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Die praktische Anwendung lernpsychologischer Theorien im Unterricht

Autor: Thorsten Lemmer
Fach: Pädagogik - Schulpädagogik

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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 19
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 200 KB
Archivnummer: V10116
ISBN (E-Book): 978-3-638-16646-1
Anmerkungen :
Schriftliche Hausarbeit im Hauptstudium.

Textauszug (computergeneriert)

Die praktische Anwendung lernpsychologischer Theorien im Unterricht

von Thorsten Lemmer


Inhalt

1. Einleitung

2. Die Definition des Lernens in der Lernpsychologie

3. Die klassische Konditionierung

3.1. Theoretische Grundlagen:
Die Konditionierungsexperimente von Pawlow und Watson

3.2. Der Unterricht "Maschineschreiben"

4. Operantes Konditionieren

4.1. Die Skinner-Box

4.2. Der Kontingenzvertrag

4.3. Unterrichte mit und ohne Verstärkung

5. Kognitives Lernen

6. Das Lernen von Assoziationen

6.1. Theorie der Kettenbildung

6.2. Der Fachunterricht "Materialbewirtschaftung"

7. Beobachtungslernen

7.1. Banduras′ Theorie des Modellverhaltens

7.2. Praktische Handwaffenausbildung

8. Schlussteil

Literaturverzeichnis




1. Einleitung

Thema dieser Hausarbeit ist die Erkundung von lernpsychologischen Gesichtspunkten an einer (militärischen) Ausbildungseinrichtung. Es soll untersucht werden, welche Bedeutung lernpsychologische Theorien im Unterricht haben. Mit gezielter Unterrichtsanschauung, auf die ich im folgenden Kapitel genauer eingehen werde, versuchte ich, Parallelen zwischen Unterrichtsformen und lernpsychologischen Theorien zu finden. Ich erhoffte mir, anhand der von mir ausgewählten Lerntheorien konkrete Unterrichtssituationen erklären zu können.
Es wird hierbei von der Prämisse ausgegangen, daß die Formen des Lernens an einer Ausbildungseinrichtung von eindeutig festgelegten Lernzielen dominiert werden, welche sowohl inhaltlicher als auch erzieherischer Natur sein können. Die Berufsausbildung im militärischen Spektrum erfordert es in ganz besonderem Maße, neben dem Aspekt der Ausbildung auch den Aspekt der Erziehung in den Lernprozess mit einzubeziehen. Erziehung bedeutet dabei, neben der reinen Vermittlung inhaltlichen Wissens auch das Fundament für potente und verantwortungs-bewusste Menschen zu schaffen.
Um dieses Ziel zu erreichen, muß man sich insbesondere Gedanken machen über die Form, in der gelernt werden soll. Die Form, in der einem Individuum ein Unterrichtsstoff nähergebracht wird, ist entscheidend dafür, inwieweit dieser diesen internalisiert. Diese Vorstellungen beruhen nicht nur auf der Einzelmeinung des Verfassers dieses Berichtes, sondern sind für die Bundeswehr als Leitlinien niedergeschrieben in dem "Konzept für Innere Führung". Dieses Konzept für Innere Führung fordert eine einfache, sinnvolle und überzeugende Erziehung, welche mit Geduld und Bestimmtheit verfolgt werden soll. Der Prozess des Erziehens soll dabei nicht nur in Worten, sondern vor allem in der Art seiner Aufgabenstellung wirksam werden. Für eine Schule der Bundeswehr bedeutet dies, geeignete Lernmethoden zu verwenden, um dieser Idee der Erziehung gerecht werden zu können.
Aus all diesen Gründen hielt ich es für interessant, einmal zu untersuchen, inwieweit dabei Lernmethoden verwendet werden, die der lernpsychologischen Theorie entstammen. Die Fragestellung lautet also:
Welchen Wert können lernpsychologische Theorien haben, wenn man ausgewählte Praxisphänomene militärischer Lernformen untersucht?

2. Die Definition des Lernens in der Lernpsychologie

Eine der Grundvorrausetzungen der Pädagogik ist es, daß sie es mit dem Menschen als lernendem Wesen zu tun hat. Nun handelt es sich beim Lernbegriff um ein so weitreichendes Feld, daß es bisher noch keine allgemeine, umfassende Lerntheorie gibt, die für alle Formen und Inhalte des Lernens zutreffen würde.
H. Skowronek umschreibt den Lernbegriff grob als "Veränderung des Verhaltens als Ergebnis von Erfahrung" . Die Beobachtung einer Verhaltensveränderung allein reicht jedoch nicht aus, um ein Lernen festzustellen. Lernen liegt nur dann vor, wenn diese Verhaltensveränderung nicht einmalig als zufälliges Ereignis zustande kommt, sondern über einen bestimmten Zeitraum erhalten bleibt, d.h. ein relativ beständiger Lernerfolg erreicht wird. Diese nicht unmittelbar zu beobachtenden Veränderungen bezeichnet man auch als "Dispositionsveränderungen".
Lernen lässt sich so nach R. Bergius bezeichnen als ein "Sammelname für Vorgänge, Prozesse oder nicht unmittelbar zu beobachtende Veränderungen im Organismus, die durch Erfahrungen entstehen und zu Veränderungen des Verhaltens führen."
Wesentlich bei dieser Definition des Lernens ist es also, daß das Gelernte nicht sogleich wieder verloren geht, sondern von dem jeweiligen Lernenden als Dispositionsveränderung internalisiert wird.
Die Definition des Lernbegriffs, die im vorangegangenen beschrieben wurde, ist, wie bereits erwähnt, nicht allumfassend und umgreift das Lernen nicht etwa in all seinen Erscheinungsweisen. Bei dieser Definition handelt es sich um eine in der Psychologie übliche wertneutrale Betrachtungsweise, die dabei auf eine Beurteilung des Verhaltens (z.B. verbessernde oder verschlechternde Veränderung) verzichtet. Die vorangestellte Begriffsbestimmung ist in diesem Zusammenhang als ein Arbeitsbegriff zu verstehen, der für die in der Lernpsychologie zu untersuchenden Prozesse des Lernens verwendet werden kann.

3. Die klassische Konditionierung

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Kommentare

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