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Details

Institut: Gesamtschule
Kategorie: Referat / Schulaufsatz
Jahr: 2001
Seiten: 5
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 91 KB
Archivnummer: V100569
ISBN (E-Book): 978-3-638-98994-7

Volltext (computergeneriert)

 

Autoren:

Maria Barth und Christina Weiser

BSE

 

 

Was ist BSE und wie wird es übertragen?

 

a) Was ist BSE?

BSE (ugs. Rinderwahnsinn) steht für Bovine Spongiforme Enzepathalopathie, (schwammartige Hirnkrankheit des Rindes). Diese schleichende , immer tödlich endende Zerstörung des Gehirns und des Zentralnervensystems, findet man nicht nur bei Rindern und Schafen (Scrapie), sondern auch bei anderen Tieren.

Zusammen fassend bezeichned man diese Erkrankung daher als TSE, Transmissible Spongiforme Enzephalopathien (übertragbare schwammartige Erkrankung des Gehirns).

Der Erreger dieser Krankheit ist ein "Prion" , ein infektiöses Eiweiß (Proteinous infectious particle = ansteckende Eiweisartige Teilchen), welches nur im Gehirn, Rückenmark und anderen Teilen des Zentralnervensystems festgestellt worden ist.

Die Symptome dieser Krankheit ähneln der Traberkrankheit bei Schafen, genannt "Scrapie" (von: to scrape- kratzen, scheuern). Die Tiere werden schreckhaft, verlieren den Orietierungssinn, die Muskeln zitten und verenden dann.

 

b) Wie wird es übertragen?

Die Hauptursache ist die Verfütterung von Tiermehl an Wiederkäuer. Ausgangsmaterial für das Tiermehl waren unter anderem infizierte Schafe und Rinder.

BSE kann aber auch von Muttertieren in der letzten Phase der Trächtigkeit auf ihre Kälber übertragen werden.

Im Gegenteil zu anderen Krankheiten bzw. Seuchen kann BSE nicht durch den Kontakt von gesunden und kranken Tieren übertragen werden.

 

c) Kann BSE auch auf den Menschen übertragen werden?

Forscher konnten eine direkte Übertragbarkeit des BSE-Erregers auf den Menschen bisher noch nicht nachweisen. Normalerweise erkrankten ältere Menschen an der klassischen Form der CJK, deren Verlauf Anfang der zwanziger Jahre erstmals von den beiden Forschern Creutzfeld und Jakob beschrieben wurde. Auffällig ist aber, dass etwa zur selben Zeit, als BSE in Großbritannnien auftrat, auch eine neue Variante der Creutzfeld-Jakob-Krankheit (nCJK) auftauchte. Das Durchschnittsalter der an der neuen Variante erkrankten Menschen liegt bei 29.

Merkmale der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJD)


Merkmale der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
(CJK bzw. CJD)
Stand: 18.12.2000
Quellen: Prusiner (1995) + Internet-Recherchen.


Merkmal

Klassische Form
(CJD)


Neue Variante
(nvCJD oder vCJD)


Anm.

Erreger

Prionen = infektiöse Eiweißmoleküle.

Prionen = infektiöse Eiweißmoleküle vom Typ PrPsc. Diese unterscheiden sich von CJD-Prionen.
 

Ursache / Quelle

Ungeklärt. Tritt sporadisch auf. 10-15 % der Fälle durch vererbte Mutation im Gen für das Prion-Protein. Selten auch durch Infektion infolge ärztlicher Behandlung.

Essen von mit BSE-Prionen verseuchtem (Rind-) Fleisch oder Fleischprodukten wie Wurst mit Risikomaterialien.
 

Inkubationszeit

25-35 Jahre.

5-35 Jahre.
 

Typische Symptome

Depressionen. Geistesschwäche mit anschließendem Verlust der Bewegungskoordination. Auch in umgekehrter Reihenfolge. Später massive Demenz wegen des Ausfalls der Informations- verarbeitung durch das Gehirn.

Wie bei CJD.
 

Therapie

Keine Heilung möglich. 1)
Absolut tödlich.


Keine Heilung möglich. Absolut tödlich. Eine Therapie ist nicht in Sicht. Es wird daran auch nicht geforscht, da es für die Pharma- Industrie nicht lukrativ ist.
 

