebracht. Wie viele andere von den neu wiederentdeckten Soziologinnen ist auch sie jüdischer Herkunft und muss 1937 das Land verlassen. Doch sie scheint nicht völlig vergessen, denn im Jahr 1993, 45 Jahre nach ihrem Tod, wird die Berliner Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, für die sie den Grundstein legte, in „Alice- Salomon-Fachhochschule Berlin” umbenannt.

Im folgenden werde ich mich mit Alice Salomons Leben und ihrer Doktordissertation „Die Ursachen der ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit” befassen. Da mich besonders beeindruckt hat, wie viel Alice Salomon in ihrem Leben geleistet und was für eine Vielzahl an Projekten sie oftmals gleichzeitig bearbeitet hat, erscheint es mir wichtig ihre Biographie ausführlich zu beschreiben. Danach werde ich mit ihrer oben genannten Dissertation befassen und versuchen kurz aber präzise Thematik, Fragestellung, Methode, Argumentation und Schlussfolgerung darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie

2.1 Kinder- und Jugendjahre

2.2 Der Wendepunkt

2.3 Studium und Promotion

2.4 Soziale Frauenschule und internationales Engagement

2.5 Ausweisung aus Deutschland und einsames Lebensende

3. „Die Ursachen der ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit”

3.1 Inhalt, Methode und Ziel

3.2 Schlussfolgerungen

3.3 Ausblick

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben und Wirken von Alice Salomon, einer Pionierin der sozialen Arbeit, und analysiert vertiefend ihre 1906 veröffentlichte Dissertation „Die Ursachen der ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit“, um deren wissenschaftliche Fragestellung, methodisches Vorgehen sowie die resultierenden Schlussfolgerungen darzustellen.

  • Biographische Darstellung von Alice Salomon unter Berücksichtigung ihres sozialen Engagements.
  • Analyse der wissenschaftlichen Dissertation zu Lohnunterschieden zwischen den Geschlechtern.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ursachen für ungleiche Entlohnung.
  • Reflektion über die Rolle der Frau im Erwerbsleben und in der Frauenbewegung.
  • Diskussion von Lösungsansätzen zur Verbesserung der ökonomischen Situation arbeitender Frauen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Inhalt, Methode und Ziel

In der Einleitung ihrer Dissertation beschreibt Alice Salomon zunächst die Beweggründe, die sie in ihrer Themenwahl beeinflusst haben. Sie möchte vor dem Hintergrund der zunehmenden Frauenarbeit, vor allem in den Bereichen Handel, Verkehr und Landwirtschaft „die Lage der weiblichen Arbeit, insbesondere ihre Entlohnung, in Betracht ziehen und deren Einfluß auf die Männerarbeit” (Salomon 1906:4) untersuchen. Sie sieht es als wichtig an, zu untersuchen in welchem Verhältnis die Frauenlöhne zu den Männerlöhnen stehen, und „ob niedrige Frauenlöhne eine lohndrückende Wirkung ausüben oder eine Steigerung der Männerlöhne verhindern ” (Salomon 1906:6).

Alice Salomon macht folglich die Unterschiede in der Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit zu ihrem Thema. Weiterhin stellt sie sich die Aufgabe, die Ursachen dieser Ungleichentlohnung festzustellen, welche sie glaubt, mit der Grenznutzentheorie erklären zu können. In ihren Augen muss es tiefere Gründe für die Lohnunterschiede geben, als „bloße Willkür” (Salomon 1906: Geleitwort) .

Anschließend kommt Alice Salomon auf ihr Ziel, dass sie mit dieser Dissertation verfolgt, zu sprechen. Sie will ein Bild von der Frauenarbeit ihrer Zeit gewinnen, „um daraus Schlüsse für ihre Fortentwicklung zu ziehen und Richtlinien für die staatliche und sonstige öffentliche Einwirkung aufzustellen” (Salomon 1906: 1). Alice Salomon verfolgt also durchaus ein politisches Ziel: sie möchte nicht nur „einer beschränkten Anzahl von Frauen höhere Löhne verschaffen, sondern bedeutsame Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt in geordnete Bahnen” lenken, den „Konkurrrenzkampf von Mann und Frau auf eine geordnete Basis” stellen und „einem künstlichen Darniederhalten aller Arbeitslöhne ebenso im Interesse der Frauen wie der Männer ein Ende” bereiten. (Salomon 1906: 8) Da dieses aber nicht geändert werden kann, wenn die Frauen ihr Schicksal nicht selber in die Hand nehmen, möchte sie diesen mit ihrer Arbeit den rechten Weg weisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über das Leben von Alice Salomon und führt in die Thematik ihrer Dissertation zur ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit ein.

