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Der Wasserkreislauf - Unterrichtsentwurf - Unterrichtseinstieg Chemie in einer fünften Klasse

Autoren: Marcus Rehbein, Liliana Scheida, Enno Schirmer
Fach: Chemie

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Details

Veranstaltung: Unterrichtseinstieg Chemie in einer fünften Klasse, Chemieunterricht - experimentell, umweltbezogen, lebensweltorientiert und trotzdem unbeliebt?
Institution/Hochschule: Universität Hamburg
Tags: Wasserkreislauf, Unterrichtsentwurf, Unterrichtseinstieg, Chemie, Klasse, Unterrichtseinstieg, Chemie, Klasse, Chemieunterricht
Kategorie: Unterrichtsentwurf
Jahr: 1999
Seiten: 7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 112 KB
Archivnummer: V100742
ISBN (E-Book): 978-3-638-99165-0

Volltext (computergeneriert)

 

 

Stundenentwurf zur Chemiedidaktik I

Unterrichtseinstieg Chemie in einer fünften Klasse

Chemieunterricht - experimentell, umweltbezogen, lebensweltorientiert und trotzdem unbeliebt ?

Vorgelegt

von

Liliana Scheida, Enno Schirmer, Marcus Rehbein

 

 

Bedingungsanalyse

Voraussetzungen:

Fünfte Klasse, erstes Mal Chemie, Anfang des Schuljahres und erster Kontakt mit der Klasse. Eventuell sind die Schüler sich untereinander noch fremd. Alle Schüler seien der deutschen Sprache mächtig, können lesen und schreiben. Jedoch sind möglicherweise Kinder von Nichtdeutschen Einwanderen wie Türken oder Russen dabei. Es wird angenommen, daß die Schüler vor keiner der Stunden Sport hatten.

Die Doppelstunde sei die 1./2. Stunde oder 2./3. Stunde eines Tages. Das Lernziel des Wasserkreislaufes grundsätzlich kennt jeder. Dies ist allerdings keine Voraussetzung. Der Wasserkreislauf muß aber bewußt gemacht werden. Die Methoden der Lernprozesse sollten den Schülern bekannt sein. Durch die Behandlung des Vorkommens des Wassers und dem Einsatz der Weltkugeln ist ein starker Bezug zu Fächern wie Erdkunde o.ä. gegeben, so daß man diese Unterrichtseinheit insgesamt auch in fächerübergreifendem Unterricht verwirklichen könnte.

Strukturierung:

Es soll eine Gruppenidentifikation eingeleitet werden, die auch den Unterrichtenden einbezieht. Dafür sind verstärkend die Rollenspiele gedacht. Der rein formale Teil sowie die Erwartungen an die Schüler zu formulieren gehört ebenfalls in die erste Stunde. Das Thema Wasser wird behandelt, weil es durch das Seminar vorgeschrieben wurde. Es hat zudem eine große Alltagsrelevanz und kann Fächerübergreifend unterrichtet werden. Gerade für viele chemische aber auch biologische Kreisläufe besitzt das Thema Wasser mit seinem hohen Anschaulichkeitswert eine starke Exemplarizität. Es ist auch relevant, Kreisläufe als solches bekannt oder bewußt zu machen.

Begrenzt werden soll das Thema auf den Kreislauf, der die drei Verschiedenen Aggregatzustände beinhaltet. Es soll lediglich in einem Zusammenhang bewußt gemacht werden, nicht über Teilchenmodelle oder thermodynamisch erklärt werden. Das Aufzeigen des Vorkommens bewirkt Lebensweltnähe. Was für ferne Ozeane gilt, gilt auch ähnlich für den Teich vor der Schule.

Phasenkonzept der 1. und 2. Stunde


Zeit
(min)


Lernziel

Lehrer-
verhalten


Schüler-
verhalten


Methoden

Medien

5

Infos / kennenlernen

mich vorstellen, erklären was wir benötigen, Sitzplan

sich vorstellen = Namen nennen

Vortrag

Tafel, Bild1)

5

Themen-sensibilisierung, kennenlernen

Regen-tropfenspiel1) erklären

spielen

Rollenspiel

Körper

20

Wasser-vorkommen, Vorstellung über die Weltmeere

Fragen
zum Thema Wasser-vorkommen, Antworten
an Tafel schreiben
Weltkugeln verteilen


melden, mitschreiben,
Kugeln erforschen


Schüler-Lehrer-Gespräch, Experiment

Tafel, Bild2)
Kugeln


10

Wasser-kreislauf

Kreislauf erfragen, erklären

beteiligen

S-L-Gespräch

Stimme

10

Verständnis des Wasserkreislauf prüfen

Fragen zur Bildergeschichte

Bilder-geschichte erklären

Bildergeschichte, S-L-Gespräch

Fotokopie, Stimme

5

Wasserkreislauf verinnerlichen

Regentropfenspiel2) erklären,
Sonne sein


spielen

Rollenspiel

Körper

30

Wasserkreislauf im Versuch

Hilfestellung

Versuchsaufbau und -durchführung

Versuch

Heizplatte, Bechergläser, Stative, Klammern Plexiglasscheibe

5

Hausaufgabe

Hausaufgabe beschreiben

Hausaufgabe mitschreiben

Hausaufgabe

Tafel,
Bild 3)

Diese Stunden dienen dem Kennenlernen der Klasse und dem Einführen des Themas. Besonderer Schwerpunkt wird hier auf den Zusammenhang von Sonne, Wasser und Regen gelegt.

