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Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 35
Note: 2,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 304 KB
Archivnummer: V10015
ISBN (E-Book): 978-3-638-16580-8

Textauszug (computergeneriert)


Möglichkeiten der Steuerbilanzpolitik
zur Steuerbarwertminimierung




Seminararbeit im Rahmen
der Veranstaltung
Steuerplanung I
im Wintersemester 2002/2003

Eingereicht am Lehrstuhl für
Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
und Prüfungswesen

von
Martin Rieg

Hohenheim, den 24.01.2003

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis 4

Symbolverzeichnis 6

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 7

1 Historische Entwicklung und definitorische Grundlagen 8

2 Systematisierung der steuerbilanzpolitischen Möglichkeiten zur Lösung des Informationsproblems 9

2.1 Die Systematisierung der Instrumente der Steuerbilanzpolitik 9
2.2 Analyse der Flexibilität der Aktionsparameter zur Lösung des Informationsproblems 10

3 Zielsetzungen, Effekte und Methoden der Steuerbilanzpolitik zur Lösung des Auswahlproblems 11

3.1 Zinseffekt, Progressionseffekt und die quantitativen Modelle der Steuerbilanzpolitik 12
3.1.1 Wirkungsweise des Zinseffekts und die Gewinnnachverlagerung 13
3.1.2 Wirkungsweise des Progressionseffekts und der Ansatz von Vogt 14
3.1.3 Die Ansätze von Heigl und Marettek 14
3.2 Die Steuerbarwertminimierung nach Marettek 15
3.2.1 Prämissen 15
3.2.2 Herleitung der Zielfunktion mit Hilfe des Lagrange-Ansatzes 16
3.2.3 Zahlenbeispiel 18
3.2.4 Interpretation der Ergebnisse 19
3.2.5 Ausweitung des Modells um andere Steuerarten und dessen Auswirkungen 21

4 Kritische Schlussbetrachtung 21

Anhang 24

Literaturverzeichnis 32

Urteilsverzeichnis 34

Abkürzungsverzeichnis

€ Euro
a.M. am Main
Abb. Abbildung
AfA Absetzung für Abnutzung
AK Anschaffungskosten
Aufl. Auflage
AV Anlagevermögen
Bd. Band
BFH Bundesfinanzhof
BGBl. Bundesgesetzblatt
BStBl. Bundessteuerblatt
bzw. beziehungsweise
d.h. das heißt
DBW Die Betriebswirtschaft (Zeitschrift)
Diss. Dissertation
DStR Deutsches Steuerrecht (Zeitschrift)
EStG Einkommensteuergesetz 1997, in der Fassung vom 16. April 1997 (BGBl. I S. 823), zuletzt geändert durch das Versorgungsänderungsgesetz vom 20.12.2001 (BGBl. I S. 3926)
EStR Einkommensteuer-Richtlinien
f. folgende [Seite]
ff. folgende [Seiten]
GewSt Gewerbesteuer
GrS Großer Senat
HB Handelsbilanz
HGB Handelsgesetzbuch vom 10. Mai 1897 (RGBl. S. 219), zuletzt geändert durch das Gesetz über elektronische Register und Justizkosten für Telekommunikation (ERJuKoG) vom 10.12.2001 (BGBl. I S. 3422)
HK Herstellungskosten
Hrsg. Herausgeber
i.Br. im Breisgau
i.d.R. in der Regel
i.e.S. im engeren Sinne
i.V.m. in Verbindung mit
i.w.S. im weiteren Sinne
LIFO Last in, first out (Verbrauchsfolgeverfahren)
Max. Maximiere
Min. Minimiere
Nr. Nummer
RGBl. Reichsgesetzblatt
S. Seite
StB Steuerbilanz
StuW Steuer und Wirtschaft (Zeitschrift)
Tab. Tabelle
u.d.N. unter der Nebenbedingung
UmwStG Umwandlungssteuergesetz in der Fassung vom 28.10.1994 (BGBl. I S. 3267), zuletzt geändert durch das Unternehmenssteuerfortentwicklungsgesetz (UntStFG) vom 20.12.2001 (BGBl. I S. 3858)
vgl. vergleiche
VZ Veranlagungszeitraum
z.B. zum Beispiel
zvE zu versteuerndes Einkommen