2. Biographie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Salomons nach, von ihrer Kindheit und Jugend über ihr Studium bis hin zu ihrem sozialen Engagement und ihrem Exil.

3. „Die Ursachen der ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit”: Dieser Abschnitt widmet sich der Dissertation Salomons und analysiert deren inhaltliche Ausrichtung, methodische Vorgehensweise und politische Zielsetzung.

4. Fazit: Das Fazit würdigt die Lebensleistung von Alice Salomon und fasst die Bedeutung ihrer wissenschaftlichen und sozialen Arbeit zusammen.

Schlüsselwörter

Alice Salomon, Frauenbewegung, Soziale Arbeit, Frauenarbeit, Lohnunterschiede, Dissertation, Soziale Frauenschule, Nationalökonomie, Grenznutzentheorie, Gleichberechtigung, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsgeschichte, Emanzipation, Lohnbildung, Soziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Biographie von Alice Salomon, einer Pionierin der sozialen Arbeit, und untersucht den theoretischen und methodischen Gehalt ihrer Dissertation von 1906 über Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die historische Frauenbewegung in Deutschland, die Entwicklung der professionellen Sozialarbeit, die sozioökonomische Analyse der Lohnungleichheit sowie die politische und gesellschaftliche Stellung der Frau um die Jahrhundertwende.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel besteht darin, das Lebenswerk Alice Salomons zu würdigen und präzise darzulegen, wie sie in ihrer Dissertation die ökonomischen Ursachen der ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit wissenschaftlich herleitet und politisch bewertet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Für ihre Dissertation nutzte Alice Salomon Enqueten, Berichte der Gewerbeinspektionen sowie statistisches Material aus Deutschland und Österreich, um die Lohnbildung in fünf verschiedenen Berufsständen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte biographische Darstellung Salomons sowie die Analyse ihrer Dissertation, wobei insbesondere die Schlussfolgerungen und Lösungsansätze zur Strukturierung des Arbeitsmarktes und zur Verbesserung der Frauenbildung im Fokus stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Alice Salomon, Frauenbewegung, Soziale Arbeit, Lohnunterschiede, Arbeitsmarkt, Soziale Frauenschule und Gleichberechtigung.

Welche besondere Bedeutung hat das Jahr 1906 für die Arbeit?

1906 ist das Jahr, in dem Alice Salomon promovierte und ihre Dissertation „Die Ursachen der ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit” veröffentlichte, welche den Kern der Analyse in dieser Arbeit bildet.

Wie bewertet Salomon laut der Arbeit die Zukunft der Frauenarbeit?

Salomon sah die Verbesserung der Situation von arbeitenden Frauen in einer Kombination aus besserer Bildung, höherer Qualifikation und einer grundlegenden gesellschaftlichen Umwandlung hinsichtlich der Stellung der Frau im Erwerbsleben.

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Details

Title
Alice Salomon. Die ungleiche Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit
College
University of Hannover  (Institut für Soziologie)
Course
Einführung in die Soziologie. Grenzgängerinnen- Sozialwissenschaftlerinnen und ihre Arbeiten in der Geschichte des Faches (1900-1970)
Grade
gut
Author
Mirja Plischke (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V9900
ISBN (eBook)
9783638164900
Language
German
Tags
Alice Salomon Entlohnung Männer- Frauenarbeit Einführung Soziologie Grenzgängerinnen- Sozialwissenschaftlerinnen Arbeiten Geschichte Faches
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mirja Plischke (Author), 2003, Alice Salomon. Die ungleiche Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9900
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