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Autor: Conny Schibisch
Fach: Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache
Details
Institution/Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Germanistisches Institut)
Tags: DaF; Vorleser; Schlink
Jahr: 2002
Seiten: 22
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 526 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-16623-2
Untertitel: Der Roman als Unterrichtsgrundlage für fremdsprachlichen Deutschunterricht in zwei verschiedenen Lernphasen. Der umfangreiche Anhang ist leider nicht vollständig enthalten, da es sich z.T. um Kopien handelte. Durch Verweise zum Literaturverzeichnis sind diese Materialien jedoch gut zu finden.
Textauszug (computergeneriert)
Deutsch als Fremdsprache
TPS: Romane nach ′45 und ihre Rezeption im Ausland: Grass, Becker, Schlink
Sommersemester 2001
Hausarbeit
"Der Vorleser" von Bernhard Schlink
Der Roman als Unterrichtsgrundlage
für fremdsprachlichen Deutschunterricht
in zwei verschiedenen Lernphasen
Cornelia Schibisch
Düsseldorf, im Januar 2002
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Hauptteil 4
2.1. Lektüre im fremdsprachlichen Deutschunterricht 4
2.2. "Der Vorleser" als Lektüre im DaF-Unterricht 5
2.3. Einsatz des "Vorlesers" im DaF-Unterricht 6
2.3.1. Lerngruppe im Anfängerbereich 6
2.3.2. Lernergruppe mit fortgeschrittenen Kenntnissen 9
3. Schlussbetrachtung 17
4. Literaturverzeichnis 18
5. Anhang 19
5.1. Anhangverzeichnis 19
5.2. Unterrichtsmaterial 20
5.1. Anhangverzeichnis
1) Kurzbiographie von Bernhard Schlink, in: Lamberty, M.: Literatur-Kartei: "Der Vorleser". Mühlheim an der Ruhr, 2001, S.
2) Kopiervorlage, in: Schlink, B.: Der Vorleser. Zürich, 1997, S.34-36.
3) Kopiervorlage "Die geordnete Gesellschaft der 50-er Jahre", in: Lamberty, M.: ebda. S. 13/14.
4) Folienvorlage "Analphabetismus", in: Urban, Cerstin: Blickpunkt Text im Unterricht: Bernhard Schlink "Der Vorleser". Hollfeld, 2000, S.
5) Charakterisierungsansätze von Hanna und Michael
6) Kopiervorlage, in: Lamberty, M.: ebda. S. 54/55.
7) Kopiervorlage, in: Lamberty, M.: ebda. S. 35.
8) Kopiervorlage, in: Lamberty, M.: ebda. S. 37/38.
9) Kopiervorlage "Inhalt von "Bronsteins Kinder", aus: http://www.scheffel.og.bw.schule.de/faecher/deutsch/vorleser/vorleser_parallelen.htm
In der Arbeit enthalten sind nur die Anhänge 5 und 9!
1. Einleitung
"Das ist das Buch, auf das wir so lange gewartet haben, ohne es zu wissen."1
So und ähnlich klingen die Stimmen, wenn über den Roman "Der Vorleser" von Bernhard Schlink gesprochen wird. Es handelt sich um ein Stück Nachkriegsliteratur, welches es nicht nur in Deutschland, sondern auch international zu Anerkennung gebracht hat. In nunmehr 25 Sprachen übersetzt erfreut sich "Der Vorleser" jährlich immer größerer Beliebtheit, und das, obwohl neuere deutsche Literatur ansonsten nicht auf internationalen Bestseller-Listen erscheint.
Diese Arbeit wird sich damit beschäftigen, den Roman als Unterrichtsgrundlage für fremdsprachlichen Deutschunterricht darzustellen.
Zunächst wird herausgearbeitet, warum die Lektüre fremdsprachlicher Literatur in DaF-Unterricht generell sinnvoll ist. Dann wird gezeigt, aus welchem Grund gerade "Der Vorleser" als Klassenlektüre geeignet ist, woraus sich ergibt, in welcher Form der Roman in den Unterricht einbezogen werden kann. Hierbei werden sowohl Interpretationsansätze, als auch mögliche Aufgabenstellungen gegeben.
Vielfältige Darstellungsweisen und Arbeitsmethoden ermöglichen den Einsatz des Romans in verschiedenen Stufen des Spracherwerbs. .........................
Das Ziel ist es, zu zeigen, wie aus "Der Vorleser" eine Unterrichtsreihe im DaF-Unterricht entstehen kann, die den Deutsch-Lernenden sowohl die deutsche Sprache, traditionelle und moderne Interpretationsmethoden, aber auch ein gutes Beispiel deutscher Literatur nahe bringt. Im Idealfall soll dies im Rahmen eines sehr kommunikativen Unterrichts geschehen.
2. Hauptteil
Lektüre im fremdsprachlichen Deutschunterricht
Das Lesen ist ein wesentlicher Bestandteil des Spracherwerbs. Die Lektüre von fiktionalen Texten fördert diesen Prozess in verschiedener Hinsicht. Das Verständnis des Textzusammenhangs in Verbindung mit sprachlichen Phänomenen regt Kommunikation an.
"Doch das Gespräch mit einem fremdsprachlichen Text will gelernt sein. Zumal dann, wenn der Leser einem anderen gesellschaftlichen und kulturellen Raum angehört als dem, der im Text vorkommt, denn seine Wahrnehmung, seine Erwartung und sein Verstehen sind möglicherweise an anderen literarischen Verfahrensweisen der Gesprächsführung und Sinnbildung geschult als an denen, die der Text enthält."2
Die Auswahl des Textes ist somit entscheidend für den Verlauf des Unterrichts.
Geeignet sind Texte, die auf der einen Seite typische Merkmale der deutschen Kultur widerspiegeln, auf der anderen Seite aber so gehalten sind, dass es zwar einer gewissen Vorbereitung bedarf, diese allerdings nicht so aufwendig ausfallen darf, dass die Lektüre selbst in den Hintergrund tritt.
Über all dem steht das oberste Ziel, dass der Schüler den Text versteht.
"Um einen Text zu verstehen, muß ein Leser diesen Wirklichkeitszusammenhang erfassen. Dazu braucht er wiederum ein Wissen über die Sprache, über Texte und über die Welt."3
Die Themenwahl stellt oft ein Problem dar. Bei einer Lernergruppe, die sehr international ist und deren Mitglieder nicht einer Alterstufe angehören, ist dieses umso größer, da die Interessen stark divergieren.
[...]
1 Stölzl, C.: Ich hab′s in einer Nacht ausgelesen, in: Die Welt, 13.11.99.
2 Ehlers, S.: Lesen als Verstehen. Berlin, 1999.
3 Ehlers, S.: ebda. S. 8.
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