Symbolverzeichnis

l Lagrange-Multiplikator
E - M Gesamtgewinn des Betrachtungszeitraums
E Ergebniswirkung aus der Abbildung aller ökonomischen Sachverhalte im gesamten Betrachtungszeitraum, die auf zwingendes Bilanzsteuerrecht treffen
e(X) Einkommensteuer-Tariffunktion nach § 32a EStG
e´2002(X) Grenzsteuersatzfunktion der Einkommensteuer für den VZ 2002
e2002(X) Einkommensteuer-Tariffunktion nach § 32a EStG für den VZ 2002 in Abhängigkeit von X
Et Ergebniswirkung aus der Abbildung aller ökonomischen Sachverhalte der Periode t, die auf zwingendes Bilanzsteuerrecht treffen
Gt Gewinn in der Periode t
i Bruttokalkulationszinsfuß vor Steuern
is Nettokalkulationszinsfuß nach Steuern
L(Mt,l) Lagrange-Funktion
M Gestaltbare Ergebniswirkungen aus der Abbildung aller ökonomischen Sachverhalte im Betrachtungszeitraum, die auf Abbildungswahlrechte oder Ermessensspielräume treffen
Mt Gestaltbare Ergebniswirkungen aus der Abbildung aller ökonomischen Sachverhalte in Periode t, die auf Abbildungswahlrechte oder Ermessensspielräume treffen
n Anzahl der Perioden des Betrachtungszeitraums
qs Abzinsungsfaktor nach Steuern
s(Gt) Steuer-Tariffunktion
S0 Steuerbarwert
se Spitzensatz der Einkommensteuer im VZ 2002
se,t Grenzsteuersatz der Einkommensteuer in der Periode t
se,t+1 Grenzsteuersatz der Einkommensteuer in der Periode t+1
St Steuerzahlung in der Periode t
t Periode des Betrachtungszeitraums
X das zu versteuernde Einkommen (zvE)


Abbildungsverzeichnis

Abb. 2: Quantitative Modelle und Zielfunktionen der Steuerbilanzpolitik 12/13

Anhang

Abb. 1: Systematik der sachverhaltsabbildenden Aktionsparameter der Steuerbilanzpolitik 24

Diagramm 1: Grafischer Vergleich der resultierenden optimalen Gewinnausweisreihen bei verschiedenen Bruttokalkulationszinssätzen 30

Tabellenverzeichnis

Anhang

Tab. 1: Aktionsparameter der Steuerbilanzpolitik 24
Tab. 2: Beispielhafte Darstellung der Flexibilitätseigenschaften und die resultierende Rangfolge der einzusetzenden Aktionsparameter 27
Tab. 3: Beispiel zum Zinseffekt unter Vernachlässigung des Progressionseffekts 28
Tab. 4: Beispiel zum Progressionseffekt unter Vernachlässigung des Zinseffekts 28
Tab. 5: Optimale Gewinnausweisreihe für Alternative a 29
Tab. 6: Optimale Gewinnausweisreihe für Alternative b 29
Tab. 7: Optimale Gewinnausweisreihe für Alternative c 29
Tab. 8: Optimale Gewinnausweisreihen bei verschiedenen Bruttokalkulationszinssätzen 30
Tab. 9: Optimale Gewinnausweisreihe für Alternative a im Vergleich zur Gewinnnachverlagerung, -vorverlagerung sowie -nivellierung 31


1 Historische Entwicklung und definitorische Grundlagen

Die Diskussion in der Literatur zum Thema Steuerbilanzpolitik wurde vor allem zwischen Anfang der 70er und Mitte der 80er-Jahre rege geführt. Seit etwa 1985 scheint das wissenschaftliche Interesse, erkennbar an der Zahl der Literaturbeiträge, merklich abgenommen zu haben.

