Michael Waibel Psychiatrie Fachkurs Nürnberg 1999/2001
R1: kann Probleme mitteilen Regulation der Körpertemperatur: R1: bemerkt Probleme bei Erhöhung der Körpertemperatur, kann dies mitteilen Ernährung:
R1: kann alles essen P1: hat zu Hause „Essen kochen / Einkaufen“ vernachlässigt R2: kann einfache Rezepte benennen P2: hat zu Hause nie alleine gekocht, nur mitgeholfen Ausscheidung:
R1: selbständig Ruhen und Schlafen:
R1: hält Tag/Nachtrhythmus ein Sicherheit:
R1: fühlt sich auf Station sicher Körperpflege:
R1: Pat. kann sich selbständig pflegen P1: hat Körperpflege zu Hause vernachlässigt, drohte zu verwahrlosen Mobilität:
R1: Pat. ist mobil Informieren und Orientierung: R1: sozial-kommunikativ keine Einschränkung P1: schnell überfordert Kommunikation:
R1: keine Einschränkung in der Kommunikation Stimmungen wahrnehmen und leben: R1: Pat. kann seine Stimmungen äußern P1: Pat. kann schlecht Lob/ Kritik annehmen Verantwortungsfähigkeit:
R1: übernimmt Dienste auf Station Sinn finden:
R1: Pat. plant seinen weiteren Lebensweg im betreuten Wohnen P1: Pat. lebt in den Tag hinein Sinnvolle Zeitgestaltung:
R1: macht gerne Gesellschaftsspiele
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R2: geht gerne spazieren
P1: wenig eigener Antrieb Arbeit:
Rentner Persönlichen Besitz verwalten und finanzielle Sicherheit: R1: finanzielle Sicherheit gewährleistet P1: hat sich nicht mehr darum gekümmert Wohnen:
R1: Pat. will ins betreute Wohnen P1: Pat. mit der Führung eines eigenen Haushaltes überfordert Sich als Mann/Frau/Kind/Jugendlicher fühlen und verhalten: R1: Pat. hat eine Freundin Rechte wahrnehmen und Pflichten erfüllen: Betreuung durch Angehörige angeregt Sterben:
Nicht suizidal
3. Pflegediagnose
Der Patient plant nach Entlassung in das betreute Wohnen zu gehen. Auf Station hat Patient bislang wenig Eigeninitiative gezeigt. Es bestehen Defizite im hauswirtschaftlichen Bereich.
Vorbereitung und Planung einer soziotherapeutischen Einzel-oder
1. Ziel
Die Wiedergewinnung, bzw. das Erhalten der lebenspraktischen Fähigkeit Einkaufen. Dabei die Selbständigkeit und Kompetenz des Pat. fördern.
1.3 . Die PatientInnen sollen:
wissen, was er einkauft preißbewußt einkaufen einfaches Rezept benennen können
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1.3.2. affektiv
mit den vielen reizen umgehen können
1.3.3. sozial-kommunikativ
Probleme äußern können, z.B. Waren nicht finden
1.3.4. psychomotorisch
nicht überfordert sein
2.Zielgruppe
Einkaufsgruppe
2.2. Teilnahmekriterien
Meldung bei Vollversammlung Teilnahme an Kochgruppe
2.3. Teilnahmeausschluss
immobile Patienten
2.4. Gruppengröße
maximal 4 Personen
3. Planung
Dienstag Mittag 14.15 Uhr
3.2. Dauer
ca. 1 h
3.3. Ort
Handelshof ......
3.4. Personalbedarf
1 Pflegeperson
3.5. Material
Bus Psychiatrie
3.6. Finanzierung
pro Person ca. 7 DM
3.7. Vorgehen/Methode
Es handelt sich um eine aktivierende – fördernde Gruppenaktivität. Das Vorgehen wird mit dem Patienten am Vortag besprochen.
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4.Programmablauf / Maßnahmen
fiktiver Ablauf Teilnahme wird am Montag in der Vollversammlung besprochen. Treffen um 14.00 Uhr vor dem Dienstzimmer. Kurze Befindlichkseitdrunde. „Wer übernimmt welchen Einkauf“ Gruppe bleibt beim Einkauf zusammen.
5. Mögliche Probleme & Alternativen
§ Pat. kennt sich im großen Einkaufszentrum nicht aus
§ Überforderung durch Reizüberflutung
§ Weiß nicht, was er einkaufen soll
5.2. Alternativen
§ Orientierungshilfe geben
§ Einkaufszentrum verlassen, Pause einlegen
§ Unterstürzung geben durch Einkaufszettel/Beratung
6. Auswertung
6.1. in der Gruppe
• Blitzlicht
• Feed-back
Der Patient wurde für seine Teilnahme an der Einkaufsgruppe gelobt, und ermutigt, nächste Woche wieder daran teilzunehmen. Der Pat. war mit sich selber unzufrieden, er meinte, für so wenig Geld könne man nichts vernünftiges einkaufen. Er habe sich durch den Einkauf im Einkaufszentrum nicht überfordert gefühlt.
