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Beethovens Violinsolokonzert op.61 in D-Dur

Autor: Matthias Müller
Fach: Musikwissenschaft

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Details

Institut: Musik LK 12
Tags: Beethovens, Violinsolokonzert, D-Dur
Kategorie: Referat / Schulaufsatz
Jahr: 2001
Seiten: 4
Note: 13 Punkte
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 57 KB
Archivnummer: V100794
ISBN (E-Book): 978-3-638-99217-6

Volltext (computergeneriert)

Beethovens Violinsolokonzert op.61 in D-Dur

1.Allgemeines

-Beethovens einziges und einzigartiges Violinkonzert

-geschrieben für Orchesterchef und Konzertmeister (1.Violine) Franz Clement des Theaters an der Wien

-Uraufführung 23.Dezember 1806 an Clements eigener Akademie

-durch verspätete Ablieferung des Werkes an Konzertmeister

-unausgereifter Eindruck wegen wenig vorbereiteter Wiedergabe

schlechte Aufnahme seitens der Kritiker

-trotzdem Prüfstein geigerischen Könnens

2.Charakter

-frühlingshafte, aufbrechende Fülle ­ glückliche Stimmung

-Konzert enthält die typisch kämpferischen Züge Beethovens, aber heftige Konflikte werden kaum ausgetragen

-Konzert hat durchgehend lyrischen und gefühlsbetonten Charakter auf typischen Klangcharakter des

Solointruments zurückzuschließen

-Man spricht von einem jubelnden, schluchzenden, gefühlbetonten Geigenton

-Violine ist ein reines ,,Melodieinstrument" muß trotz aller Selbstständigkeit im Ausdruck vom harmonischen

Unterbau des Orchesters getragen werden

3.Form und Instrumentation

-Solokonzert ­ Form der Sonate

-Anlehnung an französichen Konzerttypus der Dreisätzigkeit:

1.Satz (allegro ma non troppo) ­ D-Dur, 4/4-Takt

2.Satz (larghetto) ­ G-Dur, 4/4-Takt

3.Satz Rondo-Finale (allegro) ­ D-Dur, 6/8-Takt

-Besetzung: Solo-Violine; Flöte, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, Streicher

-Aufführungsdauer: ca. 45 Minuten

1. Satz:

MODIFIZIERTE SONATENHAUPTSATZFORM DES KLASSISCHEN KONZERTS

Themenanalyse

Thema A:

-Themencharakter ­ halbe und Viertelnoten, Synkophen

-Artikulation ­ gebunden, legato

-Dynamik ­ piano

-Themencharakter- glücklich, einfühlsam, frei, trabend

Thema A*:

-Themencharakter ­ halbe an Achtelnote - aufsteigend, durch Dreiklänge fallend, Synkophen

-Artikulation ­ gebunden mit spiccato-Achteln, schnelle akzentuierte 16-tel (sf)

-Dynamik ­ p < f < ff > p

-Themencharakter ­ drängend, strebend, energisch

Thema B:

-Themencharakter ­ 3 Viertel an 2 Achtel gebunden ­ aufsteigend, durch 2 halbe Noten wieder fallend

-Artikulation ­ gebunden, legato

-Dynamik ­ piano

-Themencharakter ­ lyrisch, fröhlich ­ Thema A ergänzend

Thema B*:

-Themencharakter ­ Variation von Thema B, in Moll, mit Triolen unterlegt

-Artikulation ­ gebunden, legato

-Dynamik ­ piano ­ lauter werdend

-Themencharakter ­ einfühlsam, leidenschaftlich, nachdenklich (erdrückend)

Thema C:

-Themencharakter ­ an Vietelaufgang ist halbe Note gebunden

-Artikulation ­ gebunden, legato

-Dynamik ­ ff > p

-Themencharakter ­ hymnische Melodie

Thema D:

-Themencharakter ­ Umspielung durch Solovioline, pochendes Leitmotiv

-Artikulation ­ gebunden, legato

-Dynamik ­ pianissimo

-Themencharakter ­ zart, lyrisch, traurig


Exposition I

Orchester

Hauptsatz

Seitensatz

Schlußsatz

Thema A in

Thema A*

Thema B in

Thema B* in d-

Thema C

D-Dur

(Über-

D-Dur

moll

(hymnische

leitung)

(Tonika-parallele) Melodie)

-

in D-Dur

Variation

Schlußakkorde

Grugmotiv

(Pauke)

Oktav

solokadenz

Exposition II

Orchester + Solovioline


Hauptsatz

Seitensatz

Schlußsatz

Thema A in

Thema A*

Thema B in

Thema B* in

Thema C in A-Dur

Tonika

verkürzt

A-Dur

a-moll

(Dominante);

Violine umspielt

+ Modulation

(Dominante) (Parallele der

Orchestereinschub,

Thema oktaviert

(führt zu

Dominante)

Überleitung zur

Dominante)

