Termpaper, 2003, 10 Pages
Author: Martin Gschwandtner
Subject: History - Non-German
Details
Institution/College: University of Salzburg 'Paris Lodron' (Geschichte)
Tags: New Deal
Year: 2003
Pages: 10
Grade: Sehr gut
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-16659-1
ISBN (Book): 978-3-638-77462-8
File size: 176 KB
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Abstract
Nach einer kurzen Vorgeschichte über die wirtschaftliche Entwicklung der USA nach dem ersten Weltkrieg, befasst sich die Abhandlung mit dem kurzen Zeitraum von fünf Jahren von 1933 bis 1938, der unter der Regierung des demokratischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt mit dem aus dem Kartenspiel entnommenen Begriff "New Deal" in die Wirtschaftsgeschichte eingegangen ist. Der "New Deal" war für die amerikanische Nation ein Aufbruch in eine neue Epoche nach dem Zusammenbruch der Hochkonjunktur 1929 und der Weltwirtschaftskrise; er begann mit einem umfangreichen Gesetzgebungs-und Reformwerk in zwei Phasen: 1. Finanzielle Sicherung, Linderung unmittelbarer Not und generelle Erneuerung des Wirtschaftsgefüges. 2. Soziale Reformen Der New Deal war nicht durchwegs erfolgreich, sondern hinterließ manch ungelöste Probleme, wie z.B. den Plan einer obligatorischen Krankenversicherung, der am Widerstand der Ärzteschaft scheiterte. Dennoch gab es zahlreiche Verbesserungen. Der "New Deal" ist als eine Politik des Kampfes gegen die Depression zu verstehen und nicht als eine Revolution. Mit ihm gelang es, die amerikanische Wirtschaft vor dem völligen Zusammenbruch zu bewahren. Das Ende des "New Deal" hatte seine Ursache in taktischen Fehlern Rossevelts bei der personellen Besetzung des Obersten Gerichtshofes, sowie im gescheiterten Versuch, die Demokratische Partei von ihrem "New Deal"-feindlichen Flügel zu befreien. Das Ganze wurde noch verschärft durch die in den Jahren 1937 und 1938 aufkommende wirtschaftliche Rezession.
Excerpt (computer-generated)
Hausarbeit
Universität Salzburg
Institut für Geschichte, Neuere Geschichte, Überblicksvorlesung: History of the United States
Die Ära des New Deal
von Martin Gschwandtner
2003
1. Vorgeschichte:
Unmittelbar nach dem Abschluss des ersten Weltkrieges gab es in den Vereinigten Staaten
starke innere Spannungen.
Allgemein glaubte man, dass die Stilllegung der Kriegsproduktion und die gleichzeitig erfolgende Demobilisierung der Armee zu einer großen und weit verbreiteten Arbeitslosigkeit führen würden.
Doch die befürchteten Rückschläge für die Wirtschaft traten nicht ein, denn eine starke Zunahme öffentlicher und privater Investitionen, sowie das weiterhin sehr gut verlaufende Exportgeschäft hielten die Beschäftigung aufrecht. Allerdings stieg die Inflation, die während des Krieges eingesetzt hat, weiterhin an.
Weil die Löhne den Preisen nicht folgen konnten, kam es in der Folge zu größeren Streikbewegungen. Allgemeine Unzufriedenheit und damit verbundene Existenzangst förderten Fremdenhass und Intoleranz gegenüber den Minderheiten. Man suchte Sündenböcke, die man für die Widerwärtigkeiten verantwortlich machen konnte.1
Ausländern und Einwanderern warf man kommunistische Umtriebe und Subversionsabsichten vor. Verhaftungen, Untersuchungen und Deportationen waren die Folge.
Das Schlagwort“ Back to Normalcy“ stand im Zentrum der republikanischen Wahlkampagne des Jahres 1920. Warren G. Harding siegte über die zerstrittenen Demokraten. Seine Amtszeit war kurz und von Korruptionsfällen begleitet. Er starb 1923. Im Präsidentenamt folgte ihm der bisherige Vizepräsident Calvin Coolidge.
Er galt als Vertreter der traditionellen amerikanischen Tugenden und würde nach der Vorstellung der Bevölkerung mit der Korruption aufräumen. Doch er ging den
„big problems“ meist aus dem Weg.
Das „Laissez faire“ -Prinzip“ entsprach ganz seiner Einstellung.2
Die Interessen der Geschäftswelt dominierten das wirtschaftliche und soziale Gefüge der Vereinigten Staaten immer mehr.
Die wirtschaftliche Entwicklung der USA ist nach einer kurzen Rezession 1920/21 durch eine anhaltende Prosperität gekennzeichnet. Diese beruhte im Wesentlichen auf einer gewaltigen Produktionssteigerung, die bis 1929 zur Verdoppelung der Industrieproduktion führte. Zwischen 1923 und 1929 nahmen die Kapitalerträge um 60 - 65% zu. Die Einkommen der Arbeiter und Angestellten allerdings nur um durchschnittlich 11%. Das Einkommen der Farmer dagegen stagnierte völlig.3
Von 1923 bis 1929 war die Zahl der Autos von 15 auf 26 Millionen gestiegen.
Auf 5 Einwohner kam ein Auto.
Die Umgestaltung des Alltags wurde durch eine ganze Reihe von Massenkonsumgütern bestimmt, wie z.B.: Elektrische Haushaltsgeräte, elektrisches Licht, Telefone, Radio u.a.
„ The business of America is business“ sagte Präsident Coolidge. 4
Henry Ford wurde zum Apostel der Massenproduktion. Die Institutionalisierung der Prohibition schuf innenpolitischen Zündstoff. Das Gesetz wurde jedoch hemmungslos missachtet. Das in der Folge zunehmende Gangster-Unwesen korrumpierte gleichermaßen die Verwaltung und die Polizei.
1928 wurde Herbert Hoover gegen den katholischen Demokraten Al Smith zum Präsidenten gewählt. Er wurde als großer Organisator gerühmt, war aber der Gefangene veralteter Wirtschaftstheorien, um im Moment der Gefahr kühne Entschlüsse fassen und sie dann auch verwirklichen zu können. Mit unklugen Aktionen (Erhöhung der Zollsätze) versetzte Hoover dem internationalen Handel einen schweren Schlag.
[...]
1 Landauer, Carl: Sozial-und Wirtschaftsgeschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Stuttgart 1981. S.165.
2 Guggisberg, Hans R.: Geschichte der USA. 4. Aufl. Stuttgart 2002, S.178.
3 Guggisberg, Geschichte der USA, S.179.
4 Ebd., S.182.
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