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Der Kosovo-Konflikt

Presentation (Pre-University), 2000, 3 Pages
Author: Marco Eipper
Subject: Social Studies/ Civics

Details

Category: Presentation (Pre-University)
Year: 2000
Pages: 3
Language: German
Archive No.: V100050
ISBN (E-book): 978-3-638-98480-5

File size: 49 KB


Fulltext (computer-generated)

Die Entstehung des Kosovo-Problems:

·

Die Region Kosovo:

Das Kosovo ist eine Provinz innerhalb der Bundesrepublik Jugoslawien. Die Nachbarstaaten lauten Albanien und

Mazedonien. Auf die Fläche von 10.887 km² kommen 1,9 Mio. Einwohner (90 % Albaner; 10 % Serben und

Montenegriner). Die bedeutendsten Städte sind Pristina (Hauptstadt), Pec und Prizren.

Die Kosovo-Albaner

Die Serben

Albaner sind Ureinwohner des Kosovo, da sie

Das Kosovo war die Wiege der serbischen Kultur und

Abkömmlinge der Illyrer sind.

der serbisch-orthodoxen Kirche (emotionale Bindung).

Albaner traten gegen den Willen der Serben zum Islam Das Kosovo hat große Bedeutung für sie, da es reich an

über, die dadurch noch mehr Groll und Verachtung

Bodenschätzen ist (Blei, Zink).

hatten.

Im Kosovo liegen die Anfänge der albanischen

Serben entwickelten sich zu einem Gemeinwesen mit

Nationalbewegung.

hoher Kultur und Architektur und beziehen sich auf den

Mythos.

Albaner wollten schon vor dem ersten Balkankrieg einen

Serben sehen sich als vertriebenes Volk aus dem

eigenen Staat mit provisorischer Regierung

Paradies und waren 500 Jahre unter türkischer

Herrschaft

90 % der Bevölkerung des Kosovos sind Albaner und Serben sehen die anderen als Vertreter, da niemand auf

sie hatten diese Überlegenheit schon immer.

ihrer Seite ist, für den Serbien gekämpft hat

Das Kosovo-Problem ist ein klassisches Beispiel eines Territorialkonflikt. Sowohl die Serben, wie auch die

Kosovo-Albaner beanspruchen die Kosovo-Region. Die Ursachen dieser Auseinandersetzung liegen in der

Vergangenheit. Eine große Rolle spielt dabei der Kosovo-Mythos.

·

Der Kosovo-Mythos:

Dieser Mythos entstand durch die Schlacht auf dem Amselfeld (1389). Man weiß nur, dass das bosnisch-serbische

Heer nach Anfangserfolgen gegen die Osmanen eine Katastrophe erlebte. Ihr Führer Fürst Lazar geriet in

Gefangenschaft, der osmanische Sultan Murad wurde vom Volkshelden Milos Obilic getötet. Die Schlacht wurde

als alles entscheidende Schlacht um das Abendland bezeichnet. Der Fall der beiden Anführer regte die Phantasien

an und durch Lieder und Legenden hinterließ der Mythos unauslöschliche Spuren. Das unterstützte auch die

serbische Kirche, um den Glauben an ein gemeinsames Reich zu erhalten.

Aus dem Mythos wurde ein Opfertrauma des nichtanerkannten Retters des Abendlandes. Er half aber gleichzeitig

den Serben ihr Nationalgefühl und ihre Hoffnung auf ein Großreich auch unter der langen Türkenherrschaft zu

erhalten. Es entstand sogar ein Nationalfeiertag: Veitstag am 28. Juni

·

Die Entwicklung:

Am Anfang dieses Jahrhundert eroberte Serbien das Kosovo, das für über 500 Jahre in den Händen der Türken

war, im ersten Balkankrieg zurück. Das Motto dieses Krieges war paradoxerweise "Rache für Kosovo". Kurze

Zeit später wurde auch ein albanischer Staat gegründet, der aber aufgrund des Kosovos nur 50 % der echten

Albaner umfaßte. Der Wunsch eines Großalbaniens wurde durch Hitler im 2. Weltkrieg für kurze Zeit wahr. In

den folgenden Jahrzehnten blieb der Widerstand der Albaner bis auf wenige Proteste der albanischen Regierung

unterdrückt. Anfang der 80er begann die Situation zum ersten Mal zu eskalieren, als Serbien blutig die

gewaltsamen Demonstrationen nach dem Tode Titos im Kosovo niederschlug. Tirana wurde als Drahtzieher der

Aktionen beschuldigt und von da an, war die Situation gespannt.

Slobadan Milosevic nutzte diese Ebene als Karrieresprung und verschrieb sich den Serben im Kosovo. Mit einem

Staatsstreich hob er dann 1989 die Autonomie des Kosovos auf und versuchte ein Apartheid-System gegen die

Albaner aufzubauen. Es folgten schwere Menschenrechtsverletzungen. Die Albaner reagierten erst mit einem

friedlichen Totalboykott, doch als es nach dem Dayton-Abkommen ihrem Führer Ibrahim Rugova nicht gelang

das Kosovo-Problem zu internationalisieren, war die Geburtsstunde der UCK gekommen.

Ihre Waffen stammen aus inneren Unruhen Albaniens 1997. 1998 kam es zu offenen Gefechten zwischen UCK

und der jugoslawischen Armee. Die UCK machte strategische Fehler und mußte zurückweichen.

Es entstanden aufgrund der Kriege und ethnischen Säuberungen ein mächtiger Flüchtlingsstrom von über einer

Million Menschen.


Nachdem im Juni 1999 Milosevic den Friedensplan der G7 Staaten und Rußland angenommen hat, ist die Zukunft

des Kosovos weiter unklar.



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