Sprache ist ein großes System, das aus vielen Untergruppen besteht (z.B. Grammatik, - Phonetik,Semantik, Morphologie)
Auf jeder Ebene gewisse Einheiten und gewisse Regeln, wie man diese kombinieren kann - Verbindungenzwischen den einzelnen Untergruppen erklären Komplexität (wenn in - einemSystem etwas verändert wird, wirkt sich das auf anderes System aus) Unterschied Langue <-> Parole - Aneignungvon Sprache bei Kindern: wenn Regeln verstanden -> Eigenleistungen - Phonetik:
Hat mit Lauten zu tun - AlleLaute - Allgemeiner - Phonologie:
Wissenschaft der (sprachlich relevanten) Laute - SprachlicheLaute - Konkreterim wissenschaftlichen Sinne - DreiZweige: artikulatorisch, akustisch und auditorisch - Phonemik:
Beschäftigung mit Phonemen - Reference:
Verweis auf außersprachliche Referenz - Schnittstellezwischen etwas Innersprachlichem und dem außersprachlichen Bezug - Gebundenan Kontext der Äußerung - Deixis:
Zeit, Ort, Sprecher, Adressat, Objekte, Geschehnisse - Kannman nur verstehen, wenn auf der außersprachlichen Ebene z.B. auf etwas gedeutet - wird
Normalerweise Demonstrativpronomen (oder anderes demonstratives Element) enthalten - Sense:
Sprachlicher Inhalt - Bereichdes Systems - Konzeptevon Dingen - Denotation:
Was außersprachlich gemeint ist - Wasman konkret meint - Verweisauf außersprachliche Welt - Isomorph:
Von der Form her gleich (vgl. medium-transferability) - Beziehtsich nicht speziell auf Morpheme - Medium-transferability:
Medium der Sprache kann wechseln - Prioritätvon gesprochener gegenüber geschriebener Sprache:
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Historisch bedingt: gesprochene Sprache gab es vor der Schrift - Strukturell bedingt:gesprochene Sprache ist "more basic"/grundlegender - Funktionell bedingt:der größte Teil der Kommunikation findet mündlich statt - Biologisch bedingt:man lernt normalerweise erst Sprechen; Schreibenlernen basiert meist - aufmündlicher Sprachkompetenz; Veränderungen finden meist im Mündlichen statt
Semiotik/Semisiologie:
Lehre von den Zeichen (im allgemeinen; nicht nur sprachliche Zeichen) - Competence/Langue/Language-system:
Fähigkeit (des idealen Sprechers) - Spracheals System im idealem Zustand - Performance/Parole/Language-behaviour:
Akt des Sprechens - TatsächlicheÄußerungen (inkl. Fehler) - Prosodie/Suprasegmentalia:
Betonung - Satzmelodie - Länge - ParalinguistischeMerkmale:
Tempo - Lautstärke - Gesten - ... - Akzent:
bezieht sich nur auf die Aussprache - kannphonemisch oder subphonemisch sein - Dialekt:
Unterschiede in Vokabular und Grammatik - RegionaleUnterschiede - Standard istder Dialekt, der den Status einer nationalen "Standardsprache" erlangt hat - (aushistorischen Gründen); wird meist auch beim Lehren dieser Sprache verwendet Oft schwer von Soziolekt abzugrenzen (oft bestimmte soziale Schichten, die Dialekt - sprechen)
Idiolekt:
Eigenheit der Sprache jedes einzelnen Sprechers - BetrifftVokabular und Aussprache (weniger Grammatik) - IndividuellerDialekt - Stil:
Unterschied zwischen Umgangssprache und "literary language" - Situationsbezogen(mit wem redet man, was will man vermitteln,...) - Pidgin:
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Ursprünglich Zwecksprache (für Handel etc.) - Funktionaleingeschränkt - KünstlicheSprache - Mischungaus zwei verschiedenen Sprachen - Sehrbeschränktes Vokabular - WeitereWörter müssen aus diesem Vokabular zusammengesetzt werden - WenigGrammatik - KeineFlexionsformen - GeregelteSatzstellung - KeineMuttersprachler - Kreol:
Weiterentwicklung der Pidgin-Sprachen - Esgibt Muttersprachler - AufSklavenplantagen entstanden - Deskriptiv:
Beschreibend - WieSprache tatsächlich genutzt wird - ImmanenteRegeln (der Sprache innewohnend; durch deskriptive Grammatik gefunden) - Präskriptiv:
Vorschreibend - WieSprache genutzt werden soll - TranszendenteRegeln (auferlegte Regeln) - Hyperkorrektion:
