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Termpaper, 2000, 11 Pages
Author: Ramona Rieck
Subject: Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Details
Institution/College: Humboldt-University of Berlin (Institut für Rehablitationspädagogik)
Tags: Diagonostik, Behandlung, Kindern, Sprachentwicklung, Stammeln/, Dyslalie, Hauptseminar, Frührehabilitation, Kinder
Year: 2000
Pages: 11
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-16683-6
File size: 75 KB
Belegarbeit zum Referat. Diagnoseablauf. Quantitative und Qualitative Einteilung der Sprachstörung des Stammelns. Ursachen. Motorische Dyslalie. Diagnostik einer motorischen Dyslalie. Kriterien für Schweregrad und Komplexität von Stammelfehlern in Anlehnung an van Riper/ Irwin (1976). Therapieprinzipien nach van Riper und Irwin. Therapieform.Sehr dichte Arbeit - einzeiliger Zeilenabstand. 182 KB
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Excerpt (computer-generated)
Belegarbeit zum Thema:
Diagnostik und Behandlung von Kindern mit verzögerter
Sprachentwicklung Stammeln / Dyslalie
Seminar:
Frührehabilitation sprachbehinderter Kinder
Humboldt-Universität zu Berlin / SS 2000
Institut für Rehabilitationswissenschaften
Berlin, den 28.09.2000
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... S. 3
2. Diagnoseablauf ... S. 3
2.1. Protokollierung einer Sprachstörung ... S. 3
3. Quantitative Einteilung der Sprachstörung des Stammelns ... S. 4
4. Qualitative Einteilung der Sprachstörung des Stammelns ... S. 4
5. Ursachen des Stammelns ... S. 6
6. Motorische Dyslalie ... S. 6
6.1. Diagnostik einer motorischen Dyslalie ... S. 7
7. Kriterien für Schweregrad und Komplexität von Stammelfehlern in
Anlehnung an van Riper / Irwin (1976) ... S. 7
8. Therapieprinzipien nach van Riper und Irwin ... S. 8
9. Therapieform der motorischen Übungsbehandlung ... S. 9
Literaturverzeichnis ... S. 11
1. Einleitung
Es handelt sich um Stammeln, wenn die Unfähigkeit besteht einzelne, Laute zu bilden oder sie anzuwenden. Genauer definiert heißt das, daß man unter Stammeln Störungen der Artikulation also der Lautbildung versteht, bei denen einzelne Laute oder Lautverbindungen entweder völlig fehlen, durch andere ersetzt oder abartig gebildet werden. Die normale Phase des Stammeln verschwindet meist bis zum vierten oder auch fünften Lebensjahr. Bleibt die fehlerhafte Aussprache bestehen, handelt es sich nicht mehr um ein physiologisches Stammeln, sondern um eine echte Sprachstörung. In den meisten Fällen ist das Stammeln ein Teilsymptom einer verzögerten Sprachentwicklung.
2. Diagnoseablauf
Um den Verdacht einer Sprachstörung zu bestätigen, muß der Patient viele Untersuchungen bezüglich seiner Sprechwerkzeuge, seiner körperlichen Beschaffenheit und seiner geistigen Entwicklung über sich ergehen lassen. Des weiteren werden zur Spezifizierung der Störungen unterschiedliche Diagnosehilfen, in Form von Prüfbögen angewendet, um eine größtenteils individuelle Therapieform anwenden zu können.
2.1. Protokollierung einer Sprachstörung
Die Fehlleistungen einer Sprachstörung müssen anhand von Diagnosehilfen protokolliert werden. Bei kleineren Kindern eignet sich zur Lautüberprüfung am besten eine systematisch
gelenkte Spontansprache, die mit entsprechendem Bildmaterial versehen ist (Bilderserie, Einzelbilder, Ausmalen). Gut geeignete Prüfbögen sind z.B.
Abb. 1. Der Stammler-Prüfbogen von H. Metzker; aus: Grzeskowiak / Kleuker, Grundlagen der Sprachheilpädagogik, 1981, S. 89.
Abb. 2. Die Lautprüfung nach G. Frank / P. Grziwotz; aus: Grzeskowiak / Kleuker, Grundlagen der Sprachheilpädagogik, 1981, S. 91f.
