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Research Paper (Pre-University), 2001, 11 Pages
Author: Sandra Schneider
Subject: Chemistry
Details
Year: 2001
Pages: 11
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-00106-4
File size: 923 KB
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Fulltext (computer-generated)
Belegarbeit: Erdöl
Gliederung
-
Die Entstehung von Erdöl
-
Vorkommen von Erdöl
-
Das Bohren nach Erdöl
-
Die Förderung von Erdöl
o
o
Primärförderung
o
o
Forcierte
Erdölförderung
S a n d r a S c h n e i d e r
x
Info, zusätzliche Informationen zu einer Thematik
Links, Begriffserläuterungen
Grafiken, Bezeichnungen und Erläuterungen der grafischen Darstellungen
1
Die Entstehung von Erdöl
Erdöl ist ein natürlicher Kohlenwasserstoff, der fast
ausschließlich aus im Wasser lebenden pflanzlichen und
tierischen Lebewesen entstanden ist.
Muttergestein
Verfestigtes Material organischen und
Vor 65-150 Millionen Jahren in der Tertiär- und Kreidezeit
mineralischen Ursprungs, in dem sich
vermehrten sich diese Plankton-Organismen ziemlich
Erdöl und -gas bildete.
stark, starben aber auch ziemlich schnell ab. Das hatte
zur Folge, dass relativ dicke Schichten abgestorbener
Anaerobe Bakterien
Organismen auf dem Meeresboden entstanden, die man
Bakterien, die ohne Sauerstoff leben
als Faulschlamm bezeichnet.
und organische Stoffe in besonderer
Weise zersetzen
Auf dem Faulschlamm setzte sich eine Sedimentschicht
ab, sodass eine natürliche Zersetzung unterbunden
Cracken
wurde, da es keine Sauerstoffzufuhr mehr gab.
Aufspalten der langkettigen Moleküle
des Erdöls in einzelne Bestandteile.
Sogenannte
anaerobe Bakterien ließen die
Siehe: Weitere
organischen Bestandteile in Kohlenstoff umwandeln. In
Verarbeitungsmöglichkeiten
Verbindung mit Wasserstoffen entstand dann das
Kerogen, eine Erdölmuttersubstanz.
Sediment
Schicht, die sich durch Ablagerung aus
Nach und nach setzten sich immer mehr
absinkenden tonigsandigen
Sedimentschichten ab das Muttergestein sank in
Schwebstoffen bildet.
immer tiefere Ebenen. Dies führte zu einer Temperatur-
sowie Druckerhöhung und das dazu, dass das Kerogen
Erdöl bzw. auch Erdgas abgibt.
Grafik 1
2
x
Info:
Die Verbindungen zwischen
Kohlenstoffen und Wasserstoffen
können sehr unterschiedlich
kombiniert sein. Deshalb kann die
Zusammensetzung von Eröl recht
verschieden sein. Es gibt leichte und
schwere Sorten. Die leichten Sorten
sind dünnflüssig und enthalten
vorwiegend leichte Anteile wie
Benzin und leichtes Heizöl. Die
schweren Sorten sind zähflüssig.
Aus ihnen wird ein hoher Anteil
Industrie- Heizöl und Bitumen
gewonnen.
Bei einer Tiefe von 2000m bis
4000m herrscht die optimale
Temperatur: 65°C bis 120°C
Bei einer Temperatur von über
150°C entsteht durch Cracken
Erdgas.
Grafik 1:
,,Zeitbild der Erdgeschichte"
-
Seite 2
-
grafische Darstellung der
Entstehungszeit des Erdöls,
welches wir heute fördern
-
auch heute entsteht noch
Erdöl, allerdings über
Millionen Jahre hinweg
Grafik 2:
-
Seite 3
-
schematische Darstellung
der Entstehung des Erdöls
bis zur Förderung
Grafik 2
3
Vorkommen
Grafik 3
Erdöl findet man überall auf der Welt, speziell an den Orten, die früher einmal mit Wasser bedeckt
waren.
Und dort in Lagerstätten, die durch Migration entstanden sind. Dabei setzen sich das Wasser, Erdöl
und auch Erdgas in sogenannten Speichergesteinen ab.
Speichergestein:
Grobkörnige und durchlässige Gesteine mit entsprechenden Poren und Klüften.
z.B Sandsteine, zerklüftete Kalksteine oder Dolomite.