Dauer vom
Ausbruch
bis zum Tod


Zwischen 1 Monat und mehr als 10 Jahren. Typisch etwa 1 Jahr.

Etwa 6-18 Monate.
 

Verbreitung

Sporadische Form:
Weltweit ein Fall unter 1 Million Menschen.
Erbliche Form:
Etwa 100 Verwandtschaftskreise sind bekannt.
Infektiöse Form:
Etwa 80 Fälle sind bekannt.


Bislang in Großbritannien, Irland und Frankreich, den Hauptverbreitungsgebieten der Rinderseuche BSE. Noch kein Fall in Deutschland, der Schweiz und Österreich bekannt.
[Anzahl der Todesfälle]

 

1) Nach einem WSJ-Bericht soll das Medikament "Katadolon" den Hirnzerfall verlangsamen.
[mehr]
2) xxx.

 

Ähnlichkeiten zwischen den Hirnläsionen bei BSE und der neuen Variante der CJK stützen die Hypothese, dass die neue CJK mit dem Konsum von Risikomaterialien aus BSE-Rindern in Zusammenhang steht. Einschränkend gilt nach wie vor, dass diese Studien keinerlei Hinweise darauf liefern, auf welchem Wege die "BSE-Infektion" auf den Menschen übertragen werden kann.

Unklar bleibt dabei auch wie hoch die Dosis sein muss, damit sich der Erreger auf den Menschen überträgt. Von Rind zu Rind reicht die Verfütterung von 0,1g infizierter Gehirnmasse aus.

Die Erreger sitzen vor allen in Nervengewebe. Als Risikomaterial gelten insbesondere Schädel, Mandeln und Rückenmark von über 12 Monate alten Wiederkäuern, ein Dünndarmabschnitt von über 12 Monate alten Rindern sowie die Milz von Schafen und Ziegen.


Hohe Infektiösität

Mittlere Infektiösität

Geringe Infektiösität

Keine nachgewiesene Infektiösität

-Gehirn

-Darm

-Leber

-Herz

-Rückenmark

-Mandeln

-Bauchspeicheldrüse

-Nieren

-Augen

-Milz

-Knochenmark

-Milch-, drüse

-Hirnhäute

-Gebarmutter

-andere Knochen

-Eierstöcke

-Schädel (ohne Zunge)

-Rückenmarks- flüssigkeit
 
-Skelettmuskulatur

-Wirbelsäule

-fötales Gewebe
 
-Knorpelgewebe

-Lunge

-Lymphknoten
 
-Hoden und Nebenhoden
     
-Fett-, Bindegewebe
     
-Haut
     
-Haare
     
-Speichel
     
-Urin, Kot

 

d) Zerstörung des BSE-Erregers

Die Prionen können nur durch große Hitze und großen Druck zerstört werden:

  • Temperatur >133°C
  • Zeitdauer >20 min
  • Druck >3 bar

Mit den im Haushalt üblichen Gar- und Zubereitungsverfahren können derartige Bedingungen jedoch nicht geschaffen werden. Braten, Kochen oder Einfrieren sind daher keine Schutzmaßnahmen

 

e) Sicherheit von Lebensmitteln

  • Milch und Milchprodukte können nach derzeitigem Wissensstand ohne Bedenken verzehrt werden
  • Gelatine wird in Deutschland zu 80-90% aus Schweineschwarte hergestellt. Auch die von Rindern gewonnene , wird so behandelt, dass dabei vorhandene BSE-Erreger abgetötet werden.
  • Für Kosmetika und Arzneien gibt es schon lange strenge Vorschriften, dort dürfen seit 1998 keine Risikomaterialien verwendet werden.

 

f) Können BSE-Erreger im Boden überleben und so Rinder und Pflanzen infizieren?

Für eine Infizierbarkeit von Pflanzen durch Erreger von TSE gibt es keine Hinweise. Nach gegenwärtigem wissenschaftlichen Kenntnisstand scheiden BSE-Infizierte Rinder anders als Scrapie-infizierte Schafe keine mittels herkömmlichen Nachweisverfahren feststellbaren Erreger aus. Zur weiteren wissenschaftlichen Abklärung offener Fragen soll ein Forschungsvorhaben durchgeführt werden.

 

Quelle:

Internet (http://www.bml.de/verbraucher/bse/fragenantworten.htm)

 

Kommentare

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http://www.grin.com/e-book/100569/