Steigerung

+ Triller

Durchführung

Durchführung

Violinsolo mit

Tutti-Einsatz

Verarbeitung von

Oktavkadenz und Thema Thema D

pochendem

auf Thema A* Grundmotiv und

A in der Tonikaparallele ruhiger

Grundmotiv

Rückführung

Thema B in der

Verarbeitung von

Zwischenteil,

unterlegt

auf Thema B

Dominante und

Thema A;

piano

Dominantparallele, Steigerung der

Zuführen auf

Modulation, welches mit

Thema C

Grundmotiv unterlegt ist

Erstürmende

Überleitung

Reprise

Hauptsatz

Seitensatz

Schlußsatz

Solo

Coda

Thema A Thema A* Thema B

Thema B* Anschluß

Höhepunkt; Thema B (pp)

in Tonika mit Ver-

vom

mit

an Thema

phantasiert in Tonika;

im

arbeitung Orchester

virtuoser

C, welches

Themen des auf Thema C

fortissimo (Solo),

eine r8

Unter-

Solovioline

Satzes;

liegendes

Themen-

tiefer und

malung

unterlegt;

Instrumen-

crescendo

köpfe von von der

der

Steigerung

talist zeigt

durch Violine;

Thema A* Solovioline Violine;

durch hohe

technisches gipfelt im

klingen an eine r8

in Tonika Virtuosität

Können;

fotissimo bei

höher

Impro-

Schluß-

gespielt; in

visation

akkorden

Tonika

Epilog, in dem Grundmotiv

aufgearbeitet wird

Thema A* angespielt im

Tutti;Konfliktlösung


2. Satz

-G-Dur (Subdominante von D-Dur)

-Charakter einer Romanze, kantabel,

-themencharakteristisch sind punktierte Achtelnoten; sehr langsam

-legato, piccicato

-überwiegend pianissimo in Orchesterbegleitung (gedämpfte Streicher); Tuttieinsatz im f ­ Themenverdichtung;

Schluß (Überleitung zum 3.Satz) im fortissimo

-Thema ist zart, feierlich, friedlich

Aufbau:

Thema A (gedämpftes Streichertutti) in der Tonika

Thema A von Bläsern übernommen ­ Einsatz der Solovioline (kantable Umspielung des Themas)

Thema A in E-Dur (Mediante/Tonikaparallele) ­ Fortsetz.d. Figurenspiels d. Violine mit akkordischem

Unterbau

Thema B in G-Dur von Solovioline gespielt, orchestrische Begleitung im piccicato

nach Intonation der Geige

Themenabwandlung im Tutti ­ Überleitung zum Rondo

3.Satz

Aufbau:

-Solovioline übernimmt Führung und trägt Hauptthema vor

-Thema A wird wiederholt und vom Orchester zu Ende geführt

-nach Zwischenspiel Thema B in Dominante (A-Dur), wiederholt in Dominantparallele

-es folgen Thema C und D, die nur kurz angespielt und sofort varriiert werden

-Zurückführen auf Thema A , welches gleichen Ablauf hat;Thema B in T. und anschließender Variation

-Überleitung zu Kadenz; kurze Durchführung schließt sich an

-Thema A folgt; Überleitung zu Coda

-Coda: Anspielen von Thema A und energische Schlußakkorde

-in D-Dur (Tonika)

-Rondo mit einer ,,Sonatenrondoform" (Kombination aus Rondo und Sonatenhauptsatzform)

-Sinfonisches Wechselspiel ­ Violine hat Rolle des Vorsängers ­ Orchster bildet gewissermaßen den Chor

-tänzerischen Rhythmus, jubelnde Melodie

-strahlt einerseits Heiterkeit andererseits poetische Zartheit aus; Finale ist glücklich


Kommentare

Müller Mattias
27.08.2007 00:57:56
Beethovens" Violinsolokonzert op. 61 in D-Dur"
Zu dem Referat/Schulaufsatz von Herrn Müller habe ich einige Fragen bzw. Bemerkungen: Was sind "Synkophen"? Da dieses Wort mehrfach in dieser Schreibweise auftaucht, ist es kein Schreibfehler! Was bedeutet "eine r8 höher" bzw. "eine r8 tiefer"? (Tabelle, Seitensatz der Reprise) Bei einer kritischen Korrekturlesung wären die genannten "Begriffe" und einige Schreibfehler (fotissimo, tänzerischen) aufgefallen. Die langen "Bindestriche" sollte man gegen Doppelpunkte austauschen. Die Begriffe "Thema A", "Thema B" usw. im Abschnitt "Themenanalyse" sollte man entweder durch Unterstreichen oder Fettdruck hervorheben. Folgezeilen nach Zeilen, die durch Spiegelstriche eingeleitet werden, sollten zur besseren Übersichtlichkeit eingerückt werden. Das linksbündige Schreiben aller Zeilen wird leider allgemein ausgeführt, hat aber keine wertende Übersichtlichkeit zur Folge. Fritz Schneider

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