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Vom Einzeller zum Vielzeller

Autor: Corinna Brusch
Fach: Biologie - Cytologie

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Details

Institut: Gymnasium
Tags: Einzeller, Vielzeller
Kategorie: Referat / Schulaufsatz
Jahr: 2001
Seiten: 5
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 55 KB
Archivnummer: V100435
ISBN (E-Book): 978-3-638-98861-2

Volltext (computergeneriert)

Vom Einzeller zum Vielzeller

Die kleinste selbständige Lebenseinheit ist die Zelle.

1.Einzeller

Einzeller:

Organismen, die nur aus einer einzigen Zelle bestehen, sind Einzeller. Zu ihnen

zählen Prokaryoten und Protisten sowie einzellige Pilze und Algen.

1.1.Euglena (pflanzlicher Einzeller):

Aufbau:

-Grundplasma (Stoffwechsel)

-Zellkern (Vererbung)

-Chloroplasten (Photosynthese)

-u.a. Zellorganellen (Geißel, Augenfleck, Fotorezeptor, Basalkörper, pulsierende Vakuole,

Reservestoffe )

-ist Träger aller Lebensvorgänge:

Energiebedarf/Wachstum:

-durch Photosynthese

-nehmen gelöste Organische Stoffe, Bakterien u.a. feste kleine

Teilchen auf(=Nahrung)

-nehmen Zusammensetzungen aus körpereigenen Stoffen auf

-Aufbaukörpereigener Substanz durch Ernährung und

Stoffwechsel vermehrt Masse (=Wachstum)

-benötigt Energie (erhält sie durch Oxidation mit Sauerstoff von

verdauten Nahrung u.v. Fotosyntheseprodukten =Zellatmung

Ausscheidung:

-durch Heraustreten aus der Zelloberfläche oder zum Teil durch

pulsierende Vakuole entfernt

Stoffwechsel:

-Fotosynthese, Aufnahme und Verdauung von Nahrung, Aufbau

von körpereigenen aus fremden Stoffen, Abbau von Substanzen

und Ausscheidung

Vermehrung:

-Teilung in Tochter-Euglenen

Reizbarkeit:

-bei Berührung ändert sich Bewegungsrichtung, bewegen sich in

Richtung Licht

Selbstregulation:

-suchen sich den Platz mit besten Lebensbedingungen aus

Beweglichkeit:

-mit Geißel

1.2.Geißelalge (Chlamydomonas)

Aufbau:

-Geißel (Fortbewegung)

-Auscheidungsbläschen (Verdauung)

-Chloroplast (Photosynthese)

-Augenfleck

-Zellkern (Vererbung)

-Grundplasma (Stoffwechsel)

-Reservestoff (z.B. Stärkekorn)


2. Zellkolonien

Beispiele für Zellkolonien

z.B. Gonium 100µm

-16 Zellen in einer Ebene, verbunden durch Plasma

-jede Zelle ernährt sich allein, Zellen sind selbständig

-Fortbewegung nur zusammen

z.B. Pandorina

-16Zellen in Kugel, gemeinsame Gallerte

-alle Zellen gleichwertig, jede Zelle teilt sich

z.B. Eudorina

-32 Zellen im Verband, können sich selbständig ernähren

-alle zellen sind teilungsfähig

-vorderes und hinteres Ende ist zu erkennen

z.B. Volvox

-etwa 20000 Einzelzellen, dazwischen Plasmastränge

-Kugelalge

-einzelne Zellen bilden Tochterkugeln

verlassen Mutterkugel

-höchste Form der Organisation in Zellkolonien

-erste Form der Arbeitsteilung

-spezielle Zellen dienen: der ungeschlechtlichen Fortpflanzung,

der Bewegung, der Ernährung

-,,Mit Volvox tritt der Tod ins Leben!"

um so differenzierter die Zellen sind, um so wahrscheinlicher

ist das Absterben von Zellen

Einzeller sind potentiell unsterblich: Keine Zelle stirbt! (entweder Quer- oder Längsteilung)

Zellkolonien:

-Zusammenlagerung von arttypischen Zellen

-häufig durch Gallerthülle miteinander verbunden

-bei einfachsten Kolonien ist jede Zelle für sich selbständig

lebensfähig

-Bildung der Kolonie gewährt lediglich einen gewissen Schutz

für die Einzelzelle

-bei hochorganisierten Zellkolonien (Volvox) sind die einzelnen

Zellen für bestimmte Aufgaben spezialisiert

-Zellkolonien sind damit Zwischenglieder zwischen Ein- und

Vielzellern.

