Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Autor: Christian Pfeiffer
Fach: Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Details
Institution/Hochschule: Universität Osnabrück (Fachbereich Sozialwissenschaften)
Tags: Privatinteresse, Hand, Verhältnis, Staat, Markt, Adam, Smith, Herausbildung, Entwicklung, Liberalismus
Jahr: 2002
Seiten: 19
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 397 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-16586-0
599 KB
Zusammenfassung / Abstract
Die Arbeit legt einen Großteil der Ideen von Adam Smith dar, beschreibt seine Auffassung des Menschenbildes, der Forderung des „Laissez-Faire“ und der Rolle des Staates in der Gesellschaft. Darüber hinaus analysiert sie die einzelnen Aspekte kritisch auf logischen Zusammenhang und soziale Verträglichkeit. Hat Smith in allen Punkten weit genug gedacht? Ergibt sein Gesellschaftsbild einen sinnvollen Zusammenhang? Unter Zuhilfenahme von Sekundärliteratur anerkannter Wissenschaftler, versucht die Arbeit diese Fragen zu beantworten und ein umfassendes Bild von Smith' Theorien wiederzugeben.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Osnabrück Wintersemester 2002/2003
Fachbereich Sozialwissenschaften
Christian Pfeiffer
Magister Artium
Politikwissenschaft (HF)
Volkswirtschaft, Neue Geschichte (NF)
Hobbes und Locke, Adam Smith und John Stuart Mill:
Herausbildung und Entwicklung des
ökonomischen und politischen Liberalismus
Privatinteresse, „unsichtbare Hand“ und laissez faire:
Zum Verhältnis von Staat und Markt bei Adam Smith
Inhaltsverzeichnis 1
Einleitung 2
1. Vom Prinzip der Arbeitsteilung als Grundvoraussetzung zur Entstehung von Marktwirtschaft 3
1.1 Historische Herausbildung von Arbeitsteilung 3
1.2 Triebfeder des Handelns und Entstehung von Märkten 4
1.3 Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage 5
1.4 Arbeitsteilung – Weg zur Volksverdummung? 6
2. „Laissez-Faire“ als Wegweiser für effiziente Ökonomie 7
2.1 Kritik an bestehenden Systemen 7
2.2 Forderung des „Laissez-Faire“ 8
2.3 Begriff der „unsichtbaren Hand“: theologische Argumentationen im Text eines empirisch analytischen Theoretikers? 9
2.4 Smith der Moralapostel: harter Ökonom mit sozialer Ader 10
3. Die Aufgaben des Staates 12
3.1 Armee als Garant der Freiheit 12
3.2 Der Staat als Schutzmechanismus der Besitzenden? 13
3.3 Untermauerung von Konkurrenzkampf auch in staatlichen Institutionen 14
3.4 Nachtwächterstaat? 15
Abschließende Betrachtung 16
Literaturverzeichnis 17
Einleitung
Adam Smith, geboren 1723 in der schottischen Stadt Kirkcaldy, gilt in heutiger Zeit als der Begründer der modernen Nationalökonomie. Er studierte an den renommierten Universitäten von Glasgow und Oxford, von 1748 bis 1751 hielt er Vorlesungen über Rhetorik und Belletristik in Edinburgh. 1751 wird er zum Professor für Logik und 1752 zum Professor für Moralphilosophie an der Universität Glasgow ernannt. Nachdem er 1763 seine Professuren niederlegte, traf er auf einer 18-monatigen Reise durch Frankreich führende Physiokraten, insbesondere Francois Quesnay und Anne Robert Jacques Turgot, die ihn in seinem Denken stark beeinflussen konnten. 1779 wird er Zollkontrolleur in Edinburgh, 1790 schließlich verstirbt der bedeutende Philosoph.
Zwei seiner Werke erlangten besondere Bedeutung für die Nachwelt. Seine erste große Arbeit „The theory of moral sentiments“ (Theorie der ethischen Gefühle) verfasste er während seiner Professorenzeit 1759. Mit dem 1776 veröffentlichten „An inquiry into the nature and causes of the wealth of nations“ (Untersuchung der Natur und Ursachen von Nationalreichtümern) legte er den Grundstein für die klassische Ökonomie.
Mit dem letzten Werk befasst sich diese Arbeit. Es ist grundsätzlich in zwei Bände aufgeteilt. Während der erste eine umfassende Analyse der Wirtschaft darstellt, beinhaltet der zweite seine politische Empfehlung des „Laissez-Faire“. Das Werk beschränkt sich nicht einzig auf die Beschreibung eines wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systems, es zeigt auf, wie durch dieses eine anhaltende Akkumulation von Wohlstand erzeugt werden kann. Ähnlich verhält es sich mit dieser Arbeit. Sie legt einen Großteil der Ideen von Adam Smith dar, beschreibt seine Auffassung des Menschenbildes, der Forderung des „Laissez-Faire“ und der Rolle des Staates in der Gesellschaft. Darüber hinaus analysiert sie die einzelnen Aspekte kritisch auf logischen Zusammenhang und soziale Verträglichkeit. Hat Smith in allen Punkten weit genug gedacht? Ergibt sein Gesellschaftsbild einen sinnvollen Zusammenhang?
Unter Zuhilfenahme von Sekundärliteratur anerkannter Wissenschaftler, versucht die Arbeit diese Fragen zu beantworten und ein umfassendes Bild von Smith Theorien wiederzugeben.
1. Vom Prinzip der Arbeitsteilung als Grundvoraussetzung zur Entstehung von Marktwirtschaft
1.1 Historische Herausbildung von Arbeitsteilung
Als Grundvoraussetzung für die von ihm entworfene ökonomische und gesellschaftliche Theorie, führt Smith im ersten Band von „Der Reichtum der Nationen“ die Arbeitsteilung ein. Er ist der Überzeugung, sie sei der bedeutsamste und gewichtigste Aspekt des Wirtschaftslebens, der entscheidende Ausgangspunkt für jegliches wirtschaftliches Wachstum.1 Er begründet ihre Entstehung damit, dass sie die „notwendige Folge der menschlichen Natur“ sei, eine „Neigung zum Tausch, zum Tauschhandel und zum Umtausch einer Sache gegen eine andere“.2 Diese sieht der bedeutende Ökonom als gegeben, eine weitere Untersuchung dieser Prämisse führt er nicht an, da sie nicht zur gegenwärtigen Untersuchung gehöre. Er vermute, dass sie eine „notwendige Folge der Vernunft“ sei. Allen Menschen sei diese Neigung zu Eigen, das unterscheide sie grundlegend von der Tierwelt. In dieser sei jedes Individuum in erfahrenem Alter unabhängig, „der Mensch dagegen braucht fortwährend die Hilfe seiner Mitmenschen“. Dieses Element leitet Smith empirisch ab, es beruht allein auf Beobachtungen der Vergangenheit.
Er verdeutlicht das Entstehen der Arbeitsteilung anhand eines griffigen Beispiels, der Beschreibung eines Jägerstammes.3 Während zunächst jedes Individuum selbst sein Wild erlegt, ob in Gemeinschaft oder allein, wird sich im Laufe der Zeit eine Teilung der Arbeit entwickeln.
[...]
1 D.D. Raphael, Adam Smith, Frankfurt 1991, Seite 58
2 Adam Smith, Der Reichtum der Nationen, Leipzig 1910, Bd.1, Seite 8
3 Ebd., Seite 9
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: