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Autor: Karen Hoffmann
Fach: Kunst - Kunsttheorie, Allgemeines
Details
Institution/Hochschule: Universität Lüneburg (Bildende Kunst)
Tags: Kunstkritik, Kunsttheorie, Kunstvermittlung
Jahr: 2001
Seiten: 23
Note: 2,1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 281 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-16599-0
Textauszug (computergeneriert)
Hausarbeit
Kunstkritik - Versuche einer Verortung
im Rahmen des Seminars
Von der Kunstvermittlung zur Vermittlungskunst
Kunst- und Bildwissenschaften
Universität Lüneburg · SS ′01
vorgelegt von:
Karen Hoffmann
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 3
2. Wurzeln der Kunstkritik - ein kurzer Überblick 4
3. Kunstkritik im 19. Und 20. Jahrhundert 5
3.1 19. Jahrhundert 5
3.2. 20. Jahrhundert 6
4. Kunstkritik heute 8
4.1 Bestandsaufnahme 8
4.2. Kunstkritik - Literaturkritik 9
4.3 Kunstkritik - Stiefkind der Kunstwissenschaft 10
4.4 Versuch einer Definition 11
4.5 Subjektivität 12
4.6 Ein Lob auf die Kunstkritik 13
4.7 Zwei Idealtypen der Kunstkritik 14
5. Der Weg zum Kunstkritiker 17
5. 1 Einblick 17
5.2 Ausblick 18
6. Abschluß 19
7. Literaturverzeichnis 21
1. Einleitung
Kunstkritik hat als Thema in den letzten Jahren auch im deutschsprachigen Raum wieder an Bedeutung gewonnen. Symposien über Fragen der Kunstkritik, Preisverleihungen an bekannte Kritiker und Artikelserien in renommierten Kunstzeitschriften, in denen über den Beruf des Kritikers nachgedacht wird, sind Symptome einer Verschiebung der Kritik vom Rand hin zum Zentrum, wo sie als Katalysator und Sammelpunkt von Praxis und Theorie einen neuen Platz erhält.
In denselben Zusammenhang gehört die vielerorts sichtbare neue Art der Ausstellungs-gestaltung, welche die Reflexion über Kunst in die Präsentation mizeinbezieht, ja zum Thema macht. Immer häufiger spricht man vom "Kritiker-Kurator" als einem Beruf, der das Ausstellen und Beschreiben von Kunst verbindet. Dieser neue Beruf, den es vor achtzig Jahren noch nicht gegeben hat, ist nicht nur eine Folge der schlechten Bezahlung der Kritiker einerseits und der gewachsenen Nachfrage nach Ausstellungsorganisatoren andererseits, sondern er zeugt auch von der zunehmenden Bedeutung desjenigen, der Kunst ohne direkte kommerzielle Interessen interpretiert, betreut und vermittelt. Ohne daß bisher eine größere Öffentlichkeit davon Notiz nimmt, wird diese Bewegung im Kunstbetrieb von einem kleinen Kreis von Künstlern, Galeristen, Kritikern und Ausstellungsmachern getragen.
In jüngster Zeit sind nun für einige Projekte, vom Pariser Louvre bis zu kleineren Ausstellungszentren, etwa in Hamburg, Luzern oder Berlin, Theoretiker und Kritiker eingeladen worden, ihre künstlerische Sichtwiese und sogar ihre eigenen Texte zu präsentieren. Unter "Kritiker" und "Kritiker-Kurator" wird in diesem Zusammenhang somit weniger der journalistische Tageskritiker, der vor allem schlichte Informationen wiedergibt, sondern der spezialisierte und engagierte Kritiker verstanden, der sich eingehender mit den Künstlern und deren Arbeiten beschäftigt. Nicht etwa einer, der sich nur negativ äußert, wie der deutsche Sprachgebrauch suggeriert, sondern einer, der wie der englische "art critic", der französische "critique d′art" oder der italienische "critico d′arte" um eine Standort und eine Begriffsbestimmung ringt, Kunstwerke umfassend zu behandeln sucht und ihren Platz in der Geschichte der Kunst festzustellen bemüht ist.
In dieser Arbeit soll es also um Kunstkritik als eine mögliche Form der Kunstvermittlung gehen, wobei ich im Verlauf eher auf die Kunstkritik eingehen werde, um dann im abschließenden Teil die Verbindung zur Kunstvermittlung herzustellen.
2. Wurzeln der Kunstkritik - ein kurzer Überblick
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