3. Differenzierung von Zellen

3.1.Differenzierung pflanzlicher Zellen

Pflanzen haben...

a) Grundgewebe und Speichergewebe

b) Leitgewebe: -Siebröhren (lebende Zellen, dienen dem Transport von organischen Stoffen)

-Gefäße (tote Zellen mit verholzten Zellwänden mit großem Volumen,

ermöglichen den Wassertransport , auch Tracheen genannt)

c) Festigungsgewebe (Leitbündel von Festigungsgewebe umgeben

feste Sprossachse)

d) Abschlussgewebe/Epidermis

e) undifferenziertes Bildungsgewebe: -für uneingeschränktes Wachstum

-bildet differenzierte Zellen


f) Fortpflanzungszellen

ungeschlechtliche Fortpflanzung

- erfolgt bei pflanzlichen Einzellern meist durch Teilung

-bei mehrzelligen Pflanzen wie Pilzen und Algen

· Pilze und Algen bilden durch Mitose Mitosporren

Diese können von allein ein neues Lebewesen erzeugen (keine Geschlechtszellen)

· Wasserlebende niedere Pflanzen haben Geißeln zur Sporenverbreitung

-Blütenpflanzen: Brutknospen

fallen ab und bilden neue Pflanzen (z.B. Scharbockskraut)

-Auch unter- und Oberirdische Ausläufer

-Andere bilden Wurzelknollen oder sprossknollen

-alle Nachkommen der ungeschlechtlichen Fortpflanzung sind untereinander erbgleich

bilden einen Klon

geschlechtliche Fortpflanzung

-Bildung von Gameten (Keimzellen), diese vereinigen sich zur Zygote

-Algen: Isogameten(männliche und weibliche Zellen nicht zu unterscheiden)

-Differenzierung:

-Eizelle erhält viele Nährstoffe und ist deshalb größer

-Spermazelle ist beweglich und klein

-Bei Samenpflanzen: Fruchtblatt (Stempel), Eizelle

Staubblatt mit Pollen

3.2.Differenzierung tierischer Zellen

tierische Einzeller: z.B. Amöbe, Pantoffeltierchen und Glockentierchen

Arbeitsteilung und Beginnende Differenzierung beim Schwamm und Süßwasserpolypen

Süßwasserpolyp:

-weitgehende Differenzierung der Zellen und größere Anzahl unterschiedlicher

Zellformen (im Gegensatz zum Schwamm)

-hat 3 Körperwandschichten:

-

Entoderm (innere Schicht),

ist gegliedert in

Drüsenzellen

(scheiden Verdauungsäfte

in Körperhohlraum aus) und

Fresszellen

(nehmen die vorverdaute Nahrung

durch Phagozytose auf und verdauen sie zu Ende)

-

mittlere Schicht,

besteht aus

gallertartigen Stützschicht

und

Nervenzellen

, bildet das Nervennetz des Gesamten Körpers

-

Ektoderm (äußere Schicht),

ist gegliedert in

Hautmuskelzellen

(Bewegung und

Gestaltveränderung),

Nesselzellen

(enthalten Gift zum Beutefang), Sinneszellen

( Reizaufnahme), besondere Zellen (Bildung von Keimzellen)

Durch Teilung von Ektoderm- und Entodermzellen kann sich knospe bilden aus der sich ein

Tochtertier entwickelt.

Bildung von Geweben und Organen

Gewebe:

= Zellverband in dem gleichartige Zellen von bau und Funktion

zusammengelagert sind


1. Stabile Gewebe:

-z.B. Lebergewebe, Muskelgewebe, Drüsengewebe

2. labile Gewebe:

-z.B. Deckgewebe, Schleimhaut , Epidermis, Knochenmark

-hier werden ständig neue Zellen gebildet um die abgestorbenen

zu ersetzen

3. permanente Gewebe:

-z.B. Nervengewebe

Muskelgewebe:

- oft langgestreckte, spindelförmige Zellen

- bestimmte Eiweiße führen zum kontrahieren des Muskels

- Zellen haben besonders viele Mitochondrien, weil viel Energie

benötigt wird

Drüsengewebe:

-Zellen haben besonders viele Dictyosomen ausgebildet, weil

ständig Stoffe produziert und ,,verpackt" werden

Nervengewebe:

-zur Übertragung der elektrischen Impulse

Abschlussgewebe:

=gesamte Außenhaut und Schleimhaut

Weitere Gewebe: Blut, Knochengewebe, Knorpelgewebe, Fettgewebe


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