Termpaper, 1997, 16 Pages
Author: Catrin Schmitz
Subject: Sport - Theory and Practice
Details
Institution/College: Sport Academy Cologne
Tags: Anfängerschwimmen, Seminar
Year: 1997
Pages: 16
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-99535-1
File size: 136 KB
Other users also were interested in the following titles:
Fulltext (computer-generated)
Hausarbeit
SS 97
Veranstaltung: Schwimmen 1
Dozent: Herr Daniel
Autorin: Catrin Schmitz
Anfängerschwimmen
Literaturverzeichnis
- Bereinigte Amtliche Sammlung der Schulvorschriften des Landes NRW
- BASS 96/97, 11. Ausgabe, Stichtag 1.7.1996.
- Richtlinien Sport
Band II: Verbindliche Sportarten und Sportbereiche, Frechen 1989
- Counsilman, James E.:
Schwimmen, 2. Auflage, Frankfurt/Main 1972
- Graumann, Dieter/Pflesser, Wolf:
Zielgerichtete Wassergewöhnung, 2. Auflage, Celle 1994
- Wilke, Kurt/Daniel, Klaus:
Schwimmen, Wiesbaden 1996
- Wilke, Kurt/Fastrich, Erika:
Sport in der Primarstufe, Band II: Das Kraulschwimmen
2. Auflage, Bad Homburg 1978
Frage 1
a) Definieren Sie die Begriffe "Wassergewöhnung/-bewältigung" und ordnen Sie diese in die Lernzielebenen des schulischen Anfängerschwimmunterrichts ein! Werten sie hierfür auch die Richtlinien SPORT des Landes NRW aus!
b) Nennen Sie die Teillernziele für "Wassergewöhnung/-bewältigung" und jeweils drei typische Übungsbeispiele dazu!
Antwort
a) Die Begriffe Wassergewöhnung und Wasserbewältigung sind im schulischen Anfängerschwimmunterricht der ersten Lernzielebene zuzuordnen.
Diese erste Lernzielebene muß spätestens im dritten Schuljahr erarbeitet werden, da sie die Grundlage für die folgenden Lernzielebenen darstellt.
Als zweite Lernzielebene folgt die Vermittlung der Techniken des Kraulschwimmens, des Rücken- (kraul-) schwimmens, des Brustschwimmens, des Springens, sowie des Delphinschwimmen. Auch diese Lernzielebene sollte im Verlauf der Primarstufe verwirklicht werden.
Die dritte Lernzielebene, die Anwendungsbereiche, ist dagegen für die Primarstufe nicht von direkter Bedeutung.
Innerhalb der ersten Lernzielebene versteht man nun unter der Wassergewöhnung ein erstes Kennenlernen des Wassers, als neuen Spiel- und Lebensraum durch den Schüler. Der Schüler soll sich bewußt mit dem Wasser auseinandersetzen und die physikalischen Eigenschaften des Wassers erfahren. Gewöhnen muß er sich zum Beispiel an den Wasserdruck, den Auftrieb, den Wasserwiderstand, den Kältereiz, so wie den Reiz der Flüssigkeit. Ziel der Wassergewöhnung soll es sein, daß der Schüler diese Faktoren erkennt und sich ihnen anpaßt.
Die Wasserbewältigung reicht nun einen Schritt weiter. Ihr Ziel ist es, vermehrt auf die zweite Lernzielebene vorzubereiten und spezifische Bewegungen des Körpers im Wasser zu schulen, z.B. das Drehen um die Körperachse, das Ein- und Untertauchen, sowie diverse Fortbewegungsmöglichkeiten. Ebenfalls Ziele der Wasserbewältigung sind die Schulung der Atmung, sowie die Ausbildung einer besseren Orientierungsfähigkeiten im Wasser.
Während die Wassergewöhnung also primär ein passiver Vorgang ist, in dem der Schüler sich an die neuen Bedingungen anpaßt, ist die Wasserbewältigung der erste Schritt zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Element.
b) 1. Gewöhnung an den Reiz der Flüssigkeit
1.1. Öffnen der Augen beim Duschen.
1.2. Die Schüler gießen sich mit den Händen Wasser über den Kopf, das dann über das Gesicht zurück ins Becken läuft.
1.3. Wasserschlacht: Alle Kinder stehen im Kreis und dürfen sich gegenseitig naß spritzen. Wer Angst hat, darf sich umdrehen, so daß er das Wasser auf den Rücken bekommt.