Migration:
Das langsame Aufsteigen von Wasser, Öl und Gas durch die Erdschichten, aufgrund ihrer Dichte
und dem Auftrieb durch Kapillarkräfte.
Grafik 4
Grafik 5
4
Die Ablagerung in den Lagerstätten oder auch Fallen genannt passiert in Schichten. Aufgrund der
Dichte lagern sie sich wie folgt ab:
Grafik 6
Fallen bilden sich dort, wo die weitere Migration durch eine undurchlässige Deckschicht verhindert
wird. Man unterscheidet Formen derer nach ihrer Entstehung:
Fallenart Entstehung
Strukturelle Fallen
durch tektonische Bewegungen
z.B. Bruch oder Aufwölbung (zählen zu den größten Lagerstätten)
Stratigrafische Fallen
durch unterschiedliche Ablagerung
durch Abtragung
durch chemische Veränderung der Gesteine
Hydrodynamische Fallen durch Strömung des Wassers im Untergrund
Kombinationsfallen
durch Kombination obiger Fallen
x
Info:
Grafik 3:
Riesige Ölvorräte befinden sich auch in
-
Seite 4
Ölsanden und Ölschiefern, die sich vor allem in
-
Stellt die wichtigsten
Nord- und Südamerika wie auch in Australien
Erdölressourcen dar
befinden. Diese werden aber kaum abgebaut,
weil sie als unwirtschaftlich, aufgrund des
Grafik 4:
hohes Kostenaufwands, sind.
-
Seite 4
-
Migration und Fallenentstehung
durch durchlässige bzw.
undurchlässige Schichten
Grafik 5:
-
Seite 4
-
Verlauf von Migrationsbahnen
Grafik 6:
-
Seite 5
-
Systematische Darstellung der
Schichtenlagerung
5
Das Bohren nach Erdöl
Rotary-Bohrverfahren:
dieses Verfahren wird heute fast
ausschließlich angewandt
ein bis 60 Meter hoher Stahlturm
hält das Bohrgestänge über
einen Flaschenzug. Da die
Bohrstangen hohl sind, kann
über sie eine Lösung zum
Meißel geführt werden, diesen
kühlen und das abgeschlagene
Material wieder nach oben
transportieren. Über spezielle
Zusätze können mit der Lösung
auch die Bohrwände stabilisiert
werden und es wird ein
Gegendruck für Erdöl oder
Erdgas geschaffen, das
unerwartet auftritt.
-
Grafik
7
Grafik
8
Grafik 7:
-
Seite 6
-
das Rotary-Bohrverfahren im Off-Shore Einsatz
Grafik 8:
-
Seite 6
-
schematische Darstellung eines Bohrturms
6
Eine weitere weltweit verbreitete Möglichkeit
Und es gäbe noch die
Horizontalbohrung
:
ist die
Turbinenbohrung
:
Diese kommt im zunehmenden Umfang zum
Dabei sitzt die antreibende Turbine
Einsatz.
unmittelbar über dem Meißel und wird von
Bei ihr wird innerhalb der Lagerstätte
der Spülflüssigkeit angetrieben.
horizontal gebohrt.
Solche Meißeldirektantriebe werden zum
Sie erlaubt es, mit einer geringen Anzahl von
ändern der Bohrrichtung benutzt, dem
Bohrungen ein Ölfeld zu erschließen.
sogenannten Ablenkbohren.
Bei diesem Verfahren wird das Bohrloch von
einer bestimmten Tiefe an von der vertikalen
Bohrrichtung abgelenkt.
Dies bringt folgende Vorteile mit sich:
Lagerstätten
-
unterhalb dicht besiedelter Gebiete
-
unter Wäldern
-
unter Mooren und anderen Biotopen
können erschlossen werden, was für die
Umwelt sehr gut ist.
Durch Hilfe einer Richtbohrung lässt sich von
einer einzigen Förderplattform ein
kreisförmiges Areal abbohren, so dass man
weit weniger Plattformen benötigt.