Da alle Schüler über andere Methoden besser lernen (zum Beispiel über gehörtes, gesehenes oder selbst erfahrenes, also selbst durchgeführte Versuche) sollen möglichst alle Methoden eingesetzt werden.

Aus diesem Grund wird das Thema erst besprochen und mit Hilfe kleiner Rollenspiele und einer Bildergeschichte wiederholt, wobei die Schüler aktiv in die Stunde mit eingebunden werden. Das gelernte wird durch einen Schülerversuch weiter vertieft. Mit Hilfe einer Hausaufgabe soll der Zusammenhang zwischen dem Versuch und dem vorher gelernten für die Schüler deutlich gemacht werden.

Phasenkonzept der 3. Stunde


Zeit
(min)


Lernziel

Lehrer-verhalten

Schüler-
verhalten


Methoden

Medien

20

Wiederholung des Wasserkreislauf

Hausaufgabe abfragen, Zettel ,,ordnen,,

Beteiligen, Zettel ,,anpinnen,,

S-L-Gespräch ,,Metaplan,,

Tafel, Klebefilm

10

Zusammenhang Eis / Wasser im Wasserkreislauf

Versuch vorführen

Versuch beobachten, Beobachtung aufschreiben

Lehrerversuch

Heizplatte, Bechergläser, Stative, Klammern Plexiglasscheibe

5

Zusammenhang Eis / Wasser über Temperatur

Beobachtungen erfragen, Erklärung erfragen

Versuch beschreiben und erklären

S-L-Gespräch

Stimme, Tafel

10

Übertragen in die Natur

Fragen zum Zusammenhang Versuch / Natur

Beteiligen mit Ideen

S-L-Gespräch

Stimme, Tafel

In dieser Stunde soll das in der vorherigen Doppelstunde gelernte wiederholt und verinnerlicht werden. Dazu dient die Erstellung eines ,,Metaplan", an dem sich alle Schüler aktiv beteiligen können, da es mehr als nur eine richtige Antwort gibt und auch mehrmals die gleiche Aussage getroffen werden kann.

Im weiteren Verlauf der Stunde wird der Wasserkreislauf auf den Aggregatzustand Eis ausgedehnt, ohne den Begriff ,,Aggregatzustand,, zu verwenden. Der Zusammenhang Eis / Wasser wird in einem Lehrerversuch nochmals verdeutlicht und in einem Schüler-Lehrer-Gespräch der Zusammenhang mit der Natur aufgezeigt.

 

Tafelbilder


1) Wir brauchen für den CHEMIEunterricht bei Herrn/Frau ....

  • Eine graue Plastikmappe mit viel kariertem Papier,
  • Füller,
  • Bleistift,......


2) Wasservorkommen

  • Wolken
  • Regen
  • Nebel, Eis
  • Flüsse, Seen, Meere
  • Grundwasser, Trinkwasser

3) Vergleicht die `Bildergeschichte' mit dem Versuch. Gibt es einen Zusammenhang ? Schreibt Eure Vergleiche einzeln auf kleine Zettelchen

 

Regentropfenspiel 1

Jeder nennt ein Regengeräusch, z.B. Plitsch (Geräusche dürfen mehrfach verwendet werden). Alle nehmen beide Arme hoch und trippeln mit den Fingern. Nacheinander sagt jeder den Namen und das Geräusch eines anderen. Wenn beides stimmt, darf der erste die Arme runter nehmen. Es dürfen nur Kinder mit gehobenen Armen angesprochen werden.

 

Regentropfenspiel 2

Alle Kinder sind Wasser, der Lehrer die Sonne. Jede Sitzreihe ist ein Zustand des Wassers:

  • Kinder sitzen mit Händen auf dem Tisch = Wasser im Meer
  • Sonne steht neben einer Sitzreihe, also verdunstet das Wasser = Hände hoch
  • Die Sonne steht lange neben Reihe: es bilden sich Wolken = aufstehen und Hände runter
  • Lehrer geht weiter, bis irgendwann genug Wolken da sind. Dann ruft er: ,,kalt, kalt, kalt,,, also regnen alle Wolken ab = Hände hoch und mit den Fingern trippeln  alles abgeregnet = setzen und Hände auf Tisch

Bildergeschichte






 

Versuchsaufbau für die Versuche

Das Wasser (bzw. Eis im Lehrerversuch) wird in einem Becherglas auf einer Heizplatte zum kochen (bzw. schmelzen und anschließendem kochen) gebracht. An der kalten Plexiglasscheibe kondensiert das Wasser und läuft schließlich in ein zweites Becherglas hinein. Der Versuchsaufbau wird vom Lehrer vorne aufgebaut und von den Schülern unter Hilfestellung des Lehrers aufgebaut.

 

Kommentare

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