2. Gewöhnung an den Kältereiz
2.1. Kaltes Abduschen vor dem Schwimmen, das Wasser im Becken wird dann wärmer empfunden.
2.2. Bewegungsintensive Aufgaben stellen, Bewegungspausen kurz halten.
2.3. Die Kinder sollten bis zur Schulter im Wasser sein, damit sich eventueller Luftzug nicht auswirkt.
3. Gewöhnung an den Wasserdruck
3.1. Das Eintauchen des Oberkörpers erfolgt in kleinen Schritten (langsam ins Becken steigen).
3.2. Vor- und Rückwärtsgehen in schultertiefem Wasser.
3.3. Ziehen und Schieben eines Partners.
4. Erkennen und Überwinden des Wasserwiderstandes
4.1. Alle Kinder laufen im Kreis am Beckenrand entlang und erzeugen so eine starke Strömung; auf ein Kommando bleiben alle stehen, oder versuchen in die andere Richtung zu laufen.
4.2. Die Kinder laufen durch das Becken und halten ihre Schwimmbretter mal mit der Breit- und mal mit der Längsseite vor den Körper.
4.3. Fangenspielen im Becken, das Laufen fällt viel schwerer als außerhalb des Wassers.
5. Auftrieb
5.1. Die Schüler tragen sich gegenseitig durch das Becken.
5.2. Die Schüler legen den Kopf in der Rückenlage auf den Beckenrand oder ein Schwimmbrett. Wenn sie nun tief einatmen, spüren sie, wie sie nach oben treiben.
5.3. Die Schüler atmen tief ein und legen sich flach auf die Wasseroberfläche, wenn sie nun ausatmen, sinken sie langsam ab.
6. Tauchen
6.1. Eintauchen des Gesichts oder Kopfes; die Kinder stehen hierzu am Beckenrand und halten sich an diesem fest.
6.2. Der Lehrer hält einen Reifen in das Wasser, durch den die Schüler tauchen sollen.
6.3. Ein Schüler taucht durch die gegrätschten Beine eines oder mehrerer Mitschüler, je nach Können.
7. Atemübungen
7.1. `Ausblubbern′ der Luft ins Wasser.
7.2. Feuerwehrpumpe: Zwei Schüler stehen sich gegenüber und reichen sich die Hände, abwechselnd gehen sie in die tiefe Hocke und atmen in das Wasser aus.
7.3. Ausatmen in der Bewegung, z.B. beim Gleiten.
8. Einfache Sprünge
8.1. Springen aus dem Sitz vom Beckenrand (Abstützen in der Überlaufrinne).
8.2. Schrittsprünge vom Beckenrand über einen Stab.
8.3. Zielspringen auf ein im Wasser liegendes Schwimmbrett.
9. Gleiten
9.1. Abstoßen vom Boden, gleiten zum Rand.
9.2. Zwei Schüler halten einen Stab und ziehen damit einen Mitschüler durch das Wasser.
9.3. Abstoßen von der Wand und dann Gleiten.
Frage 2
Im Anfängerschwimmunterricht und auch während des fortführenden Schwimmenlernens werden regelmäßig Bewegungsfertigkeiten und -fähigkeiten herausgebildet, die man mit "steuernde Kopfbewegungen", "Lagewechsel" und "Tauchen als Teillernziel der Wasserbewältigung" bezeichnen kann.
a) Begründen Sie die Bedeutungen dieser Fertigkeiten und Fähigkeiten für das Schwimmenlernen und -können.
b) Nennen Sie zusätzlich zu den unter Frage 1 genannten Beispielen jeweils ein weiteres typisches Übungsbeispiel, das über das Fertigkeitsniveau des Anfängers hinausgeht.
Antwort
a) Die genannten Fähigkeiten und Fertigkeiten sind daher so bedeutend, da sie die Grundlage für das spätere Erlernen der Schwimmtechniken darstellen.
So muß der Schüler dazu in der Lage sein, seinen Kopf auch in waagerechter Lage in Verlängerung des Rückgrates zu halten und mit ihm zu steuern, um weiterführende Aufgaben zu erfüllen. Schafft er es nicht, den natürlichen Kopfstellreflex zu kontrollieren, so wird er es schwer haben, seine Bewegungen im Wasser zu koordinieren, da hier der Körper den steuernden Bewegungen des Kopfes folgt.
