Geschichte-KA am 28.6.2000
Absolutismus:
? ?
Die Innenpolitische Probleme werden durch außenpol.
Erfolge überdeckt.
? ?
Der König macht die Gesetze, muss sich aber nicht daran
halten = legibus absolutus
? ?
Absolutismus wird gerechtfertigt durch die Tatsache, dass
der Herrscher von Gott eingesetzt worden ist, und deshalb
auch unfehlbar ist.
? ?
Wirtschaftssystem ist der Merkantilismus: Das Ziel
davon ist die Vergrößerung des Reichtums durch pos.
Handelsbilanzen. Dafür gibt es Schutzzölle auf ausländ.
Waren, um die Nachfrage der eigenen zu steigern. Zusätz-
lich müssen viele eigene Produkte, die gut und billig sind,
exportiert werden. Voraussetzungen für solche Produkte:
1.) Es wird Wert auf Manufakturen gelegt
2.) billige Rohstoffe werden benötigt, d.h. keine
Schutzzölle gegen Rohstoffe & Gründung von
Kolonien. Um den Zwischenhandel zu beseiti-
gen, wird eine eigene Handelsflotte aufgebaut.
3.) billiger Getreidepreis, und Anlegen von Nah-
rungsvorräten.
4.) Binnenzölle müssen abgeschafft werden
? ?
Für den absolutistischen Herrscher sind die Generalstände
völlig unnötig. Er braucht sie für Steuerreformen. Er lenkt
alles, d.h. Außenpolitik, Wirtschaft, Heer und Kultur, und
ernennt Minister
? ?
Das Geld bekommt der König aus Kriegen, wobei er Ent-
schädigungen erhält. Zudem bekommt er Steuern aus dem
3. Stand. Der Klerus und Adel mussten keine Steuern
zahlen
?
Ungerechtigkeit. Colbert versuchte Verbesser-
ungen durchzubringen, d.h. Klerus und Adel müssen
Steuern zahlen, weniger Staatsausgaben und eine Steuer-
senkung.
?
kontrollierte Steuerabnahme, aber es gab
korrupte Beamte und durch Feste, Bezahlung des Hof-
adels und Militärkosten stiegen die Staatsschulden.
Aufgeklärter Absolutismus in Preußen: Friedrich II ist
erster Diener des Staates. Er handelt im Gemeinwohl des
Staates und nur das Ansehen des Staates ist wichtig. Das Geld
wird für gemeinschaftliche Zwecke (Gebäude) ausgegeben.
Vor dem Gericht sind alle Menschen gleich. In Preußen gibt
es im Gegensatz zu Frankreich Pressefreiheit
Die Französische Revolution:
Das einfache Volk forderte mehr Stimmrecht im Generalstand
welcher wiederum mehr Mitspracherecht wollte.
Dieses einfache Volk und die Bauern hatten noch andere
Probleme, z.B. Hungersnöte, Frondienste, keine Bildung,
Frauen- und Kinderarbeit und steigende Brotpreise
Revolution der Pariser, d.h. Sturm auf die Bastille, wo die pol.
Gefangene befreit werden.
Diese 3 Teilrevolutionen waren Auslöser für die eigentliche
Französische Revolution.
Franz. Gesellschaft am Vorabend der Revolution:
Der Bürger musste sein ganzes Geld für Lebenshaltungskosten
ausgeben, da diese in den letzten vier Jahren aufgrund von
Naturkatastrophen, Steuern, Kriegen, während denen man
seine Felder nicht bestellen konnte, um 65% stiegen. Zudem
gab es auch noch ein Bevölkerungswachstum.
Die schlechte finanzielle Lage des Staates beruht darauf, dass
bei den Ausgaben die Schuldentilgung, die Hofhaltung und
das Militär im Vordergrund standen
?
Ausgabenkürzung und
Steuererhöhungen, die zu Lasten der Bauern gehen
?
Beschwerdebriefe der Bürger und Bauern
?
Forderungen:
1.) Alle drei Stände sollen je nach ihren Möglichkeiten
Steuern zahlen
2.) Beseitigung der Zehntzahlung
3.) Gleiches Gesetzt und Recht für alle
4.) Recht auf Eigentum
5.) Abschaffung von Frohndiensten
6.) Einziehen zum Wehrdienst nur in Notfällen, und wenn
dann soll es alle Klassen betreffen (ohne Freikauf)
Reaktionen auf die Briefe:
1.) Abschaffung der Leibeigenschaft
2.) Abschaffung der Gerichtsbarkeit des Grundherrn
3.) Umwandlung des Zehnten in eine Geldabgabe
4.) Enteignung des Kirchenguts
5.) Aufhebung der Zünfte
?
Wettbewerbsmöglichkeit
6.) Aufhebung aller Privilegien
?
Zusammenbruch der
rechtlichen Ordnung des absolutistischen Staates.
?
Erklärung der Menschen- & Bürgerrechte
Nun ist der Weg frei für eine Verfassung und ein Jahr später
wird Frankreich Republik
Aufteilung der Bevölkerung in Stände (vor der Rev):
Klerus (0,5%): a.)Niederer Klerus tendiert zum 3. Stand
(geistliche)
b.) Höherer Klerus tendiert zum Adel
Adel (1,5%): a) Hochadel
b) Amtsadel
c) niederer Adel (oft ärmer als 3. Stand)
3. Stand (98%): a) Bauern
b) Bürger
Klerus und Adel besaßen 75% des Landes und zahlten nur 5%
der gesamten Steuern.
In einer Flugschrift schreibt ein Angehörigen des niedrigen
Klerus, dass der dritte Stand alles sei, aber in der öffentlichen
Ordnung ist er Nichts. Doch der 3. Stand verlangt, etwas zu
sein.
Berufe in den einzelnen Ständen (vor der Rev):
Klerus: (Erz-)Bischöfe, Äbte, Mönche, Nonnen, Pfarrer
Adel: Bediensteten des Hofes, Offiziere, Beamte, Gutsbesitzer
3. Stand: Professoren, Selbständige, Ärzte, Kaufleute, Laden-
besitzer, Soldaten, Bauern, Bedienstete, Saisonarbeiter,
Tagelöhner.
Revolutionsverfassungen:
1. Verfassung (3.9. 1791):
Bisher brauchte man keine Verfassung, da der König unfehl-
bar war. Jetzt gibt es eine konstitutionelle Monarchie und
Gewaltenteilung:
a) Legislative = Nationalversammlung: Hauptaufgabe ist,
Gesetzte zu bearbeiten und zu verabschieden. Zudem
kontrolliert sie die Minister und den Kasationshof. Mit-
glieder werden durch Wahlmänner auf 2 Jahre gewählt.
b) Exekutive = König: Er hat ein suspensives Veto gegen
Legislative. Er ernennt seine Minister. Sein Amt wird
vererbt. Die Unteren Beamten der Exekutive, welche
durch die Minister kontrolliert werden, werden von
Aktivbürgern direkt gewählt.
c) Judikative: Auf der unteren Ebene sind die Richter &
Geschworene in den Gemeinden, in der Mitte ist der
Kasationshof. Diese beiden werden direkt vom Volk
gewählt. Ganz oben ist das Hochgericht, dessen
Mitglieder vom Kasationshof gewählt werden.
Aktivbürger sind alle Männer über 25 Jahre mit einer
Steuerleistung von mindestens 3 Tagen
2. Verfassung (1973), die nie in Kraft getreten ist:
a) Legislative = Nationalversammlung: Beraten & Verab-
schieden von Gesetzten. Wählt und kontrolliert den
Vollzugsrat. Kontrolliert zusätzlich den Kasationshof.
Abgeordnete werden von Aktivbürgern auf 1 Jahr direkt
gewählt.
b) Exekutive: Oberste Stufe ist der Vollzugsrat mit 24
Mitglieder, der die Verwaltung (mittlere Stufe)
kontrolliert. Ganz unten sind dann noch die Beamten in
den Departements und Gemeinden , die von Wahlmän-
nern gewählt werden
c) Judikative: Unten sind die Richter & Geschworene und
oben der Kasationshof. Beide Stufen werden von
Wahlmännern gewählt.
Wahlmänner werden durch Aktivbürger = Männer über 21
Jahre gewählt.
3. Verfassung (1795-1799):
a) Legislative: Es gibt den Rat der 500: Die Mitglieder
müssen mindestens 30 Jahre alt sein. Sie beraten über
Gesetze und schlagen jedes Jahr einen Direktor vor.
Dieser Rat kontrolliert die beiden unteren Abteilungen der
Judikative. Dann gibt es noch den Rat der Alten (250
Mitglieder, die mindestens 40 Jahre alt sein müssen). Sie
müssen Gesetzesvorschlägen zustimmen und ernennen
jedes Jahr einen Direktor (muss nicht der sein, welcher
vom anderen Rat vorgeschlagen worden ist). Bei beiden
Räten werden jährlich 1/3 der Mitglieder auf drei Jahre
gewählt.
b) Exekutive: Oben ist das Direktorium mit 5 Direktoren,
die die Verwaltung (mittlere Ebene) kontrollieren. Auf
der untersten Ebene sind 5 Beamte pro Departement,
die von Wahlmännern gewählt werden.
c) Judikative: Ganz unten sind die Richter & Geschworene
In der Mitte ist der Kasationshof. Diese beiden
Abteilungen werden durch Wahlmänner gewählt. Ganz
oben ist der Hohe Justizhof, dessen fünf Mitglieder vom
Kasationshof gewählt werden.