Übervermeidung von Fehlern (wodurch neue entstehen) - EtymologischeTäuschung:
Etymologie ist für den heutigen Sprachgebrauch irrelevant - Bedeutungvon heute kann man nicht (immer) aus Wortursprung erschließen - Ursprungvon Wörtern kann nicht bis zum wirklichen Ursprung zurückverfolgt werden - Acceptability:
Akzeptanz von gewissen Formen, Äußerungen,... durch Sprecher der Sprache - Potentialityfor use:
Ob es selber gebraucht werden würde - Meaningfulness:
Hat kommunikativ eine Bedeutung - Minimalpaare:
Änderung eines Buchstabens bringt Bedeutungsänderung mit sich - Homophony:
Gleiche Aussprache, unterschiedliche Schreibung (z.B. rode : road) - Homography:
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Gleiche Schreibung, unterschiedliche Aussprache (meist wegen stress-shift, z.B. import : - import)
Homonym:
Gleiche Aussprache, gleiche Schreibung - UnterschiedlicheBedeutung - Meistunterschiedliche Herkunft/Etymologie - Oftnur partiell (z.B. find : found) - AbsoluteHomonymie: alle Formen zweier unterschiedlicher Lexeme stimmen überein - (z.B.bank : bank)
Polysem:
Unterschiedliche Bedeutungen eines einzigen Lexems (neck) - Manerkennt normalerweise inhaltlichen Zusammenhang - Synonym:
Zwei Lexeme sind gleichbedeutend bzw. sinnverwandt - KompletteSynonymie: zwei Lexeme haben dieselbe deskriptive, expressive und soziale - Bedeutungin einigen/speziellen Kontexten (broad : wide); trifft selten zu Absolute Synonymie: komplett synonyme Wörter haben gleiche Verteilung, sind in allen - Kontextenaustauschbar und kommen gleich oft vor; kaum zu finden, außer in deskriptivem Fachvokabular, wo sich aber im Normalfall eine Bezeichnung mit der Zeit durchsetzt (caecitis : typhlitis)
Inkomplette Synonymie: beschränkt sich meist auf deskriptive Ebene und lässt - Kollokationenaußer Acht (father, dad, daddy, pop, ...)
Homorganic sounds:
Werden an derselben Stelle im Mund hergestellt - Assimilation:
Angleichung - Ziel:zwei (mehr oder weniger) homorganic sounds sollen aufeinander folgen - Vereinfachungder Aussprache - Kannnicht nur über Lautgrenze, sondern auch über Silbengrenze hinausgehen - Z.B.bei impossible - Elision:
Laute werden weggelassen - Liaison:
Wörter werden gebunden (linking 'r') - Reduktion:
Laute werden abgeschwächt - MeistVokale (werden zu schwa) - Hiatus:
Zwei Vokale, die aufeinander folgen (z.B. Ende eines Worts und Anfang des nächsten) - IngressiveLuft:
Geht in den Mund -
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Egressive Luft: Geht aus dem Mund - Vokale:
Variablen: - Front,central, back - Geschlossen,halb-geschlossen, halb-offen, offen - Rounded,unrounded - Konsonanten:
Variablen: - Aritkulationsort - Artikulationsart - Stimmhaftigkeit - PhonetischeÄhnlichkeit:
Laute unterscheiden sich nach mehreren Parametern - Siekönnen z.B. zwei gleiche Parameter haben - PhonetischeIdentität ein- und desselben Lautes ist ein theoretisches Ideal - Phoneme:
Kleinste bedeutungsunterscheidende/bedeutungsdifferenzierende Einheit einer Sprache - Ansich kein Minimalelement - Distinctivefunction (distributional overlap) - Allophone:
Kleine Unterschiede zwischen den Lauten - Bewirkenkeinen Bedeutungsunterschied - Complementarydistribution (no overlap) = die Laute tauchen nie in phonetisch - identischerUmgebung auf und können keine Bedeutungsänderung herbeiführen, z.B. clear l und dark l in RP
Free variation (distributional overlap), z.B. glottal stop statt [t] - Derivation:
Bildet ein neues Lexem, z.B. {-ation}, {-ism} - Flexion:
Drückt grammatische Kategorien wie Kasus, Numerus, Genus aus (z.B.: Pluralendung, - ing-Form)
Produktivität:
Voraussetzung: Kennen der Elemente und Regeln der Sprache - Kombinierender Elemente entsprechend den Regeln - Kombinationso, dass immer wieder neue, vorher noch nicht verwendete Äußerungen - entstehen(können)