Der Lagewechsel ist gerade im Bereich der Wasserbewältigung sehr wichtig, da so der Schüler zunehmend eine bessere Orientierung im Raum gewinnt und auch seine Erfahrungen umfassender sind. Auch werden so Grundlagen geschaffen, die das Erlernen der Schwimmtechniken erleichtern, z.B. ist es einfacher die Beinschläge des Kraulschwimmens in Rückenlage zu üben, da so das Problem der Atemkoordination wegfällt.
Das Tauchen bietet dem Schüler die Möglichkeit, sich dem zum Schwimmen nötigen Auftrieb bewußt zu machen und diesen zum Gleiten zu nutzen. Der Schüler taucht also ab und treibt möglichst waagerecht wieder auf und kann nun noch ein Stück weit gleiten. Aus diesem Gleiten heraus können nun durch Antrieb von Händen und Füßen die Schwimmbewegungen entwickelt werden.
Die Überwindung des Kopfstellreflexes, der häufige Lagewechsel, so wie das Tauchen verhelfen also dem Schüler zu den nötigen Voraussetzungen, die Schwimmtechniken zu erlernen.
b) 1. Gewöhnung an den Reiz der Flüssigkeit
Hierzu wird kein weiteres Übungsbeispiel angegeben, da der fortgeschrittene Schwimmer über diese Fähigkeiten bereits verfügen sollte.
1. Gewöhnung an den Kältereiz
Auch hierzu wird kein weiteres Übungsbeispiel angegeben, da der fortgeschrittene Schwimmer über diese Fähigkeiten ebenfalls bereits verfügen sollte.
2. Gewöhnung an den Wasserdruck
Tauchen in tieferem Wasser (Druck auf den Ohren).
3. Erkennen und Überwinden des Wasserwiderstandes
Schwimmen in Kleidung (Größere Widerstandsfläche).
4. Auftrieb
Sprung ins tiefere Wasser, Auftreiben ohne eigenes Zutun.
5. Tauchen
Heraufholen mehrerer Ringe vom Beckenboden.
6. Atemübungen
Gleiten in Bauchlage - Ansatz zur Rolle vorwärts - Handstand im Wasser - Abstoßen mit den Händen in die Rückenlage - Gleiten in Rückenlage.
7. Einfache Sprünge
Flugrolle vom Beckenrand auf eine Schwimmatte.
8. Gleiten
Delphinsprung über eine Stange - Gleiten durch einen Reifen.
Frage 3
In welche Teillernziele gliedert sich das Lernen einer Schwimmtechnik nach der Teillernmethode am Beispiel des Kraulschwimmens? Nennen Sie dabei pro Teillernziel die typischen Bewegungsmerkmale als erstrebenswertes Lernergebnis in der Primarstufe!
Antwort
Das Lernen der Technik des Kraulschwimmens gliedert sich in folgende Teillernziele:
1. Der Beinschlag
2. Die Armbewegung
3. Die Gesamtbewegung ohne Atmung
4. Die Atmung
5. Die Gesamtbewegung mit Atmung
6. Der Startsprung
7. Die Kippwende
Wichtig beim Erlernen des Beinschlages ist der mechanisch wirkungsvolle, kurze Ristschlag, der vom Bewegungsansatz her aus der Hüfte kommen sollte, um so die waagerechte Lage des Körpers zu gewährleisten. Der Ristschlag (Abwärtsschlag) erfolgt im steten Wechsel mit dem Sohlenschlag (Aufwärtsschlag).
Die Armbewegung liefert den Vortrieb beim Kraulschwimmen durch das Ziehen und Drücken des Wassers unter dem Körper durch jeweils eine Hand im pausenlosen Wechsel. Ist die Druckphase einer Hand unter Wasser beendet, so wird der Arm mit hohem Ellenbogen aus dem Wasser genommen und frei vom Wasserwiderstand entspannt am Kopf vorbei nach vorne geschwungen. Hier taucht die Hand mit nach hinten unten zeigender Handfläche wieder ins Wasser und sucht den Wasserwiderstand.
Bei der Gesamtbewegung ohne Atmung bleibt das Gesicht im Wasser. Während der Armzug einen gleichmäßigen Vortrieb erzeugt, sichert der Beinschlag die sichere Lage des Unterkörpers. Ein leichtes Rollen des Körpers um die Längsachse erleichtert die Ausführung des Armzuges.
Die Atmung wird im Zusammenhang mit dem Armzug geübt, wobei die Atmung sich einem Arm zuordnet, dem Atemarm. Die Ausatmung erfolgt ins Wasser durch Mund und Nase, wenn der Atemarm zieht. Die Körperlage wird hierdurch nicht verändert. Die Einatmung erfolgt, wenn der Atemarm nach hinten zeigt und das Wasser verläßt. Hierzu werden Kopf und Körper leicht zur Seite gerollt.
