2.) Das Leiden kommt vom Durst nach Lustgewinn, Lebensgier und der Ich-Sucht. Dadurch wird der Mensch an den unend- lichen Lebenskreislauf gebunden.
3.) Das Leiden kann geheilt und aufgehoben werden, in dem man erkennt das Egoismus zum Leid führt und nicht zum Heil. Wer die Ursache des Leidens erkannt hat, der weiß, dass das Leiden aufgehoben werden kann, indem das Begeh- ren und der Egoismus vernichtet werden. Wer diese beiden Dinge überwunden hat, dem wird die höchste Sicherheit von dem Leiden eröffnet: das Nirwana.
4.) Der Weg zur Erlösung ist ein achtfacher Pfad, den man gehen muss.
Das Rad des Lebens: Buddhisten stellen es das Kausalgesetz als zwölffache Formel des abhängigen Entstehens dar. Man kann daraus entnehmen, dass auch die Wiedergeburt im Buddhismus stattfindet. Der Unterschied hierbei zum Hinduismus, ist der, dass die Seele nach der Wiedergeburt eine andere ist, aber der neue Mensch aufgrund des Karma des alten aus dem alten her- vorgeht In der Vergangenheit der Durst sich auswirken lassen und den Grundstein für ein neues Leben gelegt.
In der Gegenwart gibt es ein neues Leben, das von der Empfäng- nis bis zur Neuentwicklung des Triebes und Begierde und einem Verhaftetsein mit der Welt der Mensch stirbt und wiedergeboren wird.
Islam
In der Arabischen Gesellschaft gab es Nomaden und seßhafte Stämme, die in den Städten von Handel, LWS, Handwerk lebten. Die reichen Sippen unterdrückten die Armen Stämme. Die meisten Stämme hingen an der altarabischen polythei- stischen Religion. Aber sonst gab es auch noch Christen, Juden, Inder und Iraner. Das religiöse Zentrum für die Araber war der Wallfahrtsort Mekka mit der Kaaba.
Mohammed: Er wurde 570 in Mekka geboren und verwaiste früh, heiratete aber eine alte Witwe, die schließlich auch verstarb. Er war schon immer ein Gottsucher und kam aufgrund zweier Offenbarungserlebnisse zur Überzeugung ein göttlicher Gesandter zu sein. Doch bald begann ein Widerstand gegen die kleine Islam-Gruppe Mohammeds, aufgrund seinen sozialen Forderungen. Wegen der Ablehnung musste M. Mekka 622 verlassen („Hidschra“) und begab sich zu einer Oase (später Medina), wo er Schutz fand und eine muslimische Gesellschaft aufbauen konnte („Umma“) ? Beginn der musl. Zeitrechnung. Mohammed schloss einige Bündnisse mit Stämmen Arabiens ? Konföderation arabischer Stämme. 630 eroberte er Mekka, welches schließlich auch den Islam annahm und nun mit Kaaba zum Heiligtum des Islams wurde.
Koran: Das heilige Buch d. Islams. Er ist die Grundlage für die islamische Dogmatik und die Fünf Säulen und Ausgangspunkt für Ethik und Recht des Islams. Er enthält die Offenbarungen, die Mohammed übermittelt bekam. Er ist direktes Wort Gottes, und deshalb in allen Hinsichten vollkommen. Er entstand aus Ansammlungen von Mitschriften, die während Mohammeds Predigten von Zuhörern angefertigt worden sind. Der Koran be- steht aus 114 Suren die von lang nach kurz angeordnet sind. Sunna: Zweite Grundlage des Islams. Sie enthält Bräuche und Überlieferungen aus dem Leben Mohammeds. Sie ist praktisch die Richtlinie des muslimischen Lebens, aber dem Koran unter- geordnet.
5 Säulen des Islams (=religiöse Grundpflichten des Moslems)
1.) Wallfahrt nach Mekka 2.) Fasten im Ramadan 3.) Armensteuer 4.) Glaubensbekenntnis 5.) 5 tägliche Pflichtgebete
Arbeit zitieren:
Benjamin Sorg, 2000, Weltreligionen, München, GRIN Verlag GmbH
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