Grafik 9
Grafik 9:
-
Seite 7
-
Foto von 3 Bohrmeißel
7
Das Fördern von Erdöl
Primärförderung
Eruptive Förderung:
Gasliftverfahren:
Tiefpumpen-Förderung:
Jede Erdöl- und
Wenn die eruptive
Das Pumpen ist die
Erdgaslagerstätte steht unter
Förderung auf natürlichem
häufigste künstliche
einem bestimmten Druck,
Weg zu Ende geht, setzt
Fördermethode.
der mit je 10 Metern Tiefe
man das Bohrloch unter
Der bedeutendste Vertreter
um eine Atmosphäre (bar)
ausreichenden Druck, um
dieses Produktions-
zunimmt. Mit dem Erdöl
das freie Ausfließen des
verfahren ist die
fließt auch noch dieses
Erdöls zu verlängern.
Gestängetiefpumpe.
gelöste Gas dem Bohrloch
Bei der Förderung aus
Diese Pumpe besteht aus
zu. Da dabei der Druck sinkt,
größeren Tiefen, etwa
drei Teilen:
beginnt das Gas unter
zwischen 2500 und 3500
-
aus der eigentlichen
Volumenvergrößerung aus
Metern, wird häufig das
Tiefpumpe (diese
dem Öl zu entweichen. So
Gasliften dem Pumpen
stellt eine in vielen
wird, wie das Sodawasser
vorgezogen.
Varianten gebaute
aus der Sodawasserflasche,
Kolbenpumpe dar)
das Erdöl aus dem Bohrloch
-
aus dem
gedrückt.
Pumpengestänge
(ein aus Stahl
hergestellter Strang,
der die
Kraftübertragung
von der
Antriebseinheit über
Tage zur Pumpe
unter Tage besorgt)
x
Info:
-
und schließlich aus
Für eine heute typische Bohrung in eine Tiefe von 5000 Metern
der Antriebseinheit,
entstehen Kosten in Höhe von 14 bis 20 Millionen DM
dem Pumpenbock
(der so- genannte
Pferdekopf) mit
Antriebsmotor
Grafik 10
8
Grafik 10
Grafik 10:
-
Seite 8
-
Foto ,,Pferdekopf" der Tiefpumpenantrieb
Grafik 11:
-
Seite 9
-
Gegenüberstellung der 3 verschiedenen Verfahren der Förderung
9
Forcierte Erdölförderung
Da der Entölungsgrad der Primärförderung schätzungsweise bei 25% liegt, hat die Ölindustrie
sekundäre und tertiäre Verfahren entwickelt. Diese werden unter dem Begriff ,,forciert"
zusammengefasst.
Sekundärförderung
Entölungsgrad: im Durchschnitt 35%
Prinzip:
Druckerhaltung
Methode:
zum Beispiel:
Wasserflutung
Die Druckerhaltung bzw. auch Erhöhung wird hier erreicht, indem man abwechseln Wasser in
Bohrlöcher pumpt, die sich auf einem Ölfeld befinden.
Weitere Möglichkeiten dadurch sind die Förderungsgeschwindigkeit und - bei Lagerstätten, die
gleichmäßig sind und wenig Ton enthalten sogar eine Förderungsleistung auf 60% und mehr (!).
Tertiärförderung
Entölungsgrad: im Durchschnitt 45%
Prinzip:
Einwirkung auf die Kräfte, die das Öl im Speichergestein zurückhalten und seine
Bewegung im Porenraum verhindern
Kostenpunkt:
sehr hoch, da über Tage aufbereitet werden muss, sprich Wasser, Sand und Salz
müssen entfernt werden, was bei der Primärförderung in der Lagerstätte
automatisch passiert
Methode:
zum Beispiel:
Gasinjektion
Anwendung bei sehr viskosem Öl.
Durch das überhitzte Gas mit einer ungefähren Temperatur von 340°C treibt das Öl nach oben,
verliert aber auch an Viskosität, sodass es wesentlich schneller fließt.
x
Info:
Für weitere Förderungsmöglichkeiten der forcierten
Entölungsgrad:
Erdölförderung sind Lösungsmittelfluten und chemisches
Prozentangabe des maximal
Fluten Beispiele.
geförderten Ölinhalts einer
Lagerstätte
Viskosität:
Eigenschaft von Flüssigkeiten, die
dem Fließen entgegenwirkt, wenn
eine Kraft auf sie wirkt. Bei dem
Erdöl wäre die Viskosität bei
zähflüssigem Öl sehr hoch.
,,Belegarbeit: Erdöl"
Fach: Chemie
Humboldtgymnasium Cottbus
Sandra Schneider
© 2001
10
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