Die Gesamtbewegung mit Atmung unterscheidet sich kaum von der Gesamtbewegung ohne Atmung, da die Atmung gut in den Bewegungsablauf eingepaßt ist. Es ist jedoch darauf zu achten, daß der Körper wirklich nur gerollt wird, bis die Atmung möglich wird und nicht der Kopf oder Oberkörper angehoben werden.
Das Erlernen des Startsprungs erfolgt im Lehrschwimmbecken über das Erlernen des Gleitsprunges aus dem Sitzen oder der Hocke. Wichtig hierbei ist, daß die Arme während des Eintauchens und des Gleitens stets gestreckt vor dem Kopf liegen. Zu Beginn des Startsprungs steht der Schüler mit weit nach vorne geneigtem Oberkörper, leicht gebeugten Knien und locker nach unten hängendem Kopf auf dem Startblock. Die Füße stehen parallel, eine Hand breit auseinander, und die Zehen umfassen die vordere Blockkante. Durch verstärktes Beugen der Fuß-, Knie- und Hüftgelenke, sowie durch den Schwung beider Arme über außen hinten nach vorne unten wird der Absprung vorbereitet. Der Körper fällt leicht nach vorne, um dann gestreckt nach vorne zu schnellen. Der Kopf ist hierbei leicht angehoben. Beim flachen Eintauchen befindet sich der Kopf zwischen den Armen, um nach kurzer Gleitphase mit den Armen zur Oberfläche zu steuern, wo der Schwimmer mit den Arm- und Beinbewegungen beginnt.
Die Kippwende ermöglicht es dem Schwimmer am Ende der Schwimmbahn zügig seine neue Schwimmrichtung zu erreichen. Der Schwimmer berührt hierzu beim Anschwimmen mit gestrecktem Arm die Wand. Er dreht dann den Körper auf die Seite des Anschlagarmes. Durch Abdrücken mit dem Anschlagarm, aufrichten des Oberkörpers und anhocken der Beine erfolgt dann die Wende. Der Anschlagarm schwingt wieder nach vorne, und die angehockten Beine setzen ca. 30 cm unter der Wasseroberfläche an die Wand, um sich abzustoßen. Der Körper gelangt dann durch leichtes Drehen aus der Seitenlage wieder in die Bauchlage. Läßt die Abstoßgeschwindigkeit nach, beginnt der Schwimmer wieder mit den Kraulbewegungen.
Frage 4
Beschreiben Sie die Armbewegungen und die integrierte Atmung für das Kraulschwimmen als lehrerorientierte Sachanalyse!
Antwort
Die Kraularmbewegung läßt sich unterteilen in drei Phasen:
- Die Schwungphase
- Die Zugphase
- Die Druckphase
Die Schwungphase wird hierbei über Wasser ausgeführt, während Zug- und Druckphase im Wasser stattfinden.
Die Schwungphase beginnt zu Ende der Druckphase damit, daß der Ellbogen bereits das Wasser verläßt, während die Hand noch das Wasser nach außen hinten drückt. Der Ellbogen schwingt nun aufwärts und nach vorn, wobei die Hand mitgeführt wird. Diese Bewegung sollte entspannt, aber dennoch kontrolliert sein, da bei völlig entspannten Muskeln der Arm durch die Zentrifugalkraft nach außen gezogen würde und die Bewegung unkontrolliert wäre.
Die Handfläche sollte zu Beginn der Schwungphase rückwärts und etwas nach oben zeigen, das Handgelenk sollte entspannt sein. Wenn die Hand an der Schulter vorbei nach vorne schwingt, sollte sie sich mit dem Ellbogen auf einer Linie befinden. Jetzt sollte die Hand den Ellbogen führen und bei lockerem Handgelenk mit der Handfläche zum Wasser zeigen.
Beim Eintauchen der Hand ins Wasser sollte der Ellbogen leicht gebeugt sein und die Handfläche sollte diagonal nach unten zeigen. Die Hand taucht vor dem Arm in das Wasser.
Der Arm sollte nun nicht zu lange gleiten, sondern fast unmittelbar mit dem Zug beginnen. Hierzu ist es wichtig, daß die Hand erst in das Wasser eintaucht, wenn der ziehende Arm bereits ca. 50 - 60% seines Unterwasserzuges beendet hat, das heißt zu Ende der Zugphase. Es kommt sonst sehr schnell zu einer Gleitzugbewegung der Arme, die die kontinuierliche Fortbewegung stört.
