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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 15 Pages
Author: Yvonne Decker
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Tags: Olchis, Analyse, Ganzlektüre, Bereich, Kinderliteratur
Year: 2002
Pages: 15
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-16652-2
ISBN (Book): 978-3-638-74656-4
File size: 115 KB
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Abstract
Die Olchis sind fantastische Wesen, die auf Müllhalden leben, sich von altem Fisch, leeren Dosen, Fahrradreifen und sonstigen, für uns Menschen ungenießbaren Dingen genießen. Sie fluchen, rülpsen und schmatzen, stinken so sehr, dass die Fliegen bei ihrem Geruch sofort tot umfallen und sind daneben doch unglaublich liebenswert. Erhardt Dietl ist der Autor der lustigen und wahrlich fantastischen Olchi-Geschichten und er bereitet damit nicht nur jungen, sondern auch älteren Lesern und Vorlesern ein wahres Vergnügen. Eingereiht werden "die Olchis" in das Genre der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur. Theoretische Hintergründe dazu werden in dieser Arbeit vermittelt und zudem wird begründet, ob und wenn ja, weshalb die Olchis diesem Genre zuzuordnen sind.
Excerpt (computer-generated)
„Die Olchis“
Analyse einer Ganzlektüre aus dem Bereich der
phantastischen Kinderliteratur
Hausarbeit für das Seminar „Ganzlektüren für Leseanfänger“
vorgelegt von
Yvonne Decker
4. Semester
Sommersemester 2002
INHALTSVERZEICHNIS
1. Vorwort ... 1
2. Kurze inhaltliche Wiedergabe der Olchis ... 2
3. Beurteilung der Olchis unter Einbezug der formalen Erstlesekriterien ... 4
4. Zur Definition und Gattungsspezifik der phantastischen Kinder-und Jugendliteratur ... 7
5. Was macht die Olchis zur phantastischen Kinderliteratur? ... 9
6. Resumee – Sind die Olchis als Ganzlektüre für Leseanfänger geeignet? ... 12
7. Literaturverzeichnis ... 13
1. Vorwort
Ich werde mich im Folgenden mit dem Genre der ′phantastischen Kinder-und Jugendliteratur′ befassen. Explizit erläutern werde ich dieses Genre am Beispiel der sieben ′Olchi-Bände′ des bekannten Kinderbuchautors Erhard Dietl.
Zunächst stelle ich kurz den Inhalt der Olchis dar und anschließend analysiere ich die Bücher-reihe anhand der Beurteilungskriterien für Erstlesetexte.
In Punkt vier werde ich erläutern, was unter phantastischer Kinderliteratur verstanden wird und was spezifisch für dieses Genre ist. Anschließend arbeite ich die Elemente des Phantastischen in den Olchis heraus und begründe deren Zugehörigkeit zum obengenannten Genre.
Meine Arbeit schließt mit einer Art Resumee, das meine Beurteilung der Olchis, in Bezug auf deren Eignung als Erstlesetext, beinhalten wird.
Auf Grund der Tatsache, dass im Bereich der Ganzlektüren für Leseanfänger nur sehr wenige Bücher dem Genre der phantastischen Kinderliteratur zuzuordnen sind, war meine Auswahl an Primärliteratur von Anfang an sehr gering.
Die Olchis sind meiner Meinung nach allerdings nicht nur sehr gelungene sondern auch sehr originelle Repräsentanten von Kinderbüchern aus dem Bereich der phantastischen Kinderliteratur und daher fiel es mir auch nicht schwer sie als Grundlage meiner Arbeit auszuwählen.
2. Kurze inhaltliche Wiedergabe der Olchis
Die im Oetinger Verlag in der Reihe der ′Sonne, Mond und Sterne′-Bücher erschienenen Olchis entstammen der Feder Erhard Dietls.
Bislang existieren sieben Bände, wovon der erste Band „Die Olchis sind da“ erstmals 1990 mit Schwarzweißillustration und später 1996 in farbiger Fassung erschienen ist. Der zweite Band, „Die Olchis räumen auf“ war ebenfalls erstmals mit Schwarzweißillustration 1992 auf dem Büchermarkt zu finden und wurde 1998 in Farbe reproduziert. Diesem Abenteuer folgten 1993 „Die Olchis fliegen in die Schule“, die 1997 farbig illustriert wurden. 1994 erschien der vierte Band, „Die Olchis ziehen um“ und 1997 der fünfte „Die Olchis und der blaue Nachbar“. Die beiden neuesten Bücher sind „Die Olchis feiern Weihnachten“ von 1999 und „Die Olchis im Zoo“ von 2001.
Die Olchis sind eine Familie kleiner, grüner Fantasiewesen, bestehend aus Olchi-Oma und -Opa, Olchi-Mama und -Papa, zwei Olchi-Kindern und einem Olchi-Baby. Anstelle von Ohren besitzen diese Wesen drei spitze Hörhörner, mit denen sie alles hören können. (vgl. Die Olchis sind da, 1996, S. 11) Zudem hat jeder Olchi eine dicke „Knubbelnase [,die] gern Verschimmeltes und faulig Stinkendes [riecht].“ (Die Olchis räumen auf, 1998, S. 4)
„Olchis leben in der Nähe von Müllbergen und Abfallgruben, verströmen einen entsprechenden Geruch und sind immer von Fliegenschwärmen umgeben. Sie ernähren sich von Blechbüchsen, Autoreifen und Haarschampon und sind so stinkefaul, dass sie die meiste Zeit in der Sonne verdösen. Bis sie vor lauter Nichtstun auf die verrücktesten Ideen kommen“. (Die Olchis sind da, 1996, Cover)
[...]
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