Aktivbürger sind alle Männer über 21 Jahre die Steuern
zahlen. Diese wählen die Wahlmänner auf ein Jahr.
Wahlmänner müssen mindestens 25 Jahre alt sein und eine
Steuerleistung von 100 Arbeitstagen zahlen.
Kriegsführung:
Was hat sich verändert:
? ?
vom Söldnerheer, bei dem es Überläufer gab, zur
allgemeinen Wehrpflicht (,,levé en masse")
? ?
Man darf sich nicht ersetzten lassen
? ?
unverheiratete Männer zwischen 18 und 25 Jahren
mussten zuerst an die Front
? ?
Bauern zahlen anstatt Steuern Naturalien ans Heer
? ?
Leistungsprinzip wurde eingeführt
? ?
Tarnkleidung wurde eingeführt
? ?
das Terrain wurde ausgenutzt
?
Deckung
?
die Kriege
dauerten länger
? ?
die Bauern gaben dem Heer freiwillig Nahrung ab, da die
Soldaten Patrioten und Nationalisten waren.
Koalitionskriege:
Diese wurden nur geführt um von der innenpolitischen Lage
abzulenken
1. Krieg (1792-1797): a) Gegen Österreich/Preußen
?
Sieg
Napoleons
?
Tochterrepubliken; b) gegen Engländer in
Ägypten
?
Nelson siegt über die französische Flotte.
2. Krieg (1799-1802): Gegen Österreich/GB/Russland
?
Sieg Napoleons. Die Fürsten sollen für den Verlust
linksrheinischen Gebieten entschädigt werden durch a)
Säkularisierung (geistlicher Besitz wird enteignet) und
b) Mediatisierung
3. Krieg: Gegen Österreich/GB/Russland
?
Napoleon
verliert Seeschlacht bei Trafalger gegen GB, jedoch gewinnt
er bei Austerlitz. Unter dem Schutz Napoleons schließen sich
Südlich und Westlich deutsche Fürsten zum Rheinbund
zusammen
?
Kaiser Franz II dankt ab
?
Ende des ,,Heiligen
Römischen Reiches Deutscher Nationen. Zusätzlich ruft
Napoleon eine Kontinentalsperre (Abspaltung der europä-
ischen Häfen) gegen GB aus.
4. Krieg(1806-1807): Gegen Preußen/Russland
?
Frankreich
gewinnt, vernichtet dabei Preußen militärisch und besetzt es.
Preußen muss Entschädigungen zahlen und für Napoleons
Kriege Truppen stellen
Krieg gegen Portugal und Spanien (1807-1808): Napoleon
erobert die Iberische Halbinsel, es gibt jedoch ständige
Aufstände.
5. Krieg: Gegen Österreich
?
weitere Gebietsverluste der
Österreicher
?
die Tiroler lösen sich nach einem Aufstand
unter Hofer von Österreich ab
Krieg gegen Russland (1812): Den Franzosen macht die
Taktik der verbrannten Erde, die Kosacken als Partisanen-
kämpfer und die harten Winter zu schaffen
?
große Verluste
Frankreichs. Nach dem Brand von Moskau ist der Krieg für
Frankreich verloren
Befreiungskriege (1813/1814): Völkerschlacht bei Leibzig
?
Frankreich verliert
?
1814 dankt Napoleon ab und geht auf
Insel Elba ins Exil
?
Frankreich bleibt in den Grenzen von
1782 als Großmacht erhalten und der Rheinbund wird
aufgelöst.
Herrschaft der 100 Tage: Napoleon sammelt im Exil
Soldaten und setzt mit ihnen nach Frankreich über. Die
Herrschaft endet 1815 nach der Schlacht von Waterloo gegen
Preußen und England
?
Napoleon wird nach St. Helena ver-
bannt und stirbt dort 1821.
Michael Sauer
Entstehung.
Ich vermisse in vielen Referaten (u.a.) zum Thema Absolutismus eine Antwort auf die eigentlich interessante Frage: Welche historischen Wurzeln hat der Absolutismus, bzw. wie entstand er.
Wie soll man sonst Geschichte
verstehen wenn man nur die
Fakten zum Thema zusammenstellt ?
am Tuesday, March 06, 2001-