Die eben vorgebrachte Hand beginnt nun mit der Zugphase, während die andere Hand sich in der Druckphase befindet. Der Zug beginnt mit fast gestrecktem Ellbogen. Während der Arm unter den Körper gezogen wird, wird der Ellbogen gebeugt und erreicht seinen höchsten Beugungsgrad gegen Ende der Zugphase. Der Weg, den die Hand hierbei unter Wasser zurücklegt, gleicht einer S-Form.
Während des letzten Teiles des Zuges, der Druckphase, sollte der Arm nun rückwärts nach außen und aufwärts zur Seite drücken, um so die Schwungphase vorzubereiten.
Das Atmen wird dem Schwimmer durch die richtige Rollbewegung und die richtige Kopfstellung erleichtert.
Der Schwimmer sollte daher mehr zu der Seite rollen, auf der er atmet. Das Maß des Rollens sollte hier etwa 35_- 45_ betragen. Die Rollbewegung zur anderen Seite sollte 10_- 15_ geringer sein.
Der Kopf des Schwimmers sollte leicht im Nacken gehalten werden. Er erzeugt so eine leichte Bugwelle, in deren Wellental der Schwimmer atmen kann, ohne zu stark zu rollen, oder den Kopf zu heben. Er kann so bei richtiger Kopfstellung unter der normalen Wasseroberfläche atmen.
Der Zeitpunkt des Einatmens wird also durch die Rollbewegung bestimmt und liegt am Ende der Druckphase des Atemarmes ( Arm, zu dessen Seite die Atmung erfolgt ). Mit Beginn der Schwungphase wird das Gesicht wieder in das Wasser gedreht und die Ausatmung erfolgt während des Armzuges in das Wasser.
Frage 5
a) Stellen Sie eine methodische Übungsreihe für das Erlernen der "Wechselschlag- beinbewegung" sowie
b) zur "Koordination von Atmung und Armbewegung" beim Kraulschwimmen auf!
Antwort
a) "Wechselschlagbeinbewegung"
Lernvoraussetzungen: Abstoßen und Gleiten in Bauch- und Rückenlage
1. Die Schüler sitzen vorn auf dem Beckenrand und lassen die Beine in das Wasser hängen.
Sie führen den Kraulbeinschlag aus.
2. Ein Schüler wird von zwei weiteren mit einem Stab durch das Wasser gezogen und führt dabei den Kraulbeinschlag aus .
Der Übende kann dabei in der Bauch- oder Rückenlage gezogen werden. In der Bauchlage werden mehrere Atempausen notwendig.
3. Der Schüler führt den Kraulbeinschlag mit dem Schwimmbrett in Rückenlage aus. Das Brett
wird hierzu hinter den Kopf genommen.
4. Abstoßen vom Beckenrand, zuschwimmen auf die Wand mit Kraulbeinschlag, abstoßen mit beiden Händen von der Wand, zurückschwimmen zur Wand.
5. Kraulbeinschlag in der Bauchlage mit Schwimmbrett. Der Übende stößt sich hierzu von der Beckenwand ab.
6. Durchtauchen von Reifen, Untertauchen von Stäben mit Hilfe des Kraulbeinschlages.
7. Zwei Schüler halten mit gestreckten Armen ein Schwimmbrett zwischen sich und jeder versucht, seinen Partner mit kräftigem Kraulbeinschlag nach hinten zu drängen.
8. Kraulbeinschlag ohne Schwimmbrett nach Abstoß von der Beckenwand.
Evtl. als kleines Wettspiel: Wer kommt am Weitesten?
b) Koordination von Atmung und Armbewegung
Lernvoraussetzungen: Ausatmen in das Wasser
Kraulbeinschlag
Kraularmbewegung
1. Die Schüler befinden sich im Liegestütz im flachen Wasser. Sie heben einen Ellbogen auf Schulterhöhe aus dem Wasser, drehen dabei den Kopf auf diese Seite und atmen ein. Sie stützen den Arm wieder auf, atmen in das Wasser aus und wiederholen die Übung mit dem anderen Arm.
2. Die Schüler gehen mit leicht gebeugtem Oberkörper durch das brusttiefe Wasser und atmen gleichmäßig auf der Seite ein und in das Wasser aus.
3. Die Schüler gehen genau wie bei Übung 2 durch das Wasser und versuchen nun, die Atmung in die Armbewegung einzupassen.