Kreativität:
Voraussetzung: Kennen der Elemente und regeln der Sprache - NeueWörter/Elemente erfinden (rule-governed) -
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Morpheme: Minimalelement - Kleinsteslinguistisches Element, das eine Bedeutung trägt - Kleinstesbedeutungstragendes Element - GleicheBedeutung in jedem Kontext - Innere& äußere Form - Konzeptdes Allomorphs ist parallel zu dem des Allophons - Durchproduktive Morpheme können neue Wörter geschaffen werden (z.B.: {-ish}, {- - ism}
Nullmorphem: man erkennt eine Veränderung im Wort (z.B. Sg. -> Pl. bei sheep -> sheep) - Flexionsmorpheme. Drückengrammatische Kategorien aus; im Englischen nur Suffixe - Derivationsmorpheme: kreierenneue Wörter; im Englische Suffixe und Präfixe - Freie (könnenfür sich alleine stehen) vs. gebundene (nur als Affixe in Verbindung mit - anderenMorphemen) Morpheme
Grammatische Morpheme: verdeutlichen grammatische Kategorien (z.B. Pluralendung, - ing-Form);Funktionswörter; kein semantischer Inhalt - LexikalischeMorpheme: Lexeme oder Bestandteile/Komponenten von Lexemen; haben - semantischenInhalt
Blockierte Morpheme:
kann nur an einer Stelle in einem Lexem verwendet werden; tragen
-
dortBedeutung mit
Präfixe, Suffixe, Infixe, Affixe
-
Wurzelmorphem/rootmorpheme
-
Wort:
Minimale/kleinste freie Form (minimum free form) - KleinsteEinheit, die für sich alleine stehend eine Bedeutung hat -
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Morphologie: Innere Struktur von Wortformen - Syntax:
Verteilung von Wortformen - Textsyntax: gehtüber einen einzelnen Satz hinaus (z.B. Gebrauch von Pronomina); - Bedeutungsbezug
Exophoric reference: das, worauf ich mich beziehe, ist außerhalb des Textes; - Referenzpunktliegt im Außersprachlichen (z.B. Situation) Endophoric reference: im Text; cataphoric = nach vorne weisend, den Referenzpunkt - ankündigend; anaphoric =zürückweisend, bezieht sich auf vorher genannten Referenzpunkt
Syntaktische Limitierungen/syntactic constraints:
Manche Wortklassen nur mit bestimmten anderen zu kombinieren, bzw. mit bestimmten - nichtzu kombinieren (z.B. unzählbare Substantive nicht mit unbestimmten Artikel) Verben sind restriktiver als Nomina - Collocationalrestraints:
Bedeutung der Wörter beeinflusst Kombination - Erwartungshaltung(z.B. strong coffee und powerful motorcar, nicht umgekehrt) - Idiomatik - Clichés - Metaphern - Modalauxiliaries:
Hilfsverben, die kleine Bedeutungsvarianten ausdrücken (Möglichkeit, Vorstellung, - Wunsch) Drücken Modus aus - Einstellungdes Sprechers zum Geschehen/der Satzaussage - Primaryauxiliaries:
Drücken Tempora, Aspekt (simple <-> progressive) und Genus verbi (aktiv <-> passiv) - aus
Lexikalisches Verb:
Drückt Handlung, um die es tatsächlich geht, aus - Non-finiteverb phrases:
Verb nicht in einer klaren Form in Bezug auf Tempus und Person - Infinitivsatz - Partizipialsatz (present& past participle) - Finiteverb phrases:
Zeit wird ausgedrückt (tense distinction) - Übereinstimmungvon Subjekt und Verb (subject concord) - Adjectivephrases:
Können durch Adverbien (meist intensifying, z.B. very) prämodifiziert werden -
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Können durch Präpositionalphrase, non-finite verb phrase oder ganzen Satz - postmodifiziertwerden
Adverb phrases:
Adjunct (circumstantial): geben zusätzliche Information über Umstände (very quickly) - Conjunct:verbinden zwei Phrasen; Verbindung zwischen zwei Phrasen (therefore, - besides)
Disjunct: geben Einstellung des Sprechers wieder (frankly, honestly) - Operator:
Gewisse grammatische Funktion - Teilder Verbalphrase - KannPosition verändern - DrücktZeit aus - Kannmit lexikalischem Verb/"head" übereinstimmen (dann ist für manche Funktionen ein - "Dummy"nötig)
Inversion, tense, negative element, tag question - IntensiveVerben:
Verlangen Adjunct oder Complement in Bezug auf das Subjekt - Adjunct:
Bezieht sich nicht direkt auf das Objekt, sondern ist Teil der Handlung - Beziehtsich auf Handlung - AdverbialeFunktion - Complement:
Bezieht sich auf Person (Subjekt oder Objekt) - Beziehtsich direkt auf das Objekt bei komplex-transitiven Verben - MonotransitivesVerb:
Verlangt nur ein Objekt - Di-transitivesVerb:
Verlangt zwei Objekte - Komplex-transitivesVerb:
Verlangt Objekt und Adjunct oder Complement - Besonderheitder Präpositionalphrase:
Exocentric phrase: man braucht immer zwei Elemente, Phrase lässt sich nicht auf ein - "head"reduzieren (PP)
Im Gegensatz dazu endocentric phrase: lässt sich immer auf ein Wort reduzieren; - "head"/Zentrumliegt in Phrase richtig drin (NP, VP)
Funktionale Satzperspektive:
Umstellung von Satzteilen um eine bestimmte Funktion zu erreichen - End-focus: letzteElemente werden meist als betont angesehen - End-weight: schwerere,längere Elemente werden normalerweise an das Ende gestellt - Passive: Möglichkeitden Endfokus zu erreichen -
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Cleft sentence: Struktur It + Form von (to) be + Fokus + Relativsatz; alle Satzteile bis auf - dasVerb können betont werden
Pseudo-cleft sentence: kann auch ein Verb betonen; Struktur What + Verb/Fokus + Form - von(to) be + Rest
Existential "there": nur bei indefiniten Subjekten - Extraposition: Sachen,die betont werden sollen, rutschen ans Ende/weiter nach hinten - Markedtheme: das, worüber gesprochen wird, soll betont werden, nicht weitere - Informationen; Thema betont, Rema unbetont
Antonyme:
Gegensätze/Gegensatzpaare - Hyponyme:
Unterbegriffe - Hyperonyme:
Überbegriffe - Lexicalfield/Wortfeld:
Gruppen von Wörtern, die einen gewissen semantischen Zusammenhang aufweisen - Sentencemeaning:
Abstrakt - Kontextunabhängig - Utterancemeaning:
Produkt von sentence meaning und Kontext - Objectlanguage:
Sprache, die untersucht wird - Metalanguage:
Sprache, die benutzt wird um zu analysieren - Performatives:
Verben, die an sich eine Handlung sind (promise, name sb., ask) - Indemman die Verben sagt, wird die Handlung ausgeführt - Sprachwandel:
universell (überall, jede Sprache betreffend), universal - kontinuierlich(der Prozess ist ständig, nicht abrupt), continious - regulär,regular - Übergängesind fließend - Gründefür Sprachwandel: intern = Analogie (Verregelmäßigung der Sprache/von - unregelmäßigenFormen), Prinzip des geringsten Aufwandes für höchste Effizienz und kommunikative Klarheit; extern = Bilinguistik, Lehnwörter (borrowing), Spracherwerb von Kindern
Lexikalische Lücken/lexical gaps:
Für manche Begriffe/Sachverhalte gibt es in einigen Sprachen kein Wort -
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Lücken können geschlossen werden durch Umschreibung (schwerer zu merken und - umständlich),analoge Übersetzung oder Borrowing
Restricted code (Bernstein):
Inexplizit (z.B. kein großes Vokabular, nicht alles kann genau ausgedrückt werden) - Kontextabhängig(nur in bestimmten Kontexten anwendbar) - Mantafahrersprache - Umstritten,da letztlich Funktionalität der Sprache entscheidend ist - Elaboratedcode (Bernstein):
Explizit (man kann alles so benennen, wie man möchte) - Kontextunabhängig(an keinen bestimmten Kontext gebunden) -
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Quote paper:
Alexandra Palme, 2000, Einführung in die Sprachwissenschaft, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Das System der "checks and balances" in den Federalist Paper...
American Studies - Culture and Applied Geography
Scholary Paper (Seminar), 17 Pages
Die Arbeit mit Synonymen, Antonymen und Begriffen im Deutschunterricht...
German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 18 Pages
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