6.2. Reflexion mit Kolleginnen (Co-)
6.3. Bericht im Team
Patient war beim Einkauf unsicher. Er hatte von Anfang an schlechte Laune, kam zwar pünktlich zum vereinbarten Abfahrtstermin, musste jedoch während des ganzen Einkaufes motiviert werden. Den Einkaufszettel für die Kochgruppe hat er selber geschrieben(Rezept: Kässpätzle), die Mengen waren jedoch sehr ungenau, da, wie sich herausstellte, Pat. dieses Rezept vorher noch nie gemacht hatte. Im EZ selber machte sich Patient keine große Mühe, die Zutaten zu finden, er musste immer
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wieder motiviert werden. Alle Dinge die er kaufte, fand er minderwertig und schlecht, und war sich von Anfang an sicher, dass es mit dem Kochen nicht klappen würde. Auf die Preise achtete der Pat. nicht.
Lob , dass er diese schwierige Situation durchgehalten hat, konnte Pat. nicht annehmen.
6.4. Dokumentation (analog1.3.)
Kognitiv: Pat. konnte ein relativ einfaches schwäbisches Rezept benennen, kannte im Groben die Zutaten, hatte jedoch wenig Ahnung über die Menge, die er einkaufen sollte.
Ausliegende Kochbücher mit Rezept Angaben benützte er nicht. Affektiv: Pat. war während des ganzen Einkaufes gereizt und wertete sich ständig ab. Sozial-kommunikativ: Pat. konnte seine Probleme nicht äußern, blieb jedoch während der ganzen Aktivität gut im Kontakt, und konnte Hilfe annehmen. Psychomotorisch: Pat. war nicht überfordert.
7. Evaluation
Ein Erfolg war, dass sich der Pat. dazu motivieren ließ, an der Einkaufsgruppe teilzunehmen. Auffallend waren kognitive Defizite, welche der Pat. gereizt überspielte. Wichtig ist, das Einkaufstraining kontinuierlich weiterzuführen. Dabei ist im Vorfeld darauf zu achten, dass Pat. bei der Wahl der Zutaten Hilfestellung bekommt (Kochbuch, Beratung). Im Rahmen des Gedächtnistrainings könnte zum Beispiel mit dem Patienten in der Gruppe „Rezepte“ oder „Was koche ich gerne“ durchgesprochen werden. Bei der Wahl des Einkaufszentrums sollte beim nächsten Mal ein kleinerer, überschaubarer Laden gewählt werden, da sich Pat. in dem großen EZ überfordert gefühlt hat, und auch die Reizüberflutung für ihn sicherlich belastend war.
8.Zusammenfassung/Resümee
Der Pat. hat kognitive Defizite, ist schnell überfordert, und kann seine Stimmungen nicht adäquat mitteilen. Spezielles Training, wie z.B. Gedächtnistraining, Soziales Kompetenztraining kann sicher dazu beitragen, dass der Pat. sicherer wird.
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Michael Waibel, 2000, ATL Einkaufen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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EVIDENCE-BASED NURSING - vollständiger EBN- Zirkel Thema: Dekubitusp...
Termpaper, 22 Pages
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The ATL-98 Carvair: A Comprehensive History of the Aircraft and All 21...
William Patrick Dean, Michael O'Callaghan
Robert Bosch
ATL Bewertung.
Grottenschlechte Arbeit. Pflegeprozess nicht im Ansatz verstanden! ATL Einkaufen ist eine blödsinnige Wortschöpfung.
Schade um die vielen Bytes.
on Thursday, September 27, 2001-
Saskia Heinze
ATL Bewertung.
Völlig unverständlich, die Arbeit als "grottenschlecht", bzw. den "pflegeprozess nich verstanden" zu bezeichnen. ich glaube eher, der kritiker hat keine allzu große Ahnung von psychiatrischer pflege, bzw. dem pflegeprozess. die arbeit verdeutlicht in gut verständlicher, praxisnaher weise wie wichtig es ist, aktivitäten des täglichen lebens gut geplant und individuell für die patienten durchzuführen. herrn "robert bosch" sei empfohlen, das buch von hr. kistner: "der pflegeprozess" zu lesen, bevor er sich unqualifiziert äußert.
on Sunday, November 11, 2001-
jeanette r.
atl einkaufen.
Wenn Patienten oft monatelang in einer Psychiatrischen Klinik sind, unterschätzt man oft die Schwierigkeiten wieder in die großen "Einkaufs-Konsum-Höh(l)len" zu gehen. Daher, danke für diese Arbeit, sensibilisiert sie doch wieder aufs Neue, gerade so angeblich einfache Dinge wie Einkaufen zu üben.
on Tuesday, November 30, 2004-