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Ökologische Folgen des Bergbaus

Presentation (Pre-University), 2001, 2 Pages
Author: Maria Friebel
Subject: Geography / Earth Science For Pre-University Students

Details

Tags: Folgen, Bergbaus
Category: Presentation (Pre-University)
Year: 2001
Pages: 2
Language: German
Archive No.: V100817
ISBN (E-book): 978-3-638-99240-4

File size: 79 KB


Fulltext (computer-generated)

Ökologische Folgen des Bergbaus
am Beispiel des Braunkohletagebaus

 

*Einführung:
typ. Aufbau eines Tagebaus: · Bsp. für Braunkohletagebaue (Lausitz , Raum Halle-Leipzig-Bitterfeld, Rhein. BKR)
Schema Tagebau

- riesige Schaufelradbagger
- kilometerlange und mehrere hundert Meter tiefe Gruben · wandern
- sofortige Auffüllung der ausgekohlten Teile mit Abraum
- Brunnen und Pumpen: Entwässerung der Tieftagebaue · verhindern, daß Gruben mit Grundwasser volllaufen
(Entstehung von Tagebauseen) · Senkung des Grundwasserspiegels (ökologische Folgen!!!)
Verwendung von Braunkohle:
- Strom- und Wärmequelle

*ökologische Folgen: starke Belastung der Umwelt; landschaftsprägend
· konvergenz (Absenkung) - und subrosionsbedingte (Subrosion = durch Grundwasser unterirdisch erfolgende
Auslaugung) Vorgänge
- Ablagerung des Abraums (Abraum = lockere Deckschichten aus Löß, Sand, Ton u. Kies) in Form v. Halden/ Kippen
- verbesserte Straßen- und Eisenbahninfrastruktur · Betonierung des Bodens
- Verödung der Landschaft, instabile Hänge · Erosion (Bodenverkrustung, Auslaugung)
- Setzung untertägiger Hohlräume (Senkung der Erdoberfläche) ·Gefährdungspotential für Folgenutzung (Bebauung)
► zeitliche Unbestimmbarkeit der Schadensabläufe!!!
- Umsiedlung, Umverlegung bzw. Rodung von Flüssen, Wäldern, Dörfern
- Vernässung der bis in den Einflußbereich des Grundwassers abgesenkten Krater + Regenwasser · Entstehung
von Tagebauseen mit stark saurem, versalztem Wasser
· Entstehung durch:
+ natürliche Minerale aus Eisen und Schwefel (vom O2 abgeschlossen im Boden lagernd) = ungefährlich
+ durch Abpumpen des H2O: Kontakt der Eisen - Schwefel -Minerale mit dem O2
· schnelle Oxidation durch Bakterien
+ über verschiedene chemische Reaktionen u.a. auch durch Regen oder Grundwasser Entstehung von Säuren
(H2SO4), Sulfaten, Eisen und anderen Spurenelementen
_ stark saures, versalztes Wasser mit geringem O2-gehalt (keine organischen Organismen lebensfähig)
- oft auch keine geordnete Verkippung (stattdessen Auffüllung des durch den Tagebau entstandenen Loches mit ökonom. nicht nutzbaren Abbauprodukten oder aus Zeitmangel gar keine V.(Wende · abrupte Schließungen v.a. in Ostdtl.))

·Erosionsschutz

*Rekultivierung: Ziel: Folgenutzung (finanzierbar!)
+ landwirtschaftlich (Auftrag von Löß (Aufspülung oder Verkippung), Verbesserung
des Bodens durch entsprechende landwirtschaftliche Anbaumethoden)
+ forstwirtschaftlich (Abdeckung mit Gemisch aus Sand, Kies und Löß; Bepflanzung
mit Bäumen und Sträuchern) · Naherholungsgebiete
- Renaturierung der sauren Seen durch Versumpfung oder Neutralisation:
Flutung der Tagebaulöcher mit neutralem Flußwasser (pH 7)
· Verdünnung des sauren Wassers + Stabilisierung der steilen
Böschungen durch Anstieg des Wasserspiegels · Verbesserung
der Wasserqualität durch Einsatz von eisen- und sulfatreduzierende
Bakterien (anaerob): Schwefel, Eisen · Pyrit (ungefährlich)
(=> brauchen organ. Nahrung von z.B. abgestorbenen organ.
Organismen) · Zugabe einer Nährmischung + Umwälzung des H2O
- Verwahrung der Halden
- Verfüllung des Tagebaus
- Flutung der bergbaulichen Hohlräume mit Halbsole bzw. Kalisalzlösungen
- Begrünung von stark geneigten Böschungen · Erosionschutz

► Zu Erzbergwerken bzw. Urantagebauen:
- unterirdische Verunreinigung des Bodens durch die Rückstände beim Bergbau und toxischen Abfälle der bei der
Extraktion verwendeten Substanzen (sickert ins Grundwasser) · gefährdetes Gesundheitsrisiko
- Rückstände der Aufbereitung in Absetzanlagen · Entsorgung der Giftschlämme
- Abdeckung der radioaktiven Gesteinsschicht mit Isolierschichten, Isolierung der giftigen Gesteinsschichten vom
Grundwasser


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