In dieser Arbeit soll unter Steuerbilanzpolitik i.e.S. "die zielgerichtete Nutzung gesetzlich zulässiger Wahlrechte und Ermessensspielräume zur Beeinflussung des im Rahmen der Steuerbilanz zu ermittelnden Gewinns" verstanden werden. Steuerbilanzpolitik i.w.S. beinhaltet dagegen sowohl sachverhaltsgestaltende als auch sachverhaltsabbildende Maßnahmen. Unter Steuerbarwertminimierung wird "die optimale Aufteilung der steuerbilanzpolitischen Manövriermasse (Gesamtbemessungsgrundlage) auf gegebene Perioden" verstanden, wobei als Manövriermasse die "Summe der Ausprägungen der Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte" bezeichnet wird. Ziel der Steuerbarwertminimierung ist die Minimierung "der Summe der Barwerte der jährlichen Einkommensteuerzahlungen."

Der Aufbau dieser Arbeit orientiert sich an der Einteilung des Problems durch Scheffler. Dieser sieht im Rahmen der Steuerbilanzpolitik zwei Aufgaben: Erstens ist herauszufinden, welche steuerbilanzpolitischen Aktionsparameter der Entscheidungsträger einsetzen kann, wie sich diese systematisieren lassen und wie sie sich auswirken. Scheffler nennt dies das Informationsproblem (siehe Kapitel 2). Und zweitens ist zu entscheiden, welche Aktionsparameter zur Verwendung kommen und wie sie eingesetzt werden sollen. Dies kann als Auswahlproblem bezeichnet werden (siehe Kapitel 3). Die Lösung des Auswahlproblems erfolgt durch Darstellung der Ansätze von Vogt, Heigl und Marettek, wobei auf Letztgenannten das im Mittelpunkt dieser Arbeit stehende Verfahren der Steuerbarwertminimierung (Kapitel 3.2.2) zurückzuführen ist. Zum Ende dieser Arbeit wird die kritische Hinterfragung des Verfahrens der Steuerbarwertminimierung, unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung in der Praxis und belegt durch empirische Ergebnisse, vorgenommen (Kapitel 4).

2 Systematisierung der steuerbilanzpolitischen Möglichkeiten zur Lösung des Informationsproblems
Nun soll zunächst eine Systematisierung der steuerbilanzpolitischen Aktionsparameter vorgenommen werden (Kapitel 2.1). Im nächsten Schritt werden diese dann auf ihre Flexibilitätseigenschaften untersucht (Kapitel 2.2). Beides zusammen soll dazu dienen herauszufinden, welche steuerbilanzpolitischen Aktionsparameter der Entscheidungsträger einsetzen kann und wie sich diese auswirken. Dieses Informationsproblem steht in Wechselwirkung mit dem in Kapitel 3 behandelten Auswahlproblem: Die Instrumente der Steuerbilanzpolitik dienen der Beeinflussung der steuerlichen Bemessungsgrundlage. Es wird versucht, die steuerbilanzpolitischen Aktionsparameter so einzusetzen, dass die aus dem Verfahren der Steuerbarwertminimierung resultierende optimale Gewinnausweisreihe bestmöglich angenähert wird. Durch den Einsatz der steuerbilanzpolitischen Manövriermasse lässt sich kein permanenter Bemessungsgrundlageneffekt erreichen. Eine Erhöhung oder Verminderung eines Wertansatzes durch eine steuerbilanzpolitische Maßnahme in einem Jahr führt in den Folgejahren zur genau entgegengesetzten Wirkung. Die Manövriermasse kann folglich nur dazu dienen, die Höhe der Gewinnausweise in den einzelnen Perioden zu beeinflussen, der Gesamtgewinn der Totalperiode bleibt dagegen unverändert.

2.1 Die Systematisierung der Instrumente der Steuerbilanzpolitik

[...]

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