4. Ein Schüler zieht seinen Partner durch das Becken und dieser übt die Seitatmung.
5. Ein Schüler schiebt seinen Partner und dieser vollzieht die Kraularmbewegung mit integrierter Atmung.
6. Die Schüler stoßen sich von der Beckenwand ab und führen im Gleiten den Kraularmzug mit Atmung aus.
Frage 6
Wie sollte Schwimmunterricht in der Primarstufe sicherheitsgerecht organisiert sein?
Geben Sie konkrete Beispiele für die Sicherheitsorganisation an
_ für Springen ins Wasser (vom Rand, vom 1m-Brett, als Startsprung)
_ für Tauchen (Fertigkeitsniveau entscheiden Sie selbst)
_ für Ballspiele!
Werten Sie hierfür den Schwimmerlaß von NRW aus!
Antwort
Bei der Organisation des Schwimmunterrichtes unter Sicherheitsaspekten ist es zunächst unerläßlich, daß die aufsichtsführende Lehrperson rettungsfähig ist. Das heißt, sie muß entweder im Besitz des Deutschen Rettungsschwimmabzeichen (Bronze) sein, oder das Deutsche Schwimmabzeichen (Bronze) besitzen und zusätzlich die Rettungsfähigkeit gemäß des Schwimmerlaßes nachweisen.
Während des Unterrichts muß die Lehrperson ihren Platz stets so wählen, daß sie alle im Wasser befindlichen Schüler sehen kann.
Der Unterricht sollte möglichst in einem separaten Beckenteil stattfinden, getrennt von weiteren Lehrgruppen. Öffentlicher Badebetrieb im Bereich der Lehrgruppe ist ganz auszuschließen.
Wichtig ist ebenfalls, daß die Lehrperson über Sicherheits- und Rettungsmaßnahmen, sowie die Badeordnung der Schwimmstätte informiert ist. Auch den Schülern sollten die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen und Gefahren bekannt sein, hierzu zählen auch die Baderegeln.
Da in der Primarstufe fast ausnahmslos immer ein oder mehrere Nichtschwimmer am Schwimmunterricht teilnehmen, muß dieser dann in einem Lehrschwimmbecken, oder im abgegrenzten Nichtschwimmerteil eines Beckens stattfinden. Das Wasser sollte hier höchstens brusttief sein.
Startsprünge können hier also nicht geübt werden, da diese nur in schwimmtiefes Wasser (ab 1,80m) ausgeführt werden dürfen. Auch Sprünge vom 1m-Brett finden grundsätzlich nur in schwimmtiefes Wasser statt, die Schüler müssen hierzu also bereits über ausreichende Schwimmfähigkeiten verfügen. Wichtig ist es auch, daß die Absprungfläche erst betreten wird, wenn die Wasserfläche im Sprungbereich frei ist.
Es darf grundsätzlich auch nur dort gesprungen werden, wo die Wasserfläche eindeutig dafür freigegeben wurde. Dies gilt auch für Sprünge vom Beckenrand. Hierbei ist im Besonderen darauf zu achten, daß das Risiko des Ausrutschens am Rand, sowie des Anschlagens an der Beckenkante mit dem Kopf oder anderen Körperteilen, möglichst vermieden wird.
Beim Tauchen im Schwimmunterricht ist es wichtig, daß die Lehrperson über die nötigen Kenntnisse verfügt. So muß z.B. beim Sporttauchen mit Preßlufttauchgeräten die Lehrperson im Besitz der Übungsleiter-F-Lizenz des Verbandes Deutscher Sporttaucher e.V. sein. Beim Tief- oder Streckentauchen ist darauf zu achten, daß jeweils eine Einzelbeaufsichtigung des Schülers gewährleistet ist.
Bei Ballspielen im Wasser sind die Schüler auf mögliche zusätzliche Gefahren hinzuweisen, die z.B. durch unkontrollierte Würfe entstehen können. Beim Spielen in schwimmtiefem Wasser muß gewährleistet sein, daß die Schüler durch Schwimmbewegungen und Wassertreten in der Lage sind, sich für längere Zeit frei im Wasser zu bewegen. Regeln, wie z.B. ein Verbot, den Ballbesitzer anzugreifen, können Risiken einschränken.
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Author: Marco FeindlerPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Author: Zoran ZivkovicPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Author: Claudia NickelPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Author: Maik PhilippPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Author: Mark RichterPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008
This text can be quoted and accessed from this url: