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Script, 2001, 17 Pages
Author: Benjamin Bulheller
Subject: Chemistry
Details
Tags: Elektromotorische, Kraft
Year: 2001
Pages: 17
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-99567-2
File size: 188 KB
Das Protokoll der Messung der Elektromotorischen Kraft, inklusive einer Zusammenfassung der Grundlagen der Elektrochemie. Mehr Infos zur Chemie unter www.chemielabor.com
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Elektromotorische Kraft
Grundlagen
Elektromotorische Kraft
Grundlagen
Elektrochemische Zellen
Kann man eine Reaktion in zwei räumlich getrennte Teilreaktionen nämlich Oxidation
und Reduktion aufspalten, kann man sie in Form einer
elektrochemischen Reaktion
in
einer sogenannten
elektrochemischen Zelle
durchführen. Eine elektrochemische Zelle
besteht aus zwei
Elektroden
(metallischer oder nichtmetallischer Leiter), die elektrisch
leitend miteinander verbunden sind, und einer Elektrolytlösung, in welcher die
Elektroden eintauchen.
Es gibt zwei Arten der elektrochemischen Zelle: die
galvanische Zelle
und die
Elektrolysezelle
. Das bekannteste Beispiel einer galvanischen Zelle ist das Daniell
Element. Hier tauchen eine Zink und eine Kupferelektrode in ihre Salzlösungen ein, die
durch eine semipermeable Membran (Diaphragma) getrennt sind. Durch diese poröse
Trennwand können die kleinen Anionen, nicht
jedoch die großen Kationen wandern und so
einen Ladungsausgleich sicherstellen. Da
Kupfer edler ist als Zink, wird Zink oxidiert
und geht als Zn2+ in Lösung, durch die
zurückbleibenden Elektronen ist die
Zinkelektrode negativ. Das Kupfer wird
reduziert, aus der Kupferlösung scheidet sich
also festes Kupfer auf der Elektrode ab, dabei
werden Elektronen verbraucht und die
Kupferelektrode ist daher positiv im Vergleich zur Zinkelektrode. Per Definition ist die
Elektrode, an der die Oxidation stattfindet die Anode, diejenige an der die Reduktion
stattfindet die Kathode. Die Kathode besitzt im Vergleich zur Anode eine positive
Ladung, was einem höheren Potential entspricht.
Anstatt eines Diaphragmas wird häufig eine Salzbrücke (oder auch Stromschlüssel
genannt) verwendet. Dies ist meist ein gebogenes Rohr, das mit einer konzentrierten
Salzlösung in einem Gel gefüllt ist und so die beiden Elektrolysezellen leitend
verbindet.
Bei der Elektrolysezelle existiert immer nur ein Elektrodenraum. An den Elektroden
wird eine Spannung angelegt, die höher ist als die Potentialdifferenz der Zelle. Es wird
Arbeit am System verrichtet, die endergonische Reaktion läuft ab. Ist die äußere
Spannung kleiner, als die EMK der Zelle, so läuft die exergonische Reaktion ab, das
System verrichtet Arbeit. Elektronen fließen im äußeren Stromkreis, im Elektrolyten
erfolgt der Ladungstransport mit Hilfe der Ionen.
An der Anode werden Elektroden abgezogen, so dass das Elektrodenmaterial oxidiert
wird und Kationen in Lösung gehen, während an der Kathode Elektronen zugeführt
werden, die Kationen aus der Lösung reduzieren.
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© by Benjamin Bulheller & Frank Bock
Elektromotorische Kraft
Grundlagen
Elektrodentypen
Es gibt mehrere verschiedene Typen von Elektroden:
a)
Elektroden 1. Art
Ein Metall oder ein Nichtmetall in fester Phase mit der Aktivität 1 steht mit einer
Lösung seines Salzes in Kontakt. Das Elektrodenpotential ist nur von der
Aktivität des Elektrolytions abhängig, da die Aktivität der festen Phase in der
Nernst-Gleichung definitionsgemäß 1 ist.
b)
Elektroden 2. Art
Ein Metall M ist von einer porösen Schicht eines unlöslichen Salzes MX
umgeben und taucht in eine Lösung, die X--Ionen enthält, z.B.
Silber/Silberchlorid-Elektrode. Die Silberionen werden durch das Chlorid
ausgefällt und es bleibt nur eine geringe Menge an Kationen in Lösung. Die
Menge an gelöstem Silber wird durch das Löslichkeitsprodukt (bei den
jeweiligen Versuchsbedingungen konstant) und der Aktivität der Anionen
bestimmt.
0
E = E + 0.059lg a
Ag
Ag+
Mit
dem
Löslichkeitsprodukt
L = c
folgt dann
+
c
Ag
Cl-
L
0
E = E + 0.059lg
Ag
cCl-
Ein weiteres Beispiel ist die Kalomelelektrode. Quecksilber fällt bei Zugabe von
Chlorid als Kalomel Hg2Cl2.
c) Gaselektrode
Ein Gas befindet sich im Gleichgewicht mit einer Lösung seiner Ionen. Ein
Metall dient als Katalysator und Elektronenleiter. Die
Normalwasserstoffelektrode
(NWE) besteht aus einer von H2 umspülten
platinierten Platinelektrode, die in eine Salzsäurelösung definierter
Konzentration eintaucht (1.153 molar, dann ist die Aktivität gleich 1 mit
f± = 0.867). Sie dient als
Bezugselektrode
für Potentialmessungen, weshalb ihr
Einzelpotential willkürlich null gesetzt wurde. Bestimmt man die Potentiale
verschiedener Halbzellen mit Hilfe der NWE, so sind sie untereinander
komparabel und ermöglichen die Aufstellung einer
Spannungsreihe
.
d) Redoxelektrode
Ein Element liegt in zwei Oxidationsstufen in einer Lösung vor. Ein inerter
metallischer Leiter stellt den elektrischen Kontakt zur Lösung her.
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Elektromotorische Kraft
Grundlagen
Elektromotorische Kraft
Will man die EMK messen, so darf kein Strom fließen und keine Reaktion ablaufen, die
Zelle muss sich also im elektrochemischen Gleichgewicht befinden. Somit ist die
Bedingung für reversible Prozessführung gegeben. Unter idealen Bedingungen wird die
chemische Energie vollständig in elektrische Arbeit verwandelt, weshalb aufgrund der
Energieerhaltung gilt:
G
+ W = 0
el
G = freie Reaktionsenthalpie der Zelle
Wel = maximal nutzbare, reversible elektrische Arbeit
und daraus:
G
= -Wel
G
= -n F E
E = EMK
n = Anzahl der pro Teilchen transportierten Elektronen
F = Faraday Konstante
Aus der Konzentrations- und Temperaturabhängigkeit der freien Enthalpie folgt:
i
a
Produkte
0
i (
)
G
= G
+ R T ln
i
a
Edukte
= Produktoperator
i (
)
woraus man durch Division mit ( nF) die
Nernst′sche Gleichung
erhält:
0
i
G
R T
a
Produkte
i (
)
E
= -
-
ln
i
n F
n F
a
Edukte
i (
)
i
R T
a
Produkte
0
i (
)
E
= E
-
ln
i
n F
a
Edukte
i (
)
Hierbei ist a die Aktivität und der Stöchiometriefaktor. Der Produktoperator ist
äquivalent zum Summenzeichen , nur dass die Faktoren multipliziert werden. Die
mittlere Aktivität hängt mit der Konzentration wie folgt zusammen:
a = f c
=
±
±
f± Aktivitätskoeffizient
Der Aktivitätskoeffizient lässt sich mit Hilfe des
Debye-Hückel-Grenzgesetzes
berechnen:
lg f = 0
- .5091 z z I
±
+ -
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- 3 -
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Elektromotorische Kraft
Grundlagen
Mit z+ und z- als Wertigkeit der Kationen und Anionen des Ions i und I als Ionenstärke,
die folgendermaßen definiert ist:
1
2
I =
c z
i i
2 i
Es folgt also:
1
2
lg f = -0.5091 z z
c z
±
+ -
i i
2 i
Da das Grenzgesetz nur für unendliche Verdünnung exakt gilt, muss die Bestimmung
von E0 mit Hilfe einer Extrapolation durchgeführt werden.
Anhand der Nernst′schen Gleichung lassen
sich bei Kenntnis der übrigen Größen auch
die Aktivitäten und Konzentrationen
bestimmen.
Sämtliche Messmethoden müssen die oben
genannte Bedingung erfüllen, dass kein
Strom fließen darf. Diese Voraussetzung
lässt sich mit der
Poggendorff′schen
Kompensationsmethode
realisieren. Es
wird der Zelle eine Spannung Ua
entgegengeschaltet, so dass kein Strom mehr fließt. Daraus folgt, dass die EMK der
Zelle gleich der angelegten Spannung sein muss.
Mit Hilfe dieser Methode lassen sich relativ fehlerfreie EMK-Werte bestimmen.
Auch die Verwendung eines hochohmigen Voltmeters eignet sich für dieses Problem.
Folgende Gleichungen sind hierbei relevant:
U = I Ra
E = I(R + R
a
i )
mit Ra = Innenwiderstand des Voltmeters, Außenwiderstand der Zelle,
Ri = Innenwiderstand der Zelle.
Aus diesem Zusammenhang folgt:
U
I R
R
a
a
=
=
E
I (R + R
R + R
a
i )
a
i
Und mit R
R :
i
a
U E
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Elektromotorische Kraft
Sicherheit
Sicherheit
Ammoniumnitrat NH4NO3
R
8
Feuergefahr bei Berührung mit brennbaren Stoffen
R
9
Explosionsgefahr bei Mischung mit brennbaren
Stoffen
S 15
Vor Hitze schützen
S 16
Von Zündquellen fernhalten - Nicht rauchen
S 41
Explosions- und Brandgase nicht einatmen
O
Brandfördernd
Silbernitrat AgNO3
R
34
Verursacht
Verätzungen
R
50/53
Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern
längerfristig schädliche Wirkungen haben
S 26
Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit
Wasser abspülen und den Arzt konsultieren
S 45
Bei Unfall oder Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen
(wenn möglich dieses Etikett vorzeigen)
S 60
Dieser Stoff und sein Behälter sind als gefährlicher
Abfall zu entsorgen
S 61
Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Besondere
Anweisungen einholen/Sicherheitsdatenblatt zu Rate
ziehen
C
Ätzend
N
Umweltgefährlich
Zinksulfat ZnSO4
R
36/38
Reizt die Augen und die Haut
R
50/53
Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern
längerfristig schädliche Wirkungen haben
S 22
Staub nicht einatmen
S 25
Berührung mit den Augen vermeiden
S 60
Dieser Stoff und sein Behälter sind als gefährlicher
Abfall zu entsorgen
S 61
Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Besondere
Anweisungen einholen/Sicherheitsdatenblatt zu Rate
ziehen
Xi
Reizend
Xn
Gesundheitsschädlich
/
Mindergiftig
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Elektromotorische Kraft
Versuchsdurchführung
Kupfersulfat CuSO4
R
22
Gesundheitsschädlich beim Verschlucken
R
36/38
Reizt die Augen und die Haut
R
50/53
Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in
Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen
haben
S 22
Staub nicht einatmen
S 60
Dieser Stoff und sein Behälter sind als
gefährlicher Abfall zu entsorgen
S 61
Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Besondere
Anweisungen einholen/Sicherheitsdatenblatt zu
Rate ziehen
Xn
Gesundheitsschädlich
/
Mindergiftig
N
Umweltgefährlich
Versuchsdurchführung
Im ersten Versuchsteil werden die ausstehenden Stammlösungen von Kupfersulfat,
Silbernitrat und Zinksulfat verdünnt, so dass je sieben Lösungen unterschiedlicher
Konzentration erhalten werden. Um die Messfehler durch Konzentrations-
ungenauigkeiten zu minimieren, wird mit der am
geringst konzentrierten Lösung begonnen und
das Elektrodengefäß mit ihr gespült und
schließlich aufgefüllt. Das Stromschlüssel-
röhrchen, das in ein Becherglas mit gesättigter
KCl-Lösung eintaucht, wird mit Filterpapier
verschlossen. Für die Bestimmung der
Silberhalbzelle wird ein Stromschlüssel mit
Ammoniumnitrat verwendet, da Silber als
Silberchlorid ausfallen würde.
Nun wird die entsprechende Elektrode in die Salzlösung eingetaucht und die EMK
bezüglich einer Kalomel-Elektrode gemessen.
Im zweiten Teil des Versuches wird aus 50 ml 0.1 molarer (NH4)2Fe(SO4)2 und 50 ml
0.1 molarer FeCl3 eine Lösung hergestellt, die jeweils 0.05 molar an Fe2+ und Fe3+ ist.
Mit einer Platinelektrode und einem Stromschlüssel mit gesättigter
Kaliumchloridlösung wird die EMK dieses RedOx-Systems gemessen.
Schließlich wird das Elektrodengefäß mit 0.01 molarer Kaliumchloridlösung befüllt und
ein Körnchen Silberchlorid hinzugegeben. Als Stromschlüssel wird gesättigte
Ammoniumnitratlösung verwendet und mit einer Silber/Silberchloridelektrode die EMK
des Systems gemessen.
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© by Benjamin Bulheller & Frank Bock
Elektromotorische Kraft
Messergebnisse
Messergebnisse
Da die EMK der Metallelektroden mit Hilfe einer Kalomelelektrode bestimmt wurden,
muss bei dem gemessenen Wert das Potential der Kalomelelektrode berücksichtigt
werden. Eine Kalomelelektrode besitzt gegenüber der Normalwasserstoffelektrode ein
Potential von + 0.252 V. Dieser Wert wird von der gemessenen EMK abgezogen.
c (ZnSO4)
EMK bzgl. Hg2Cl2
EMK (Zn/Zn2+)
mol l-1
V
V
0.0010
1.0000
0.7480
0.0020
1.0100
0.7580
0.0040
1.0200
0.7680
0.0050
1.0200
0.7680
0.0060
1.0200
0.7680
0.0080
1.0300
0.7780
0.0100
1.0400
0.7880
c (CuSO4)
EMK bzgl. Hg2Cl2
EMK Cu/Cu2+
mol l-1
V
V
0.0010
0.0320
0.2840
0.0020
0.0440
0.2960
0.0040
0.0430
0.2950
0.0050
0.0470
0.2990
0.0060
0.0470
0.2990
0.0080
0.0420
0.2940
0.0100
0.0460
0.2980
c (AgNO3)
EMK bzgl. Hg2Cl2
EMK Ag/Ag+
mol l-1
V
V
0.0010
0.4100
0.6620
0.0020
0.4100
0.6620
0.0040
0.4300
0.6820
0.0050
0.4350
0.6870
0.0060
0.4400
0.6920
0.0080
0.4500
0.7020
0.0100
0.4600
0.7120
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Elektromotorische Kraft
Auswertung
c (Fe2+ / Fe3+)
EMK Fe2+/Fe3+
mol l-1
V
0.05
0.395
EMK Ag/Ag+ bzgl. Hg2Cl2
EMK Ag/Ag+
V
V
0.121
- 0.131
Auswertung
Leiter 1. Art
Die sieben erhaltenen Werte jeder der drei Elektroden werden jeweils in ein Diagramm
eingetragen und die Standard-EMK durch die Bestimmung des Achsenabschnitts
erhalten. Die Gleichungen für die Auftragung leiten sich aus der Nernst-Gleichung und
dem Debye-Hückel′schen Grenzgesetz ab. Wird bezüglich einer Kalomelelektrode
gemessen lautet die Geradengleichung:
0
0
0.059 V
0.059 V
E
= E - E
+
lg c
-
+
0.5091 z z
I
n
M
ges. Hg2Cl2
M
n
n
+ -
beziehungsweise umgeformt :
0
0.059 V
0.059 V
0
E
+ E
-
lg c
= -
+
+
0.5091 z z
I E
n
ges. Hg2Cl2
+ -
M
M
n
n
0.059 V
0.059 V
1
0
2
E
+ E
-
lg c
= -
0
+ E
+
0.5091 z z
c z
n
ges. Hg
2Cl2
+ -
i i
M
n
n
2
M
i
Dies entspricht einer Geradengleichung der Form y = mx + b mit
1
2
x = I =
c z
i i
2 i
0.059 V
0
y = E
+ E
-
lg c
n
ges. Hg2Cl2
M
n
+
Der Achsenabschnitt
0
b = E
kann somit aus dem Graphen bestimmt werden.
n
M +
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- 8 -
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Elektromotorische Kraft
Auswertung
Zinkelektrode in Zinksulfat
c (ZnSO4)
x (Zn)
y (Zn)
mol l-1
V
V
0.0010
0.0632
0.6595
0.0020
0.0894
0.6784
0.0040
0.1265
0.6973
0.0050
0.1414
0.7001
0.0060
0.1549
0.7025
0.0080
0.1789
0.7161
0.0100
0.2000
0.7290
Die erhaltenen Werte werden in ein Diagramm eingetragen. Die zugehörige Funktion
lautet:
y = -0.6329 - 0.4743 x => EMK(Zn/Zn2+) = -0.63 V
x
0,00
0,05
0,10
0,15
0,20
0,25
-0,64
-0,66
-0,68
Zn/Zn2+
y
-0,70
-0,72
-0,74
-0,76
Kupferelektrode in Kupfersulfat
c (CuSO4)
x (Cu)
y (Cu)
mol l-1
V
V
0.0010
0.0632
0.3725
0.0020
0.0894
0.3756
0.0040
0.1265
0.3657
0.0050
0.1414
0.3669
0.0060
0.1549
0.3645
0.0080
0.1789
0.3559
0.0100
0.2000
0.3570
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- 9 -
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Elektromotorische Kraft
Auswertung
Die erhaltenen Werte werden in ein Diagramm eingetragen. Die zugehörige Funktion
lautet:
y = 0
- .3846 - 0.1406 x => EMK(Cu/Cu2+) = 0.38 V
0,380
0,375
0,370
0,365
y
Cu/Cu2+
0,360
0,355
0,350
0,05
0,08
0,11
0,14
0,17
0,20
x
Silberelektrode in Silbernitrat
c (AgNO3)
x (Ag)
y (Ag)
mol l-1
V
V
0.0010
0.0316
0.8390
0.0020
0.0447
0.8212
0.0040
0.0632
0.8235
0.0050
0.0707
0.8228
0.0060
0.0775
0.8231
0.0080
0.0894
0.8257
0.0100
0.1000
0.8300
Die erhaltenen Werte werden in ein Diagramm eingetragen. Der erste Wert (im
Diagramm blau dargestellt) weicht so stark von den anderen Werten ab, dass er nicht in
die Berechnung der Gerade einbezogen wurde. Die zugehörige Funktion lautet:
y = 0.8139 - 0.1410 x => EMK(Ag/Ag+) = 0.81 V
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Elektromotorische Kraft
Auswertung
0,840
0,835
0,830
y
Ag/Ag2+
0,825
0,820
0,815
0,02
0,04
0,06
0,08
0,10
0,12
x
Redox-Elektrode
Wird die EMK einer Kette aus einer Fe3+/Fe2+-Redoxelektrode bezüglich einer
gesättigten Kalomelelektrode gemessen, so gilt:
R T
a 3
0
Fe +
0
E
= E
+
-
+
+
ln
E
3
2
ges Hg2Cl
Pt / Fe / Fe
2
F
a 2
Fe +
a 3
0
Fe +
0
E
= E
+
-
+
+
0.059 V lg
E
3
2
ges Hg2Cl
Pt / Fe / Fe
2
a 2
Fe +
Für die Aktivität a gilt a = f c und die Gleichung lautet daher:
±
±
c 3
0
0
Fe
E
= E
- E
+ 0.059 V lg
+ +
-
+
+
0.059 V lg f + 0.059 V lg f
3
2
3
2
Pt / Fe / Fe
ges Hg
+
2Cl2
Fe
Fe
c 2
Fe +
Für die mittlere Ionenstärke ergibt sich:
1
2
1
I =
c z =
c
+
+
+
+
+
z + c + z + c - z - c + z + c - z
i i
(
2
2
2
2
2
2
2
2
2
3
3
NH
-
4
NH4
Fe
Fe
SO4
SO4
Fe
Fe
Cl
Cl )
2 i
2
1
I = (0.11+ 0.054 + 0.14 + 0.059 + 0.15 )
1
2
1
I = 1.3 = 0.65
2
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Elektromotorische Kraft
Auswertung
Aus dem Debye-Hückel-Grenzgesetz kann nun f± berechnet werden:
lg f
= -
= -
-
= -
+
0.5091 z z
I
0.5091 1 2 ( 2)
0.65
1.642
2
Fe
+ -
f
=
+
0.023
2
Fe
lg f
= -
= -
-
= -
+
0.5091 z z
I
0.5091 3 ( 1)
0.65
1.231
3
Fe
+ -
f
=
+
0.059
3
Fe
Für die EMK folgt damit:
c 3
0
0
Fe
E
= E
- E
+ 0.059 V lg
+ +
-
+
+
0.059 V lg f + 0.059 V lg f
3
2
3
2
Pt / Fe / Fe
ges Hg
+
2Cl2
Fe
Fe
c 2
Fe +
c 3
0
0
Fe
E
= E
+ E
- 0.059 V lg
+ -
+
+
+
0.059 V lg f + 0.059 V lg f
3
2
3
2
Pt / Fe / Fe
ges Hg
+
2Cl2
Fe
Fe
c
2
Fe +
0
E
=
+
-
-0.059 Vlg 0.059 + 0.059 Vlg 0.023
+
+
0.395 V 0.252 V 0.059 V 0
3
2
Pt / Fe / Fe
0
E
=
+
+
0.623 V
3
2
Pt / Fe / Fe
Leiter 2. Art
Für die EMK der Silber/Silberchloridelektrode in der Lösung gilt:
0
R T
0
E = E
+
-
+
ln a +
EgesHg2Cl
Ag / Ag
Ag
2
F
bzw.
0
0
E = E
+
-
+
0.059 lg a +
Eges Hg2Cl
Ag / Ag
Ag
2
Die im Elektrolyten vorhandenen Silberkationen sind durch das Löslichkeitsprodukt
von Silberchlorid, bzw. die Konzentration der Chloridionen in der Lösung bestimmt.
Da a = f c und L = a
verändert sich die Nernst-Gleichung zu
+
a
±
±
Ag
Cl-
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Elektromotorische Kraft
Auswertung
0
L
0
E
= E
+
-
+
0.059 lg
Eges Hg2Cl
Ag / Ag
2
aCl-
0
L
0
E
= E
+
-
+
0.059 lg
Eges Hg2Cl
Ag / Ag
2
f
-
c
Cl
Cl-
Der Aktivitätskoeffizient errechnet sich zu
1
1
2
I =
c z =
(
2
2
c
+
+
z + c - z
i i
Ag
Ag
Cl
Cl- )
2 i
2
1
I = (01+ 0.01 )
1 = 0.005
2
lg f = 0
- .5091 z z I
±
+ -
lg f = 0
- .5091 1(-1) 0.005
±
lg f = 0
- .0360
±
f = 0.9205
±
Bei T = 298 K kann nach dem Löslichkeitsprodukt folgendermaßen aufgelöst werden:
0
0
L
E
= E
-
+
+
E
0.059 lg
ges Hg2Cl
Ag / Ag
2
f
-
c
Cl
Cl-
0
0
E
= E
-
-
+
-
+
E
0.059 lg f - 0.059 lg L 0.059 lg c
ges Hg
-
2Cl
Ag / Ag
2
Cl
Cl
0
0
0.059lg L = E
+ E
- E
+
+
+
0.059 lg f - 0.059 lg c
ges Hg
-
2Cl2
Ag / Ag
Cl
Cl
0.059lg L = 0.121 V + 0.252 V - 0.81 V + 0.059lg 0.9205 + 0.059lg 0.01
0.059lg L = 0
- .5571
lg L = -9.4428
2
10
-
mol
L(AgCl) = 3.6110
2
l
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Elektromotorische Kraft
Fehlerbetrachtung
Fehlerbetrachtung
Als unvermeidbare Fehler traten Ungenauigkeiten sowohl beim Abmessen der
Volumina als auch beim Abwiegen der Substanzen auf. Hinzu kamen Fehler beim
Auffüllen der Elektrolysekammern, wenn Flüssigkeitsreste einer anderen Konzentration
zurückgeblieben waren. Den weitaus größten Fehler scheinen jedoch die Voltmeter mit
eingebracht zu haben, wie sich vor allem im letzten Versuch zeigt. Sie waren nur
schwer genau abzulesen, außerdem schwankte die Spannung oft um mehrere mV.
Messung
Literatur
Abweichung
V
V
%
0
E
2
Zn / Zn +
- 0.63
- 0.76
17.1
0
E
2+
0.38
0.34
11.8
Cu / Cu
0
E
2+
Ag / Ag
0.81
0.8
1.3
0
E 3+ 2+
Fe / Fe
0.623
0.77
19.1
Das Löslichkeitsprodukt von Silberchlorid wird in der Literatur mit
2
10 mol
K (AgCl) 1.6 10-
=
. Der gemessene Wert von
2
10 mol
K (AgCl) 3.61 10-
=
hat
L
2
l
L
2
l
daher eine Abweichung von 125.7 %.
Gesamtdiskussion
Der Versuch zeigt die Vorgehensweise bei der Messung von Elektrodenpotentialen. Da
nur wenige Geräte vorhanden waren, die beim Verdünnen aus Zeitgründen nur
unzureichend getrocknet werden konnten, kam es leider zu sehr starken
Verdünnungsproblemen. Daraus resultieren wohl die großen Abweichungen.
Beim Versuch mit der Silber/Silberchlorid-Elektrode konnte in Bezug auf das
Verdünnungsproblem recht genau gearbeitet werden, so dass ein Großteil der
Abweichung, die jenseits von Gut und Böse liegt, auf das Voltmeter geschoben werden
kann.
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Elektromotorische Kraft
Übungen
Übungen
Aufgabe 1
Berechnen Sie das Elektrodenpotential für das Redoxpaar Zn/Zn2+ bei einer
Konzentration der Zn2+-Ionen von 0.01 mol .
l
+
0.059
c(Zn)
2
0
E(
Zn / Zn ) = E
-
+
lg
2
Zn / Zn
2
2
c(Zn + )
2+
0
0.059
2
E
(Zn / Zn ) = E
+
+
+
lg c(Zn )
2
Zn / Zn
2
2+
0.059 V
E
(Zn / Zn ) = 0.76
-
V +
lg 0.01
2
2
E
(Zn / Zn +) = 0.819
-
V
Aufgabe 2
Berechnen Sie die Zellenspannung für ein galvanisches Element aus den Halbzellen
Cu/Cu2+ und Zn/Zn2+, wobei die Konzentration an Cu2+-Ionen 1.0 mol und die
l
Konzentration an Zn2+-Ionen 0.001 mol beträgt.
l
0.059
0
2
E
+
=
+
+
E
+
lg c(Cu )
2
2
Cu / Cu
Cu / Cu
2
0.059 V
E
=
+
=
+
0.35 V
lg1 0.35 V
2
Cu / Cu
2
0
0.059
2
E
+
=
+
+
E
+
lg c(Zn )
2
2
Zn / Zn
Zn / Zn
2
0.059 V
E
= -
+
= -
+
0.76 V
lg 0.001
0.849 V
2
Zn / Zn
2
Die Zinkelektrode stellt die Anode, die Kupferelektrode die Kathode dar. Daher folgt
für die EMK der Zelle:
EMK = E
- E
= 0.35 V - (-0.849 V) =1.199 V
Kathode
Anode
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Elektromotorische Kraft
Übungen
Aufgabe 3
Ein galvanisches Element besteht aus dem Redoxpaar Zn/Zn2+. Die Konzentration an
Zn2+-Ionen beträgt in der einen Halbzelle 1 mol , in der anderen Halbzelle 0.001 mol .
l
l
Berechnen Sie die Zellenspannung. Welche Konzentrationszelle stellt den Minuspol
dar?
mol
0.01
0.059
l
0
2
E
+
=
+
+
E
+
lg c(Zn )
2
2
Zn / Zn
Zn / Zn
2
mol
0.01
0.059 V
l
E
= -
+
= -
+
0.76 V
lg 0.001
0.849 V
2
Zn / Zn
2
mol
1
0.059
l
0
2
E
+
=
+
+
E
+
lg c(Zn )
2
2
Zn / Zn
Zn / Zn
2
mol
0.01
0.059 V
l
E
= -
+
= -
+
0.76 V
lg1
0.76 V
2
Zn / Zn
2
Es gehen in derjenigen Zelle Zn2+-Ionen in Lösung, in der die geringere Konzentration
dieser Ionen vorliegt und die damit deren weiteren Lösung einen geringeren Widerstand
entgegensetzt. Dies ist auch durch die negativere EMK der Zelle ersichtlich. In der Zelle
mit der geringeren Zinkionenkonzentration gehen Ionen in Lösung, Elektronen bleiben
in der Elektrode zurück und bilden den Minuspol. Da hier Teilchen oxidiert werden, ist
es die Anode.
Die EMK der Gesamtzelle ist dann:
EMK = E
- E
= -0.76 V - (-0.849 V) = 0.089 V
Kathode
Anode
Dieses Protokoll wurde selbstständig erstellt.
______________________ ______________________
Frank Bock
Benjamin Bulheller
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