Abb. 3. Die Lauttreppe nach H. Möhring ; aus: Grzeskowiak / Kleuker, Grundlagen der Sprachheilpädagogik, 1981, S. 74 f.
Abb. 4. Das phonetische Bilder- und Wörterbuch nach M. Cerwenka; aus: Grzeskowiak / Kleuker, Grundlagen der Sprachheilpädagogik, 1981, S. 76f.
Bei älteren Kindern und Erwachsenen kann der Lautbestand am schnellsten durch Nachlesen oder Vorsprechen festgestellt werden. Nach der Protokollierung der Sprachstörung kann eine Einteilung in quantitative und qualitative Bereiche vorgenommen werden.
3. Quantitative Einteilung der Sprachstörung des Stammelns
Die quantitative Einteilung bezieht sich auf die Verständlichkeit. Hier wird unterschieden zwischen:
1. Partiellem Stammeln
2. Multiplem Stammeln
3. Universellem Stammeln
4. Inkonstantem Stammeln und
5. Inkonsequentem Stammeln
Partielles Stammeln bedeutet hierbei, daß ein einzelner Laut oder nur wenige Laute gestört sind, während beim multiplem Stammeln eine große Anzahl von Lauten betroffen ist. Wenn nur noch wenige Laute richtig gebildet werden, spricht man von universellem Stammeln. Das inkonstante Stammeln zeichnet sich dadurch aus, daß ein Laut einmal richtig und dann wieder falsch gebildet wird, wohingegen der Laut beim inkonsequenten Stammeln nicht immer auf die gleiche Art verstammelt wird, sondern die Art der Fehlbildung wechselt.
4. Qualitative Einteilung der Sprachstörung des Stammelns
Die qualitative Einteilung bezieht sich auf die entsprechenden Symptome des Stammelns.
Darunter fällt z.B.
1. die Mogilalie, wobei hier ein Laut ausfällt, z.B. wird statt dem Wort „Gabel“, „abel“ gesprochen
2. oder die Paralalie, hier wird ein Laut durch einen anderen ersetzt z.B. wird „Taffe“ statt „Kaffee“ gesprochen. Nach Jakobson (1972) sind dabei entwicklungsphonetisch später erlernte Laute, die schwieriger zu bildenden sind, betroffen, wie z.B. k, g, f, w, ch, zuletzt gelernte Laute sind s, sch, r diese werden durch frühere erlernte Laute ersetzt, wie p, b, t, m, n, l, d (Grohnfeldt, Störungen der Sprachentwicklung, 1989, S. 72).
3. weiter die Dyslalie im engeren Sinne, nämlich in der Fehlbildung von Lauten, man sagt auch der Laut wird abartig gebildet wie z.B. ein gelispelter s- Laut.
4. weiterhin das Vokalstammeln, hier machen die Umlaute (ü, ö, ä) und die Zwielaute (au, ei, eu) die meisten Schwierigkeiten aus, z.B. „müde“ wird zu „mude“. Wobei das Vokalstammeln wesentlich seltener vorkommt als das
5. Konsonantenstammeln, welches vorliegt, wenn ein Konsonant nicht oder fehlerhaft gebildet wird oder durch einen anderen Laut ersetzt wird. Häufigkeitszählungen zeigen, dass die Stammelfehler bei Konsonanten mit der Einteilung nach Artikulationsgebieten von vorn (Lippen, Zähne) nach hinten (Gaumen) zunimmt (siehe auch: Lauttreppe von Möhring bzw. Grohnfeldt, Störungen der Sprachentwicklung, 1989, S. 72 ff.). Das heißt, daß z.B. „Straße“ oder „Strumpf“ häufiger fehlgebildet werden als z.B. „Dose“ oder „Nase“. Je nach Ausfall einzelner Laute kann man beim Konsonantenstammeln durch Anhängen der Silbe „-tismus“ oder „-zismus“ an den griechischen Namen des fehlerhaften Lautes die einzelnen Dyslalie-Arten bezeichnen: z.B.
[Aufstellung nur in Downloaddatei enthalten.]
[...]
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